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Es gibt noch mehr... 2003

Verfasst: Di, 30. Dez 2003, 10:59
von Cloud
In Anlehnung an unsere vor einigen Monaten stattgefundene Film-Bewertungs-Orgie, hier nun mein Rückblick auf das vergangene Kino-Jahr:

Star Trek: Nemesis
Ein sehr gelungener ST-Film mit tollen Action-Szenen. Allerdings auch mit einigen blöden Szenen. 7 Punkte

The Gangs of New York
Sehr sehenswert und darüberhinaus auch noch lehrreich, was die New Yorker Geschichte angeht. Lediglich Leo und Cameron Diaz hätten nicht sein müssen. Dafür war Daniel Day-Lewis umso besser. 7 Punkte

Roter Dracher
Toller Thriller mit superber Besetzung. Nur, warum (ja, ich weiß, wegen dem Geld ;))? Die erste Verfilmung des Romans war nämlich auch gut. 7 Punkte

The X-Men 2
Nach dem schwachen ersten Teil eine sehr deutliche Steigerung.Dummerweise wurde die mit Abstand beste Szene des Films schon am Anfang gezeigt, so dass man den restlichen Film vergebens auf weitere ähnliche Highlights wartet. 7 Punkte

Matrix Reloaded
Tja, was soll ich sagen? Die Enttäuschung des Jahres. Hier würde ich mir auch eine SEE wünschen, allerdings eine um 40 Minuten gekürzte Fassung, bei der die (sehr gut gemachten) Action-Sequenzen und Dialoge auf ein erträgliches Maß zurechtgestutzt werden würden. 6 Punkte

Hero
Sehr schwache Story, dafür umso brillantere Bilder. Letzteres gab es aber auch schon in Tiger & Dragon, welches im ersteren Punkt deutlich mehr geboten hatte. Dennoch: 7 Punkte

Chihiros Reise ins Zauberland
Fantastischer Zeichentrickfilm und das erste Highlight des Jahres. Thematisch (eine Art Alice) leider eher uninteressant, weswegen der Film letzten Endes gegen Prinzessin Mononoke (vom gleichen Macher) dann doch deutlich unterlegen ist. Gute 8 Punkte

Terminator 3
Erwartet hatte ich nichts, umso größer deswegen die Überraschung. Dank selbstironischer Zitate und grandioser Action-Sequenzen (ein halbes Jahr lang hört man das Getöse der Matrix-Macher wie unglaublich bahnbrechend ihre Highway-Sequenz doch sei und dann kommt T3 und macht es einfach besser...) ein absolut gelungener Action-Streifen. Gute 7 Punkte

Fluch der Karibik
Ebenfalls eine große positive Überraschung. Vor allem dank des großartigen Johnny Depps. Das alles hätte aber noch viel mehr in Richtung Horror gehen sollen, es war mir dann doch etwas zu Familien-kompatibel. 7 Punkte

Kill Bill Vol. 1
Endlich! Nach dem etwas enttäuschenden Jackie Brown wieder ein Tarantino in Hochform. Unverständlich, dass der Film in 2 Teile gespalten wurde, ich wäre noch gerne 2h lang im Kino geblieben. Vorerst 8 Punkte

Matrix Revolutions
Erwartet hatte ich eigentlich nichts mehr... und wurde trotzdem enttäuscht, da der Film keinen Deut besser war, als Teil 2 und die denkbar langweiligste Lösung feilbot. Dennoch: dank toller (wenn auch wieder zu langer) Actionsequenzen ein guter Action-Streifen. 6 Punkte

Findet Nemo
Wie immer erstklassige Animationskost der Pixar-Studios. Teilweise grausig: die deutsche Synchro. Deswegen nur 7 Punkte

Herr der Ringe 3
Der krönende Abschluss einer grandiosen Trilogie. Insgesamt 11h, welche ich von der ersten bis zur letzten Minute absolut gelungen finde. Da bleibt nur eines übrig: 10 Punkte!

Insgesamt also 13 Filme, was für mich den mit Abstand schwächsten Besuch seit Ewigkeiten darstellt (vor ein paar Jahren waren es noch immer über 40 Filme pro Jahr). Dafür war dann aber auch kein einziger Fehltritt dabei, womit ein durchaus positiver Gesamteindruck des vergangenen Kino-Jahres bleibt, welches mit Herr der Ringe 3 seinen absoluten Höhepunkt fand.

