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KylRoy
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 26. Feb 2020, 16:15

Das beruhigt mich wiederum etwas. alles andere hätte mich bei Brian Fargo auch enttäuscht.
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Ich bin echt dankbar fuer 8 jahre PCPlayer-Abo. das GameStar Abo hab ich gekuendigt. die PCPowerplay fand ich auch nicht so richtig brauchbar. jetzt suche ich mein heil in online mags wie gamona.de, escapistmagazine.com, rockpapershotgun.com
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 14. Mär 2020, 14:40

Shadow of the Tomb Raider ist prinzipiell das gleiche wie sein Vorgänger, allerdings mit einem schwächeren Szenario: Man befindet sich die ganze Zeit im Dschungel, der zwar gut aussieht, aber alles andere als abwechslungsreich ist. Die klaren Highlights sind wieder die Tombs, nervig dagegen die obligatorischen Shooter-Passagen und dass man andauernd den Detektiv-Modus aktivieren muss. Alles in allem hats durchaus Spaß gemacht, rückblickend betrachtet würde ich aber nur Teil 2 spielen, der für mich doch klar heraussticht. 7/10
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 17. Mär 2020, 23:25

Auf den Witcher hatte ich vorerst keine Lust mehr, aber die Vorfreude auf Doom Eternal stieg ins Unermessliche. Also bin ich noch weiter in der Zeit zurück und habe das erste Doom mal wieder gespielt!
Genauer gesagt allerdings nicht das Original, sondern die Version, die in der Doom 3 BFG Edition dabei ist, die ist gewissermaßen ein bisschen remastert. Man hat jetzt nämlich eine moderne Shooter-Steuerung mit Bewegung über WASD und Mouselook - natürlich nur horizontal, aber das spielt sich sehr gut. Vermutlich ist es dadurch etwas einfacher als mit der klassischen Steuerung, ich kam größtenteils recht problemlos durch auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad. Inklusive der vierten Episode aus The Ultimate Doom habe ich 9 Stunden damit verbracht. Das im letzten Jahr veröffentlichte Sigil kann ich mit dieser Version wohl nicht spielen...
Es hat mir jedenfalls großen Spaß gemacht, das Teil funktioniert immer noch erstaunlich gut. Jetzt ist (ab Freitag) erst mal Eternal dran, aber Doom 2 (auch in der Edition enthalten) werde ich sicher auch bald wieder angehen. :-)
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Leland Yee, the Senator that decided that violent videogames were so dangerous to society that he needed to propose a law that banned selling them to minors, was arrested recently for weapons trafficking. He was buying shoulder-mounted rocket launchers from an extremist Islamic group and accidentally sold them to a member of the FBI. I mean, thank God he doesn't play videogames or he might have really become a threat to society.

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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 18. Mär 2020, 08:01

Ich würde empfehlen GZDoom zu benutzen. Dafür braucht man nur die originale doom.wad und hat dann alle Features aus deiner Fassung und noch mehr. Zb freien mouselook. Oder eben Sigil. Das erinnert mich daran, dass ich das ja auch mal spielen wollte.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 18. Mär 2020, 18:53

Tatsächlich habe ich noch DRM-freie Versionen von The Ultimate Doom und Doom 2 von einer Zeitschriften-DVD. Damit könnte ich das mal probieren. Allerdings muss ich sagen, dass schon die vierte Episode etwas gegenüber den ursprünglichen drei abfiel. Es gibt halt keine wirklich neuen Elemente mehr, nur einen ordentlich hochgeschraubten Schwierigkeitsgrad. Habe die Befürchtung, dass Sigil ähnlich aussieht.
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 23. Mär 2020, 16:54

Übrigens sehr empfehlenswert: Das Remake des Doom-Soundtracks von Andrew Hulshult, mit welchem man die alten Midi-Sounds ersetzen kann:
https://www.moddb.com/mods/brutal-doom/ ... soundtrack

Hulshult hat generell einige echt tolle Remakes gemacht, z.B.
Duke Nukem 3D E1M1 - https://www.youtube.com/watch?v=eiSSTo_ID4c
Doom 2 M7 - https://www.youtube.com/watch?v=nL387flPi9Q
Command & Conquer Hell March - https://www.youtube.com/watch?v=rliC9OPuWWY

Und aus dem Hobby wurde schließlich ein Beruf mit den Soundtracks zu Dusk und Amid Evil, welche ich beide noch unbedingt spielen muss.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 31. Mär 2020, 14:13

Astrologaster is a comedy game set in Shakespeare’s London. Play as 'Doctor' Simon Forman and treat his patients using astrology. A story-driven adventure based on a truly ridiculous story.

