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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Fr, 24. Jul 2026, 19:13

1942

To Be or Not to Be: Im besetzten Polen tourt eine Schauspieltruppe durch das Land und muss einem polnischen Soldaten helfen, einen deutschen Agenten aufzuspüren. Der Film ist eine Mischung aus Komödie und Kriegsfilm, die leider für mich nicht so richtig funktioniert.

The Ghost of Frankenstein / Frankenstein kehrt wieder: Frankenstein ließ sich offenbar wirklich in einer ganze Reihe Filme melken. Jedenfalls plant Frankenstein diesmal, das Gehirn seines Monsters zu tauschen. Seine Pläne werden aber von seinem ambitionierten Assistenten durchkreuzt. Mir hat der Film nur noch bedingt zugesagt, so toll fand ich den nicht mehr.

Saboteur: Mal wieder ein Spionagethriller von Alfred Hitchcock, wieder nicht in allzu gut, wie ich finde. Barry wird unrechtmäßig der Sabotage beschuldigt, flieht und versucht nun seine Unschuld zu beweisen. Hat bei mir wieder nicht so richtig gezogen.

Mrs. Miniver von William Wyler hat wieder den Oscar für den besten Film gewonnen. Eine englische Familie in einem Vorort von London erlebt den Beginn des Zweiten Weltkrieges und die Bombenangriffe auf London mit. Stück für Stück verwandelt sich ihr Grundstück und Haus in eine notdürftige Absicherung vor den Luftangriffen, der Schuppen wird zum Ersatzbunker umfunktioniert, das Haus bekommt auch Treffer ab. Sogar ein deutscher Pilot muss über dem Grundstück notlanden. Den Film fand ich wieder recht beeindruckend, wie die Familie mit zwei kleinen Kindern den Krieg erlebt, hat mich gebannt auf den Bildschirm schauen lassen. Zwischen den Angriffen versuchen sie ja ein normales Leben zu leben und nehmen auch an gesellschaftlichen Anlässen teil. Und als Bootsbesitzer hilft der Familienvater dabei, das britische Heer aus Dünnkirchen zu retten.

The Mummy's Tomb ist dann leider nach Schema F der nächste Mumienfilm. Die Mumie und ein Hohepriester kommen nach Amerika, um sich an den Familien zu rächen, die sich an der heiligen Grabstätte einer ägyptischen Prinzessin von vor ein paar tausend Jahren vergriffen haben. Or nee, der Film hat mich echt nicht von den Socken gehauen.

Casablanca: Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann in einer duften Romanze. Auch den Film kenne ich schon, als ich ihn vor Ewigkeiten schonmal gesehen habe, fand ich ihn nett. Dann habe ich ihn vor wenigen Jahren ein zweites Mal gesehen und war völlig in den Bann gezogen. Jetzt beim dritten Mal Anschauen hat Casablanca nichts von seinem Bann verloren. Das Café in Casablanca hat eine hervorragende Atmosphäre und die Handlung und Dialoge sind wunderbar. Der Film hat so was Mystisches. Den Oscar für den besten Film hat er meiner Meinung nach zurecht gewonnen. Und Casablanca ist mal eine Romanze, mit der man mich nicht jagen kann, den Film schaue ich mit Sicherheit mal wieder.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Mo, 27. Jul 2026, 18:49

1943

Shadow of a Doubt: Alfred Hitchcock verpackt diesmal einen Mysterythriller mit einem Familiendrama. Eine junge Frau hat ihren Onkel in Verdacht, dass er ein Serienkiller ist und er kommt nun auch noch auf Familienbesuch. Der Film ist schon wieder leicht besser, hat aber viel Hin und Herr (ist er’s oder nicht?) und damit mehr als genug Aufregung für die Nerven. Ich war aber noch nicht wieder angetan.

