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Di, 17. Feb 2004, 15:16

Ich glaube wenn wir hier jetzt weiterdiskutieren läuft das auf einen Geschmackssache Streit hinaus, das führt zu nix.
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Hast recht!
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Di, 17. Feb 2004, 15:30

Dirty Harry hat geschrieben:
Die Idee eines flüssigen Roboters ist einfach umwerfend, auf sowas muß man erstmal kommen. Außerdem ist damit gleich die Unzerstörbarkeit und die Überlegenheit ohne viel Aufwand erklärt

Das hat mich nun wieder am meisten gestört, da es völlig unglaubwürdig ist. Ich will jetzt nicht mit irgendwelcher Physik kommen (was mich ansonsten in Filmen auch nicht weiter interessiert), aber, dass ein so komplex agierendes "Gerät" auch in Zukunft nicht aus einer homogenen Masse bestehen kann, dürfte wohl jedem einleuchten. Die Szenen wo die Quecksilbersuppe erst die Form eines Menschen annimmt und dann auch noch von Haut und Haaren überzogen wird, haben mich regelrecht geschmerzt. Dass das nicht im Drehbuch stand, wundert mich überhaupt nicht. Ausserdem sehen manche Quecksilberszenen auch ziemlich schlecht aus, das ganze Special-Effects-Zeug in T2 wirkte auf mich irgendwie überambitioniert.

Da kam sowohl der erste als auch der letzte Terminator (der wenigstens nur einen morphenden Überzug über einem Metallskelett hat) besser rüber.

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Di, 17. Feb 2004, 15:58

Doc SoLo hat geschrieben:
Dirty Harry hat geschrieben:
Die Idee eines flüssigen Roboters ist einfach umwerfend, auf sowas muß man erstmal kommen. Außerdem ist damit gleich die Unzerstörbarkeit und die Überlegenheit ohne viel Aufwand erklärt

Das hat mich nun wieder am meisten gestört, da es völlig unglaubwürdig ist. Ich will jetzt nicht mit irgendwelcher Physik kommen (was mich ansonsten in Filmen auch nicht weiter interessiert), aber, dass ein so komplex agierendes "Gerät" auch in Zukunft nicht aus einer homogenen Masse bestehen kann, dürfte wohl jedem einleuchten. Die Szenen wo die Quecksilbersuppe erst die Form eines Menschen annimmt und dann auch noch von Haut und Haaren überzogen wird, haben mich regelrecht geschmerzt. Dass das nicht im Drehbuch stand, wundert mich überhaupt nicht. Ausserdem sehen manche Quecksilberszenen auch ziemlich schlecht aus, das ganze Special-Effects-Zeug in T2 wirkte auf mich irgendwie überambitioniert.

Da kam sowohl der erste als auch der letzte Terminator (der wenigstens nur einen morphenden Überzug über einem Metallskelett hat) besser rüber.

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wer sagt denn, dass es eine homogene masse war? gedankenexperiment: wenn es nanotechnologie ist, kannst du da drin x-arten von komponenten haben, die sich halt optisch nicht unterscheiden lassen.

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Um den Film zu zitieren: Es war von einer mimetischen Legierung die Rede, Nanotechnologie war zu dem Drehzeitpunkt auch noch nicht ein wirkliches Thema. Von dieser Aussage ausgehend, muss ich SoLo beipflichten und denke auch ein Molekularbiologe (angehenderweise ;)) wird uns da wohl beipflichten...
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Di, 17. Feb 2004, 21:20

wulfman hat geschrieben:
wer sagt denn, dass es eine homogene masse war? gedankenexperiment: wenn es nanotechnologie ist, kannst du da drin x-arten von komponenten haben, die sich halt optisch nicht unterscheiden lassen.

Und das findest du glaubwürdig? Ein Eimer voller kleiner grauer Nano-Roboter nimmt plötzlich eine Form an und bildet mechanische Konstruktionen mit Hebeln, Gelenken etc. nach (anders kriegt man nunmal keinen gehenden Roboter), die aber von außen nicht erkennbar sind?