Ein simples Spiel, bei dem man nicht mehr macht, als sich zwischen ein paar Alternativen zu entscheiden. Allerdings ist es ziemlich amüsant, bis hin zu den von einem Chor gesungenen Vorstellungen der einzelnen Patienten. Wenn man den Game Pass hat, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick darauf. 7/10
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 6. Apr 2020, 21:54

Rabbids Coding gibt es kostenlos bei Uplay. Als Fan der Chaos-Karnickel musste ich mir das ansehen. Es kommt daher als Lernspiel, das einem die Grundzüge der Programmierung beibringen soll. Man kann es aber auch als simples kleines Denkspiel nehmen. Eine richtige Story oder Zwischensequenzen gibt es nicht und in zwei Stunden sind die 32 Levels gelöst, aber es ist halt kostenlos. Nur schade, dass der typische Rabbids-Humor kaum zur Geltung kommt.
Ganz nett. 6.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 8. Apr 2020, 09:03

Eine Reihe von kleinen Häppchen, die sich alle in ca. 1h durchspielen lassen und die von mir auch alle eine 6/10 erhalten haben:

MISSING: An Interactive Thriller - Episode One, ein FMV-Escape-Room, wurde nach der ersten Episode eingestellt. Das ganze wäre dann wohl noch in Richtung Detektiv-Spiel gegangen. Schade, mir hat die erste Episode ganz gut gefallen.

A Good Snowman Is Hard To Build ist eigentlich ein typisches Blöcke-Verschiebe-Rätsel, nur dass man hier das Ziel hat drei verschieden große Schneekugeln zu formen und zu einem Schneemann zu stapeln. Nichts besonderes, aber schon sehr nett.

In A Mortician's Tale betätigt man sich als Bestatter und präpariert Leichen. Und zwar genau so, wie man das z.b. aus irgendwelchen Mädchen-Spielen kennt, in denen Schminke aufgetragen wird. Fast schon ein Edutainment-Spiel, das einem die Thematik nahe bringen möchte. So wusste ich z.B. nicht, dass die Asche beim Einäschern nicht durch das Verbrennen entsteht, sondern dadurch, dass die Knochen zermahlen werden. Spielerisch belanglos, aber dennoch interessant.

In A Short Hike versucht man den höchsten Punkt in einem eher kleinen Gebiet zu erreichen, trifft unterwegs andere Figuren, erledigt kleine Aufgaben usw. Auf Steam ist es mit seinen 99% mit das am besten bewertete Spiel überhaupt, was ich nicht so wirklich nachvollziehen kann. Nett, aber mehr auch nicht.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Do, 9. Apr 2020, 22:33

She Sees Red ist ein russischer interaktiver Film. Im Gegensatz zu Missing, bei dem man richtige Rätsel lösen musste, gibts hier nur binäre Entscheidungen, wie fortgefahren werden soll. Ein Durchlauf benötigt 40min, nach 100 Minuten hat man alle Enden gesehen. Mir hat das echt gut gefallen, die Story hat beim zweiten Durchlauf einen schönen Aha-Moment geliefert. Ich würde es sogar Netflix' Bandersnatch vorziehen, da es viel fokussierter war und trotz geringerer Entscheidungsvielfalt sein Gimmick besser eingesetzt hat. 7/10
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 20. Apr 2020, 21:27