Verfasst: Di, 30. Dez 2003, 12:28
von ButtSeriously
Star Trek – Nemesis
Erstklassig geschriebener und solide inszenierter Star-Trek-Film mit tollem Soundtrack, dichter Atmosphäre und der spaßigsten Raumschlacht seit Jahren. Leider war die Schere beim Schnitt viel zu aktiv, weshalb vor allem für Trekkies wichtige Szenen fehlten. Besonders Data hat mehr verdient als diese kurze Abhandlung zum Schluß. Dafür ist Tom Hardy mein persönlicher Schauspiel-Newcomer des Jahres. Eigentlich habe ich den Film ja schon letztes Jahr gesehen, aber da ich ihn mir Anfang des Jahres noch einmal gegeben habe, kommt er hier wieder vor. ;) 8 Punkte.

About Schmidt
Jack Nicholson einmal ohne seine diabolisches Grinsen: Eindringlich und unheimlich überzeugend spielt er den Rentner Warren Schmidt. Regisseur Payne gelang eine manchmal etwas zu schleppende, aber nie wirklich langweilige und immer gekonnt zwischen Tragik und Komik balancierende Reise ins Loch am Lebensabend. Das Ende ist irritierend abrupt, paßt aber. 8 Punkte.

Solaris
Interessante, aber übertrieben schwerfällige Adaption des Romans von Stanislav Lem. George Clooney macht seine Sache gut, die Story wurde von Steven Soderbergh in faszinierende Bilder verpackt. Trotzdem wird man das Gefühl nie los, daß diese Geschichte in einem Buch einfach besser aufgehoben wäre. 7 Punkte.

Johnny English
Als großer Fan von Atkinsons urbritischem Humor habe ich’s gewagt, wurde jedoch prompt enttäuscht: Eine über weite Strecken gänzlich unkomische James-Bond-Persiflage, die sich bei Austin Powers eine dicke Scheibe abschneiden könnte. Einige Gags sind sogar in Ordnung, aber die Inszenierung vermasselt das Timing derart zuverlässig, daß sogar zwei Drittel der besseren Scherze einfach verpuffen. 3 Gnadenpunkte.

X-Men 2
Stilsicher inszeniertes und hervorragend besetztes Sequel mit der richtigen Portion Selbstironie. Die warmherzige Botschaft kommt bei Trekkies wie mir auch gut an. Vielleicht hätte man auf einige Figuren verzichten und den Kerncharakteren dafür mehr Zeit einräumen sollen. Wenngleich der letzte Kick fehlt: Ein sehr spannender und höchst unterhaltsamer Actionfilm. 8 Punkte.

Matrix Reloaded
Einige tolle, aber zu ausgestreckte Actionszenen sorgen für Stimmung, Keanu Reeves’ ausdrucksloses Gesicht killt sie wieder. Viel zu lange ergibt sich der Film im Versuch, platte Botschaften in endloses Geschwafel aufwendig zu verpacken und damit die Inhaltsleere zu verschleiern – da wäre weniger mehr gewesen. Das Ende ist allerdings sehr interessant. 6 Punkte.

Bruce Almighty
Die ersten zwei drittel des Films sind fast perfekt: Herrlich originelle Gags und ein Jim Carrey in Hochform. Doch dann kommt der jähe Absturz in den Schmalztopf: Es trieft und trieft und trieft. Jennifer Aniston verbringt den Rest der Zeit damit, wenig überzeugenden Emotionsexzeß zu vermitteln. Arg! Schade um den brillanten Anfang. 7 Punkte.

The Hulk
Ungewöhnliche Comic-Verfilmung, bei der allen ernstes Dialoge und Charakterzeichnung die Stärken sind. Eric Bana, Jennifer Connelly und Nick Nolte liefern gute Vorstellungen in den Hauptrollen ab, während ILM dafür sorgt, daß auch der Hulk – obwohl er zu plastikartig aussieht – noch glaubhaft Emotionen vermittelt. Die Actionszenen schwanken zwischen Standard und – beim wie einem grünen Riesenflummi titschenden Hulk – lächerlich. Ein wenig mehr Humor hätte ebenfalls nicht geschadet, aber trotzdem gut Unterhaltung jenseits ausgetrampelter Comicpfade. 7 Punkte.

Terminator 3
Viel erwartet hatte ich eigentlich nicht und wurde positiv überrascht. Gut inszenierter Actionstreifen, in dem Arnies hölzernes Auftreten durchaus paßt. Viel Humor sorgt für Auflockerung und das Ende ist schön konsequent. 8 Punkte.

Phone Booth
Joel Schumacher ist immer am besten, wenn er kleine, schmal budgetierte Filme macht. So auch hier: Gerade 80 Minuten lang, eigentlich nur ein Schauplatz, aber nervenzerfetzend spannend. Nach einer Idee von Alfred Hitchcock, der die „Suspense“ selbst kaum besser hätte umsetzen können. Gute schauspielerische Leistung von Colin Farell. 9 Punkte und mein Geheimtip des Jahres.