Natürlich kann man alles irgendwie begründen. Aber ob es glaubhaft ist, hängt von der Präsentation und wenigstens teilweise beachteten physikalischen Gesetzen ab - und das war in T2 einfach äußerst dünn, siehe Abdiels Post. Dass die Enterprise schneller als Licht fliegen kann ist dagegen zum Beispiel völlig selbstverständlich, woran liegt das? :wink:

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Di, 17. Feb 2004, 21:37

Doc SoLo hat geschrieben:
wulfman hat geschrieben:
wer sagt denn, dass es eine homogene masse war? gedankenexperiment: wenn es nanotechnologie ist, kannst du da drin x-arten von komponenten haben, die sich halt optisch nicht unterscheiden lassen.

Und das findest du glaubwürdig? Ein Eimer voller kleiner grauer Nano-Roboter nimmt plötzlich eine Form an und bildet mechanische Konstruktionen mit Hebeln, Gelenken etc. nach (anders kriegt man nunmal keinen gehenden Roboter), die aber von außen nicht erkennbar sind?


ne kleine zelle wächst plötzlich, bildet mechanische hebel, pumpen & leitungssysteme und am ende rennt ein mensch durch die gegend. eigentlich auch unrealistisch, oder?
grundsätzlich habe ich mit der idee der nanos keine probleme - selektive verfestigung von flüssigen substanzen (zb. über magnetismus) kennen wir jetzt schon. über die definition "legierung" kann man natürlich streiten... aber sieh es mal so: was ist für uns alles "plastik"? der mensch verallgemeinert gerne.

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Di, 17. Feb 2004, 21:47

wulfman hat geschrieben:
ne kleine zelle wächst plötzlich, bildet mechanische hebel, pumpen & leitungssysteme und am ende rennt ein mensch durch die gegend. eigentlich auch unrealistisch, oder?

Aber das ist es doch gerade: Diese Strukturen sind von außen erkenn- und nachvollziehbar. Dass kleine Elemente etwas größeres bilden, ist uns ja geläufig - aber eben nicht makroskopisch homogen. Deshalb kommt auch der T-X so genial rüber, weil er diese Nanotechnik eben in sinnvollem Zusammenhang mit einem Metallskelett darstellt.
grundsätzlich habe ich mit der idee der nanos keine probleme

Ich übrigens auch nicht - aber nicht für sich alleine als "neues Lebewesen", sondern im Zusammenhang mit bestehenden physikalischen Gesetzen und bereits bekannten Strukturen.

Ciao,

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Doc SoLo hat geschrieben:
wulfman hat geschrieben:
ne kleine zelle wächst plötzlich, bildet mechanische hebel, pumpen & leitungssysteme und am ende rennt ein mensch durch die gegend. eigentlich auch unrealistisch, oder?

Aber das ist es doch gerade: Diese Strukturen sind von außen erkenn- und nachvollziehbar. Dass kleine Elemente etwas größeres bilden, ist uns ja geläufig - aber eben nicht makroskopisch homogen. Deshalb kommt auch der T-X so genial rüber, weil er diese Nanotechnik eben in sinnvollem Zusammenhang mit einem Metallskelett darstellt.


deinen einwand von wegen makroskopisch homogen möchte ich jetzt mal aufgreifen: google mal nach myxomyceten. du wirst dich wundern, was makroskopisch homogene zellverbände alles anstellen können, wenn sie wollen. reichlich seltsam, diese dinger.

