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Wer wird´s denn jetzt?

Gerhard Schröder
13 (59%)
Dr. @mund Stoiber
7 (32%)
Der Guido
2 (9%)
 
Abstimmungen insgesamt: 22
 
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Sallust
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Mo, 26. Aug 2002, 12:42

Mein Gott, war das Duell nervenzerfetzend! Fast so spannend wie die Duelle in den Tageszeitungen!
Die Kandidaten hätten einander gegenüber stehen müssen. Das war doch albern, wie Stoiber immer Herr Bundeskanzler sagte, aber Kloeppel ansah, und Stoiber seinen Blick sonstwohin richtete.
Die Zeitbeschränkung ist genauso Quatsch, ich will ein Rede-_Duell_ und kein Fragenbeantworten.
Schröder hat mich ganz schön enttäuscht, der hätte Stoiber mehr in die Defensive drängen müssen, dann wären auch die Ähs und Wähs wiedergekommen. Somit gab es aber ein Unentschieden, was ein Sieg für Stoiber ist.

www.waehlt-stoiber.net
Bis bald
Sallust
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Abdiel
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Mo, 26. Aug 2002, 13:27

Holla!

Ich sehe das überhaupt nicht so. Als erstes ist mir gleich mal der verzogene Mund vom Stoiber aufgefallen. Wie festgenagelt war das Grinsen und die krampfhafte Haltung für das vorteilhafte Aussehen im 3/4-Profil hatte was aufdringlich Arrogantes und sorgte bei mir schon für Erheiterung in den ersten Minuten. Nicht auf den Gegenkandidaten eingehen zu können zeugt zudem von Armseligkeit und der Gipfel war der letzte Angriff auf Schröder, den er mit einem, aus seiner Sicht jedenfalls, gewinnenden Siegerlächeln abschloss, der Brüller schlechthin.
Ich fand das Auftreten von Schröder korrekt, was soll er sich auch agressiv geben? Er muss sich ja nicht nur als Kandidat darstellen, der alles besser machen will, sondern auch noch für die vergangene Periode Frage und Antwort stehen. Er gab sich souverän und hat den Stoiber anrennen lassen. Die Konter kamen wohlplaziert und am Ende hat er auch noch die Ruhe gehabt das Zeitkonto zu seinen Gunsten klein zu halten, Stoiber hat ja nicht mal am Schluss die Kurve gekriegt.
Wie sich auch in den Umfragen gezeigt hat (obwohl ich die sinnlos fand), konnte Stoiber nicht wirklich mit seinem Programm überzeugen, er hat ja fast gar nichts davon dargelegt. Vorwürfe und Geknurre und dann selber halbseidene Aussagen machen, ich sag nur Irak, war genau das was er anfangs eigentlich für sich ausgeschlossen hatte. Da ist mir der Schröder allemal symphatischer, da er wenigstens teilweise klar Stellung bezogen hat. Aber wie gesagt, ich wurde trotzdem nur in meiner Meinung bestätigt, keiner der "grossen" Parteien meine Stimme zu geben! Und die Stimmungsmache von RTL direkt nach dem Duell fand ich einfach nur zum Kotzen. Mögen das auch nur persönlich Meinungen der Leute gewesen sein, deutlich gemacht haben sie das durchaus nicht. Vielmehr würde Schröder gleich 3 Minuten nach Ende des Duells als der Verlierer hingestellt. Da habt Ihr den Beweis, warum ich gegen solcherlei "Wahlkampf" bin. Amerika zeigt uns mal wieder wie man es nicht machen sollte! Aber wir sind scheinbar auch mittlerweile zu blöd uns eine eigene Meinung zu bilden...

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Mo, 26. Aug 2002, 16:15

Ich will nur sagen, das es mit dem Anheben der Öko-Steuer keinen Ersatz in Form öffentlicher Verkehrsmittel gegeben hat.