Pirates of the Caribbean
Stellenweise urkomisch, rasant inszeniert und mit einem Johnny Depp in Hochform – schade, daß es für solche Rollen wohl nie einen Oscar geben wird, denn Depp hätte ihn verdient. Die Grundzutaten sind zwar extrem konventionell und der Schlußteil zieht sich etwas, aber die Mischung stimmt. Für Monkey-Island-Fans ohnehin ein Muß. 8 Punkte.

Kill Bill – Vol. 1
Tarantino ist wieder in Hochform: Zynismus hoch drei, ungewöhnlicher Erzählstil und völlig Verachtung für jede Jugendschutzrichtlinie unterhalten großartig. Daß in dieser Zelluloid-Provokation auch noch teils hypnotisch schöne Bilderkompositionen Platz fanden, beweist einmal mehr die Qualitäten des guten Quentin. Die Spaltung ist aber eine klare Gewinnmaximierungsmasche der in dieser Kategorie ja ohnehin perfekten Weinstein-Brüder. 9 Punkte mit Option auf 10 bei einem gleich guten zweiten Teil.

Matrix Revolutions
Nach dem enttäuschenden „Reloaded“ ein versöhnliches Ende. Die Wachowskis widerstehen der zu großen Erklärungsversuchung und liefern einen konsequent postmodernen Abschluß. Überhaupt weht der Atem des ersten Teils wieder durch die Gänge der Matrix, die aber viel zu selten vorkommt. Statt dessen wurde die Schlacht um Zion bis ins unendliche ausgewalzt – genauso wie eine gewisse Sterbeszene. Das Finale zwischen Neo und Smith ist dafür großartig. 8 Punkte.

Master and Commander
Auf Peter Weir ist Verlaß: Aus einer sehr konventionellen, wenngleich mit guten Dialogen garnierten Abenteuergeschichte macht er eine der besten Seefahrtsdarstellungen, die das Kino zu bieten hat. Russell Crowe liefert eine gute Vorstellung und seinen – neben „The Insider“ – besten Film ab. 8 Punkte.

The Lord of the Rings: The Return of the King
Das beste kommt mal wieder zum Schluß des Jahres: Bewegend, überwältigend und jede Minute ein optischer wie inhaltlicher Hochgenuß. Mit diesem Meisterwerk hat sich Peter Jackson unsterblich gemacht und die wohl perfekteste Trilogie überhaupt abgeliefert. 10 Punkte, aber nur weil die Skala da schon zu Ende ist. ;)

Ich habe bestimmt wieder irgendwas vergessen. ;)

EDIT: Genau, und zwar:
Gangs of New York
Toll inszenierter und fotografierter Film mit atmosphärischem Setting und einem absolut großartigen Daniel Day-Lewis. Leonardo DiCaprio hat mich nicht wirklich gestört, wenngleich Cameron Diaz eher in die Kategorie "Fehlbesetzung" fällt. Historisch zweifelhaft, aber das ist bei fiktionalen Filmen kaum zu vermeiden. Mein Lieblings-Scorcese. 9 Punkte.

Grüße von
ButtSeriously
In memoriam PC Player 1/93 - 6/2001

Verfasst: Di, 30. Dez 2003, 12:50
von Cloud
ButtSeriously hat geschrieben:
10 Punkte, aber nur weil die Skala da schon zu Ende ist. ;)

Tja, wenn man so wie du mit 8 Punkten nur so um sich wirft, wird es nach obin hin halt knapp ;)

ButtSeriously hat geschrieben:
Ich habe bestimmt wieder irgendwas vergessen. ;)

Sicherlich auch noch Finding Nemo, zu dem Film hattest du nämlich was geschrieben...

Verfasst: Di, 30. Dez 2003, 13:10
von wulfman
25th Hour (OV)
mein film des jahres, kein "großes" kino - aber doch irgendwie fesselnd, fast ohne längen und endlich mal wieder eine "interessante" geschichte. bekommt also 9 kokspäckchen ins sofa.

Matrix Reloaded
keine echte enttäuschung - einfach mal entspannt zurücklehnen & genießen. imho ist eher der erste teil überbewertet worden. ;)

Matrix Revolutions
die anderen teile hatten schon nicht viel "story" zu bieten, diesmal wirds gegen ende aber mit der bibeltreue übertrieben. schlechter gegensatz zur sonstigen materialschlacht...

Kill Bill vol. 1
guter film, wenn man das gemetzel mit humor nehmen kann - was mir teilweise schon schwer gefallen ist. trotzdem hängen noch 8 samurai-schwerter an der wand.

Finding Nemo (OV)
alleine der vorfilm hat schon fast den halben eintrittspreis gerechtfertigt, der hauptfilm war eine geniale ansammlung von gags ("good feeling's gone", "why are you stalking me?"). 8 sardinen bleiben im netz hängen.

L'Auberge espagnole (OV m.U.)
sympathisch chaotisches machwerk, wohl nur für studenten wirklich witzig. höhepunkt isind wohl die szenen rund um den run auf die wohnung, als der freund eintrifft - allein dafür sind 7 wg-bewohner garantiert.

Hero
wunderschöne bilder, mir persönlich hat die geschichte sehr gut gefallen - auch wenn ich irgendwann den überblick verloren habe, welche jetzt eigentlich die "richtige" geschichte war. bekommt 8 wehende tücher.

X-Men 2
solide action-kost, sehr unterhaltsam - mit einem bösen cliffhanger am ende, imho. ich will teil 3 sehen! 7 superhelden

Terminator 3
siehe oben. für mich kein echter top film, aber sehr bodenständige action-szenen ohne viele auffällige nachbearbeitungen am computer. schön, dass noch jemand so etwas macht. ebenfalls 7 superhelden

Pirates of the Caribbean OV
johnny depp war echt in hochform - allerdings war sein englisch mehr als schlecht verständlich. aber allein die körpersprache hat von der etwas dünnen geschichte abgelenkt, 8 goldmünzen sind gesichert.

The Lord of the Rings: The Return of the King
sehr schöner film, ein echtes epos halt - er hat wohl das beste aus dem stoff gemacht, was auch immer das heißen mag. bekommt 8 halblinge, auf die trilogie gesehen 9.

Gangs of New York
wieder so ein epos, das groß sein wollte. gut erzählt, sehr schön präsentiert - durchaus sehenswert. 7 fleischermesser.

Dogville OV
über den film kann man diskutieren. die stimmungen wurde beeindruckend getroffen - der unterschied zwischen erstem und letztem akt ist extrem, lässt einen nachdenken. sehr gute leistung, 8 unbarmherzige menschen.

mfg
wulfman

PS.: ich bin mir sicher, dass ich noch einige filme mehr gesehen habe, die mir jetzt nicht einfallen. The Ring war schon letzes Jahr, oder?

Verfasst: Di, 30. Dez 2003, 16:26
von Ganon
Ghost Ship (18er-Version)
Zu Beginn eine nette Szene für Splätter-Fans, ansonsten ein durchschnittlicher Horrorfilm. Aber ich glaube, es war mein erster 18er-Film im Kino. Wenn auch nicht der Einzige in diesem Jahr... 6 Punkte

Star Trek Nemesis
Toller Trek-Film, viel Action, Humor und typische Elemente. Als "letze Reise einer Generation" schon fast bewegend. Super Unterhaltung, 8 Punkte

Dreamcatcher
Da hatte ich einen Gutschein für. :)
King-Verfilmung mit einigen guten Ideen, aber auch ein paar Story-Schwächen. Fällt mir nicht mehr viel zu ein. 7 Punkte

Matrix Reloaded
Wenn man ihn so nimmt, wie er ist, als bombastischen Actionfilm, wird man gut unterhalten. Die Story denkt man sich am besten weg... 6 Punkte

Hero
Bildgewaltig, aber Tiger & Dragon war cooler, Hero etwas zu schwülstig. Immerhin ganz interessante Geschichte. Und Zhang Ziyi. :green: 7 Punkte

X-Men 2
IMHO nicht mehr ganz so cool wie der überraschend gute Vorgänger. Aber immer noch unterhaltsames Fantasy-Kino. 7 Punkte

Terminator 3
Da wusste ich nicht, was ich noch Tolles erwarten soll. Ich war aber überrascht. Die Story war cool, die Action super und das alte Terminator-Feeling wieder da. Guter Abschluss der Serie (wenn's dabei bleibt). 8 Punkte

Irgendwann in Mexiko
Die Fortsetzung von Desperado. Nunja, den Rest kann man sich denken. Story ist Nebensache und ziemlich verworren. Hauptsache, Banderas und seine Freune (Enrique Eglesias, lol) knallen alles ab. Lustig, aber etwas flach, wäre da nicht Johnny Depp, der mit seiner urkomischen Performance etwas frischen Wind reinbringt. Mehr als 7 kann man wohl nicht geben.

Kill Bill Volume 1
Da wurde eigentlich schon alles gesagt. Ist auch mal "schön", einen so kompromisslosen Film zu sehen. Trotzdem ist die Gewalt schon ziemlich heftig. Allein deswegen macht die Zweiteilung Sinn. Der Tarantino-Stil macht einen tollen Film draus. In dem Teil vor dem Gemetzel gibt es diese tolle Konzentrierung auf Details, das hat einfach diese typische Coolness. 8 Punkte und gespanntes Warten auf die Fortsetzung.

Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
Wie schon gesagt: Ein großartiger Abschluss. Toll, wie sich alles zusammenfügt. Tolle Bilder, bewegende Geschichten, große Schlachten, super. 10 von 10 Punkten kann man eigentlich nicht vergeben, also gibt's 9.

Verfasst: Do, 1. Jan 2004, 12:33
von ButtSeriously
Cloud hat geschrieben:
Sicherlich auch noch Finding Nemo, zu dem Film hattest du nämlich was geschrieben...


Nö, da hatte ich nur geschieben, daß ich einige postive Dinge darüber gehört hätte. Als ich den deutschen Trailer sah, war ich mir aber sicher, daß ich besser auf die DVD mit der Originalfassung warte. ;)

Vergessen habe ich trotzdem noch etwas, und zwar:
Catch Me If You Can
Leonardo DiCaprio zeigt, daß er durchaus schauspielern kann, Tom Hanks ist wie immer klasse, die Dialoge sind geschliffen und die Kinematografie hervorragend. Leider schleppt sich Steven Spielbergs Inszenierung gelegentlich etwas dahin, aber ingesamt ein fast rundum gelungener Film. 8 Punkte.

Dreamcatcher
Fängt sehr atmosphärisch an, baut dann eine schön bedrohliche Atmosphäre auf - und verspielt alles. Die Handlung verliert sich in wirrem Durcheinander und einigen eher unfreiwillig komischen Szenen, die nur auf den Ekel-Effekt setzen. Von Lawrence Kasdan bin ich besseres gewohnt. Viel besseres. 5 Punkte.

Grüße von
ButtSeriously
In memoriam PC Player 1/93 - 6/2001

Verfasst: Fr, 2. Jan 2004, 09:50
von Hardbern
ButtSeriously hat geschrieben:
Cloud hat geschrieben:
Sicherlich auch noch Finding Nemo, zu dem Film hattest du nämlich was geschrieben...


Nö, da hatte ich nur geschieben, daß ich einige postive Dinge darüber gehört hätte. Als ich den deutschen Trailer sah, war ich mir aber sicher, daß ich besser auf die DVD mit der Originalfassung warte. ;)




Dann entgeht Dir aber die imho geniale Anke Engelke als Dori.

Ich fand den Film jedenfalls sehr lustig in der deutschen Fassung. Ein echtes Highlight des Jahres 2003.

Hardbern

Verfasst: Fr, 2. Jan 2004, 10:38
von Frogo
Kann ich nur zustimmen. Ich habe den Film sowohl in english als auch auf deutsch gesehen, und mir gefiel die deutsche Fassung ebenfalls sehr gut

Verfasst: Fr, 2. Jan 2004, 12:07
von wulfman
Frogo hat geschrieben:
Kann ich nur zustimmen. Ich habe den Film sowohl in english als auch auf deutsch gesehen, und mir gefiel die deutsche Fassung ebenfalls sehr gut

das einzig schreckliche an der englischen fassung waren die schildkröten. vor allem die kleinen... völlig unverständlich für mich.

mfg
wulfman

Verfasst: Fr, 2. Jan 2004, 12:27
von Frogo
Ich sage ja auch nicht, dass die Originalfassung schlecht ist ;). Aber die deutsche ist imho ebenfalls gut. Mir gefiel vor allem das Ausnutzen der verschiedensten Akzente und Dialekte, die Stimmen von Erkan und Stefan sind da ja keine Ausnahme, sondern sie passten gut dazu, fand ich.

Verfasst: Mo, 5. Jan 2004, 14:43
von Alex
Ok, das war ja ein ereignisreiches Filmjahr. Chronologisch gehe ich mal rückwärts (dank an http://www.angelaufen.de/Vorwochen.html), unterschlage dabei ein oder zwei Filme, für die ich mich wirklich schäme (nicht "Erotik", falls ihr dies denkt :)) und halte es kurz:

<b>Rückkehr des Königs</b>: Wie ich schon schrieb, für mich hat der erste Teil eine eigene Magie, den die Nachfolger nicht ganz erreichen, kann es aber kaum in Worte fassen. Natürlich ist die Trilogie aber insgesamt großartig, ein einzigartiges Fantasy-Spektakel. 8 Punkte für den dritten Teil allein, 10 Punkte für die gsamte Trilogie

<b>Findet Nemo</b>: Danke Pixar, ihr seid großartig. Wirklich spaßig, niedlich, schön. 8 Punkte

<b>The Italian Job</b>: Den könnt ich schon mal unterschlagen, aber an Kinotagen tut man sich grad im Winter ja so einiges an. Naja, solide immerhin, vorhersehbar natürlich. 4 Punkte

<b>Kill Bill Volume 1</b>: Sauer aufgestoßen wegen der Zweiteilung, abschließendes Fazit noch nicht möglich. Vorerst 7 Punkte mit Raum nach oben?