Frankenstein meets the Wolf Man: Der Wolfsmann trifft auf das Monster von Frankenstein. Also wieder Horrorfilm im B-Movie-Bereich und bestenfalls nett anzuschauen, bestenfalls. Der Wolfsmann wollte eigentlich bei einem verrückten Doktor Heilung finden. Und der wiederum will das Monster aus dem Eis auftauen. Einfach putzig. :lol:

Hangmen Also Die! / Auch Henker sterben: Fritz Lang hat einen Thriller gedreht, der in Prag während des Zweiten Weltkrieges spielt. Der Reichskommissar der Tschechoslowakei wird von einem Widerstandskämpfer ermordet. In seinem Versteck erfährt er, dass immer mehr Geiseln von der Gestapo getötet werden, weil er sich nicht stellt und ihn plagt deshalb immer mehr sein Gewissen. Das ist ein guter Film, für mich aber nicht wirklich überragend. War ok mal zu gucken.

Phantom of the Opera: Noch so ein Monster-Horrorfilm im typischen 30er- und 40er-Jahre-B-Movie-Style, den ich dann aber auch nicht mehr sonderlich toll fand.

Son of Dracula: Und genauso mittelmäßig bis unterdurchschnittlich ging es mit Son of Dracula weiter. Eine amerikanische Dame ist vom Gedanken ans ewige Leben besessen und lädt den Grafen Alucard (haha!!) zu sich ein. Der verköstigt sich natürlich erst mal an der Nachbarschaft. Was für ein Blödsinn. :roll:
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Di, 28. Jul 2026, 20:07

1944

Lifeboat / Das Rettungsboot: Kann es Alfred Hitchcock wieder oder kann er es noch nicht wieder? Er kann es wieder. In Lifeboat wird eine bunt zusammengewürfelte Truppe in ein Rettungsboot gesteckt, nachdem ihr Handelsschiff im Atlantik von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Aber eine der Personen war gar nicht auf dem Schiff… Das ist ein wieder gut gemachtes Überlebensdrama im Zweiten Weltkrieg, die Gruppe im Rettungsboot muss sich etwas einfallen lassen, wie sie sich retten kann und kommt erst nach und nach dem einen Gegenspieler auf die Schliche. Den Film fand ich wieder gut, war jedenfalls intelligent gemacht.

Double Indemnity / Frau ohne Gewissen: Mal etwas Film Noir-Mystery von Billy Wilder. Ein Versicherungsvertreter wird von der Ehefrau eines Klienten verführt und immer mehr von ihr in den Bann gezogen. Bis hin, dass er mit ihr den Plan ausheckt, ihren Ehemann umzubringen und eine ordentliche Versicherungssumme aus der Lebensversicherung abzugreifen. Aber natürlich kommt man den beiden auf die Schliche. Fand ich auch OK zu sehen, für mich dann aber auch kein überragender Film.

Going My Way / Der Weg zum Glück: Bing Crosby spielt einen jungen, aufgeschlossenen Pfarrer, der Sport treibt und moderne Lieder singt. Er wird als Assistent an eine Kirche in New York versetzt, wo er auf einen etwas starren älteren Pfarrer trifft. Beide verstehen sich anfangs gar nicht gut, aber nach und nach entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden. Den Film habe ich auch gemocht und er hat ebenfalls nicht umsonst den Oscar für den besten Film gewonnen.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Mi, 29. Jul 2026, 18:40

The Mummy's Ghost: Boah, also langsam übertreiben sie es auch mit den Mumienfilmen. Nicht besonders gut, die Handlung ist banal und hat irgendwas mit so einer liebestollen Mumie zu tun, die weiterhin in Prinzessin Ananka verknallt ist. :roll:

House of Frankenstein: Apropos übertreiben, auch Frankenstein hört nicht auf. Kommt über das leicht unterdurchschnittliche B-Movie-Niveau nicht heraus. Ein verrückter Wissenschaftler entkommt dem Gefängnis und rekrutiert Frankensteins Monster, Dracula und den Wolfsmann, um sich zu rächen. Ja ne alles klar. :sleep:

The Mummy's Curse: Und weil die ägyptische Mumie immer noch liebestoll ist, werden jetzt die Einwohner von Louisiana in Angst und Schrecken versetzt. Das ist die Handlung. Hat auch wieder den leicht unterdurchschnittlichen B-Movie-Charme und könnte jetzt der letzte der alten Mumienfilme gewesen sein. :angel:

Ivan the Terrible, Part I & II: Die letzten beiden Filme von Sergej Eisenstein, wobei Teil 2 erst ein Jahr später erscheint. Hier wird der Lebensweg von Zar Ivan, dem Schrecklichen gezeigt. Ich fand das leider nicht spannend. :?
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Fr, 31. Jul 2026, 17:45

1945

Rom, offene Stadt: Wenige Monate nach dem Zweiten Weltkrieg kam bereits ein Kinofilm des italienischen Regisseurs Roberto Rossellini raus, der in den letzten Wochen vor Ende des Krieges spielt und sich um eine Widerstandsgruppe in Rom dreht. Die Nazis versuchen bis zum letzten Tag den Anführer zu finden. Kein schlechter Film, der hat verdammt viel Authentizität und das wirkt entsprechend.

The Lost Weekend: Ein Film von Billy Wilder, der den Oscar für den besten Film in diesem Jahr gewonnen hat. Der Film ist durchaus ernsthaft, da hier Alkoholismus thematisiert wird, was damals als Tabuthema galt. Ist mit Sicherheit gut anzusehen, mich hat es aber nicht abgeholt.

Spellbound / Ich kämpfe um dich: So langsam kommt Aldred Hitchcock wieder auf ein gutes Niveau. Diesmal geht es um einen Mann, der sein Gedächtnis verloren hat, aber des Mordes beschuldigt wird. Nur seine Psychologin (Ingrid Bergmann) hält zu ihm. Das ist wieder so ein leicht verzwickter Mysterythriller mit nem Schuss Romantik.

House of Dracula: Monster-B-Movies kann es natürlich nicht genug geben. Diesmal bitten Dracula und der Wolfsmann einen Doktor darum, sie von ihrem Killerinstinkt zu heilen. So nett so langweilig.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

So, 2. Aug 2026, 18:25

1946

Notorious / Berüchtigt: Alfred Hitchcock hat gleich noch einen Film mit Ingrid Bergmann gedreht. Diesmal ist sie die Tochter eines verurteilen, deutschen Spions, die sich im Auftrag amerikanischer Agenten nach dem Zweiten Weltkrieg in Brasilien in einen Ring deutscher Wissenschaftler begeben muss, mit denen ihr Vater zusammengearbeitet hat. Auch das ist wieder ein typisch verzwickter Mysterythriller, bei dem man nicht immer weiß, wem man glauben soll.

The Big Sleep / Tote schlafen fest: Wieder Film Noir mit Humphrey Bogart, der den Privatdetektiv Marlowe spielt. Der wird angeheuert, weil die Tochter eines Generals mit Spielschulden erpresst wird, die sie hat, und er soll nun herausfinden, wer alles dahintersteckt. Was sich dann entspinnt, ist eine trick- und wendungsreiche Handlung, in der unwahrscheinlich viel passiert. Trotz all der Dialoge hat der Film ein ordentliches Tempo und immer wieder passiert was Neues. Das hat mir durchaus gefallen, auch wenn mich der Film nicht ganz überzeugen konnte.

The Best Years of Our Lives: Die filmische Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges ist schon mal in vollem Gange, wobei es schon während des Zweiten Weltkrieges genügend Hollywood-Filme über den Krieg gab. Aber dieser Film von William Wyler hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Drei amerikanische Kriegsveteranen kehren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Hause zurück, alle psychisch und physisch vom Krieg gezeichnet. Einer hat beide Hände verloren. Jetzt müssen sie sich wieder ans normale Leben gewöhnen, was alles andere als einfach ist, alle müssen sie ihr Trauma verarbeiten. Tatsächlich ist der Film bisweilen sehr eindringlich, manchmal ist das auch hart zuzuschauen. Allerdings hat der Film auch seine Längen, wo nicht allzu viel passiert.