Du vergißt dabei, daß auch ein Verkehrsverband wirtschaftlich arbeiten muß, das ist das Problem in ländlicheren Regionen. Es ist leider so, daß sich mehr Busse in vielen Gegenden nicht lohnen, da sie keiner nutzt. Entweder haben die Leute ein Auto, oder sie fahren nicht in die Stadt, weil sie im Tante Emma Laden einkaufen.

Tun jetzt nicht auch schon "nur privilegierte" Leute studieren?


Nein, zumindest nicht bei uns.

Trotzdem lief es deutlich schlechter, als Eichel das geplant hatte.


Das hatte aber Gründe, für die keiner was kann.


Schröder hat mich ganz schön enttäuscht, der hätte Stoiber mehr in die Defensive drängen müssen, dann wären auch die Ähs und Wähs wiedergekommen


Das war durch das Prinzip der Sendung leider ausgeschlossen. Die "Diskussionsform" hat Stoiber sehr viel mehr geholfen als Schröder.

ciao
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Mo, 26. Aug 2002, 16:35

Thwidra hat geschrieben:
Tun jetzt nicht auch schon "nur privilegierte" Leute studieren?

Nun ja, ich bin höchstens in dem Maße priviligiert, dass ich zu den 4% gehört habe, die Bafög erhalten haben. Wenn du kein Bafög erhältst heißt das ja noch lange nicht, dass es nicht Leute gibt, die weniger Geld verdienen als deine Eltern und das, man höre und staune, sogar auch hier im Westen. Nun, mir hat der Staat jedenfalls ermöglicht zu studieren, ohne dass ich mir um die Finanzierung allzu große Sorgen machen müsste, und darüber bin ich froh - wenn mir auch die CDU/FDP-Landesregierung jetzt mit den "Langzeitstudiengebühren" Knüppel zwischen die Beine wirft. Nur private Unis? Tschüss Deutschland, würde ich da nur sagen...

Schröder hat mich ganz schön enttäuscht, der hätte Stoiber mehr in die Defensive drängen müssen, dann wären auch die Ähs und Wähs wiedergekommen

Ich kann mich da eigentlich nur Abdiels Meinung anschließen. Schröder hat das alles sehr ruhig aufgenommen; genauso wie man reagiert, wenn man von einem Kleinkind genervt wird: man lässt es einfach mal machen... Letztendlich ist das eingetreten, was Wahlforscher schon vorher gesagt haben: jeder wird seine Meinung nur noch bestätigt sehen.
 
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thwidra
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Di, 27. Aug 2002, 11:39

Abdiel hat geschrieben:
...
Tja so ist das, wenn man die Strasse als Hauptaufgabe ansieht. Wie Hardbern schon andeutete, Autofahren ist Luxus (auch für mich)! Ich sehne mich wieder nach Zeiten, in denen man günstig mit Bus oder Bahn von Stadt zu Stadt kommt, zumal diese Variante erheblich kostengünstiger als der jetzige Weg ist...


Ich würde auch viel öfter mit dem Bus fahren, wenn es hier nur möglich wäre.

@Animal: Natürlich müssen Busunternhemen wirtschaftlich arbeiten. Nur warum bekommen die nicht ein paar Subventionen aus der Öko-Steuer. Achja, die fließt ja zu den Rentnern... :roll:

Abdiel hat geschrieben:
Ich finde keineswegs, dass oftmals nur "priviligierte" Leute an den Unis studieren oder es sollten. Ohne Bafög könnte auch ich nicht studieren, ab Oktober muss ich mir also Gedanken über die weitere Finazierung machen. Ich bin eindeutig für staatliche Bildungseinrichtungen, jedoch muss der Staat auch endlich mal sein Recht auf Forderungen einsetzen und nur geeigneten Leuten dass studieren ermöglichen. Was nützt es, wenn jeder studieren darf, wir dafür Geld bezahlen und er eigentlich gar nicht dazu geeignet ist? Das treibt die Kosten!


