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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 4. Jan 2026, 17:27

Pioneers of Pagonia
Nachdem Siedler-Erfinder Volker Wertich bei der Entwicklung des neuesten Teils mit Ubisoft doch wieder raus war, dachte er sich offenbar: Dann mache ich eben mein eigenes Siedler - ohne Blackjack und Nutten. ;-)
Die Pioneers waren 2 Jahre im Early Access und sind im Dezember mit Kampagne offiziell erschienen. Ich habe in meinem heute endendem Weihnachtsurlaub die ersten 5 von 7 Missionen der Kampagne gespielt, was 27 Stunden dauerte. Die werden echt lang und manchmal ziehen sie sich zum Ende etwas, aber an sich finde ich das echt gut. Es gibt natürlich auch ein Freies Spiel und Szenarien, aber ich habe dann doch lieber klare Ziele und ein Gefühl für Progression, als ziellos zu siedeln. Aber trotzdem macht es natürlich am meisten Spaß, seine Siedlung immer größer aufzuziehen, statt alle 2 Stunden dieselbe Startphase spielen zu müssen.
Und wie spielt es sich? Wie Die Siedler von früher, aber konsequent weiterentwickelt. Es gib viele der klassischen Ressourcenabbau- und Verarbeitungsbetriebe, aber von allem noch viel mehr als früher. Zur Herstellung von Werkzeug und Waffen gibt es: Werkstatt (verarbeitet Kupfer und Holz), Holzwerkstatt (Holz und Seil, welches in der Weberei aus Flachs gewonnen wird), Eisenwerkstatt (Eisen und Holz), Eisenschmiede, Stahlschmiede, Kunstschmiede und Juwelier (letztere verarbeiten Edelsteine, von denen auch mehrere Arten unterschieden werden). Und wenn ich Holz sage, meine ich Laubholz, denn Nadelholz ist für den Gebäudebau. Es gibt auch Wohnhäuser für die Träger, die zudem mit Nahrung versorgt werden müssen, damit es Nachwuchs gibt. Genauer gesagt essen sie Genussmahlzeiten, für den Bergbau braucht es dagegen Stärkungsmahlzeiten, Entdecker und Schatzsucher haben wiederum Proviant dabei. Das ist manchmal schon übertreiben kleinteilig, aber das Interface ist echt clever und bietet alle nötigen Informationen. Die Kampagne führt die ganzen Elemente zudem langsam ein. Weniger übersichtlich ist der Militärpart, auf dem in der Kampagne etwas viel Fokus liegt (im Freien Spiel kann man Gegner abschalten). Es gibt zahlreiche Truppentypen (in mehreren Stufen) und verschiedene Gegner, gegen die sie jeweils besonders effektiv sind. Das fängt bei Dieben an, die sich tarnen und nur von Waldläufern erkannt werden können, und geht bis zu Geistern und Werwölfen. Feindliche Dörfer gibt es nicht, aber mit freundlichen kann man handeln.
Optisch finde ich das ganz schick, es wuselt sehr viel und man kann nah ranzoomen und allerhand putzige Animationen und Details erkennen. Die maximale Zoomstufe könnte gerne noch weiter weg sein. Die Story wird nur in Textboxen erzählt und ist nicht der Rede wert. Musik wird nur spärlich eingesetzt, das finde ich etwas schade.
Also alles in allem nervt es mich hier und da, aber eigentlich bin ich echt zufrieden damit. Ich habe vor allem Die Siedler 2 und 7 gerne gespielt, und das ist eine gelungene Weiterentwicklung, wie ich es mir erhofft hatte. Nach aktuellem Stand: 8.0
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Leland Yee, the Senator that decided that violent videogames were so dangerous to society that he needed to propose a law that banned selling them to minors, was arrested recently for weapons trafficking. He was buying shoulder-mounted rocket launchers from an extremist Islamic group and accidentally sold them to a member of the FBI. I mean, thank God he doesn't play videogames or he might have really become a threat to society.

-- Extra Credits Episode 200
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 17. Jan 2026, 18:32

Samorost 1 gibt es kostenlos bei Steam und ist ein Remaster des ersten Spiels von Amanita Design. War wohl eher noch ein Studentenprojekt, lässt aber schon den schrägen Charme und typischen Stil ihrer späteren Adventures erkennen. Man spielt einen "Weltraum-Gnom", dessen Heimat von einem Asteroiden auf Kollisionskurs bedroht wird. Also fliegt er rüber und man klickt sich durch eine Handvoll Bildschirme, um die Katastrophe abzuwenden. Wirklich nachdenken muss man dabei nicht und nach 15 Minuten ist die Sache vorbei. Tja...

Samorost 2 geht laut howlongtobeat etwa eine Stunde, besitze ich aber nicht.

