Auch 1954 ging noch etwas weiter für mich:
20,000 Leagues Under the Sea: Eine recht spaßige Jule Verne-Verfilmung mit Kirk Douglas. Den Film kannte ich sogar. Der Film hat echt hübsche Kulissen und ein paar nette Effekte. Und es macht Spaß, Ned Land (Kirk Douglas) zuzusehen, wie er versucht, Captain Nemo zu entkommen.
Rear Window / Das Fenster zum Hof: Ich habe ja lange Zeit nicht verstanden, was jetzt so toll war an Alfred Hitchcock und ich hatte schon keine sonderlichen Erwartungen mehr. Tja, und dann habe ich Das Fenster zum Hof gesehen, wieder ein Film mit begrenzter Kulisse, wieder mit James Stewart und Grace Kelly. Weil ein Zeitungsfotograph aufgrund eines Beinbruchs ans Bett gefesselt ist, fängt er an, seine Nachbarn im Hinterhof zu beobachten. Nach einiger Zeit beginnt er, einen seinen Nachbarn des Mordes zu verdächtigen. Aber niemand will ihm wirklich Glauben schenken. Nach und nach bekommt man immer mehr von den Nachbarn zu sehen, ein paar Geheimnisse offenbaren sich dabei. Es hat bei mir diesmal nicht lange gedauert und ich konnte nicht mehr wegsehen, so spannend fand ich das Geschehen.
Sabrina: Billy Wilder dreht die nächste Romanze und ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, warum ich den Film eigentlich auf dem Radar hatte. Ich hatte die Neuverfilmung mit Harrison Ford vor langer Zeit gesehen, fand die aber nicht so spannend. Jedenfalls ist das hier das Original mit Audrey Hepburn, die die Tochter des Chauffeurs spielt, der für die wohlhabende Larrabee-Familie arbeitet. Linus (Humphrey Bogart) leitet den Konzern, sein Bruder David ist am liebsten als Playboy unterwegs, war auch schon dreimal verheiratet. Sabrina hat sich in David verknallt, wird aber gerade von ihrem Vater zur Ausbildung nach Paris geschickt. David hat ohnehin nie groß Notiz von ihr genommen. Als sie nach einigen Jahren als wunderschöne und elegante Frau wiederkommt, nimmt David mehr Notiz von ihr, Sabrina verliebt sich nun aber in Linus. Über die Glaubwürdigkeit der Handlung kann man sich ja gern streiten, aber inszeniert ist das echt herrlich. Für mich war es der erste Film, den ich mit Audrey Hepburn gesehen habe (noch vor Roman Holiday) und ich habe ihr und dem ganzen Ensemble gern zugeschaut. Es ist nicht übertriebenes Herzschmerzgeschmachte, wie man das vielleicht erwarten kann, sondern es werden durchaus nachvollziehbar Gefühle und Umstände gezeigt, die die Story schmieden. Mir hat das tatsächlich wieder außerordentlich gefallen, ganz entgegen meiner Erwartung, weshalb auch der Film für mich eine echte Perle ist.
La Strada: Mal ein italienischer Film mit Anthony Quinn, der als reisender Entertainer durch’s Land zieht. Er braucht dabei eine Assistentin, die er von einer Familie abkauft, die kaum ihre Kinder ernähren kann. Gelsomina muss ihn nun unterstützen und es beginnt für sie und ihn eine emotionale Reise, auf der sich beide aneinander gewöhnen müssen. Sie viel zu naiv und unbedarft für die Welt, er ein sanfter Grobian, der anfangs kaum Rücksicht auf sie nimmt, beide sind sie in einer rauen Welt unterwegs. Ich fand das auch wieder gut anzusehen, die Story hat schon was und der Film ist wieder ordentlich gemacht.
Godzilla - König der Monster: Japanische Monster-Action durfte natürlich auch nicht fehlen, also bin ich noch in eine Reihe der überhaupt verfügbaren Showa-Filme abgetaucht. Der erste Film ist definitiv cool und die Monstereffekte für diese Zeit recht ansehnlich. Von der Handlung oder den Dialogen darf man nicht allzuviel erwarten, aber Godzilla selbst ist sehr cool anzusehen.

