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thwidra
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Do, 27. Aug 2026, 20:15

Ja, wie gesagt, so viel sollte man nicht erwarten. Für mich ist das B-Movie-Niveau und das finde ich vielfach witzig, wohl wissend dass es keine hervorragenden Filme sind.


Auch 1954 ging noch etwas weiter für mich:

20,000 Leagues Under the Sea: Eine recht spaßige Jule Verne-Verfilmung mit Kirk Douglas. Den Film kannte ich sogar. Der Film hat echt hübsche Kulissen und ein paar nette Effekte. Und es macht Spaß, Ned Land (Kirk Douglas) zuzusehen, wie er versucht, Captain Nemo zu entkommen.

Rear Window / Das Fenster zum Hof: Ich habe ja lange Zeit nicht verstanden, was jetzt so toll war an Alfred Hitchcock und ich hatte schon keine sonderlichen Erwartungen mehr. Tja, und dann habe ich Das Fenster zum Hof gesehen, wieder ein Film mit begrenzter Kulisse, wieder mit James Stewart und Grace Kelly. Weil ein Zeitungsfotograph aufgrund eines Beinbruchs ans Bett gefesselt ist, fängt er an, seine Nachbarn im Hinterhof zu beobachten. Nach einiger Zeit beginnt er, einen seinen Nachbarn des Mordes zu verdächtigen. Aber niemand will ihm wirklich Glauben schenken. Nach und nach bekommt man immer mehr von den Nachbarn zu sehen, ein paar Geheimnisse offenbaren sich dabei. Es hat bei mir diesmal nicht lange gedauert und ich konnte nicht mehr wegsehen, so spannend fand ich das Geschehen. 8O Nach und nach löst sich so mancher Verdacht völlig harmlos auf, aber einige bleiben bis zum Ende bestehen. Das fand ich diesmal wirklich brillant anzusehen, den Film werde ich mit Sicherheit wieder schauen. Der Film ist jedenfalls auch so eine Perle, die ich entdeckt habe.

Sabrina: Billy Wilder dreht die nächste Romanze und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, warum ich den Film eigentlich auf dem Radar hatte. Ich hatte die Neuverfilmung mit Harrison Ford vor langer Zeit gesehen, fand die aber nicht so spannend. Jedenfalls ist das hier das Original mit Audrey Hepburn, die die Tochter des Chauffeurs spielt, der für die wohlhabende Larrabee-Familie arbeitet. Linus (Humphrey Bogart) leitet den Konzern, sein Bruder David ist am liebsten als Playboy unterwegs, war auch schon dreimal verheiratet. Sabrina hat sich in David verknallt, wird aber gerade von ihrem Vater zur Ausbildung nach Paris geschickt. David hat ohnehin nie groß Notiz von ihr genommen. Als sie nach einigen Jahren als wunderschöne und elegante Frau wiederkommt, nimmt David mehr Notiz von ihr, Sabrina verliebt sich nun aber in Linus. Über die Glaubwürdigkeit der Handlung kann man sich ja gern streiten, aber inszeniert ist das echt herrlich. Für mich war es der erste Film, den ich mit Audrey Hepburn gesehen habe (noch vor Roman Holiday) und ich habe ihr und dem ganzen Ensemble gern zugeschaut. Es ist nicht übertriebenes Herzschmerzgeschmachte, wie man das vielleicht erwarten kann, sondern es werden durchaus nachvollziehbar Gefühle und Umstände gezeigt, die die Story schmieden. Mir hat das tatsächlich wieder außerordentlich gefallen, ganz entgegen meiner Erwartung, weshalb auch der Film für mich eine echte Perle ist.

La Strada: Mal ein italienischer Film mit Anthony Quinn, der als reisender Entertainer durch’s Land zieht. Er braucht dabei eine Assistentin, die er von einer Familie abkauft, die kaum ihre Kinder ernähren kann. Gelsomina muss ihn nun unterstützen und es beginnt für sie und ihn eine emotionale Reise, auf der sich beide aneinander gewöhnen müssen. Sie viel zu naiv und unbedarft für die Welt, er ein sanfter Grobian, der anfangs kaum Rücksicht auf sie nimmt, beide sind sie in einer rauen Welt unterwegs. Ich fand das auch wieder gut anzusehen, die Story hat schon was und der Film ist wieder ordentlich gemacht.

Godzilla - König der Monster: Japanische Monster-Action durfte natürlich auch nicht fehlen, also bin ich noch in eine Reihe der überhaupt verfügbaren Showa-Filme abgetaucht. Der erste Film ist definitiv cool und die Monstereffekte für diese Zeit recht ansehnlich. Von der Handlung oder den Dialogen darf man nicht allzuviel erwarten, aber Godzilla selbst ist sehr cool anzusehen. 8)
 
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Ganon
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Do, 27. Aug 2026, 22:58

Das Fenster zum Hof fand ich von den Hitchcocks, die ich nachgeholt habe, tatsächlich einen der weniger gut gealterten. Konnte mich lange nicht so abholen wie etwa Vertigo oder natürlich Psycho. Aber der Original-Godzilla ist immer noch klasse. :D
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Leland Yee, the Senator that decided that violent videogames were so dangerous to society that he needed to propose a law that banned selling them to minors, was arrested recently for weapons trafficking. He was buying shoulder-mounted rocket launchers from an extremist Islamic group and accidentally sold them to a member of the FBI. I mean, thank God he doesn't play videogames or he might have really become a threat to society.