Samorost 3 war unter den Gratisspielen bei Epic im letzten Jahr. Worum es da genau geht, ist etwas abstrakter. Dem Weltraum-Gnom fällt zu Beginn eine "magische Flöte" vor die Füße. Damit erzeugt man an bestimmten Stellen geisterhafte Visionen, die einem sagen, was hier zu tun ist. Demnach baut man anfangs ein Raumschiff und besucht damit andere Himmelskörper, wo man mehr Rätsel löst, um irgendwas zu erreichen. Amanita-typisch gibt es statt Sprache nur Symbole, was dem Verständnis in diesem Fall nicht zuträglich ist. Der Sinn und die Logik der Rätsel erschloss sich mir nur selten, selbst die Lösungshilfe, die ich irgendwann im Menü entdeckte, half nur bedingt. Nach 2 Stunden war mir das zu blöd und ich habe aufgehört. Der Gesamtumfang soll etwa 5 Stunden betragen.
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 24. Jan 2026, 14:44

Battle Worlds: Kronos habe ich inzwischen sehr weit und auch ganz gerne gespielt. Bis eben kurz vor’s Ende. Ich habe das damals bei Kickstarter unterstützt, wie manch‘ andere Spiele auch, und dann nie richtig gespielt, so wie die meisten Kickstarter-Spiele auch, die ich unterstützt habe… Battle Words: Kronos ist ein geistiger Nachfolger von Battle Isle 2, Rundenstrategie in einem Science Fiction-Szenario, aber prinzipiell nach dem klassischen Stein-Schere-Papier-Prinzip. In dem Fall ist es vielleicht trocken umgesetzt, tatsächlich ist das auch gar nicht so einfach und in manchen Missionen habe ich auch einen zweiten Anlauf gebraucht. Aber wenn man mit etwas Bedacht spielt und sich Zeit nimmt, dann ist machbar und ich habe des Öfteren eine Übermacht im Spiel besiegt. Manche der Missionen sind auch echt lang, an der längsten Mission habe ich rund acht Stunden (mit Unterbrechung) gesessen. Leider ärgert mich Battle Worlds: Kronos in der vorletzten Mission total, in der der Schwierigkeitsgrad völlig ausschlägt, mir viel zu wenig Einheiten zur Verfügung stehen, während von allen Seiten der Karte Gegner hereinstürmen. Für mich bricht hier der Spielspaß echt kolossal ein, da ich das einfach als unfair empfinde. Und es bricht mit dem Spielfluss all der vorherigen Missionen. Mag sein, dass es einen Weg gibt, die Mission zu gewinnen, aber das ist dann so ein spezieller Weg, für den ich ewig rumprobieren müsste, um ihn herauszufinden. Schade drum, den ansonsten war es ein kleines, sicherlich nicht sehr aufwändig gemachtes, aber gutes Spiel.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 25. Jan 2026, 16:38

Journey of a Roach: Mal wieder ein kleines, kurzes Daedalic-Adventure. Diesmal spielt man eine Schabe nach der Apokalypse. Der Gag dabei, die Schabe läuft auch entlang von Wänden und Decken und dabei dreht sich der Bildschirm. Gesteuert wird mit WASD, mit der Maus führt man ein paar Kontextaktionen aus. Die Rätsel sind wie immer überschaubar und hier auch gut zu lösen. Sprachausgabe oder Dialoge gibt es keine. Das Spiel hat hier und da ein paar witzige Einfälle und ich war auch recht schnell durch. Aber wie die meisten Daedalic-Adventures wird mir das auch eher nicht im Gedächtnis bleiben.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 31. Jan 2026, 15:13

Call of Duty: Ghosts: Ok, mal wieder ein kurzes, schnelles Call of Duty. Ghosts spielt in einer neuen, fiktiven nahen Zukunft Amerikas. Die USA sind nur noch ein Rumpfgebilde, eine Federation im süd- und mittelamerikanischen Raum hat eine Übermacht an Ressourcen und ist technologisch mindestens ebenbürtig. Ein Sabotageakt mittels einer Raketenstation im All hat mehrere amerikanische Städte zerstört und es wären noch mehr zerstört worden, wenn man als Spieler im Austronautenanzug nicht die Odin-Station selbst noch rechtzeitig zerstört hätte. Das ist dann der ziemlich spektakuläre Auftakt, der mal wieder megakurzen Kampagne. Die Story wird später etwas persönlicher und manchmal hatte ich das Gefühl, der Konflikt existiert nur, weil zwei Soldaten einen persönlichen Rachefeldzug gegeneinander führen wollten. Am Ende ist das aber nur Kulisse für jede Menge recht unterschiedlicher Missionen, mal hektisch, mal mit ruhigem Schleichen, immer wieder in unterschiedlichen Settings. Ghosts ist immer noch solide unter den damaligen Call of Dutys, aber ich fand es nicht mehr so spannend und aufregend wie die drei Modern Warfares oder die ersten beiden Black Ops.

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