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Christian
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2017

Di, 31. Jul 2018, 19:06

Zwar nur(!) eine Doku, aber nicht uninteressant, hier über eine Opernsängerin:

Maria by Callas (2017) 7/10

Die Doku hat dann doch einige überraschende Dinge für mich ans Licht gebracht. So wusste ich zB nicht, dass der Onassis nach seine (Kurz-)Hochzeit mit der Kennedy-Witwe, wieder zur Callas zurückgekehrt ist. Zwar sind ist der Männergesang -hier wegen der fehlenden hohen Fauenstimmen- nicht soooo nervig, aber die Callas ist wirklich ziemlich sympatisch gewesen. Aber Pavarotti ist einfach unschlagbar gewesen.

Mich interessieren auch die symphonischen Orchester mehr, als Opernmusik. Viele symphonische Filmmusiken bleiben aber unschlagbar... :angel:

Christian
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Ganon
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2017

So, 5. Aug 2018, 10:41

ManHunt, der neue Actionthriller von John Woo ist seit einigen Monaten im Westen auf Netflix verfügbar. Auf deutsch ist er unter dem Titel Notwehr zu finden, der mit dem Inhalt des Films aber eigentlich nichts zu tun hat. Und zu meiner Überraschung übrigens nur im japanischen O-Ton. Moment mal, John Woo ist doch Chinese? Ja, aber dies ist ein Remake eines japanischen Films aus den 70ern, bzw. eine Neuverfilmung des gleichnamigen Buches, und spielt in Osaka. Der Protagonist ist aber ein Anwalt aus China, der dort arbeitet, so dass gelegentlich auch kantonesisch und öfter englisch (mit fiesem Akzent) gesprochen wird.
Wie auch immer, das war irgendwie ein bizarres Erlebnis. Über weite Strecken wirkt er wie ein bodenständiger Thriller mit realistischem Ansatz. Doch taucht auch immer wieder die charakteristische Over-the-top Action auf, die nicht so recht reinpassen will. Allerdings erklärt sich das mit der Zeit durch den Plot, der dabei aber in eine trashige Richtung mit Science-Fiction-Einschlag abdriftet. Das wird mit der Zeit immer schräger und die verworrene Verschwörungsgeschichte ergibt am Ende kaum noch Sinn. Dazu kommt eine eigenwillige Inszenierung mit gelegentlichen Still Frames und unpassender Musik. Mein Highlight war eine Szene, in der die Woo-typischen weißen Tauben tatsächlich sinnvoll in eine Kampfszene eingebunden waren.
Aber irgendwie weiß man nicht, was der Film sein will und passt nicht zusammen. 4/10 alten Filmen auf DVD (nein, das erkläre ich jetzt nicht)
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Leland Yee, the Senator that decided that violent videogames were so dangerous to society that he needed to propose a law that banned selling them to minors, was arrested recently for weapons trafficking. He was buying shoulder-mounted rocket launchers from an extremist Islamic group and accidentally sold them to a member of the FBI. I mean, thank God he doesn't play videogames or he might have really become a threat to society.

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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2017

So, 30. Sep 2018, 15:05

The Foreigner
Der britische Thriller mit Jackie Chan und Pierce Brosnan hat es bei uns nicht ins Kino geschafft. Aber die Kritiken waren recht positiv und ich bin nun mal JC-Fanboy, also wollte ich mir das ansehen. Dass es ein untypischer Film für ihn ist, war mir schon klar und ich konnte mich darauf einlassen. Er spielt einen chinesischstämmigen früheren Vietcong-Kämpfer, der heute mit seiner Tochter in London lebt. Doch dann stirbt sie bei einem IRA-Anschlag und er ist entschlossen, die Schuldigen zu finden. Pierce Brosnan ist ein irisches Regierungs- und Ex-IRA-Mitglied, das den Briten bei der Untersuchung des Vorfalls hilft. Jackie glaubt, Pierce kenne die Täter und bedrängt ihn immer mehr, sie ihm zu nennen. Schließlich setzt er seine Guerilla-Taktiken ein und die Lage spitzt sich immer weiter zu...
Klingt spannend, ist es auch, wirkt aber nicht immer perfekt zusammengesetzt. Während zu Beginn Jackies Charakter die Hauptfigur ist, taucht sie dann eine Weile gar nicht mehr auf, während Brosnans Figur die komplexen Hintergründe aufdeckt. Da wird es dann schon fast ein Polit-Thriller, nicht mein Lieblings-Genre. Aber die beiden Stars spielen toll auf. Regie führe übrigens Martin Campbell, der schon GoldenEye und Casino Royale inszenierte. Ich gebe 7/10

