Ganon hat geschrieben:Diese Woche wollte ich die letzte Gelegenheit natürlich noch ein wenig nutzen und habe erstmal Doom: The Dark Ages angezockt. Vor allem, um zu sehen, wie es bei mir läuft und wie die Steuerung mit Maus & Tastatur funktioniert. Beides erstaunlich gut! Zwar waren auch hier wie bei Indy niedrige Details voreingestellt und die VRAM-Anzeige war im roten Bereich, aber es lief sehr flüssig, so dass ich ein paar Stufen hochgeschaltet habe. Auch auf Hoch war es nicht wesentlich schlechter, sah aber auch nicht wesentlich besser aus - da gibt es noch etliche Stufen darüber und man kann Path-Tracing oder HDR aktivieren, wenn man die Hardware dafür hat. Wäre also bei mir spielbar, hat aber noch Luft nach oben. Das Gameplay ging gut von der Hand, die Benutzung des Schilds (mit der rechten Maustaste) ging mir schnell in Fleisch und Blut über. Auch das Parieren bestimmter Angriffe funktionierte dank langsamer Geschosse und großzügigem Zeitfenster (zumindest am Anfang) gut, hätte ich aber trotzdem nicht unbedingt gebraucht. Die Kämpfe hatten bisher (zwei Stunden Spielzeit) einen angenehmen Stressfaktor, eher wie Doom 2016 als das zu schnelle und volle Eternal. Allerdings ist die Anzahl der Spielelemente auch etwas übertrieben. Neben dem reinen Ballern und Blocken gibt es Schildschlag, Schildwurf, Nahkampf, Glory Kills und was weiß ich nicht alles. Und dann noch Levels, wo man einen Mech steuert oder auf einem Drachen reitet, die sich wieder ganz anders steuern (mit Ausweichen statt Blocken). Wäre aber durchaus ein gutes Gamepass-Spiel - aber wie schon bei Indy (und offenbar auch THPS) habe ich wieder keine Möglichkeit gefunden, das Spiel auf englisch zu stellen. Und deutsch geht in dem Fall leider echt nicht. Mit Waffen wie einer "Schienennagel-Kanone" möchte ich nicht kämpfen. Die ohnehin uninteressant wirkenden Zwischensequenzen schienen auch eher mäßig auf deutsch synchronisiert zu sein (habe die meistens nach kurzer Zeit abgebrochen). Außerdem habe ich alle bisherigen Doom-Spiele auf Steam, da will ich auch The Dark Ages haben. Aber für 80 €, wenn ich es grafisch wohl noch nicht voll auskosten kann? Da warte ich lieber noch etwas.
Inzwischen habe ich es auf Steam neu angefangen und durchgespielt, komischerweise mit etwas schlechterer Performance auf meiner Hardware. Sah also nicht so gut aus wie bei meinem Kumpel auf der PS5, steuerte sich dafür aber besser.

Wenn man sich auf das eingeschränkte Movement gegenüber dem pfeilschnellen Doom Eternal und den ständigen Einsatz des Schilds gewöhnt hat, ist The Dark Ages eine sehr spaßige Angelegenheit. Nur bei manchen Gegnerkombinationen wurde es mit den herumfliegenden Projektilen etwas unübersichtlich und nervig. Ebenfalls das genaue Gegenteil des Vorgängers: Das Spiel war mir fast zu einfach! Man kann bis zu drei "Extraleben" (Life Sigils) besitzen, mit denen man direkt weitermachen kann, falls man mal im Kampf stirbt. Da ich die Levels immer ausgiebig nach Secrets abgesucht habe (was nicht so schwer ist, da die auf der Karte markiert sind) und ich nur selten in die Situation kam, eines zu brauchen, fand ich meistens mehr als ich tragen konnte und hatte nach dem ersten Level nie weniger als eines im Inventar. Was die Entwickler geritten hat, so viel Fokus auf die Story zu legen, diese aber so uninteressant zu gestalten, kann ich gar nicht verstehen. Die Mech-Abschnitte fand ich eher blöd, sind aber kurz, die mit dem Drachen sind ganz nett. Zum Glück macht das Kern-Gameplay aus Kämpfen und Finden von Secrets (ist natürlich optional, holt aber mehr Spielzeit raus, bei mir sehr ordentliche 24 Stunden) wirklich Spaß, auch wenn es ein bisschen repetitiv ist. So wirklich nach Doom fühlt sich das nicht mehr an, eigentlich ist es nicht mal mehr ein reiner Shooter, aber ein echt gelungenes Actionspiel ist es auf jeden Fall.
8.5 (und damit genau zwischen dem unübertroffenen Doom 2016 und Doom Eternal)
Und Anfang Juli kommt passenderweise der DLC, der recht aufwendig aussieht und offenbar etwas mehr Beweglichkeit zurückbringt. Da freu ich mich drauf.