Genau das sage ich doch. Und das Problem wäre (zumindest in der Theorie) bei privaten Unis gelöst. Die legen dann selber ihre Auswahl- (Stipendien-)Kriterien fest.
Ich bin ja nicht für die komplette Abschaffung staatlicher Unis oder Schulen. Aber es sollte imho private geben. Dort wüsste ich, dass ich besser lernen könnte, und nicht mit 80 Mann einen Seminarraum teilen müsste. Ganz zu schweigen davon, dass ich irgendwelche Scheinkritereien aus Zeitmangel (weil alle anderen ja auch "dran kommen müssen") nicht erfüllen könnte.


Abdiel hat geschrieben:
...
Schön sind die Fragen ja dann auch noch: "Welcher von den beiden Parteien werden Sie jetzt Ihre Stimme geben?" Da gibts doch 'ne klare Antwort für: "Keiner!"


Dito. Ob's der Stoiber besser kann, wage ich genauso zu bezweifeln wie ihr.


Sallust hat geschrieben:
Schröder hat mich ganz schön enttäuscht, der hätte Stoiber mehr in die Defensive drängen müssen, dann wären auch die Ähs und Wähs wiedergekommen. Somit gab es aber ein Unentschieden, was ein Sieg für Stoiber ist.


Manchmal hab ich mich bei dem TV-Duell aber schon gefragt, ob Stoiber nicht mehr SPD- und Schröder mehr CDU-Kandidat ist...
Der Stoiber als Kritiker Schrödes ist top, aber von "seinem Weg" hat er ja rein gar nichts gesagt. Von daher war das alles im Grunde kein richtiges Wahlkampf-Duell.
Ich sehe das sowieso nur als "Medienmache" um die Einschaltquoten nach oben zu drücken. Die Fernseher.Lobby weiß schon wie sie es macht...
 
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Di, 27. Aug 2002, 12:23

thwidra hat geschrieben:
@Animal: Natürlich müssen Busunternhemen wirtschaftlich arbeiten. Nur warum bekommen die nicht ein paar Subventionen aus der Öko-Steuer. Achja, die fließt ja zu den Rentnern... :roll:

Ich glaube das hast du nicht richtig verstanden. Durch die Öko-Steuer werden die Rentenbeiträge gesenkt bzw. stabil gehalten, das betrifft nicht die Rentner, sondern die Arbeitnehmer, zu welchen du ja auch in absehbarer Zeit gehören wirst, d.h. du wirst in Zukunft noch sehr von der Öko-Steuer profitieren. Die einzigen, die die Öko-Steuer wirklich hart trifft, sind ironischerweise die Rentner, da diese die Steuer bezahlen aber nicht von ihr profitieren.
 
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Di, 27. Aug 2002, 12:51

Ich wollte auch noch was zum Duell sagen. (übrigens ziemlich unpassender Name für diese Veranstaltung)

Gähnduell der Schlaftabletten wäre imho passender. Duell hat für meine Begriffe immer was von Spannung, war in der Sendung aber nich so viel von zu spüren (aufgrund des komischen Formates). Es gab ja noch nicht mal irgendwas neues zu hören. Gut, dass für das Duell jetzt die Welt nicht neu erfunden wird ist klar, aber ein wenig neues -irgendwas- wäre gut gekommen.

Das Stoiber und seine Gesellen es jetzt selbstverständlich ablehnen, die Regeln für das "Duell" zu ändern , ist von vorner herein klar gewesen. Da hätte man auch gleich fragen können ob Stoiber evangelisch ist und hätte die gleiche Antwort erhalten. Und ich finde Schröder sollte, sofern die Regeln nicht geändert oder besser ausgenutzt werden (z.B. die Möglichkeit geboten wird, dass er direkt auf die Sprüche und Behauptungen Stoibers reagieren kann), es ablehnen in ein erneutes Duell zu gehen. O. K. das kann er nicht machen, aber er könnte wenigstens damit drohen nicht teilzunehmen. Ein bischen mehr Action würde dem Wahlkampf imho nämlich guttun.

