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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Di, 6. Jul 2021, 15:14

Um mal die aktuelle Werbekampagne aufzugreifen: Endlich wieder Kino!
Riesige Leinwand! Dröhnende Bässe! Überflüssiges 3D! Hach, schön! Und natürlich mit genau dem richtigen Film zelebriert: Godzilla vs Kong
Auch wenn er an zweiter Stelle genannt wird, steht Kong hier die meiste Zeit im Mittelpunkt (ist ja auch fair, da er erst einen Film in diesem Universum hatte und der vor 50 Jahren spielte) und Godzilla taucht eher als scheinbarer Bösewicht auf. Natürlich gibt es dafür später eine Erklärung. Von der Story her ist das aber wohl der schwächste Film des MonserVerse. Aber die Monsterkämpfe, die sind großartig inszeniert. Hatte man noch in Godzilla 2 das Problem, kaum etwas erkennen zu können, weil man wohl die menschliche Perspektive zeigen wollte, gibt es hier sowohl übersichtliche Einstellungen aus der Totalen als auch coole Kamerafahrten, die die Wucht der Angriffe spüren lassen. Richtig stark! Nur schade, dass der Rest mal wieder so meh ist und es an interessanten Charakteren und einer logischen Handlung fehlt. Immerhin wird er dank unter zwei Stunden Laufzeit nicht langatmig. Daher gibt's mal wieder die übliche Wertung von 7/10
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Sa, 17. Jul 2021, 10:29

F9: The Fast Saga wäre eigentlich keine Erwähnung wert, wenn es nicht auch mein erster Kinobesuch seit einem knappen Jahr gewesen wäre. Endlich wieder Kultur! :lol: Ich mag die Fast&Furious-Serie, die macht einfach Spaß. F9 ist seit Fast Five zwar der in meinen Augen deutlich schwächste Film, allerdings sprechen wir hier immer noch von einem vergleichsweise hohen Niveau für eine Actionfilmserie. Die Einblicke in die Familiengeschichte der Torettos ist zwar gut gemacht, reißt mich aber ein bisschen aus dem Geschehen raus. Die Actionszenen sind gewohnt brillant-absurd, allerdings auch etwas weniger, da es zwischendurch viele lange Dialogszenen gibt. Nach Storylogik oder den Gesetzen der Physik sollte man insgesamt aber nicht fragen. Der Film macht Spaß, besonders für Fans der Serie.
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

So, 18. Jul 2021, 12:55

Meine Kinokumpel sind jetzt erst mal im Urlaub, also gibt's Black Widow erst im August. :-( Der Vorteil: Dann ist meine Impfung auch durch und ich muss keine nervigen Tests vorher machen...
Also erst mal wieder Netflix, diesmal aus Japan:

Rurouni Kenshin: The Final
Die ursprünglichen drei Teile dieser unterhaltsamen Manga-Verfilmung habe ich vor einiger Zeit - ich glaube auf Tele 5 - gesehen, jetzt hat Netflix überraschend einen vierten rausgehauen. Die Geschichte spielt im Japan des 19. Jahrhundert. Kenshin war ein Samurai und hat im krieg grausame Dinge getan. Nun will er für das Gute kämpfen, aber nicht mehr töten, deswegen hat sein Schwert eine stumpfe Klinge. Ein Meisterkämpfer ist er aber natürlich immer noch, und so gibt's toll inszenierte, aber unblutige Kämpfe. Na ja, meistens, seine Gegner und andere Figuren sind nicht so zimperlich. Der vierte Film kam mir Netflix-typisch etwas "härter" als die ersten drei vor. Aber ansonsten sind die sich alle recht ähnlich, und man sollte auch mit dem ersten anfangen, um die Charaktere kennenzulernen. Einige von denen sehen echt aus wie einem Manga oder Anime entsprungen, was eine Dosis schrägen Humor reinbringt, obwohl die Geschichte um Dämonen aus Kenshins Vergangenheit sehr ernst ist. Auch die Action setzt auf Spektakel statt Realismus, sieht dabei aber echt gut aus. Also mir machen diese Filme immer wieder Spaß.
Ein fünfter Teil soll wohl folgen, der aber ein Prequel ist... Keine Ahnung, wie das funktioniert.
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Mo, 2. Aug 2021, 20:40

