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Hattori Hanso
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Di, 31. Mai 2005, 15:32

naja, Praxisgebühr ist natürlich auch so eine Sache, da könnte man einen eigenen Beitrag mit füllen.... und schlechte aber völlig überbezahlte Ärzte sind mir auch ein Dorn im Auge, zum Hausarzt gehe ich daher praktisch auch nur wenn man mich tragen muß.

War auch nur als Beispiel für Sozialsysteme gedacht. An sich aber immer noch besser als in Amerika wo sich viele Leute schlichtweg keine Krankenversicherung leisten können. wehe wenn die mal krank werden. So gesehen ist das ganze bei uns doch noch einigermaßen erträglich.

Imho gehören nur die privaten Krankenversicherungen abgeschafft, wenn schon Sozialstaat dann auch richtig. Kann doch eigentlich nicht sein daß sich die Leute die viel Geld haben und denen die staatliche Krankenversicherung auch nicht weh tut einfach aus dem Sozialsystem heraus"kaufen" können?
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Early
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Di, 31. Mai 2005, 15:32

Hardbern hat geschrieben:
Dirty Harry hat geschrieben:
Ärgerlich ist bei der Krankenversicherung dann natürlich daß ich zwar eine Menge zahle, aber z.B. für Zahnersatz noch eine Menge draufzahlen muß. Aber was wäre die Alternative: Eine 100% Rundumversorgung, für die ich dann aber noch kräftiger zur Kasse gebeten werde und letztendlich irgendwelchen anderen Leuten ihre vergoldeten Zähne finanziere nur weil die schön aussehen wollen?


Da stellt sich für mich schon die Frage, warum muss ich wenn ich schon bei meinem Hausarzt war, nochmal beim Zahnarzt 10 EUR zahlen???? Warum kann ich keine Überweisung vom Hausarzt zum Zahnarzt bekommen, wie zu jedem anderen Arzt? Es hieß immer 10 EUR im Quartal in Wirklichkeit sind es bis zu 20 EUR im Quartal. Warum zahle ich jeden Monat fette Krankenkassenbeiträge, gehe einmal im Jahr zum Arzt (Grippe), sitze dort stundenlang rum oder werde sogar weggeschickt, weil ich keinen Termin habe (nur so zur Erinnerung ich bin zu diesem Zeitpunkt krank und mir geht es dreckig) und werde dann 2 Minuten lang (!) begutachtet (wenn ich glück habe) und der Arzt sagt mir: "Kaufen Sie sich eine Packung Gripposstat und legen Sie sich ins Bett, die Krankschrift holen sie sich bitte vorne am Counter ab"? Also ärztlich behandelt fühle ich mich da nicht.Gut was soll der Arzt auch anders sagen, aber dann sollen sie doch gleich blanko Krankschriften ausstellen, da kann man sich die teure "Untersuchung" sparen und man selbst sitzt nicht stundenlang krank im Wartezimmer rum. Oder meine Freundin: geht zum HNO-Arzt (hat sich vorher eine Überweisung dahin von ihrem Allergiearzt geben lassen !!!) der sagt ihr, sie hat eine Grippe, aber er kann sie nicht krank schreiben, dafür müsste sie bitte zu ihrem Hausarzt gehen, sowas mache er nicht. Nochmals zur Erinnerung: sie saß dort schon 2 Stunden (hatte keinen Termin) und war richtig krank. Wäre ich dabei gewesen, wäre ich amok gelaufen in der scheiß Praxis. Dafür werden einem also 175 EUR monatlich einbehalten für 2 Minuten Behandlung im Jahr und zwei Pflichtbesuche beim Zahnartzt. Naja zum Glück muss ich nicht so oft zum Arzt (dreimalaufholzklopf), aber ich stelle mir gerade vor wie es chronisch Kranken gehen muss oder Krebspatienten. Leuten also den es wirklich schlecht geht und die wirklich auf Hilfe angewiesen sind.

