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thwidra
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 1. Aug 2026, 20:56

Cloud hat geschrieben:
Wolfenstein: The New Order. Durch Zufall habe ich bemerkt, dass Besitzer der deutschen Fassung inzwischen die internationale Version umsonst erhalten. Nun konnte ich das Spiel also mit Verspätung nachholen und es hat sich absolut gelohnt. Als Shooter ist es gut, wenn auch nicht überragend. Die KI ist schon sehr dumm, die Mischung aus stumpfer Ballerei und Schleichen etwas seltsam. Aber es funktioniert und hat durchgehend Spaß gemacht. Der Glanzpunkt ist aber ganz klar die Spielwelt, die für einen Shooter fast schon ihresgleichen sucht. Da ist es fast schon schade, dass man nicht noch mehr in Richtung Rollenspiel gegangen ist, sowas wie Mass Effect mit mehr Crew-Interaktion hätte ich mir hier sehr gut vorstellen können. Auch über 10 Jahre nach dem Release reichts noch für eine klare 8/10.


Ganon hat geschrieben:
Wolfenstein: The New Order
Eigentlich ein richtig, richtig cooler Shooter. Die Waffen machen ordentlich rumms, die Kämpfe spielen sich fetzig. Genial ist, dass man wirklich jede Waffe, vom Messer bis zum Sniper-Gewehr, im "Dual-Wield"-Modus nutzen kann. Zudem haben sie meistens unterschiedliche Feuermodi/Munitionstypen, die man für die zwei gleichzeitig gehaltenen getrennt umschalten kann - so ist man für jede Situation gerüstet. Der Spielablauf ist linear, die Levels aber nicht zu schlauchartig. Man hat oft die Wahl, zu schleichen oder loszustürmen. Die Kampagne hat eine ordentliche Länge. Das Perksystem ist interessanter, als einfach mit Skillpunkten Zeug freizuschalten. Die auf den ersten Blick trashige Story und überzeichneten Charaktere werden erstaunlich ernst genommen, das funktioniert ganz gut. Der Anlass es jetzt zu spielen war ja der Deutschland-Release der internationalen Version, und die war atmosphärisch echt stark. Amerikaner, Deutsche, Polen, alle werden offenbar von echten Landsleuten gesprochen, das kommt sehr gut rüber.
Jetzt kommt das Aber: Immer wieder kam ich an nervige Stellen, sehr lange Actionsequenzen mit mehreren Gegnerwellen, bei denen ich kurz vor Schluss starb und dann wieder ganz von vorne anfangen musste. Dass ich nicht frei speichern darf, bin ich ja gewohnt, aber kann man da nicht mal zwischendurch einen Checkpoint setzen, etwa wenn ein besonders dicker Gegnerbrocken gefallen ist, danach aber noch mehr Feinde kommen? Dazu kommen die etwas zu langen Ladezeiten nach jedem Bildschirmtod. So toll ist die Grafik eigentlich nicht.
Das hat es mir etwas verleidet und drückt die Note um einen halben Punkt. Für Freunde linearer Shooter aber (in der internationalen Version!) mehr als einen Blick wert. 8.0