Mit den Regeln für dieses Duell, haben die Berater des Kanzlers imho ein fettes Eigentor geschossen. Seine stärken, wie z. B. die absolute Schlagfertigkeit, sind in der Veranstaltung doch gar nicht rübergekommen. Wenn er direkt antworten hätte und mit Stoiber diskutieren hätte können, wäre Stoiber eindeutig der Verlierer dieses "Duells" geworden. Ist imho Schade, da ich dieses selbst-auf-die-schultern-geklopfe das z. B. die CDU jetzt teilweise durchzieht echt nicht ab kann. (Herr Merz: 3:0 für Stoiber, hahahaha)

Aber noch was zu dem deutschen Weg. Findet Ihr den Ausdruck soo schlimm? Ich meine wir als Deutsche werden doch wohl kaum einen belgischen Weg beschreiten. Ich finde das der Stoiber sich darüber zu unrecht aufregt. Ist mittlerweile imho ein ganz normaler Ausdruck.
Ich denke Stoiber ist auch nur "sauer" weil der Begriff ihm nicht als erstes eingefallen ist.

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Di, 27. Aug 2002, 16:48

Holla!

thwidra hat geschrieben:
Genau das sage ich doch. Und das Problem wäre (zumindest in der Theorie) bei privaten Unis gelöst. Die legen dann selber ihre Auswahl- (Stipendien-)Kriterien fest.
Ich bin ja nicht für die komplette Abschaffung staatlicher Unis oder Schulen. Aber es sollte imho private geben. Dort wüsste ich, dass ich besser lernen könnte, und nicht mit 80 Mann einen Seminarraum teilen müsste.
Ich denke wiederum, dass selbst eine teilweise Privatisierung zu nichts anderem führt als von Dir vorher beschrieben. Dort werden dann nämlich nur noch priviligierte Menschen studieren können, da dort nicht nur die Eignung sondern auch noch die Kohle stimmen muss. Heutzutage hat man da noch etwas mehr Freiheiten!
Statt der privaten Uni sollten die Auswahlkriterien der staatlichen Einrichtungen entsprechend überarbeitet werden. Dann würde der von Dir gewünschte Effekt entstehen, dass nur halbwegs fähige Studienanwärter angenommen werden. Einen Überlauf bestimmter Studiengänge kannst Du eh nur an Eliteschulen verhindern, da hast Du schon recht, jedoch kann man dies auch mit einer umsichtigen Studienwahl umgehen...


thwidra hat geschrieben:
Der Stoiber als Kritiker Schrödes ist top, aber von "seinem Weg" hat er ja rein gar nichts gesagt.
Wie wahr, das war übrigens der zweite grosse Punkt neben dem gar grässlichen Auftreten der mir aufgefallen war. Es scheint trotzdem sehr wenige Menschen gegeben zu haben, die sich von diesem Müll beeindrucken liessen. Konnten sie ja auch nicht, wenn ein Grossteil des Inhalts fehlt und nur über olle Kamellen erregt diskutiert wird. Von daher wird auch der potentielle Nichtwähler seine Meinung nicht ändern.
Bleiben nur noch die hohen Quoten! Naja, immerhin hat man sich die aussichtslose Suche nach einem vernünftigen Film gespart...

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Di, 27. Aug 2002, 19:29

Also mit dem Privat-Uni Gedanken kann ich mich echt nicht anfreunden. Wie schon mehrfach gesagt wurde, dann hast du nur noch das Geldbeutel-Prinzip. Man muß darauf achten, daß die Leute eine gewisse Qualität haben und nicht jeder Dummbeutel anfängt BWL zu studieren, oder Pädagogik, was neuerdings auch recht beliebt zu sein scheint, wenn man nicht weiß was man machen soll. Das ist meiner Meinung nach das Problem.

Dem Subventionen Gedanken möchte ich mich auch nicht anschließen, der Staat hält dadurch schon zuviel unrentables Zeug am Leben.
Sicher, wir als Studenten leiden unter der Ökosteuer, weil die Benzinpreise steigen und wir im Gegensatz zu den Steuerzahlern keine Entlastung durch höhere Pauschalen bekommen. Aber wie Cloud schon sagte, bald haben wir sehr wohl was davon. Außerdem wird diese Öko-Ökosteuer schon noch kommen, von Seiten der EU.