Hardbern


175 Euro ist doch eh recht günstig. Ich zahl mehr als das Doppelte für die Sozialversicherung im Monat. Oder ist das nur die Krankenversicherung und Arbeitslosen- sowie Pension-GEld wird extra einbezahlt?
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Di, 31. Mai 2005, 15:37

Da du gerade die 10€ ansprichst: ich muss die 10€ alleine dafür hinlegen, wenn ich mir ein Rezept für meine Tabletten ausstellen lasse. D.h. ich werde gar nicht vom Arzt untersucht, sondern gehe nur kurz in der Praxis vorbei, um mir das Rezept abzuholen. Letzten Endes zahle ich dann nicht 5€ sondern 15€ für meine Tabletten, na danke schön

Hehe ... das kenn ich. Doll ist bei mir, dass das Mittel ungefähr ein Quartal hält und 12,95 € kostet. :roll:

Zu den Einkommen: Also wenn die Zahlen wirklich so stimmen, dann ist das schon extrem verblüffend. Ich kenne keine einzige Familie, die diesen Wert erreicht. Und ich bin bisher davon ausgegangen, dass mein Bekanntenkreis alles in allem eher aus vergleichsweise wohlhabenderen Menschen besteht. So kann man sich täuschen. Die wenigen Superreichen, die den Durchschnitt derart beeinflussen können, müssen interessante Einkommen haben ..
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Di, 31. Mai 2005, 15:38

>Da du gerade die 10€ ansprichst: ich muss die 10€ alleine dafür hinlegen, wenn ich mir ein Rezept für meine Tabletten ausstellen lasse. D.h. ich werde gar nicht vom Arzt untersucht, sondern gehe nur kurz in der Praxis vorbei, um mir das Rezept abzuholen. Letzten Endes zahle ich dann nicht 5€ sondern 15€ für meine Tabletten, na danke schön<

Das ist aber nicht korrekt, wenn Dein Arzt sowas macht. Ich z.B. bekomme morgen eine Impfung und zahle dafür keine Praxisgebühr. AFAIK musst Du die Praxisgebühr dann nicht zahlen, wenn es sich um Routine handelt - ich weiß ja nicht, ob Du diese Tabletten immer bekommst.

Was den Wirtschaftskram angeht: da stimme ich weitgehend mit Ssnake überein.

Ciao,

Martin Schnelle
 
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Di, 31. Mai 2005, 15:40

Eigentlich muss man die Praxisgebühren gar nicht zahlen ... weil sie sich faktisch nicht eintreiben lassen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,347731,00.html
(die Gebühren selbst schon, nicht aber Gerichtskosten, sowie die aus dem Verzug entstehenden Kosten)

@martin: ach ja ... Impfungen sind tatsächlich ausgenommen... § 28 IV SGB V.
Zuletzt geändert von Nackter Onkel am Di, 31. Mai 2005, 15:55, insgesamt 5-mal geändert.
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Hattori Hanso
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Di, 31. Mai 2005, 16:08

Schörgelnütz hat geschrieben:
Da du gerade die 10€ ansprichst: ich muss die 10€ alleine dafür hinlegen, wenn ich mir ein Rezept für meine Tabletten ausstellen lasse. D.h. ich werde gar nicht vom Arzt untersucht, sondern gehe nur kurz in der Praxis vorbei, um mir das Rezept abzuholen. Letzten Endes zahle ich dann nicht 5€ sondern 15€ für meine Tabletten, na danke schön

Hehe ... das kenn ich. Doll ist bei mir, dass das Mittel ungefähr ein Quartal hält und 12,95 € kostet. :roll:

Zu den Einkommen: Also wenn die Zahlen wirklich so stimmen, dann ist das schon extrem verblüffend. Ich kenne keine einzige Familie, die diesen Wert erreicht. Und ich bin bisher davon ausgegangen, dass mein Bekanntenkreis alles in allem eher aus vergleichsweise wohlhabenderen Menschen besteht. So kann man sich täuschen. Die wenigen Superreichen, die den Durchschnitt derart beeinflussen können, müssen interessante Einkommen haben ..


Bedenke bei diesen "Einkommen" daß da alles mit eingerechnet ist. Wer nur vom monatlichen Nettoeinkommen seiner Arbeit ausgeht kommt da natürlich auf einen niedrigeren Wert.

Pro Kind 154 Euro
Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Jeweils nochmal ca. 1/12 des Nettoeinkommens.
Umlage der Steuerrückzahlung ist bei manchen auch nicht gerade wenig.
Eventuelle Eigenheimzulagen
Oft geht vom Gehalt vor der Überweisung noch das Geld für die Kantine ab, sind auch mal gleich 50 Euro pro Monat.
...
Muß man schon genau hinschauen, wie gesagt: Ich habe auch erstmal dumm geschaut und dann gerechnet und dann war es schon einigermaßen plausibel.
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Di, 31. Mai 2005, 16:36

Early hat geschrieben:
175 Euro ist doch eh recht günstig. Ich zahl mehr als das Doppelte für die Sozialversicherung im Monat. Oder ist das nur die Krankenversicherung und Arbeitslosen- sowie Pension-GEld wird extra einbezahlt?

Das ist nur die Krankenversicherung.