It's a Wonderful Life: Kleiner Geschäftsmann versucht, nicht vom großen Konkurrenten geschluckt zu werden, doch eines Tages geht Geld verloren, es kommt nicht auf der Bank an. Und damit können die Angestellten nicht mehr bezahlt werden, das auch noch kurz vor Weihnachten. Geschäftsmann verzweifelt und ist kurz davor alles hinzuschmeißen, bis ein Engel kommt und ihm zeigt, dass es auch alles viel schlimmer sein kann. Der Film war auch im Rennen um den Oscar dabei. Jedenfalls ist das manchmal bisschen arg schnulzig, aber auch witzig gemacht, wenn James Stewart als der kleine Geschäftsmann für alles versucht eine Lösung zu finden, aber auch dazu schwankt, sich seinem Schicksal zu ergeben. War nett anzuschauen.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Mi, 5. Aug 2026, 19:18

1947

Sinbad, the Sailor: Sinbad hat ne Karte zum Schatz von Alexander dem Großen. Das ist so ein lustiger Fantasy-Film mit ein paar netten Effekten, kann man sicherlich mal gucken.

Gentleman's Agreement / Tabu der Gerechten: Gegory Peck, von dem ich auch so einige Filme sehen werde (er war schon in Notorious dabei), spielt hier einen Reporter, der über Antisemitismus berichten soll. Er gibt für eine Weile vor, jüdisch zu sein, weshalb er und seine Familie jeder Menge Alltagsrassismus begegnen. Der Film hat ebenfalls den Oscar gewonnen. Ich fand ihn leider ein bisschen seicht, zumal der Film vorhersehbar abläuft. Vor allem sein Junge wird in der Schule angefeindet, er selbst will es aber unbedingt weiter durchziehen. Damit kommt der unvermeidliche Konflikt und dann natürlich die Lösung.

The Paradine Case / Der Fall Paradin: Ein Gerichtsdrama von Alfred Hitchcock, leider aber wieder nur sehr mittelmäßig. Mit Gregory Peck und Charles Laughton sind immerhin zwei bekannte Namen dabei. Eine Frau wird beschuldigt, ihren blinden Ehemann vergiftet zu haben und nun wickelt sie ihren Strafverteidiger um den Finger. Ist wieder typisch Hitchcock, lange Zeit weiß man nicht so recht, wem man nun glauben soll. Der Film ist etwas langatmig, so viel passiert da nicht wirklich, man muss da schon geduldig zugucken.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Do, 6. Aug 2026, 18:44

1948

The Treasure of the Sierra Madre: Western mit Humphrey Bogart. Zwei glücklose Landstreicher machen sich auf die Suche nach einer Goldmine. Leider ist das so ein Film, der bei mir überhaupt nicht zündet, obwohl er in der IMDB sehr gut bewertet wird und von manchen als Bogarts beste schauspielerische Leistung eingeschätzt wird.

Fort Apache / Bis zum letzten Mann: John Ford und John Wayne machen wieder einen Western zusammen und der hat mir schon besser gefallen. Henry Fonda ist auch noch dabei. Das ist der erste Teil von Fords Cavalery Trilogy, wobei die Filme völlig eigenständig sind. Henry Fonda übernimmt als neuer Kommandeur ein Fort tief im Apachenland. Dort ist der Konflikt mit den Apachen dann unausweichlich. Das versucht sein Stellvertreter Captain Kirby York (Wayne) zu vermeiden, der seit Jahren eine gute Beziehung zu den Apachen pflegt. Natürlich krachts zwischen Kommandeur und Captain und auch noch mit den Apachen. Der Film lebt von den beiden Schauspielern, aber auch von den Bildern um Monument Valley und vor allem davon, dass die Apachen nicht einseitig dargestellt werden. Nur am Ende wird’s dann wieder unterkomplex und die Apachen sind doch wieder Kanonenfutter.

Hamlet: Shakespeare-Verfilmung von und mit Oliver Lawrence. Ich mochte Hamlet ja und hab das ganz gerne gelesen (vor vielen Jahren). Aber die Verfilmung ist so furchtbar öde, das war echt schlimm zu überstehen und ich verstehe kein bisschen, warum der Film den Oscar für den besten Film bekommen hat.