<b>Identität</b>: Abschlußfilm des Fantasy Filmfests, mit John Cusack und Ray Liotta. Gute Grundvoraussetzungen für einen Horrorstreifen, größtenteils auch sehr spannend und mit einem cleveren Ende. Ich spreche von der Schlußsequenz, die eigentlich und durchaus sehr überraschende Auflösung geschieht schon früher, aber obwohl sie originell ist, nahm sie mir zumindest etwas den spaß am Film. 7 Punkte

<b>Wrong Turn</b>: Ich geb es ja zu, ich hab ein Faible für Horror. Dieser ist, wie eigentlich zu erwarten, richtig mies, aber nicht so mies, dass er schon wieder kultig wäre (siehe zb den grandiosen "Alien Terminator", der vor kurzem auf Kabel 1 lief, der war so schlecht, dass ich ihn schon wieder gut fand). 08/15-Horror, wenn überhaupt. 3 Punkte

<b>Fluch der Karibik</b>: Läuft bei meinem Kumpel Christian grad im Kinderprogramm, etwas heftig wenn man dort ansonsten nur Pippi Langstrumpf gewohnt ist. Nett, was soll ich sagen. Ich war sehr skeptisch und dachte auch, ein Piratenfilm sei nach den Flops des letzten Jahrzehnts nicht mehr machbar, aber dieser hier beitet sehr solide Unterhaltung. 6 Punkte

<b>Nicht auflegen (Phonebooth)</b>: Ja, ganz ok. Das Setting limitiert die Optionen natürlich stark, zumindest ist er gaubwürdig genug. Kann man sehen, muss man nicht. 5 Punkte

<b>Spun</b>: Drogenreiche Filme bekommen bei mir meist einen Bonus. Dieser hier ist nicht originell und kopiert visuell auch teilweise den wirklich starken Requiem for a Dream, aber es ist eine akzeptable Komödie mit Mickey Rourke mal in einer sehr passende Rolle. 6 Punkte auf jeden Fall

<b>Terminator 3</b>: Die Erwartungen waren wirklich nicht vorhanden bei diesem Film. Ich weiß auch nicht wieso, aber trotz des Budgets und der grandiosen Vorgänger nahm ich einfach an, Terminator 3 würde ein echter Flop sein. Die Überraschung war demanch umso positiver: Dank einer guten Portion Humor, Action und natürlich Tricktechnik kommt schnell das alte Terminator-Feeling wieder auf. Den Gegenpart diesmal mit einer bildschönen Frau zu besetzen, fand ich auch einen gelungenen Schachzug. Und das Ende ist konsequent wie logisch und lässt über Schwächephasen hinwegblicken. 8 Punkte

<b>Chihiros Reise ins Zauberland</b>: Schon mal von mir lobend erwähnt, dieses Alice in Wonderland mit einer Prise LSD ist optisch bombastisch und einzigartig. 9 Punkte

<b>Bruce Allmächtig</b>: Dazu ist schon alles gesagt worden, wobei ich schon nach einem Drittel fand, er hätte sein Pulver verschossen. Absolut vorhersehbar und durch das Ende schon fast schlecht. 4 Punkte

<b>Hero</b>: Ah, wo wir bei optischen Leckerbissen sind. Ich ziehe Hero Tiger&Dragon vor. Die Storyline ist so schlecht nicht, auch sich wenn die Moral des Endes uns Abendländern schwer erschließt und er zuweilen fast schon kitschig ist - die Inszenierung sucht ihresgleichen. Großes Kino im wahrsten Sinne der abgedroschenen Phrase. 8 Punkte minimum

<b>28 Days Later</b>: Ah, ein Zombiefilm, und nicht mal ein schäbiger. Ok, klar, nach Romeros Trilogie über die lebenden Toten inklusive aller moralischen Probleme der Restbevölkerung kann man sich 28 Days Later eigentlich schenken, aber so oft erblicken Zombies nicht mehr das Licht des Projektors. 6 Punkte

<b>Matrix Reloaded</b>: Ahem, wie vielleicht schon aufgefallen ist, hab ich Revolutions nicht erwähnt - ich hab ihn halt nicht gesehen. Grund dafür war dieser Film, mit dem ich nur wenig anfangen konnte. Tolle Autobahn-Actionsequenz, so weit ich mich entsinne, aber der Rest? Zion zum Beispiel? Schauder! 3 Punkte