-- Extra Credits Episode 200
 
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thwidra
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

So, 30. Aug 2026, 16:41

1955

Marty: Ok, ich verstehen die Oscar-Entscheidungen ja nicht immer, Marty ist dann auch so ein Fall. Wobei ich durchaus sehe, dass der Film ein sehr guter ist, zumindest für seine Zeit. Aber mich spricht er eben überhaupt nicht an. Marty ist ein mittelalter Junggeselle und hängt lieber mit seinen Freunden ab. Seine Mutter, bei der er noch lebt, will aber, dass er eine Frau findet und sich verliebt. Das hat Marty aber bereits aufgegeben. Er lässt sich trotzdem überreden, wieder zum Tanz zu gehen und, oh welch Wunder, diesmal lernt er doch eine Schullehrerin kennen, beide verlieben sich ineinander. Der Film war mir wieder zu schnulzig, Marty kommt mit der Situation natürlich nicht zurecht und will lieber mit seinen Freunden abhängen, die gehen ihm aber dann auch auf den Nerv. Also wofür nun entscheiden? Das war mir dann doch eine Spur zu lächerlich und ich habe nur noch betröppelt weggeguckt. :irre:

Godzilla Raids Again / Godzilla kehrt zurück: Die Effekte sind wieder super, Handlung und Dialoge leider völliger Schrott. Godzilla kloppt sich aber mit einem anderen Urzeit-Monster und das ist wieder schick gemacht. :green:

The Man from Laramie: Das ist auch einer der zahlreichen Western, die James Stewart gedreht hat, die für mich aber größtenteils austauschbar sind. Ich habe einige dieser Filme gesehen, werde die aber nicht mehr alle hier reinpacken, dazu sind sie sich zu ähnlich. In Nuancen mögen sie alle ihre eigenständigen Charakteristiken haben, besonders düster oder brutal, hin und wieder sind auch halbwegs bekannte Regisseure dahinter, wie in diesem Fall Anthony Mann, der ähnlich wie John Ford zahlreiche gut anzusehender Western gedreht hat. Die haben sogar alle auch eine recht gute Bewertung in der IMDB. Auch wenn ich mich gut unterhalten gefühlt habe, wenn ich mich aber nach kurzer Zeit an kaum etwas aus dem Film erinnern kann, dann funktioniert das einfach nicht für mich. Hier ging es um einen Cowboy, der eigentlich nur eine Lieferung in eine kleine Stadt in Colorado bringt, aber dort in Konflikt mit dem sadistischen Sohn eines Rinder-Barons gerät.

To Catch a Thief / Über den Dächern von Nizza: Alfred Hitchcock hat gleich wieder einen Mysterythriller gedreht und mit einer Romanze verknüpft. Es geht um einen Juwelendieb, der sich aber längst zur Ruhe gesetzt hat und dem man nie einen Raub nachweisen konnte. Als ein neuer Juwelenraub passiert, der so aussieht, als wäre er es gewesen, muss er die halbe Riveria entlang fliehen, bis er seine Unschuld beweisen kann. Dabei lernt er die Tochter (wieder Grace Kelly) seiner Erzfeindin kennen und verliebt sich in sie. Die Romanze fand ich hier zwar eher nebensächlich, zum Glück, die Flucht und Aufklärung des Falls dagegen wieder sehr spannend. Hitchcock ist in jeden Fall auf der Höhe seines Schaffens angekommen, auch der Film hat mir wunderbar gefallen.
 
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thwidra
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Di, 1. Sep 2026, 20:48

Killer's Kiss / Der Tiger von New York: Zweiter Film von Stanley Kubrick, leider noch nicht besonders gut. Ein Boxer hilft einer Tänzerin, die von ihrem Boss und ihrem Liebhaber in die Enge getrieben wird. Beide beauftragen nun ihre Männer, den Boxer zu töten. Der wehrt sich, die Tänzerin wird aber entführt und muss nun befreit werden. Der Film hat es leider wieder kaum geschafft, meine Aufmerksamkeit zu halten, viel zu eintönig fand ich das Geschehen.

The Trouble with Harry / Immer Ärger mit Harry: Gleich noch ein Hitchcock-Film. Gerade eben war ich noch enthusiastisch über seine Filme, hier lässt das dann gleich etwas nach, wobei der Film trotzdem noch ansehnlich ist. Das ist ein Mix aus Mystery und Comedy, nachdem Harry tot im Wald aufgefunden wird, weiß niemand so richtig, was mit ihm gemacht werden soll. Er hat keine Angehörigen und kaum jemand wusste etwas über ihn. Auch wie er um’s Leben gekommen ist, ist unklar, denn es war kein natürlicher Tod. Nach und nach kommen immer mehr Umstände über ihn, seinen Tod und die Dorfbewohner ans Licht. Das war soweit ganz witzig anzusehen, aber dann doch wieder nicht so überragend, wie die beiden vorherigen Filme von Hitchcock.

Rebel Without a Cause / Denn sie wissen nicht was sie tun: Die wussten wirklich nicht, was sie machen, oh man! Das macht den Film für mich leider äußerst unglaubwürdig. Nix gegen eine Coming-of-Age-Story, aber zum einen passieren hier Sachen, die völlig unglaubwürdig sind, zum anderen aber superdoofem Verhalten entsprechen. Tja, und daraus entsteht dann Drama, die „Jugendlichen“ haben Konflikte mit ihren Eltern und untereinander, die Hormone spielen verrückt. Letzteres verstehe ich ja noch, aber den Rest? Nee, also das hat mich auch nicht überzeugt. Da gibt’s bessere Filme in dem Bereich. James Dean spielt hier eine seiner wenigen Filmrollen, was der eigentliche Grund war, mir den Film mal anzugucken. Aber leider finde ich das alles nicht glaubwürdig.

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