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Mi, 18. Feb 2004, 01:10

Ja, der T-1000 war schon irgendwie unlogisch. Warum muss ers ich z. B. am Anfang erst die Polizei-Uniform klauen, wenn er später einfach die entsprechende Form annimmt? Oder hat er die in der Flüssigmetallmasse versteckt? :wink:
Ich frag mich auch bei DS9 öfter, wie Odos Kommunikator eigentlich funktionieren kann. Aber was ich eigentlich sagen wollte: T2 war und ist einfach ein richtig guter SF-Actionfilm und da braucht man sich nun wirklich nicht an "kleinen" Logiklücken aufhängen, oder?
Bleibt für mich aber doch noch die Frage: Ist die T-X nicht eigentlich technisch schlechter als der T-1000? Wie gesagt hat die einen festen "Kern" mit einem Flüssig-Überzug. Ist doch ein Rückschritt im Vergleich zu dem was in T2 zu sehen war.
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-- Extra Credits Episode 200
 
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Mi, 18. Feb 2004, 04:39

Nein ist sie nicht! Immerhin ist es möglich mit T-X endlich ordentliche Waffen ins Gefecht zu führen und sich nicht nur auf Hieb- und Stichwaffen zu beschränken...

Leider erscheint der T-1000 erst mit dem 3. Teil und der dort eingeführten Nanotechnologie halbwegs logisch. Als Maschinenbauer (und auch davor) fasse ich den Begriff "Legierung" so auf wie er definiert wird, weshalb die ganze Sache zumindest so nicht realisierbar ist. Im Hinblick auf Nanotechnologie wird einiges zumindest halbwegs vorstellbar, wobei ich die Einschränkungen schon damals hirnrissig fand. Die mimetische Legierung formt ein Gebilde, welches sich mittel Mechanik (oder fliesst es nur in humaner Form dahin?) fortbewegt, kann aber selber keine komplexeren Strukturen bilden? Reichlich dämlich! Wenigstens eine überdimensionale Bowlingkugel, welche alles plattwalzt, wäre dringewesen... ;)
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Mi, 18. Feb 2004, 08:46

Naja, was bringt eine Bowlingkugel? Die hätte auch nur die Masse eines normalen Menschen, also von alles Plattwalzen kann kaum die Rede sein. Und auch als Maschinenbauer fand ich das ganze jetzt nicht so unlogisch. Sehr futuristisch, ja, aber nicht unlogisch. Wenn man sich mal genauer mit der Materie beschäftigt wird übrigens auch die Überlichtgeschwindigkeit aus Enterprise reichlich unlogisch.

Im übrigen: Wer fragt denn bei einem Actionfilm schon nach Logik und Realismus?
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Abdiel hat geschrieben:
Um den Film zu zitieren: Es war von einer mimetischen Legierung die Rede

Als Altsprachler weise ich darauf hin, daß der bezug auf "mimesis" lediglich beschreibt, aber nichts erklärt. Nur weil ein Fremdwort verwendet wird das nach dem (mir völlig unerträglichen) Star Trek Technobabble klingt, heißt das nicht, daß es etwas zu erklären versucht. Was ich wiederum sehr gut finde: Man soll es doch dem Zuschauer überlassen, sich dazu Gedanken zu machen, anstatt hanebüchene 'Subraumstörungen' anzuführen. Insofern ein Lob an den T2, daß er mal nicht versucht hat, etwas zu erklären, was sowieso für den Fortgang der Handlung irrelevant ist: Der T-1000 kann es halt.
 
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Ganon2000 hat geschrieben:
Ja, der T-1000 war schon irgendwie unlogisch. Warum muss ers ich z. B. am Anfang erst die Polizei-Uniform klauen, wenn er später einfach die entsprechende Form annimmt?

Der T-1000 muß Dinge berühren, die er imitieren will. Das war der wesentliche Punkt.
 
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Mi, 18. Feb 2004, 10:51

Ich glaube ehrlich gesagt, daß T2 genauso wenig etwas erklären will, wie das ST-Technobabble. Das wird in beiden Fällen genauso eingesetzt, wie das medizinische Geschwafel in E.R., das ein Normalsterblicher ja auch nicht versteht: Es soll einen Eindruck von Kontinuität und innerer Logik in der diegetischen Welt vermitteln. Der eigentliche Inhalt solcher Sätze ist zweitrangig, da für das Verständnis der Story ja auch völlig unerheblich.

Grüße von
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