Cloud hat geschrieben:Frankenstein (Netflix). Nun, es ist die altbekannte Story, verfilmt von Guillermo del Toro, dementsprechend weiß der Film auf optischer Ebene sehr zu gefallen (wenn man mal die schwachen CGI-Effekte ausklammert). Und so schön tragisch die Geschichte auch ist, über die 2,5h zieht sie sich leider stellenweise zu sehr hin. 7/10
Die mit Abstand beste Frankenstein-Verfilmung ist und bleibt damit Edward mit den Scherenhänden.
Cloud hat geschrieben:Elio (Disney+). Leider der nächste Pixar-Film, bei dem man sehnsüchtig an die alten Highlights zurückdenkt... Ein kleiner Junge sehnt sich nach dem Weltraum und möchte am liebsten von Aliens entführt werden. Und genau das passiert dann auch und er wird von ihnen sogar für den Anführer der Menschheit gehalten und soll für sie einem bösen Herrscher gegenübertreten. Das alles ist zwar absolut nett und unterhaltsam, aber auch völlig vorhersehbar, harmlos und in einer 08/15-Optik gehalten. Da waren letztens The Wild Robot und Flow in vielerlei Hinsicht interessanter. Gerade noch so eine 7/10.
Cloud hat geschrieben:28 Years Later
Zuvor hatte ich mir die beiden Vorgänger noch einmal angeschaut. Teil 1 ist nach wie vor nahezu perfekt und mit das beste, was das Zombie-Genre hervorgebracht hat (9/10), Teil 2 hat dagegen seine Schwächen, kann aber gerade optisch noch immer überzeugen (7/10).
Nun also nach langer Zeit Teil 3, wie Teil 1 von Danny Boyle und sogar auch mit Alex Garlands Drehbuch. Die Ereignisse aus Teil 2 werden mehr oder weniger ignoriert, stattdessen haben die Zombies all die Jahre munter weitergelebt, GB wurde unter Quarantäne gestellt und ignoriert. Auf einer kleinen schottischen Insel hat sich eine Gemeinde gebildet, ein Vater nimmt seinen Sohn in einer Art Initiationsritus mit Pfeil und Bogen auf das Festland mit, wo sie natürlich auf Zombies treffen.
Während Teil 1 noch wie mit einer VHS-Kamera gefilmt aussah, bietet Teil 3 nun knallbunte Hochglanzoptik, was ich ehrlich gesagt nicht so überzeugend fand, auch wenn die Kampfszenen schon echt schick sind. Die Story, naja, ist schon arg von Zufällen bestimmt und macht ein paar Dinge, die alles andere als originell sind. Und dann endet es quasi noch mit einem Cliffhanger (zwei weitere Teile sollen folgen). Ein durchaus kurzweiliger Film, aber nichts, was ich mir nochmal anschauen würde, knappe 7/10.
Cloud hat geschrieben:Tron: AresAls audiovisuelles Erlebnis ist der Film definitiv ein Highlight. Bei Roger Ebert gabs nicht zuletzt dafür auch die Höchstwertung.
Ganon hat geschrieben:Oh, echt?! Bei den Sachen, die ich so verfolge, kam der sehr mittelmäßig weg. Ich bin ja auch immer für das audiovisuelle Erlebnis zu haben, auch wenn dafür die Story schwächelt. Aber der klang in den Besprechungen inhaltlich schon sehr mau und hat mich auch vom Trailer her nicht abgeholt. Aber auf D+ werde ich ihn schon noch gucken...
“TRON: Ares” is spectacularly designed, swiftly paced, thoughtfully written (by Jesse Wigutow, from a story by himself and David Digilio), and directed (by Joachim Rønning) within an inch of its neon-hued life. The techno score by Nine Inch Nails’ Trent Reznor and Atticus Ross adds to the film’s grandeur, and imbues it with a philosophical, questioning undertone that is often intriguingly at odds with its kinetic transitions and geometry-fracturing action set-pieces. The sum total is a rave of a movie that acts as its own hallucinogen, and that is best experienced on a huge screen with a state-of-the-art sound system.
Wenn aber alles, was auf dieser so wundervoll bereiteten Bühne stattfindet, so seelenlos und gehetzt abgefrühstückt wird, dass einem irgendwann völlig egal ist, wer hier nun eigentlich warum welches Ziel verfolgt, können selbst die beeindruckendsten Bilder, kann selbst der donnerndste Score nur wenig ausrichten. Für einen Film darüber, wie ein künstliches Wesen wider der Umstände allmählich Gefühle entdeckt, bleibt „Tron: Ares“ am Ende erstaunlich emotions- und farblos.
Fazit: „Tron: Ares“ ist erneut ein absoluter Augen- und Ohrenschmaus. Doch selbst der stylische Look und der krachende Nine-Inch-Nails-Soundtrack können nicht verhindern, dass der dünne Storyfaden und die blassen Figuren die Fortsetzung letztlich zu einer drögen und allzu unterkühlten Erfahrung machen. Ein visuelles Upgrade ohne inhaltlichen Fortschritt.
is best experienced on a huge screen