Schörgelnütz hat geschrieben:
Doll ist bei mir, dass das Mittel ungefähr ein Quartal hält und 12,95 € kostet.

Bei mir sind's 100 Tabletten, was natürlich auch genau für ein Quartal hält...

MashMan hat geschrieben:
Das ist aber nicht korrekt, wenn Dein Arzt sowas macht. Ich z.B. bekomme morgen eine Impfung und zahle dafür keine Praxisgebühr. AFAIK musst Du die Praxisgebühr dann nicht zahlen, wenn es sich um Routine handelt - ich weiß ja nicht, ob Du diese Tabletten immer bekommst.

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Hardbern
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Di, 31. Mai 2005, 16:49

Early hat geschrieben:
175 Euro ist doch eh recht günstig. Ich zahl mehr als das Doppelte für die Sozialversicherung im Monat. Oder ist das nur die Krankenversicherung und Arbeitslosen- sowie Pension-GEld wird extra einbezahlt?


Das sind selbstverständlich nur Krankenversicherungsbeiträge. Pflege-, Renten-, und Arbeitslosenversicherung kommen noch dazu.

Nicht zu vergessen die Steuern und der Soli.

Dass das Arbeitslosengeld nur noch ein Jahr lang ausbezahlt wird und man danach ALGII bekommt wäre ja nicht so schlimm, wenn sie die Arbeitslosenversicherungsbeiträge entsprechend gesenkt hätten. Haben sie aber bzw. konnten sie nicht. Außerdem finde ich man hätte Übergangslösungen finden müssen. Es ist imho ein Witz, wenn jemand z. B. 25 Jahre einbezahlt hat und nur ein Jahr Arbeitslosengeld (60%des alten Lohns)bekommt.

Hartz4 mag schlimm sein, aber was in Zukunft durch eine schwarz/gelbe Regierung auf uns zu kommen wird (Mehrwertsteuererhöhung (die FDP wird umfallen), Erhöhte Zuzahlungen zu Medikamenten, Streichung/Kürzung der Pendlerpauschale, Lockerung des Kündigungsschutzes um nur einige der Horrorschlagworte zu nennen) ist Hartz4³. Die Härte ist ja, dass sie es auch noch öffentlich Diskutieren und dafür noch mit guten Umfragewerten belohnt und gefeiert werden. Hauptsache der Schröder kommt weg, der Rest scheint den Leuten zur Zeit egal zu sein. Die werden sich noch alle umsehen imho.

"Wir wollen Deutschland dienen" lol³

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Zuletzt geändert von Hardbern am Di, 31. Mai 2005, 17:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Di, 31. Mai 2005, 19:04

Hardbern hat geschrieben:
Early hat geschrieben:
175 Euro ist doch eh recht günstig. Ich zahl mehr als das Doppelte für die Sozialversicherung im Monat. Oder ist das nur die Krankenversicherung und Arbeitslosen- sowie Pension-GEld wird extra einbezahlt?




Achso. Hab mich schon gewundert. In Ö gibt's nämlich nur die Sozialversicherung und mit der wird das quasi alles finanziert.
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Chellie
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Di, 31. Mai 2005, 23:10

Dirty Harry hat geschrieben:
Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Jeweils nochmal ca. 1/12 des Nettoeinkommens.


Ich denke bei diesen "Sonderleistungen" wird das Thema dann endgültig absurd. Die meißten die ich kenne verdienen stark unter dem Durchschnittsgehalt von dem hier gesprochen wird (Ich eingeschlossen ... als Diplominformatiker komme ich hier nichtmal Brutto auf den Nettodurchschnitt von "männlichen Singelhaushalten" ... nach der Statistik weiter oben :lol:).
Kaum einer von denen hat je was von Urlaubs- und Weihnachtsgeld gesehen und wenn dann kam das aus irgendeinem speziellen Erlös der alle Jubeljahre mal eingefahren werden kann. Andererseits ist es auffällig, dass die wenigen die ich kenne, die deutlich mehr bekommen, auch noch "zusätzlich" genannte "Sonderprämien" in Monatsgehaltshöhe einfahren. Andere Unterschiede? 35h Woche mit Stechuhr? Alle 1-2 Jahre mal streiken und 6% mehr Lohn fordern ... ok 3% dann effektiv kriegen aber wen stört das schon ...

Auf jeden Fall alles sehr lustig das ... in meiner Firma wird das Thema eh schon fast zum running gag. Morgentlich begrüßt man sich mehr und mehr schon nicht mehr mit "Morgen" oder "Hallo" sondern mit "Na du alter Konsumverweigerer du" :lol:.