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Mi, 28. Aug 2002, 11:39

Cloud hat geschrieben:
thwidra hat geschrieben:
@Animal: Natürlich müssen Busunternhemen wirtschaftlich arbeiten. Nur warum bekommen die nicht ein paar Subventionen aus der Öko-Steuer. Achja, die fließt ja zu den Rentnern... :roll:

Ich glaube das hast du nicht richtig verstanden. Durch die Öko-Steuer werden die Rentenbeiträge gesenkt bzw. stabil gehalten, das betrifft nicht die Rentner, sondern die Arbeitnehmer, zu welchen du ja auch in absehbarer Zeit gehören wirst, d.h. du wirst in Zukunft noch sehr von der Öko-Steuer profitieren. Die einzigen, die die Öko-Steuer wirklich hart trifft, sind ironischerweise die Rentner, da diese die Steuer bezahlen aber nicht von ihr profitieren.


Na und es fließt trotzdem den Rentnern zu. Und für den Arbeitnehmer, der, denke ich, oftmals auch noch Autofahrer ist, ist das nur eine Umverteilung, von der er bedingt profitiert. So sehe ich das.


Abdiel hat geschrieben:
Ich denke wiederum, dass selbst eine teilweise Privatisierung zu nichts anderem führt als von Dir vorher beschrieben. Dort werden dann nämlich nur noch priviligierte Menschen studieren können, da dort nicht nur die Eignung sondern auch noch die Kohle stimmen muss. Heutzutage hat man da noch etwas mehr Freiheiten!


Das glaube ich einfach nicht, dass dann nur noch privilegierte studieren können. Viel eher wird eine relativ vernünftige Auswahl getroffen, wer studieren kann und wer nicht. Das Ganze wäre dann nur deutlich mehr Leistungsbezogen.

Abdiel hat geschrieben:
Statt der privaten Uni sollten die Auswahlkriterien der staatlichen Einrichtungen entsprechend überarbeitet werden. Dann würde der von Dir gewünschte Effekt entstehen, dass nur halbwegs fähige Studienanwärter angenommen werden. Einen Überlauf bestimmter Studiengänge kannst Du eh nur an Eliteschulen verhindern, da hast Du schon recht, jedoch kann man dies auch mit einer umsichtigen Studienwahl umgehen...


Und an privaten Unis. Das der Staat Ordnung in seinen Laden bringt, ist zumindest bei uns utopisch. Neue Auswahlkriterien werden wohl in irgendwelchen Bürokratieapparaten untergehen.

Du hast weiter oben geschrieben, das schon zu Studienbeginn durch Verträge zwischen Unis und Firmen eine Arbeitsstelle angenommen werden müsste. Ich sage da nur Juchu, dann bräuchte ich mir keine Sorgen um eine Stelle zu machen.


Animal hat geschrieben:
Also mit dem Privat-Uni Gedanken kann ich mich echt nicht anfreunden. Wie schon mehrfach gesagt wurde, dann hast du nur noch das Geldbeutel-Prinzip. Man muß darauf achten, daß die Leute eine gewisse Qualität haben und nicht jeder Dummbeutel anfängt BWL zu studieren, oder Pädagogik, was neuerdings auch recht beliebt zu sein scheint, wenn man nicht weiß was man machen soll. Das ist meiner Meinung nach das Problem.


Nun ja, ich sehe die Lösung dieses Problems eben nur durch Privat-Unis. Bei dem jetzigen System wird das jedenfalls immer der Fall sein.

Animal hat geschrieben:
Dem Subventionen Gedanken möchte ich mich auch nicht anschließen, der Staat hält dadurch schon zuviel unrentables Zeug am Leben.
Sicher, wir als Studenten leiden unter der Ökosteuer, weil die Benzinpreise steigen und wir im Gegensatz zu den Steuerzahlern keine Entlastung durch höhere Pauschalen bekommen. Aber wie Cloud schon sagte, bald haben wir sehr wohl was davon. Außerdem wird diese Öko-Ökosteuer schon noch kommen, von Seiten der EU.