Raya and the Last Dragon ist ein typischer Disney-Animationsfilm: Bunt, kitschig, aus altbekannten Zutaten zusammengesetzt, mit putzigen Tierchen und Drachen, die wie Plüschfiguren aussehen und am Ende haben sich alle ganz doll lieb. Nichts besonderes also, aber irgendwie funktioniert es halt doch ganz gut, dazu optisch echt schön. 6/10
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Do, 5. Aug 2021, 21:29

Und der nächste Animationsfilm, dieses Mal von Pixar: Luca. Fischwesen gehen an Land, werden dort zu Menschen und nehmen an einem Wettbewerb teil, um eine Vespa zu gewinnen. Es hat sicher schon bessere Geschichten gegeben und die vermittelte Botschaft ist auch sehr offensichtlich, so dass man bald weiß, wie der Rest des Films ablaufen wird. Kein Highlight also, aber selbst Pixar-Mittelmaß ist halt immer noch sehr gut gemacht. Damit bleibt ein kurzweiliger Film, für den es alleine dank des Katers gerade noch eine 7/10 gibt.
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Do, 5. Aug 2021, 22:17

Black Widow
Irgendwie ist die Welt doch wieder ein bisschen normal, wenn ein Marvel-Film im Kino läuft. ;-) Allerdings ist das jetzt nicht ideal für den "Restart", denn es ist kein herausragender, aber solider Eintrag in die Reihe. Über weite Strecken ist es eigentlich ein typischer Agenten-Actionfilm: Nahkämpfe, Schießereien, Verfolgungsjagden, das übliche Programm. Erst später wird es superheldenmäßig bombastischer. Das ist alles technisch perfekt und ordentlich inszeniert, Scarlett Johansson und Florence Pugh sind super, aber es fehlt das gewisse Etwas. Taskmaster als Gegner ist eigentlich auch sehr cool, kommt aber mal wieder viel zu kurz, da hätte man mehr draus machen können.
Auf jeden Fall war es schön, Natasha Romanoff auch mal als Hauptfigur zu sehen, sie kann das tragen. 7/10
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Di, 24. Aug 2021, 18:54

The Witcher: Nightmare of the Wolf (Netflix) ist ein Animationsfilm aus Südkorea. Zeitlich spielt er vor der Zeit um Geralt und hat dessen Lehrmeister Vesemir als Hauptcharakter. Der Film bietet das, was man erwarten kann, also Monster-Gemetzel mit viel Blut und erinnert dabei durchaus an die Spiele. Solide Unterhaltung, aber letzten Endes doch reichlich belanglos. 5/10
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Mi, 25. Aug 2021, 10:39

Mit etwas Glück klappt es nächste Woche endlich wieder mit Kino. Bis dahin: Disney+

Raya And The Last Dragon hat mich doch mehr interessiert als der typische Disney-Animationsfilm. Die Regionen des Fantasy-Reichs basieren auf den Kulturuen Südostasiens und sind sehr schick designt. Sogar die dortigen Kampfkunst-Stile wurden per Motion Capture eingefangen. Natürlich sind die Actionszenen harmlos, aber doch ansprechend inszeniert. Raya is cool, ihre Begleiter sind cool - bis auf Drachendame Sisu, die war mein großes Problem. Die wird gesprochen von Schauspielerin und Rapperin Awkwafina und ist ihr auch ein wenig nachempfunden. Nur fand ich die bisher in jedem Film, in dem ich sie gesehen habe, total nervig und das ist hier auch nicht besser. Das zieht einen ansonsten schön gemachten und erfreulich unkitschigen Film doch ein ganzes Stück runter. 7/10 Schwertkämpfen

Raya wird übrigens gesprochen von Kelly Marie Tran, bekant als Rose aus Star Wars Episode 8, und Awkwafina ist auch im kommenden Marvel-Film Shang-Chi dabei. Leider, der sieht ansonsten nämlich sehr vielversprechend aus... Auf jeden Fall setzt Disney da offenbar verstärkt auf Synergieeffekte. ;-)
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Mi, 25. Aug 2021, 16:12

Ganon hat geschrieben:
Die Regionen des Fantasy-Reichs basieren auf den Kulturuen Südostasiens