Wolfenstein: The New Order hatte ich schon mal kurz nach Erscheinen durchgespielt und mir blieb das nicht unbedingt in so guter Erinnerung, damals fand ich das gar nicht so toll, sondern nur durchschnittliche Ballerei mit mässig interessanten Levels. Jetzt allerdings hat mich das Spiel ziemlich begeistert und mir hat das richtig gefallen. Das Gameplay wechselt ganz angenehm zwischen Schleich- und Ballerpassagen bzw. -levels, was ich vom Pacing her genau richtig fand. Klar, manchmal hätte ich mir gewünscht, lieber zu schleichen (als ich aus Versehen Wachen alarmiert hatte), ein andermal lieber zu ballern (als ich gar keine Schusswaffen hatte), aber das Spiel steckt mich immer wieder in diese unterschiedlichen Situationen, mit denen ich dann zurechtkommen muss. Das fand ich jedenfalls solide gemacht, auch wenn die meisten Levels total schlauchförmig sind, wie ich finde. Richtig top fand ich aber die Story und die ganzen Charaktere ringsherum sowie das Spielsetting einer von Nazis eroberten Welt im Jahr 1960. Alles krass unterdrückt, Riesenstädte aus Beton, kaum noch Widerstand. Das sieht schon echt trübe aus und Blazkovicz ist mit seinen Off-Erzählungen ohnehin sehr melodramatisch. Und das stärkt ordentlich die Atmosphäre, was mir alles in allem wirklich gefallen hat. Ok, die Story ist natürlich absurd, da muss man erstmal die Nazi-Mondbasis infiltrieren, um sich dort ein paar Entschlüsselungscodes für U-Boot-Atomwaffen zu besorgen. :roll: Aber Spaß hat das einfach gemacht, die Levels sind zudem vielfältig und abwechslungsreich, die Waffen ebenfalls, das Dual-Wield-Modus von Waffen macht richtig Spaß. Damit habe ich mich gerne durchgeballert.

Diesmal habe ich mir das Spiel auch in der internationalen Fassung gegeben. Es fetzt jedenfalls und die Nachfolger werde ich mir nun in jeden Fall auch anschauen, die kenne ich noch gar nicht.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 4. Aug 2026, 18:56

Indiana Jones and the Last Crusade: The Graphic Adventure oder kurz Indy 3: Olle Adventures, juchey! :D Indy 3 habe ich damals erst nach Fate of Atlantis gespielt und fand das dann nur noch halb so toll. Jedenfalls ist das Gameplay in Indy 3 schon arg sperrig, wenn ich da an Monkey Island oder Indy 4 denke. Indy 3 hat nämlich auch ein paar Labyrinthe ähnlich wie in Zak McKracken, zwar etwas leichter aufgezogen, aber nur etwas. Genervt war ich trotzdem, vor allem im Zeppelin, wo ich fast aufgegeben hätte. Hier rennt man schon arg viel rum, um den Soldaten zu entgehen, und sich dabei nicht zu verlaufen, ist schon ein Kunststück. Zwei Soldaten konnte ich zwar mit Kämpfen besiegen, aber mehr verträgt Indy einfach nicht und da rennen noch locker zehn andere rum. Und weil das nicht genug ist, darf sich Indy im schlimmsten Fall dann auch noch durch ein paar Grenzposten prügeln, zum Glück regeneriert er hier ein bisschen. Jedenfalls gingen mir die Labyrinthe schon in Venedig auf den Keks. Ansonsten sind die Rätsel aber halbwegs machbar und ich habe es zusammen mit dem Gralstagebuch sogar hinbekommen, den richtigen Gral am Ende auszusuchen. Aber das Spiel trickst schon ganz schön, um auf eine vermeintlich hohe Spielzeit zu kommen. Viele Räume im Schloss Brunwald, in denen es aber gar nichts weiter gibt. Kein Speichern mehr im Tempel am Ende, sodass man im Zweifel häufig probieren muss. Auch ist das Spiel schon ein arg versimplifizierter Entwurf der Filmhandlung, einschließlich massiv gekürzter Dialoge und Sequenzen. Sallah beispielswiese taucht im Spiel gar nicht auf, der junge Indiana Jones auch nicht. Ist trotzdem irgendwie alles nett gemacht, ich habe es jetzt einmal nachgeholt, fand es putzig zu spielen und es funktioniert schon noch auch heute irgendwie, wenn man sich an sowas festbeißen kann. Cool sind die alten Adventures und damit Indy 3 in jeden Fall. :angel: Trotz dass ich mich im Zeppelin-Labyrinth total verlaufen habe und kurz davor war abzubrechen, habe ich mich noch mal drangesetzt und es paar Mal neu probiert, bis ich dann da durch war.

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