Der Subventions-Gedanke ist tatsächlich nicht so toll. Wenn ich schon alleine daran denke, das 500 Mio. an BMW nach Leipzig fließen, na dann Gute Nacht Standort Deutschland. In meinen Augen zeugt das nicht gerade von Wirtschaftlichkeit.

Bei uns kostet übrigens eine einfache Busfahrt 7,20 Euro für rund 20 bis 25 km. Da brauchen sich die Busunternehmen nicht wundern, dass sich nur noch eine Handvoll dieser reichen Rentner eine Fahrt leisten kann.
 
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Mi, 28. Aug 2002, 12:05

thwidra hat geschrieben:

Bei uns kostet übrigens eine einfache Busfahrt 7,20 Euro für rund 20 bis 25 km. Da brauchen sich die Busunternehmen nicht wundern, dass sich nur noch eine Handvoll dieser reichen Rentner eine Fahrt leisten kann.


Sind es nicht sowieso die Rentner die mit dem Bus fahren? Ich kann mir nicht vorstellen, daß bei niedrigeren Preisen die Leute schlagartig wechseln. Kaum einer möchte auf die Flexibilität des Autos verzichten, das ist der Hauptvorteil des Autos. Die die das machen, sind die Rentner, weil sie kein Auto mehr haben. Ich könnte durch mein Semesterticket auch kostenlos zur Uni fahren, aber ich mach es nicht, weil ich nach einem Jahr die Nase voll hatte.

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Thwidra hat geschrieben:
Na und es fließt trotzdem den Rentnern zu. Und für den Arbeitnehmer, der, denke ich, oftmals auch noch Autofahrer ist, ist das nur eine Umverteilung, von der er bedingt profitiert. So sehe ich das.

Verstehe ich jetzt nicht. Oder besser gesagt, du vestehst es nach wie vor nicht. Den Rentnern kommt die Öko-Steuer in keinster Weise zu Gute. Ob es eine Öksteuer gibt und falls ja, wie hoch die Erlöse aus der Ökosteuer sind, hat keinerlei Einfluss auf die Höhe der Renten, sondern nur darauf wie hoch die Abgaben der Arbeitgeber/Arbeitnehmer sind. Wenn es keine Öko-Steuer gäbe, müssten andere Steuern erhöht werden (MWST o.ä.), um das Loch in der Rentenkasse auszugleichen.

Animal hat geschrieben:
Sind es nicht sowieso die Rentner die mit dem Bus fahren? Ich kann mir nicht vorstellen, daß bei niedrigeren Preisen die Leute schlagartig wechseln. Kaum einer möchte auf die Flexibilität des Autos verzichten, das ist der Hauptvorteil des Autos. Die die das machen, sind die Rentner, weil sie kein Auto mehr haben. Ich könnte durch mein Semesterticket auch kostenlos zur Uni fahren, aber ich mach es nicht, weil ich nach einem Jahr die Nase voll hatte.

Also ich fahre jeden Tag mit Bus und Straßenbahn zur Uni (dauert 45min-1h) und mir macht das nichts aus. Bei euch scheint das ja anders zu sein, aber ich habe kein Auto und die allermeisten meiner Kommilitonen auch nicht (genau gesagt kenne ich nur einen Studenten, der ein eigenen Auto besitzt)! Und ich kann dir versichern: Bus und Straba werden hauptsächlich von Schülern, Studenten, Arbeitnehmern verwendet, Rentner sind da ganz klar in der Minderheit.
 
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Mi, 28. Aug 2002, 12:42

Holla!

thwidra hat geschrieben:
Das glaube ich einfach nicht, dass dann nur noch privilegierte studieren können. Viel eher wird eine relativ vernünftige Auswahl getroffen, wer studieren kann und wer nicht. Das Ganze wäre dann nur deutlich mehr Leistungsbezogen.

