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thwidra
Inventar
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Re: Es gibt noch mehr... 1961-1970

Mo, 12. Okt 2026, 21:52

So, neues Jahrzehnt, aber spätestens ab hier überspringe ich ganz paar Filme, die ich zwar gesehen habe, aber nicht mehr bespreche, weil sie einfach zu durchschnittlich oder sogar schlecht waren. Durchschnittlich ist dabei relativ gemeinte, hier sind einfach viele gute Western dabei, die wie Groschenromane vielleicht eine gute Geschichte erzählen und gut aussehen, aber sonst nichts Großartiges zu bieten haben. Oder Kriegsfilme, die zwar immer noch gut sind, aber einfach nur unterschiedliche Schlachten und Geschichten erzählen. Genug Western oder Kriegsfilme habe ich hier ja trotzdem noch dabei, wenn sie eben erwähnenswert werden. Kritisch werde ich durchaus auch noch sein, mich überzeugt lange nicht alles, was vermeintlich kritisch hervorragend ist, mit Preisen überhäuft wurde oder an den Kinokassen erfolgreich war. Spätestens gegen Ende des Jahrzehnts lasse ich aber schon mindestens jeden zweiten UND dritten Film weg, den ich gesehen habe, selbst nachhaltige Filme wie Butch Cassidy and the Sundance Kid oder Easy Rider, die ich damit zwar mal gesehen habe, bei denen ich aber einfach nicht weiß, was ich dazu sagen soll, denn mir haben sie nicht so viel gegeben. Aber sonst will ich mich ja auch auf die Filme begrenzen, die mir gut genug gefallen haben oder die ich aus irgendeinem Grund interessant finde. Und trotz mancherlei Kritik habe ich trotzdem immer noch ein paar überragende Filme gesehen, die mich echt überrascht haben.


1961

Yojimbo: Ein Ronin kommt im Japan des 19. Jahrhunderts in eine kleine Stadt, in der sich zwei Gangs gegenseitig bekriegen. Unser Ronin spielt nun die eine Seite gegen die andere aus, befreit eine Frau und bringt sie zu ihrem Sohn und ihrem Mann zurück. Dafür wird er von einem der Gangsterbosse ziemlich übel verprügelt, kann aber in einer weiteren Auseinandersetzung der beiden Gangs entkommt und in einem nahen Tempel seine Wunden heilen. Yojimbo ist von Akira Kurosawa und wieder famos und spannend gemacht. Selbst Samurais haben Stand-offs mit den lokalen Gangstern und er ist den Gangs soweit überlegen, dass er allein gegen größere Gruppen kämpfen kann. Story und Stand-offs sind klasse anzusehen und auch Yojimbo sollte ja bald in einen Western übersetzt werden. :lol: Wirklich cooler Film. 8)

The Guns of Navarone: Eben schrieb ich noch, nicht so viele Kriegsfilme zu erwähnen und nun haben wir schon gleich den ersten. :D Zweieinhalb Stunden Weltkriegs-Sabotage-Film mit Gregory Peck und Anthony Quinn. Eine Gruppe britischer Soldaten muss auf eine griechische Insel vordringen, auf der die Wehrmacht zwei große Artilleriekanonen gebaut hat. Damit kommen die britischen Schiffe nicht durch, die zweitausend Soldaten retten sollen. Das ist so ein typischer Heist-Film, nur dass es hier Soldaten sind, die sich mit Geschick und Einfallsreichtum aufmachen müssen, ein militärisches Ziel auszuschalten. Wirklich gut gemacht, wenn auch nicht überragend, aber irgendwo glaubwürdig und damit schon mal sehenswert.

The Colossus of Rhodes: Der erste Film, bei dem Sergio Leone Regie geführt hat und den ich mir deshalb nur interessehalber angeschaut habe. Das ist ein Schwert-und-Sandalen-Actionfilm aus Italien und spielt in der Antike auf Rhodos. Hier kommt unser Held in Verstrickungen mit Rebellen, die den König stürzen wollen. Das mündet dann in jede Menge Kämpfe und zu allem Überfluss kommt noch ein Erdbeben dazu, dass den Koloss von Rhodos zerstört. Sieht alles sehr aufwändig aus, hat schicke Sets und ist visuell recht spektakulär, die Story ist halt arg dünn und die Schauspieler eher blass. Kann man wohl mal gucken, aber viel verpassen tut man nicht.

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