Noch als Bonus: Skiptrace ist schon von 2016, habe ich aber auch neulich gesehen. Das ist schon ein typischerer JC-Film, eine Action-Komödie mit einem amerikanischen Co-Star: kein geringerer als Johnny Knoxville. Glücklicherweise nicht "ein Hollywood-Film mit Jackie Chan", sondern eine chinesisch-amerikanische Co-Produktion, wo außer Knoxville keine Amerikaner mitspielen und die komplett in Asien und Russland spielt. Auch wenn mit Renny Harlin ein Hollywood-erprobter (Die Hard 2, Cliffhanger, Deep Blue Sea) Mann auf dem Regiestuhl saß (der allerdings, wie ich nun rausfand, eigentlich Finne ist). Es spielt übrigens auch die in China extrem populäre Fan Bingbing mit, die derzeit Schlagzeilen macht, weil sie vermisst wird - gerüchteweise heimlich wegen Steuerbetrugs verhaftet.
Jedenfalls: Auch wenn die Story dünn und konstruiert ist, hatte ich viel Spaß und gebe 8/10 (IMDb nur 5.9, ist mir aber egal ;-) )
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2017

So, 3. Mär 2019, 00:27

Habe einen der wichtigsten Filme des Jahres nachgeholt.
Three Billboards outside Ebbing, Missouri
Ich konnte mir ja nicht vorstellen, dass ein Film mit dieser Prämisse so unterhaltsam sein kann. Aber der ist wirklich richtig gut. Witzig, traurig, dramatisch und toll gespielt. 9/10
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Re: Filme des (Produktions-)Jahres 2017

Di, 5. Okt 2021, 09:17

Ganon hat geschrieben:
Mord im Orient Express
Auch wenn ich weder das Buch gelesen, noch die alten Verfilmungen gesehen habe, finde ich es schwer, den Film für seine sehr gute Geschichte zu loben, die ist bei einem der bekanntesten Krimiklassiker des 20. Jahrhundert ja irgendwie schon gesetzt. Ich kannte die Auflösung aber tatsächlich noch nicht und sie hat mir echt gefallen. Die Besonderheit hier ist natürlich die mit Weltstars gespickte Besetzung und die macht wirklich Spaß. Zudem wird die dialoglastige Geschichte durch einige einfallsreiche Kameraperspektiven aufgelockert, auch das fand ich sehr schick. Eher gestört haben dagegen die kleinen (also echt nur wenige Sekunden langen) Action-Einsprengsel, die hätte es nicht gebraucht. Aber sonst ein gemächliches, aber dennoch spannendes und optisch schön eingefangenes Kriminalstück. 7 von 10 Schnurrbartschützern

Poirot kannte ich bisher nur vom Namen her, dementsprechend kannte ich auch diese Geschichte noch nicht. So wahnsinnig toll fand ich sie jetzt auch wieder nicht, aber sie war schon ganz nett, dazu noch das interessante Setting und die klasse Besetzung. Alles in allem einfach gute Unterhaltung, 7/10.

Erstaunt war ich übrigens darüber, wie klein (nur vier Wagons) und wenig luxuriös der Orient-Express tatsächlich war. Ich hatte da eher sowas wie die Titanic als Zug erwartet. Und jetzt weiß ich auch, wovon Monk inspiriert wurde. Der zweite Teil (Murder on the Nile) wurde schon 2019 gefilmt und kommt nach zahlreichen Verschiebungen nächstes Jahr in die Kinos.
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