Ein Privatunternehmen, das wären die Schulen dann nämlich, ist nur auf den Profit aus. Da man im Bildungsgewerbe viel Geld zusetzen muss, wird das natürlich mit enormen Studiengebühren rückfinanziert. Natürlich bekommst Du dann auch eine 1A-Ausbildung für Dein Geld, nur musst Du sie Dir dann auch erstmal leisten können. Wie sollten die Schulen dies denn sonst finanzeiren? Beteiligung für 5 Jahre am Gehalt der Elitearbeitskraft? Und Vater Staat wird sich hüten Stipendien für diese Schulen zu erteilen, zumal sie in direkter Konkurrenz zu den eigenen Einrichtungen stehen würden.

thwidra hat geschrieben:
Und an privaten Unis.

Hatte ich das nicht auch erwähnt und Du es sogar zitiert?

thwidra hat geschrieben:
Das der Staat Ordnung in seinen Laden bringt, ist zumindest bei uns utopisch. Neue Auswahlkriterien werden wohl in irgendwelchen Bürokratieapparaten untergehen..

Ich denke schon, dass aufgrund der Finanzlage solche Schritte unumgänglich sind! Und PISA wird sicherlich auch etwas Druck ausüben, um eine Bildungsreform auf den Weg zu bringen. Dort müssen dann solcherlei Dinge berücksichtigt werden.

thwidra hat geschrieben:
Du hast weiter oben geschrieben, das schon zu Studienbeginn durch Verträge zwischen Unis und Firmen eine Arbeitsstelle angenommen werden müsste. Ich sage da nur Juchu, dann bräuchte ich mir keine Sorgen um eine Stelle zu machen.

Dann hättest Du Dein Studium an einer Berufsakademie (zB Riesa) aufnehmen sollen, dort ist das nämlich der Fall. Wenn ich mich jedoch für ein "normales" Studium entschliesse, möchte ich auch die Freiheit haben, meinen zukünftigen Arbeitgeber selbst zu wählen. Immerhin lern ich im Studium das Grundhandwerk, die Spezialisierung wähle ich dann mit der Firma. So sollte auch die Reihenfolge sein...

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Mi, 28. Aug 2002, 12:54

Holla!

Cloud hat geschrieben:
Also ich fahre jeden Tag mit Bus und Straßenbahn zur Uni (dauert 45min-1h) und mir macht das nichts aus. Bei euch scheint das ja anders zu sein, aber ich habe kein Auto und die allermeisten meiner Kommilitonen auch nicht (genau gesagt kenne ich nur einen Studenten, der ein eigenen Auto besitzt)! Und ich kann dir versichern: Bus und Straba werden hauptsächlich von Schülern, Studenten, Arbeitnehmern verwendet, Rentner sind da ganz klar in der Minderheit.


Es ist schon komisch was die Wende bei teilweise für Auswüchse ans tageslicht gebracht hat. Zu damaligen Zeiten war der ÖNV das Fortbewegungsmittel schlechthin! Egal ob Abdeckung, Fahrtkosten und Häufigkeit der Verbindungen, es blieben kaum Wünsche offen.
Das alles hat sich schlagartig nach dem Mauerfall geändert. Die Bahn hatte nichts eiligeres zu tun, als rund ein Viertel der Strecken stillzulegen und den Verkehr bestimmt um die Hälfte zu reduzieren. Die Busunternehmen, privatiesiert und plötzlich auf einem heissumkämpften Markt reagierten mit empfindlichen Preiserhöhungen. Wo früher in Spitzenzeiten bei uns aller 10min ein Zug nach Chemnitz fuhr, ists jetzt höchstens aller halbe Stunde und das zu einem Preis der sich gewaschen hat.
Nachdem also der ÖNV recht teuer war, haben sich die meisten in der ländlichen Umgebung eine eigene Karre angeschafft um überhaupt zu dem gewählten Zeitpunkt vor Ort zu sein. In den Grossstädten mag dies nicht weiter auffallen. Der Irrsinn geht auch bei uns an der Hochschule und am Gym soweit, dass ab 8:00 kein Parklplatz dort mehr frei ist, nur weill aus allen Kuhdörfern die Kiddies mit ihren Lauben heranrasseln. Mein Bruder ist jeden morgen die 500m zur Schule gefahren!!! Naja, ich kann es auch nicht ganz verstehen...