Doom Eternal
Puuuuh, geschafft! Das war echt stressig. Und im Gegensatz zu Doom 2016 gleich von Anfang an. Schon früh bekommt man einen recht toughen neuen Gegnertyp vorgesetzt, hat aber selbst nur eher schwache Waffen und kann wenig Munition tragen. Das bessert sich natürlich mit der Zeit. In dem Zusammenhang fällt auf, dass man einen meiner wenigen Kritikpunkte am Vorgänger - die übertrieben vielen Upgradesysteme - leider nicht verbessert hat. Den zweiten eigentlich auch nicht, nämlich die zum Ende hin langwierigen Kämpfe. Das ist eher noch schlimmer geworden, obwohl sich die Designer um mehr Abwechslung bemühen.
Und eigentlich machen die Kämpfe wieder großen Spaß. Das neu justierte System aus Glory Kills (geben Health), Kettensägeneinsatz (gibt Ammo) und dem neuen Flammenwerfer (gibt Armor) bringt mehr Taktik in das Chaos, ohne Tempo rauszunehmen. Dass dazu aber auch noch ein Granatwerfer mit zwei Geschosstypen, der Bloodpunch und diverse andere Dinge kommen, die sich nach Gebrauch automatisch wieder aufladen oder auch nicht - so dass man ständig die entsprechenden Anzeigen im Auge haben muss - macht die Sache wiederum eher unnötig kompliziert. Die Sprungeinlagen fand ich aber ganz in Ordnung und der Dash ist eine nützliche und spaßige Ergänzung des Bewegungsrepertoires.
Insgesamt habe ich über 20 Stunden mit der Kampagne verbracht, was auch an vielen Toden an manchen Stellen lag. Es war ein Auf und Ab der Gefühle. Zum Ende hin war ich leider zunehmend genervt, da die Masse an dicken Brocken, die mir gefühlt wahllos entgegengeworfen wurde, echt übertrieben war. Und manche der neuen Gegnertypen sind richtig nervig. Somit wundere ich mich etwas über den hohen Wertungsschnitt in der Fachpresse und gehe selbst von meiner Wertung des Vorgängers eine volle Note runter auf 8.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 29. Apr 2020, 11:12

Grey Goo ist ein RTS von Petroglyph aus dem Jahr 2015. Die C&C-Vergangenheit der Entwickler merkt man dem Spiel deutlich an, das Interface erinnert stark daran und hat ein paar clevere Ideen. Die Fraktionen erinnern dagegen eher an StarCraft: Es gibt die Menschen, eine humanoide Alienrasse namens Beta und den Goo, eine amorphe Masse aus Nanosonden, die einst von der Menschheit zur Erforschung des Weltalls losgelassen wurden, sich dann weiterentwickelt haben und zu einer Bedrohung für alles Leben werden. Klassischer Sci-Fi-Stoff also, wie ich ihn liebe.
Auch wenn ein gewisser Fokus auf dem Multiplayer zu liegen scheint, ist die Kampagne keinesfalls lieblos. Es gibt zwar nur 15 Missionen, so dass nach je fünf schon die gespielte Rasse gewechselt wird, aber das Missionsdesign ist gelungen und die Rendersequenzen zwischendurch sehen fantastisch aus. Leider ist die Story etwas wirr erzählt, fängt gefühlt mittendrin an und erklärt wichtige Details erst im späteren Verlauf (ein Problem, das übrigens auch Doom Eternal hat, hatte ich vergessen zu erwähnen). Und das Ende ist keines - glücklicherweise ist die direkte Fortsetzung in Form einer DLC-Kampagne in der bei Steam erhältlichen Definitive Edition enthalten. Habe ich aber noch nicht gespielt.
Ein größeres Problem hatte ich aber mit dem stark schwankenden Schwierigkeitsgrad. Manche Missionen waren richtig knackig, da musste ich auch mal öfter neu starten oder Spielstände laden, aber der nächste Einsatz ist dann plötzlich in 20 Minuten ohne Probleme geschafft. Im großen Finale (Mission 15) habe ich schließlich auf Easy gestellt, um es überhaupt schaffen zu können - ein Spaziergang war es trotzdem nicht, habe zwei Stunden hart gekämpft. Zwischendurch hätte ich schon mehrmals fast aufgegeben, meine Hauptmotivation war, im letzten Drittel den Goo spielen zu können. Denn während Menschen und Beta recht ähnlich und recht konventionell angelegt sind, ist der schon sehr ungewöhnlich und tatsächlich recht cool.
Mit einem konstanteren, nicht ganz so hohen Schwierigkeitsgrad hätte es mir besser gefallen (noch eine Gemeinsamkeit mit Doom Eternal), aber auch so noch sehr gut, wenn auch kein Blizzard-Niveau: 8.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 4. Mai 2020, 20:55