Germany Year Zero: Roberto Rossellini hat einen weiteren Nachkriegs-Film gedreht, diesmal im zerstörten Berlin. Hier wird das Leben einer Familie gezeigt, die auf kleinem Raum zurechtkommen muss, der Vater krank, Nahrung gibt es nur, wenn man etwas zu tauschen hat. Im Fokus steht der kleine Junge, der nach besten Kräften die Familie unterstützen muss und erst langsam versteht, warum diese Welt so ist wie sie ist. Der Film hat zwar auch seine Längen, geht aber gegen Ende echt an die Nieren.

Rope / Cocktail für eine Leiche: Der jährliche Hitchcock-Film darf natürlich nicht fehlen, diesmal mit James Stewart. Zwei Junggesellen, die in einer WG leben, begehen einen Mord …. und halten anschließend eine Party ab, während die Leiche in einer Truhe im Wohnzimmer versteckt ist. So langsam kommt einer der Gäste auf den Trichter. Der ganze Film findet in der einen Wohnung statt, das ist beinahe wie ein Theaterstück, aber ganz wunderbar anzusehen.

Red River / Panik am roten Fluß: Der nächste John Wayne-Western, Dunson muss mit seiner Mannschaft eine riesige Rinderherde von Texas nach Missouri treiben. Natürlich gibt’s unterwegs Streit, welchen Weg man am besten nimmt. Der Film war auch sehr cool gemacht. So langsam startet das Western-Genre richtig durch, gefühlt ist die nächsten zwei Jahrzehnte jeder zweite Film ein Western.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Do, 6. Aug 2026, 19:36

thwidra hat geschrieben:
Rope / Cocktail für eine Leiche: Der jährliche Hitchcock-Film darf natürlich nicht fehlen, diesmal mit James Stewart. Zwei Junggesellen, die in einer WG leben, begehen einen Mord …. und halten anschließend eine Party ab, während die Leiche in einer Truhe im Wohnzimmer versteckt ist. So langsam kommt einer der Gäste auf den Trichter. Der ganze Film findet in der einen Wohnung statt, das ist beinahe wie ein Theaterstück, aber ganz wunderbar anzusehen.

Das revolutionäre an dem Film ist, dass er ohne sichtbare Schnitte auskommt (für damalige Verhältnisse, man sieht es natürlich schon). Genau genommen sind das immer relativ lange Szenen (da eine Filmrolle damals noch nach 10min gewechselt werden musste), an deren Ende die Kamera in eine Person o.ä. zoomt. Hab den vor 20, 30 Jahren gesehen, aber das ist mir in Erinnerung geblieben.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Do, 6. Aug 2026, 21:53

Cloud hat geschrieben:
thwidra hat geschrieben:
Rope / Cocktail für eine Leiche: Der jährliche Hitchcock-Film darf natürlich nicht fehlen, diesmal mit James Stewart. Zwei Junggesellen, die in einer WG leben, begehen einen Mord …. und halten anschließend eine Party ab, während die Leiche in einer Truhe im Wohnzimmer versteckt ist. So langsam kommt einer der Gäste auf den Trichter. Der ganze Film findet in der einen Wohnung statt, das ist beinahe wie ein Theaterstück, aber ganz wunderbar anzusehen.

Das revolutionäre an dem Film ist, dass er ohne sichtbare Schnitte auskommt (für damalige Verhältnisse, man sieht es natürlich schon). Genau genommen sind das immer relativ lange Szenen (da eine Filmrolle damals noch nach 10min gewechselt werden musste), an deren Ende die Kamera in eine Person o.ä. zoomt. Hab den vor 20, 30 Jahren gesehen, aber das ist mir in Erinnerung geblieben.

Ja, den habe ich auch vor längerer Zeit mal gesehen. Das war für die damalige Zeit schon beeindruckend, heute wirkt es tatsächlich am ehesten wie ein Theaterstück.
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Leland Yee, the Senator that decided that violent videogames were so dangerous to society that he needed to propose a law that banned selling them to minors, was arrested recently for weapons trafficking. He was buying shoulder-mounted rocket launchers from an extremist Islamic group and accidentally sold them to a member of the FBI. I mean, thank God he doesn't play videogames or he might have really become a threat to society.