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Zuletzt geändert von Chellie am Di, 31. Mai 2005, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Mi, 1. Jun 2005, 08:37

Hardbern hat geschrieben:
... Hauptsache der Schröder kommt weg, der Rest scheint den Leuten zur Zeit egal zu sein. Die werden sich noch alle umsehen imho.

"Wir wollen Deutschland dienen" lol³

Hardbern


Naja, ist doch nur gerecht: Rot Grün hat vor 7 Jahren doch auch nur wegen der "der Kohl muß weg"-Einstellung der Wähler gewonnen.

Und dieses mal ist das doch auch richtig, diese Flickschusterei die man da 7 Jahre lang betrieben hat kann einfach nicht angehen. Besser wäre gewesen man hätte einen radikalen Schnitt gemacht und nicht versucht ein Reförmchen nach dem anderen zu bringen.
Zuletzt geändert von Hattori Hanso am Mi, 1. Jun 2005, 08:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Mi, 1. Jun 2005, 11:31

Klar hätte man es radikaler angehen müssen, doch die Deutschen haben ja schon bei den durchgeführten Reformen rumgeheult und die waren ja insgesamt ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt stelle man sich mal vor, man hätte diesen Schritt in aller Konsequenz gewagt...
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Hattori Hanso
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Mi, 1. Jun 2005, 12:30

Ich denke das Volk hätte konsequente Schritte die dann einen wirklichen Fortschritt bringen besser aufgenommen als dieses herumgeeiere.

Und was war das erste was Rot Grün angegangen hat: Dosenpfand und Atomkraftwerke abschalten? Das erste hat wohl niemand wirklich gewollt (schon gar nicht ein so schlampiges Gesetz wo der Konsument nur Ärger damit hat weil der Einzelhandel nur rumgejammert hat) und das zweite hätte auch noch 1-2 Jahre Zeit gehabt, bei einem Ausstiegsszenario von 20-30 Jahren kommt es auf 1-2 Jahre doch wirklich nicht an.

Anstatt die wirklich dringlichen Probleme konsequent anzugehen hat man mit so Kleinkram Zeit verschwendet. Aber gut, die Kohl-Regierung war da seinerzeit auch nicht besser, ich erinnere mich noch an die unsäglichen Dauerdebaten zum Abtreibungsparagraphen nach der Wiedervereinigung während die Wirtschaft in den neuen Bundesländern vor die Hunde ging.
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Mi, 1. Jun 2005, 12:42

Dirty Harry hat geschrieben:
Und was war das erste was Rot Grün angegangen hat: Dosenpfand und Atomkraftwerke abschalten? Das erste hat wohl niemand wirklich gewollt (schon gar nicht ein so schlampiges Gesetz wo der Konsument nur Ärger damit hat weil der Einzelhandel nur rumgejammert hat) und das zweite hätte auch noch 1-2 Jahre Zeit gehabt, bei einem Ausstiegsszenario von 20-30 Jahren kommt es auf 1-2 Jahre doch wirklich nicht an.


Das Dosenpfand hat Schwarz-Gelb bereits 1991 angeleiert, wenn ich das richtig im Kopf habe. Eingeführt wurde es dann 2003. Warum der Handel darüber dann plötzlich so furchtbar jammert, erschließt sich mir bis heute nicht so ganz, denn Zeit, sich darauf einzustellen, war ja wohl wahrlich genug.
 
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Hardbern
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Mi, 1. Jun 2005, 12:47

Ich denke das Volk hätte konsequente Schritte die dann einen wirklichen Fortschritt bringen besser aufgenommen als dieses herumgeeiere.


DAS werden wir ja nach dem Herbst sehen, wie das Volk auf "konsequente Schritte" reagiert.


Dirty Harry hat geschrieben:
Und was war das erste was Rot Grün angegangen hat: Dosenpfand und Atomkraftwerke abschalten? Das erste hat wohl niemand wirklich gewollt (schon gar nicht ein so schlampiges Gesetz wo der Konsument nur Ärger damit hat weil der Einzelhandel nur rumgejammert hat) und das zweite hätte auch noch 1-2 Jahre Zeit gehabt, bei einem Ausstiegsszenario von 20-30 Jahren kommt es auf 1-2 Jahre doch wirklich nicht an.


Das erste woran ich mich erinnern kann, ist die Steuerreform, die viele anscheinend schon wieder vergessen haben.

Dosenpfand (an sich nichts schlechtes imho) war übrigens die Idee einer CDU Umweltministerin, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Die hieß damals Merkel.


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