Das fand ich übrigens etwas seltsam. Es ist offensichtlich, dass das auf diesen Kulturen basiert und die Sprecher sind auch alles Asiaten. Der einzige, der aber tatsächlich so aussieht, ist Rayas Vater. Alle anderen sind dagegen eher typisch Disney-westlich.
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Di, 31. Aug 2021, 10:47

The Suicide Squad im Kino
Verrückter wird es dieses Jahr wohl nicht mehr. Das passiert also, wenn James Gunn völlig freidreht und dabei ordentlich Budget zur Verfügung hat: Extrem brutale Action, völlig verrückte Charaktere, total kaputter Humor - aber auch ernsthaftere Momente, jede (neue) Figur darf noch ihre traurige Lebensgeschichte erzählen. Das passte für mich aber nicht so gut zusammen, im nächsten Moment werden dann doch wieder dumme Sprüche gerissen und/oder Köpfe abgeschlagen. Zum Schluss gibt's noch ein erstaunlich spektakuläres Finale. Der Film hatte offensichtliche in deutlich höheres Budget als Birds of Prey, der gefiel mir aber doch irgendwie besser. Mit dem ersten Suicide Squad hat das, trotz einiger zurückkehrender Charaktere, aber echt nichts mehr zu tun. Mir fällt auch nichts anderes verlgeichbares ein. Mir war's aber irgendwann zu viel von allem. 7/10 Seesternen
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

Di, 31. Aug 2021, 21:48

The Suicide Squad habe ich ebenfalls gesehen, halte den Film aber bestenfalls für mittelmäßig. Nach dem Kinobesuch habe ich den Film als „vulgären Blödsinn“ charakterisiert, der auf 15-Jährige Pubertierende zugeschnitten ist. Das ist ok, sowas sieht man heutzutage nicht mehr oft im Kino, mir haben die Gags aber selten mehr als ein müdes Lächeln abgerungen. Immerhin war der Film nicht so formelhaft wie die Marvel-Comicverfilmungen. Kann man sich mal geben, man verpasst aber auch nichts.
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

So, 5. Sep 2021, 12:30

Hochwertig produzierte Vampirfilme aus Deutschland kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Blood Red Sky (Netflix) ist jedenfalls einer von ihnen und konnte sogar international viele Zuschauer finden. Terroristen kapern ein Flugzeug und erschießen dabei eine Passagierin, die sich dummerweise als Vampirin entpuppt. Der Film ist leider weder Fisch noch Fleisch, in der ersten Stunde versucht man noch eine ordentliche Story aufzubauen (was nicht gelingt), in der zweiten artet er dann in Vampir-Gemetzel aus (was sehr mittelmäßig ist). Letzten Endes war ich doch ziemlich gelangweilt. 4/10
 
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2021

So, 19. Sep 2021, 23:24

Dune: Ein bildgewaltiges Epos im Science Fiction-Genre. Das habe ich ehrlich gesagt so nicht erwartet. Das Buch habe ich als Jugendlicher gelesen und kann mich inzwischen kaum noch daran erinnern, allerdings blieb mir die Dune-Geschichte als interessant und spannend im Kopf und gefühlt ist die Verfilmung sehr nah am Buch dran. Was übrigens dazu führt, dass nur die erste Hälfte des Buches verfilmt wurde und der Film nach ca. zweieinhalb Stunden mitten in der Story aufhört. Aber bis dahin hat sich so einiges getan, hier nimmt sich der Film viel Zeit, in die zahlreichen Gruppierungen einzuführen, die miteinander oder gegeneinander agieren, ohne dabei gleich alle Geheimnisse zu verraten. Dune ist kein typischer SF-Actionfilm, sondern eher eine Mischung aus Politthriller und Coming-of-Age-Story des jungen Paul Atreides sowie die Einführung in ein fremdes Universum mit seinen eigenen Gebräuchen und Gegebenheiten. Eingebettet ist das in interessante Bilder, einen bombastischen Soundtrack und visionäre Sequenzen. Immer mal wieder hat mich das an Blade Runner 2049 erinnert, der Film ist ja vom selben Regisseur Denis Villeneuve. Ich fand Dune jedenfalls unheimlich interessant und bin enorm gespannt auf Teil 2. Dune wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl mein Film des Jahres werden und ich kann nur die dringende Empfehlung aussprechen, sich den Film auf der großen Leinwand anzuschauen.

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