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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Fr, 7. Aug 2026, 19:47

Cloud hat geschrieben:
thwidra hat geschrieben:
Rope / Cocktail für eine Leiche: Der jährliche Hitchcock-Film darf natürlich nicht fehlen, diesmal mit James Stewart. Zwei Junggesellen, die in einer WG leben, begehen einen Mord …. und halten anschließend eine Party ab, während die Leiche in einer Truhe im Wohnzimmer versteckt ist. So langsam kommt einer der Gäste auf den Trichter. Der ganze Film findet in der einen Wohnung statt, das ist beinahe wie ein Theaterstück, aber ganz wunderbar anzusehen.

Das revolutionäre an dem Film ist, dass er ohne sichtbare Schnitte auskommt (für damalige Verhältnisse, man sieht es natürlich schon). Genau genommen sind das immer relativ lange Szenen (da eine Filmrolle damals noch nach 10min gewechselt werden musste), an deren Ende die Kamera in eine Person o.ä. zoomt. Hab den vor 20, 30 Jahren gesehen, aber das ist mir in Erinnerung geblieben.

Ach, cool. Manchmal lese ich zwar ein bisschen in der Wikipedia nach, aber in dem Fall ist mir das entgangen.


1949

She Wore a Yellow Ribbon / Der Teufelshauptmann: Zweiter Teil der Cavalery Trilogy von John Ford und natürlich wieder mit John Wayne. Wieder sitzen alle in einem Fort, die Beziehungen zu den Indianern sind angespannt und schließlich leben noch zwei Frauen im Fort, Angehörige des Fort-Kommandanten. Der Film ist etwas platter als Fort Apache, aber immer noch gut anzusehen.

The Third Man / Der dritte Mann: Mystery-Thriller mit Orson Welles im Nachkriegs-Wien, die Stadt ist noch in vier Besatzungszonen unterteilt. Ein amerikanischer Romanautor will einen alten Freund in Wien besuchen, doch der ist bei seiner Ankunft plötzlich verstorben. Also macht er sich auf, herauszufinden was passiert ist. Der Film hat ein paar ordentliche Twists, ich fand ihn sehr spannend anzusehen und ein paar Ecken von Wien habe ich auch wiedererkannt.

Under Capricorn / Sklavin des Herzens: Hitchcock lässt wieder etwas nach, aber nicht allzu schlimm. Under Capricorn ist eine Romanze, ein Mann kehrt in seine Heimat zurück und trifft dort auf seine Jugendliebe (Ingrid Bergmann). Sie ist inzwischen verheiratet, alkoholabhängig und hat noch ein paar andere Geheimnisse. Ist bestenfalls nett anzusehen, mehr aber nicht.

All the King's Men ist wieder der Oscargewinner, diesmal ist es ein Politthriller um einen aufstrebenden Politiker, der Korruption bekämpft, am Ende aber selbst in einen Korruptionsskandal verwickelt wird. Ich fand den Film wieder nicht gut, weshalb ich ehrlich gesagt schon wieder vergessen habe, worum es genau ging.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Fr, 7. Aug 2026, 21:58

Ich war vor ein paar Jahren im Wachsfigurenkabinett (Madame Tussaud's) in Wien, da ist sogar eine Szene aus Der dritte Mann nachgestellt. :-)
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Sa, 8. Aug 2026, 08:10

Und man sieht mal wieder wie bedeutungslos die Oscars eigentlich sind. Wer kennt denn heute noch All the King's Men oder diverse andere alte Gewinner? So gut wie niemand. Im kollektiven Gedächtnis geblieben und als herausragende Werke angesehen sind in vielen Fällen andere Filme.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Mo, 10. Aug 2026, 18:17

Ja, es wird noch ein ganz paar solcher Filme geben, aber irgendetwas als Anhaltspunkt wollte ich haben.