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Hardbern
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Mi, 28. Aug 2002, 13:40

Cloud hat geschrieben:
...Bus und Straba werden hauptsächlich von Schülern, Studenten, Arbeitnehmern verwenden, Rentner sind da ganz klar in der Minderheit.


Oh man, jetzt hast Du eines mein "Lieblingsthemen" erwischt: Rentner im ÖPNV. Auch wenn es eigentlich gar nicht in den Thread passt.

Wenn ich mir mal hier in Berlin die Lage ansehe, dann stelle ich fest, dass Renter doch ziemlich oft -in Massen- im ÖPNV anzutreffen sind. Und das auch noch mitten im Berufsverkehr. Sowas geht mir, bei aller Liebe zu meiner Oma, völlig auf den Sack. Können die nicht Mittags zum Arzt gehen? O.k. geht nicht immer, aber trotzdem. Müssen die immer Nachmittags (z. B. zw. 15:00 und 18:Uhr) in Bussen und Bahnen -wie gesagt in Massen- anzutreffen sein? Und den hart arbeitenden Leuten (zu denen die Rentner zwar auch mal gehört haben aber jetzt ja nun nicht mehr) die Sitzplätze wegnehmen? Und wenns geht noch mit Ihrem Schwerbeschädigtenausweis winken und dich von deinem Platz vertreiben?

Ist genau wie im Supermarkt. Ihr denkt doch nicht, dass Rentner ihre Einkäufe in der Woche tätigen. Nein, sie bevölkern - auch in Massen - am Sonnabend die Supermärkte und Kaufhäuser. Die Härte ist, dass sie dann zwischen um 07:00 Uhr und 10:Uhr einkaufen gehen und ihre Hunde vor dem Supermarkt anbinden. Die Hunde fangen dann natürlich an zu kläffen und zu bellen, weil sie Angst haben oder was weiss ich. Da ich genau gegenüber eines Supermarktes wohne, spreche ich aus sehr leidvoller Erfahrung.

So werde ich regelmäßig Sonnabends zwischen 07:00 und spätestens 08:00 Uhr geweckt, obwohl ich ausschlafen könnte. Es sei denn ich schlafe bei meiner Freundin.

*kotz*

Ich habe mir schon echt und ohne Scherz überlegt, ob ich mir ein Druckluftgewehr hole und den Kötern was auf den Arsch gebe. Habe den Gedanken aber wieder verworfen, da ja die armen Hunde nichts dafür können und ich Hunde ja eigentlich mag. Das mit den Hunden betrifft übrigens nicht nur die Rentner sondern auch andere Mitmenschen.

Aber ich hatte schon, und das könnt ihr mir echt glauben, die krassesten agressiven Gedanken. Gerade wenn man müde ist, brüllt man dann auch schon mal vom Balkon runter und stellt die Idioten zur Rede, die Ihre Hunde da anbinden.


Und bitte kommt mir jetzt nicht mit dem -von meiner Freundin so oft gesagten - Spruch : DU WIRST AUCH MAL ALT SEIN.

Dazu nur soviel : Ich hoffe nicht (bin zwar schon voll alt, aber ich rede ja von Rentner, und bis dahin habe ich noch ca. 35 Jahre )

und

Sofern ich doch so alt werden sollte, verspreche ich hiermit, meine Arzttermine wenn immer möglich außerhalb des Berufsverkehrs zu legen und auch nicht am Sonnabend einkaufen zu gehen.(und schon gar nicht meinen armen dann evtl. vorhandenen Hund vor dem Supermarkt anzubinden)

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Rentner, ich habe nur was gegen unnötig überfüllte Busse, Bahnen und Supermärkte. Ich weiss auch das man den Rentnern nicht verbieten kann, dann wann sie wollen, mit dem Buss zu fahren oder einkaufen zu gehen, aber ein wenig Rücksicht auf die arbeitende Bevölkerung kann man doch irgendwie erwarten.

:wink:

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