<b>25 Stunden</b>: Ein guter Film, wenn nicht gar ein sehr guter. Eine bittersüße Hommage an New York, großartige Schauspielerleistungen, fast sogar bewegend. Fast, mich hat er nicht so ganz in seinen Bann ziehen können, sorry. 7 Punkte

<b>City of God</b>: Wow! Hier hab sogar ich nichts zu mäkeln. Fast schon eine klassische Gangstergeschichte im Stile von Goodfellas, nur in einem außergewöhnlichen Setting. Dazu geschickt inszeniert, einfach toll erzählt, unbedingt sehenswert. 9 Punkte

<b>The Transporter</b>: So ein DVD-Abend, über den man den Matel des Schweigens legen sollte. Ein Luc Besson Produktion, von der Action her identisch mit Taxi 1-3, immerhin nicht mit einem ganz so dämlichen Hauptdarsteller. Nicht noch mal, danke. 2 Punkte

<b>Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen</b>: Aha, ich verschweige ja doch kaum was. Zusammen mit meiner Schwester und ihrer Mitbewohnerin gesehen, das als Entschuldigung. Teilweise amüsant, ansonsten vergessenswert, Standard-Komödie. 3 Punkte

<b>Punch-Drunk Love</b>: Aha! Ebenso eine "Liebeskomödie", und die sind für mich meist ein Rotes Tuch, selbst mit Harry&Sally kann ich wenig anfangen. Dazu noch Adam Sandler in der Hauptrolle, der bsiher nur Komödien weit unter der Gürtellinie gemacht hat, eigentlich kann der Film ja nicht gut sein. Aufhorchen lässt aber der Regisseur, Paul Thomas Anderson, der zuvor immerhin den fantastischen film Magnolia gedreht hat. Und Tatsache, Punch-Drunk Love ist anders als alle anderen Liebeskomödien, und Adam Sandler auch noch goldrichtig besetzt. Sein bizarrer Charakter ist vielleicht nicht einmalig in der Filmgeschichte, aber in einem Liebesfilm auf jeden Fall außergewöhnlich. 8 Punkte

<b>Dreamcatcher</b>: Eine Horrorfilm basierend auf einem King-Buch kann so gut eigentlich nicht sein, Kubricks Shining ist da doch die Ausnahme. Hier hatte ich hinterher das Gefühl, das Buch hätte sich zu lesen gelohnt, ich empfehle es also mal, obwohl ich es selbst gar nicht kenne. Soll heißen, der Film ist etwas ungelenkig und hat einige große Schwächen, aber die Story an sich hatte Potential. 5 Punkte

<b>Daredevil</b>: Tja, Comicverfilmungen sind en vogue und zur Abwechslung hab ich mir diesen blinden Batman mal angetan. Im Vergleich zu den kindischen und langweiligen X-Men (2. Teil, nicht mit mir) ganz gut, Hausmannskost. 5 Punkte

<b>Adapt(at)ion</b>: Die Kombi Kaufman/Jonze (Drehbuch/Regie) schlägt wieder zu. Unbedingt zuvor Being John Malkovich sehen, kann man fast als Prequel zu Adaption bezeichnen. War der Film schon außergewöhnlich, so treibt es Adaption noch weiter. Irrsinnig, unfassbar, wild, brillant. 9 Punkte

<b>About Schmidt</b>: Nett. 6 Punkte

<b>Solaris</b>: Gehört hier gar nicht hin, Rubrik "experimenteller Film", so wie Warhols Empire State Building. 1 Punkt

<b>Final Destination 2</b>: Naja, ich will gar nicht meckern. Der erste Film war schon gar nicht schlecht, da er ohne Monster auskommt und der Gegner niemand anders als der Tod persönlich ist. Der fiese Autobahncrash (grad als Motorradfahrer schaudrig) ist zwar schon schlechter als die Flugzeugexplosion und dies gilt auch für den Rest des Films, aber immerhin ist eine gewisse Konformität vorhanden und ich hab schon schlechteres gesehen (siehe Wrong Turn). 5 Punkte

<b>Gangs of New York</b>: Tolle Performance von Daniel Day Lewis und interessantes Setting. Wieso aber platziert man so eine 08/15 Story darin (Qualität von Titanic), die dann auch noch ins Unverständliche abdriftet? Sehr, sehr ärgerlich, muss ich sagen. Hätte der Film mit dem Tot von Leonardo di Caprio (der mir auch nicht gefällt) in den Händen des Butchers bei der Party geendet, ich hätt gesagt, na ok, grad so akzeptabel. Aber so... 4 Punkte (für Bill The Butcher)

<b>Good Bye, Lenin</b>: Harmlos. 5 Punkte

<b>Anatomie 2</b>: Unfassbar schlecht, ärgerlich. Der erste war wirklich solide, aber über diesen Film hier könnt ich mich nur aufregen. 1 Punkt

<b>Ghost Ship</b>: Ja, böse Eröffnungssequenz, danach fast uninteressant. 4 Punkte

<b>ST: Nemesis</b>: Kann ich mich glücklicherweise kaum noch dran erinnern, schwach wie die meisten ST-Filme. 3 Punkte

<b>One Hour Photo</b>: Exzellente Performance von Robin Wlliams. 7 Punkte

Verfasst: Mo, 5. Jan 2004, 15:25
von wulfman
ah, ich wusste da war noch was - danke alex!

City of God: Wow! Hier hab sogar ich nichts zu mäkeln. Fast schon eine klassische Gangstergeschichte im Stile von Goodfellas, nur in einem außergewöhnlichen Setting. Dazu geschickt inszeniert, einfach toll erzählt, unbedingt sehenswert. 9 Punkte

volle zustimmung.

mfg
wulfman

Verfasst: Mo, 5. Jan 2004, 16:17
von Ganon
Alex hat geschrieben:

<b>Final Destination 2</b>: Naja, ich will gar nicht meckern. Der erste Film war schon gar nicht schlecht, da er ohne Monster auskommt und der Gegner niemand anders als der Tod persönlich ist. Der fiese Autobahncrash (grad als Motorradfahrer schaudrig) ist zwar schon schlechter als die Flugzeugexplosion und dies gilt auch für den Rest des Films, aber immerhin ist eine gewisse Konformität vorhanden und ich hab schon schlechteres gesehen (siehe Wrong Turn). 5 Punkte



Ach ja, den hab ich auch gesehen. Hab ich aber weggelassen, weil's dazu nicht allzu viel zu sagen gibt. Der erste Teil hatte mir ja ganz gut gefallen, weil es mal was anderes als der übliche Teenie-Horror war. Hier gab's halt nochmal dasselbe. Die Todesarten waren wieder ganz lustig (gerade den Autobahn-Unfall fand ich schon krass), aber sonst kann man den Film vergessen.

Verfasst: Mo, 5. Jan 2004, 16:36
von tafkag
Ich gehe immer seltener ins Kino...

The Ring
Ganz nett - mehr dazu im vorhandenen Thread.
6 Punkte

X-Men 2
Vor sich hin plätscherndes Popcornkino. Nichts was mir in Erinnerung geblieben wäre. In etwa gleichauf mit dem Vorgänger.
5 Punkte

Matrix Reloaded
Ein paar gute Action-Szenen, ansonsten viel Geblubber um nichts.
4 Punkte

Terminator 3
Hat keine Chance gegen den Vorgänger, aber trotzdem deutlich besser als erwartet.
6 Punkte

Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens
Richtig, richtig, richtig schlecht.
1 Punkt

Fluch der Karibik
Auch Popcorn-Kino kann Spaß machen. Wunderbarer Jonny Depp.
7 Punkte

Kill Bill: Volume 1
Ästhetisierte Gewaltorgie. Tolle Bilder, tolle Akustik. Einer der wenigen Filme, die ich mehrmals im Kino gesehen habe.
9 Punkte

Noch zu sehen: Nemo, HdR3

Verfasst: Di, 6. Jan 2004, 10:18
von Alex
Übrigens, noch mal zu meinen Bewertungen - die sind diesmal rein subjektiv. Finde ich auch gut so.

Wer bei der imdb auf die Amelie-Seite schaut, findet diesen Thread: http://www.imdb.com/title/tt0211915/board/nest/4397351

"Raging Bull is at 55 [in der Top 250], and this [Amelie] is at 20. Hopefully I'm not the only one who thinks that's a travesty."

Was für ein Vergleich! Amelie und Raging Bull. Neben ein paar anderen vernünftigen Kommentaren schreibt dann jemand:

"It dawns on me, though, that one's list of top 20 FAVORITE movies & top 20 GREATEST movies are two totally different...not to even be confused with our top 20 most IMPORTANT or 20 we would most recommend to a budding director, etc., etc."

In dieser Art von Liste/Diskussion darf man doch ruhig ehrlich sein. Wäre ich Filmkritiker und hätte den Anspruch, so objektiv wie möglich zu bewerten, würde es sicher anders aussehen. Und außerdem will ich auch die Skala komplett ausnutzen können (nicht wie die Spielemagazine es gern tun... ;)). Also bitte nicht den Kopf schütteln, wenn ich hier mal 3 statt 7 oder 8 Punkte vergebe! :D