Bei mir ging es dann im Jahr 1949 noch etwas weiter:

Battleground / Kesselschlacht: Kriegsfilme dürfen natürlich ab sofort auch nicht fehlen, hier wird die Winterschlacht in den Ardennen 1944/45 dargestellt, als die 101st Airborne Division in Bastogne eingekesselt war. Ist eigentlich ein gut anzusehender Kriegsfilm, aber wenn man Band of Brothers schon mal gesehen hat, dann kennt man auch die Story.

Sands of Iwo Jima / Todeskommando: John Wayne hat auch ein paar Kriegsfilme gedreht, hier spielt er einen kaltherzigen Offizier, der seine Männer auf den Pazifikinseln gegen die Japaner extrem antreibt und viel Disziplin fordert. Erst nach und nach sehen sie, dass das aber auch viele Leben rettet. Auch der Film war nicht so schlecht, kann man mal gucken.

Samson and Delilah: Wieder so ein historisch-fantasymäßiger Film, aber bestenfalls so in halbgut. Samson erwidert die Liebe der schönen Delilah nicht, also versucht sie sich an ihm zu rächen. Das ist ja eigentlich eine Geschichte aus der Bibel. Die visuellen Effekte haben was, aber die Charaktere sind schon sehr hölzern.

Twelve O'Clock High / Der Kommandeur: Neuer Kriegsfilm mit Gregory Peck. Er übernimmt das Kommando einer B17-Bomberstaffel im Zweiten Weltkrieg, die die höchste Quote an Missionsfehlschlägen haben, die höchste Abschussquote in den eigenen Reihen und die schlechteste Moral. Als ob ein Fluch auf der Einheit liegt. General Savage muss die Einheit nun in Schuss bringen. Auch der Film ist wieder gut anzusehen und spannend gemacht. Langsam gewinnt die Truppe wieder Zutrauen in sich selbst.
 
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Re: Es gibt noch mehr... 1941-1960

Di, 11. Aug 2026, 19:36

Es geht etwas durchwachsen weiter, aber die 1950er Jahre werden perspektivisch spannender, nur am Anfang noch nicht. ;)


1950

Stage Fright / Die rote Lola: Hier macht Alfred Hitchcock einen Film mit Marlene Dietrich. Jonathan Cooper wird von der Polizei gesucht, weil er verdächtigt wird, den Ehemann seiner Liebhaberin getötet zu haben. Eine Freundin, die Schauspielerin ist, hilft ihm nun, unterzutauchen und den Mord aufzuklären. Der Film ist wieder ein Mysterythriller im Film Noir-Stil, ich fand ihn nett anzusehen, aber wirklich vom Hocker hat es mich nicht gerissen.

Winchester '73: Das Western-Genre ist in vollem Gange, hier wieder mit James Stewart. Ihm wird sein Gewehr gestohlen, das er nun unbedingt zurückhaben will und was ihn auf die Suche durch den halben Wilden Westen führt. Fand ich auch OK anzusehen, aber man verpasst hier auch nichts.

Destination Moon / Jules Verne – Rakete zum Mond: Drei Männer bauen eine Rakete und fliegen als erstes zum Mond. Weil sie sich aber beim Treibstoff verrechnen, muss einer zurückbleiben, sonst ist die Rakete zu schwer. Den Film habe ich eigentlich nur geschaut, weil Steven Spielberg ihn als einen Film benannt hat, der ihn früher beeindruckt hat. Ich fand ihn aber heutzutage gar nicht so gut anzusehen, technisch ist das von den tatsächlichen Gegebenheiten weit entfernt. Leider schafft es eben auch die Handlung nicht, mich in den Bann zu ziehen, um darüber hinwegsehen zu können.

Sunset Boulevard / Boulevard der Dämmerung: Billy Wilder dreht ein Showbiz-Drama, aber mich hat es nicht überzeugt. Verzweifelter Drehbuchautor trifft auf verzweifelte Schauspielerin, deren besten Tage hinter ihr liegen, die aber gern eine sensationelle Rückkehr haben will. Also fängt er an, bei ihr zu schreiben und verwickelt sich immer mehr in ihr Leben. Für mich war das zu wirr, gleichzeitig auch recht langweilig, weshalb ich den Film wohl wieder schnell vergessen werde.

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