Q.U.B.E. war ja einer der ersten "Portal-Klone", stilistisch sehr ähnlich und auch recht ordentlich. Nur war eben das Manipulieren bunter Blöcke nicht ganz so spannend wie das Herumspielen mit den Portalen. Und ich hatte damals den Eindruck, dass eine Story geplant war, aber nicht mehr eingebaut werde konnte. Inzwischen gibt es aber einen Director's Cut, der die in Form von ein bisschen Sprachausgabe wieder einfügt. Nun gewinnt die sicher keine Preise, bringt aber immerhin etwas Kontext rein. Das Spiel an sich bleibt weiterhin ganz nett. 7.5

Q.U.B.E. 2 ist in allen Belangen verbessert. Gut doppelt so lang, mit deutlich interessanteren Puzzle-Mechaniken, einer interessant ausgebauten Sci-Fi-Geschichte. Gut gefiel mir vor allem im Vergleich zu Quantum Conundrum, dass es keine tödlichen Abgründe oder Fallen gibt. Manchmal ist etwas Timing gefragt, aber nie schnelle Reflexe oder präzise Sprünge. Jedes Rätsel lässt sich durch ein bisschen Knobeln (und manchmal Herumprobieren) lösen, der Moment der Erkenntnis ist immer wieder sehr befriedigend. Und immer, wenn es droht eintönig zu werden, kommen neue Elemente dazu.
Das Teil hat mich richtig überrascht und ist für mich der beste Ego-Puzzler seit Portal 2 (kommt da aber natürlich nicht ganz heran). 8.5
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 11. Mai 2020, 09:31

Die Zero Escape-Reihe wird oftmals in höchsten Tönen gelobt, nachdem ich die drei Teile nun durch habe, kann ich dem nur bedingt zustimmen. Es handelt sich um Visual Novels gepaart mit Escape Rooms. Die einzelnen Teile hängen zusammen und ähneln sich auch vom Setting her, haben aber dennoch immer etwas neues zu bieten.

Grundsätzlich geht es in Richtung Saw: Eine Gruppe von Menschen wird eingeschlossen und muss sich durch eine Reihe von Räumen spielen. Dabei müssen sie zusammenarbeiten oder auch gegeneinander und es gibt selbstverständlich Tote. Man muss Entscheidungen treffen, nach denen sich die Story in unterschiedliche Pfade aufteilt. Letzten Endes muss man alle diese Pfade spielen, um die ganze Story zu enthüllen. Das alles ist wirklich großartig, hochgradig interessant und spannend.

Leider gibts einige Aspekte, die zumindest mir den Spaß etwas verdorben haben: Die Spiele sind extrem geschwätzig und oftmals auch sehr redundant. Da hätte man gut und gerne 1/3 kürzen können, ohne dass etwas gefehlt hätte. Zudem ist das Writing stellenweise echt cringy, wenn es völlig deplatzierte schlüpfrige Bemerkungen zu lesen gibt.

Alles in allem bekommen die Spiele von mir eine 7/10. Aber wer mit den Makeln leben kann, sollte auf jeden Fall einen Blick darauf werfen. Denn wie Jason Schreier es auf den Punkt bringt: "There are no video games like Zero Escape. No other series plays with the interactive form to tell stories in such an elaborate, satisfying way. No other game can fuck with your head quite this much. Nothing else even comes close."
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 19. Mai 2020, 14:05

The Talos Principle ist ein Ego-Puzzler à la Portal. Es gibt altbekanntes, z.B. Kisten verschieben oder Laser umleiten sowie auch ein, zwei neue Ideen. Grundsätzlich waren mir die Rätsel allerdings zu einfach, so dass ich nur selten ein echtes Erfolgserlebnis hatte. Außerdem fand ich es etwas nervig, dass man sterben kann und ich somit gelegentlich x Schritte wiederholt durchführen musste, obwohl die Lösung schon klar war, ich aber das Timing nicht ganz hinbekommen habe. Trotzdem ein gutes Spiel, auch wenn ich es etwas schwächer als die deutlich unbekannteren Qube 2 oder Turing Test fand. 7/10

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