Benutzeravatar
thwidra
Inventar
Inventar
Beiträge: 3501
Registriert: Do, 27. Jun 2002, 16:26

Re: Es gibt noch mehr... 1915-1940

Mi, 15. Jul 2026, 21:49

Aber nicht mit dem Remake verwechseln, das Hitchcock etliche Jahre später gedreht hat. ;)


1935

Bride of Frankenstein: Die Monster-Filme haben sie damals richtig ausgeschlachtet, da kamen gleich eine ganze Reihe von Frankenstein- oder Dracula-Filmen oder sonstigen Horror- und Monsterfilmen in ähnlichem Stil. Das Monster, was Graf Frankenstein geschaffen hat, will jedenfalls unbedingt auch eine Frau haben, weshalb Frankenstein nun noch ein weibliches Monster erschaffen muss. Das ist wieder witzig gemacht, die Erweckungssequenz hat echt ein paar schicke Effekte.

The 39 Steps: Wieder Alfred Hitchcock und wieder nicht ganz schlecht, Alfred Hitchcock bekommt es langsam hin, ordentliche Mystery-Stories zu erzählen. Ein kanadischer Tourist in London hilft einer Frau, die auf der Flucht vor Geheimagenten ist, und versteckt sie in seiner angemieteten Wohnung. Aber sie wird trotzdem ermordet und nun macht er sich auf, den Spionagering zu zerschlagen, der dahintersteckt. Das ist eigentlich so eine typische Schnitzeljagd-Story, ein Hinweis führt zum nächsten und ja, das ist nett gemacht.

The Raven: Boris Karloff und Bela Lugosi sind wieder in einem Horrorfilm gemeinsam unterwegs. Der eine ist ein brillanter aber von Folterwerkzeugen besessener Chirurg, der andere ein Krimineller, der angeheuert wird, um ihm ein paar Opfer zu fangen. Die Horrorfilme sind aus heutiger Sicht alle nicht so ernst zu nehmen, machen vermutlich deshalb auch unfreiwillig Spaß. Das ist sicherlich kein überragender Film, aber ich fand ihn genau deshalb wieder ganz lustig.

Mutiny on the Bounty: Wow, hier hatte ich zum ersten Mal wirklich das Gefühl, einen großen Kinofilm zu sehen und kein Theaterstück mit hölzernen oder over-the-top Darstellungen und limitierten Sets, wie bei ganz vielen Filmen davor. Stattdessen ein richtiges Schiff, das Meer, eine Insel mit Eingeborenen und deren Hütten. Dazu kommt ein wie ich finde sehr glaubwürdiges Schauspiel von Charles Laughton als Captain Blight und Clark Gabel als Fletcher Christian. Aus meiner Sicht ist der Film von 1935 mindestens genauso gut wie die beiden Neuverfilmung aus den 1960ern und 1980ern. Der alte Film hat jedenfalls nicht umsonst den Oscar für den besten Film gewonnen. Für mich eine Perle aus dieser Zeit.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste