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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 5. Mai 2024, 16:55

Zwei kostenlose Spiele, auf die ich über Buried Treasure gestoßen bin:

Sheepy: A Short Adventure ist ein Platformer, der zum Glück nicht übermäßig anspruchsvoll ist, so dass auch ein Grobmotoriker wie ich gut durchkommen kann. Grafik, Musik und Gameplay sind alle top. Einige Passagen fand ich sogar so toll, dass ich sie zu den Highlights unter derartigen Spielen zählen würde.

20 Small Mazes ist ein Puzzle-Spiel mit 20 Leveln, in denen man eine Kugel durch einen Irrgarten ins Ziel führen muss. Allerdings besitzt jedes dieser Rätsel eine ganz eigene Mechanik, die man erst einmal ergründen muss. Klasse!

Für beide Spiele habe ich ca. 1,5h gebraucht. Erstaunlich, dass sie umsonst sind, denn selbst für 5€ wären sie noch überdurchschnittlich gut.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 5. Mai 2024, 18:45

Saints Row IV: Re-Elected durchgespielt, mein zweites Saints Row und ich denke, dabei wird es auch bleiben. Das ist alles ganz nett gemacht, spielerisch aber einfach an keiner Stelle herausragend. Die Spielwelt ist annähernd dieselbe wie in Teil 3, Steelport wird von den Saints Rows unsicher gemacht, diesmal eben in einer Simulation und nicht im virtuell-echten Steelport. Es gibt zwar dafür auch Sonderfunktionen, wie durch die Luft gleiten, über Häuser zu springen oder superschnell die Straßen entlang zu rennen, ähnlich wie Superman, ansonsten ist der Rest genauso wie im Vorgänger. Selbst die meisten Minispiel, die man zwischendurch machen kann, sind genauso wie im Vorgänger… Klar, es gibt auch Neues, aber das wiederum nicht unbedingt gelungen, sehr nervig fand ich die Alien-Konstruktionen, die weit in den Himmel ragen. Dort sollen die höchsten Punkte erklommen werden, dann gilt die Aufgabe als abgehakt. Zum Glück gab es da nur ein paar. Tja, und ansonsten gewinnt die Handlung und die Missionen auch keinen Blumentopf, Blödelhandlung, Blödelsprüche, meistens einfallslose Missionen. Klar, ich baller da tatsächlich gerne rum und das rummst auch ganz ordentlich. Aber originell wirkt das alles auf mich nicht. Eher wie ein erneuter Aufguss. Ähnlich wie Teil 3 ist Teil 4 mal OK zu spielen, es ist nicht per se schlecht, aber eben auch nicht wirklich richtig gut. Für mich genügt das dann erst mal mit der Saints Row-Serie und ich glaube mehr muss ich mir da nicht geben.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 19. Mai 2024, 14:13

Orcs Must Die! 3 ist genau das gleiche wie seine beiden Vorgänger. Ich könnte nicht einmal sagen, ob sich hier überhaupt etwas geändert hat. Man baut also wie gehabt in der 3rd-Person-Perspektive seine Tower-Defense-Fallen und kämpft dann auch aktiv mit, um die Ork-Horden aufzuhalten. Das ist wieder sehr nett, kommt für mich aber nicht an reine TD à la Defense Grid heran. 7/10
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 25. Mai 2024, 09:16

Cozy Space Survivors ist ein Vampire-Survivors-Klon, in dem man halt in einem Raumschiff unterwegs ist. Das Spiel ist auf eine kurze Spielzeit ausgelegt, ein Run dauert 10min, in 2h hat man alles gesehen, was es zu sehen gibt. Das hätte gerne auch noch mehr von allem sein können, aber für die 3€ kann man sich natürlich nicht beklagen. Auf Steam steht es bei 99%, ich fand es sehr nett und dafür gibts eine 7/10.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 26. Mai 2024, 12:28

Castlevania: Lords of Shadow - Mirror of Fate HD
In Castlevania kämpft man ja meistens als ein Mitglied der Familie Belmont gegen Dracula. Lords of Shadow war ein Reboot, das die Ursprünge dieser Fehde zeigte und der Ableger Mirror of Fate schließt daran an. Er erschien noch vor Lords of Shadow 2 zuerst für 3DS, dann als HD-Version für andere Systeme. Hier wird mal wieder das klassische Metroidvania-Prinzip aus der Seitenperspektive genutzt - allerdings werden immer wieder dynamische Kamerawinkel eingestreut, da merkt man, dass das auf 3D ausgelegt war. Technisch reißt das natürlich keine Bäume mehr aus, die unterschiedlichen Bereiche des Schlosses sind aber stimmungsvoll gestaltet. Übrigens spielt man nacheinander gleich drei bekannte, jedoch neu interpretierte Castlevania-Helden: Simon und Trevor Belmont sowie Alucard. Da die jeweils in ihrem eigenen Gebiet unterwegs sind und eigene Fähigkeiten lernen, fällt das recht linear aus. Backtracking ist meist optional und manche Fähigkeiten werden nur an einer Stelle zum Weiterkommen benötigt - sie sind dann aber immer auch im Kampf nützlich. Gekämpft wird viel und regelmäßig treten auch Bosse auf. Da sich das Kampfsystem am großen Bruder orientiert, der wiederum an das ursprüngliche God of War angelehnt war, macht das zum Glück viel Spaß. Den Schwierigkeitsgrad fand ich angenehm fordernd, ohne zu frustrieren. Auch ein paar interessante Rätsel gibt es. Leider aber auch nervige Stellen und QTEs, aber insgesamt waren das 11 fesselnde Stunden in Draculas Schloss. 8.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 1. Jun 2024, 11:45

Warhammer 40.000: Dawn of War 3
Das erste Dawn of War gehört zu meinen liebsten Echtzeitstrategiespielen, mit Teil 2 konnte ich nicht so viel anfangen. Teil 3 geht zum Glück wieder zu den Wurzeln zurück: Basisbau, Infanterie-Squads und Fahrzeuge, Ressourcengewinnung durch Erobern von wichtigen Punkten. Spielbar sind Space Marines, Eldar und Orks und erstmals in der Reihe sogar alle in der Kampagne des Grundspiels - glücklicherweise, denn Add-Ons wurden wegen zu geringer Verkaufszahlen gestrichen. Neu sind die sogenannten Elites, also Heldeneinheiten, die an Warcraft 3 erinnern. Das können Einzelcharaktere sein oder auch besondere Squads, pro Mission hat man bis zu drei dabei, die in der Kampagne teilweise vorgegeben sind. Natürlich gibt's auch Missionen, in denen man nur mit den Elites und vielleicht noch ein paar normalen Einheiten unterwegs ist. Übrigens spielt man die drei Völker nicht nacheinander, sondern abwechselnd - das wurde oft kritisiert, ich fand's aber gar nicht störend. Wäre schlimmer gewesen, wenn ich öfter hintereinander nur die Eldar hätte spielen müssen, mit denen kam ich nicht so zurecht und ihre Charaktere waren nervig. So war es auch eine Eldar-Mission (insgesamt Nr. 13 von 17) für die ich auf den einfachen Schwierigkeitsgrad schalten musste, um sie zu schaffen. Die weiteren danach gingen dann wieder auf Normal. Am besten gefielen mir wieder mal die Orks mit ihren Haudrauf-Humor.
So sehr ich das W40k-Szenario mag, die Stories in diesen Spielen sind meist uninteressant: Die drei Kontrahenten kommen auf einem Planeten zusammen, um irgendein mystischen Artefakt für sich zu beanspruchen. Gähn! Leider ist das nicht mal spektakulär inszeniert. Die Sprachausgabe ist soweit gut, aber zu sehen gibt es nur Standbilder oder Spielgrafik. Meilenweit entfernt von Starcraft 2 oder auch Grey Goo. Aber gespielt hab ich's gern und auch beendet. Technisch fielen ein paar kleine Macken auf, aber nichts ernsthaftes. Schade, dass es so gefloppt ist, die Versorgung mit Erweiterungen war bei den Vorgängern ja vorbildlich und ein neues Volk wurde am Ende auch schon angeteasert. Also ich gebe eine 8.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 10. Jun 2024, 21:22

Ich wusste ja vorher schon, dass Midnight Suns geschwätzig ist, aber meine Güte, ist das Spiel geschwätzig. Obwohl ich direkt der Hauptquest folge und gar nicht erst irgendwelche nicht notwendigen Gespräche führe, habe ich von bisher 2,5h gefühlt nur 1h mit Kämpfen verbracht. Immerhin sind die richtig schön. Schon ähnlich zu XCom, allerdings auf Basis eines Deckbuilder-Systems und ich liebe nunmal Deckbuilder. Alleine aus diesem Grund werde ich es weiterspielen, aber an XCom wird es definitiv nicht rankommen.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 16. Jun 2024, 18:37

Boah, das Spiel macht mich wahnsinnig. Außerhalb der Kämpfe ist es dermaßen misslungen, dass ich es kaum fassen kann, wie es von der Spielepresse mehr oder weniger gut bewertet werden konnte. Man nehme z.B. RPS:
It's a better superhero game than it is strategy game, but if you're a fan of the MCU, Marvel's Midnight Suns is absolutely essential. Not only is this an ambitious tactics RPG that captures the fast, frothy fun of its comic book source material, but it's also a brilliant marriage of Into The Breach's intellectual conundrums and the turn-stretching power fantasy of Gears Tactics. The best Marvel game by a country mile.

:irre: Also ich hatte mir von einem Marvel-Spiel etwas anderes erwartet als z.B. eine Storyline, in der ein schüchterner Blade in Captain Marvel verknallt ist und einen Buchclub gründet, um ihr näher zu kommen. Oder dass man durch die Welt läuft und unzählige Ressourcen sammelt, um damit in Crafting-System A andere Ressourcen zu craften, mit denen man wiederum in Crafting-System B andere Dinge craften kann. Das alles, um im Kampf minimal verbesserte Karten zu besitzen.

Firaxis hat hier sichtbar erheblich mehr Geld reingesteckt als in die XComs und es ist einfach völlig zum Fenster rausgeworfen. Dass das Spiel zu einem Flop wurde, wundert mich jedenfalls überhaupt nicht.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 18. Jun 2024, 08:28

Bei Jörg, dem alten Feldherren und Comic-Veräcghter, klang das damals ganz anders. ;-)
Angemacht haben mich an Midnight Suns zu 95% die Kämpfe, speziell einige sehr schöne Hauptmissionen – und das ist dann doch ein bisschen zu wenig für einen Eintritt in meine persönliche Spitzenliga. Denn Story und der ganze Abtei-Krempel ließen mich weitgehend kalt.
[...]
Der ganze Part in der Abtei bewegt sich auf dem Niveau einer Teenager-Vorabendserie. Wenn ihr übernatürliche Kräfte im Schul- oder Uni-Campus-Ambiente wollt, guckt doch gleich Harry Potter, oder, Tipp, die neue Netflix-Serie Wednesday! Aber dieses Zeittotschlagen mit emotional rückständigen Superhelden, die sich allen Ernstes mit Buchclubs und Ihr-missversteht-mich-Quatsch beschäftigen, während draußen die Welt untergeht, ertrage ich einfach nicht – zu repetitiv die langweiligen Klick-Aktionen, zu nichtssagend die Gespräche, zu blass die Charaktere.

Aber was soll's: Mittlerweile klicke ich mich in Rekordzeit durch das ganze sinnlose Geschwätz durch, meine Quality Time stecke ich in die Kartendecks (leider gibt es sonst so gut wie kein Inventar- oder Ausrüstungsmanagement oder Helden-Ausbau) und vor allem in die Kämpfe. [...] Von Xcom 2 aber ist Midnight Suns qualitativ weit entfernt – und zwar nicht nur, weil es bei der Marvel-Lizentruppe keinen Permadeath gibt.


Eine recht gute Wertung gab's dann aber dennoch. Den fehlenden Permadeath empfinde ich ja eher als Vorteil, selbst gespielt habe ich aber noch nicht. Hab mir das für die Zeit ums Jahrensende vorgemerkt, im Moment fehlt mir die Zeit für so etwas.
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 18. Jun 2024, 15:19

Ja, da kann ich Jörg kaum widersprechen ;) Nur lande ich halt nicht bei einer 8, sondern bestenfalls bei einer 6-7, weil man eben nur 1/3 seiner Zeit mit den tollen Kämpfen verbringt.

Noch so was idiotisches: Ich sollte für eine Art Beschwörung 10x, 10y und 40z sammeln. Ich hatte die Sachen nicht beisammen und was passiert dann? "Macht nichts, es geht auch ohne" :arg:
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Sa, 6. Jul 2024, 20:46

Nun denn, Marvel's Midnight Suns: Großartige Deckbuilder-Kämpfe à la Slay the Spire, gepaart mit sehr viel langweiligem Gequatsche und reichlich überflüssigem Rumgelaufe, Ressourcen-Sammeln und Craften. Das hätte ein echt tolles Spiel sein können, denn das Kampfsystem gefällt mir sogar noch besser als bei XCom, dazu gibt es als Bonus noch ein Dutzend bekannte Superhelden. Doch man bekommt es letzten Endes nur mit 20 Story-Missionen zu tun, die in ca. 15h erledigt sind. Und die restlichen 45h bestehen größtenteils aus uninteressantem Füller-Material sowie Dialogen und Gameplay, die ich teils einfach nur ätzend fand. Schwierig da eine Bewertung zu finden, aber da ich es in seinen guten Momenten richtig gut fand, gibts noch eine 7/10.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Fr, 12. Jul 2024, 16:18

In der letzten Zeit habe ich Diablo ein bisschen in der Hölle eingeheizt und gleich drei Diablo-Spiele am Stück durchgeklickt. :twisted: Ich brauche ne neue Maus.

Zunächst wäre da Diablo II Resurrected: Das habe ich mir in einem Sale letztens zugelegt, seit Erscheinen damals hatte ich das nie wieder gespielt, damals war ich eher nicht angetan. Die Resurrected-Fassung ist in erster Linie ein Remaster, ähnlich dem ersten Starcraft, das vor allem an moderne Grafikauflösungen und Technik angepasst ist, inhaltlich gibt es keine Veränderungen. Heutzutage hat das ein bisschen eine sperrige Bedienung, aber nachdem ich rausgefunden hatte, wie man dauerhaftes Rennen anschaltet und die Map in die linke Bildschirmhälfte legt, ging es besser von der Hand. Es gibt ein ganz paar Unzulänglichkeiten in der Sterbemechanik, so muss man waffen- und mittellos zu seiner Leiche zurücklaufen, um die sich noch massig Monster scharen, erst mal da ran kommen und sich dann wieder neu bewaffnen. Das hat mich gerade am Ende schon ab und an ein paar Versuche gekostet, bis es geklappt hat. Und ich hatte immer wieder Verbindungsverluste zum Server, womit das frisch freigespielte Gebiet futsch war, einmal ist mit das direkt vor dem Diablo-Endgegner passiert.

Aber was soll ich sagen, anders als vor rund 20 Jahren hat es durchaus Spaß gemacht, ich habe mich mit meinem Paladin zwar grandios verskillt, weshalb ich es irgendwann noch mal spielen will, aber das simple Spielprinzip ist einfach unverwüstlich. Und so meditativ. :angel: Ebenfalls erstmals habe ich das Addon Lords of Destruction gespielt. Atmosphärisch ist das insgesamt schon gut, das zieht einen einfach in den Bann.


Dann bin ich eine Runde durch die aktuelle Season von Diablo III, diesmal mit einem Barbar, gleich auf dem Expert-Schwierigkeitsgrad. Am Anfang war das vielleicht ein bisschen schwierig, aber spätestens nachdem ich die erste epische Waffe hatte, war es kein Problem mehr, sich durch die Gegnermeuten zu schlagen.


Und dann bin ich bei Diablo IV schwach geworden. Das habe ich eigentlich letztes Jahr schon angefangen, aber nach dem ersten Akt zur Seite gelegt. Vieles ist anders, das Spielprinzip aber natürlich dasselbe. Diablo IV ist größer, hat eine offene Welt, die sich in fünf Akte einteilt. Überall gibt es Städte und Siedlungen, große Dungeons, kurze Kellerdungeons, Events, Side Quests, Strongholds und natürlich die Main Quests zur Story. Das ist schon enorm umfangreich. Das Skillsystem ist speziell und ich bin nicht sicher, ob ich das vollständig verstanden habe. Bis ca. Level 50 wird normal anhand eines Skilltrees aufgelevelt. Dann gibt es Paragonpunkte, die auf speziellen Paragonboards verteilt werden. In der Landschaft findet man noch Altare, die eine Stärke, Intelligenz und Co. bringen. Und die Ausrüstung lässt sich mit Aspecten und Affixen ausstatten, die es nach erfolgreich absolvierten Dungeons gibt. All das spielt in den Character-Build rein. Das ist kompliziert… Am Ende in den beiden Anfangs-Schwierigkeitsstufen aber alles machbar, auch ohne dass man perfekt aufgeskillt ist. Während der Kampagne leveln Gegner genauso mit, wie man selbst. Abgesehen vom Anfang hatte ich selbst auf der zweiten Schwierigkeitsstufe keinerlei Probleme. Die dritte Schwierigkeitsstufe wird erst nach erfolgreich absolvierter Kampagne freigeschaltet.

Mit dem Endgame habe ich mich nur wenig beschäftigt. Die Aufgaben sehen originell aus, sind am Ende aber auch ein Grind, denn es geht immer wieder in Dungeons hinein. Irgendwann schaue ich mir das noch mal weiter an, da habe ich erst mal aufgehört.

Das Spiel ist ansonsten enorm umfangreich, im ersten Akt habe ich noch alles gemacht und war am Ende auf Level 50 und damit fast dem Maximum des Skilltrees. Dort habe ich noch alle Dungeons und einen Großteil der Side Quests gemacht. Das habe ich dann für die restlichen Akte sein gelassen und bin nur noch in die Dungeons rein, die mit Quests verbunden waren oder die eine besonderen Aspect für meinen Barbaren gebracht haben. Mit dem Barbaren habe ich auch einen ganz vernünftigen Build hinbekommen. Während es mir in Diablo III nicht so richtig gelingt, einen Charge-Barbaren zu spielen, läuft das in Diablo IV dagegen ausgezeichnet. Hier springe ich vollgeladen in Gegnermeuten rein, die augenblicklich fallen. Das ist unheimlich befriedigend. :twisted: :twisted: Ansonsten ist die Spielwelt klassisch unterteilt in Schneelandschaften, Sumpf, Wüste usw. Das ganze Spiel versprüht dabei einen subtilen Horror, ob das jetzt besondere Gegenden, mancherlei eklige Monsterbrut ist oder die Dungeons selbst sind. Die ganze Spielwelt ist verdammt düster angehaucht. Damit hebt es sich schon klar vom comichaft-bunten Vorgänger ab. Die Bossgegner sind dagegen etwas einfallsloser, da war in Diablo III mehr Schmackes los. Was mir an Diablo III ebenfalls besser gefallen hat, war die Story und das ganze Lore, was einem geboten wird. Die Story in Diablo IV ist zwar nicht schlecht, aber ich fand sie weitaus weniger ansprechend als im Vorgänger. Alles fast schon ein bisschen esoterisch. Schicke Rendersequenzen nach jedem Akt wie noch im Vorgänger gibt es nicht mehr. Es gibt aber durchaus ein paar atmosphärisch dichte Quests, gerade gegen Ende hin, keine Frage. Aber es gibt auch viele Quests, vor allem bei den Side Quests, die nach dem Schema „Hole XY-Gegenstände“, „Töte soundsoviele Gegner“, „Sammle dies und jenes“ laufen.

Diablo IV hat das nach wie vor unverwüstliche Spielprinzip, aber aus meiner Sicht ist es trotz oder vielleicht wegen des Open World-Ansatzes, den ich ja gar nicht mal schlecht finde, nicht übermäßig besonders. Es ist kein schlechtes Spiel, es ist aus meiner Sicht auch vernünftig weiterentwickelt, aber es ist kein besonderes Spiel, sondern eher mal etwas für nebenbei. Irgendwann wird es bei mir jedenfalls mal wieder dran sein, vielleicht sogar schon zum Addon.

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