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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 3. Mai 2022, 20:11

Deadlight: Alle Spiele fangen mit „D“ an, jedenfalls bei mir in letzter Zeit. Deadlight ist wieder ein kurzweiliges Spiel, ein Side-Scroller nach einer Zombie-Apokalypse in den 1980er Jahren und man kämpft sich durch eine zerstörte amerikanische Stadt, muss viel springen, klettern, hin und wieder gegen Zombies kämpfen und selten ein paar Umgebungsrätsel lesen. Atmosphärisch ist das alles gut gemacht. Das geht auch schön flüssig von der Hand und spielt sich wirklich gut. Allerdings gibt es in der zweiten Hälfte doch ein paar fiese Stellen, die ich erst nach zehn- oder zwanzig Mal wiederholen geschafft habe, und bei denen auch die Savepoints nicht allzu fair gesetzt sind. Aber am Ende war’s alles machbar, nach wenigen Stunden war ich durch.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Di, 3. Mai 2022, 22:34

thwidra hat geschrieben:
Alle Spiele fangen mit „D“ an, jedenfalls bei mir in letzter Zeit.

Du gehst deinen Pile of Shame alphabetisch durch? ;)
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 4. Mai 2022, 19:09

Ist echt Zufall und hat sich einfach seit einem Monat so ergeben. Als nächstes ist Darksiders dran, was danach kommt weiß ich noch nicht.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 11. Mai 2022, 09:13

Typoman ist ein Puzzle-Platformer, in dem sich alles um das Bilden von Wörtern dreht. Sogar die Spielfigur ist aus den Buchstaben HERO zusammengesetzt, Gegner dagegen aus Begriffen wie HATE und DOOM. Überall stehen Buchstaben herum, aus denen man simple englische Begriffe bildet, die die Umwelt beeinflussen. ON schaltet Geräte ein, OPEN öffnet Türen, RAISE hebt Plattformen an usw. Das ist manchmal ganz schön knifflig, ich habe aber alle Rätsel irgendwann gelöst gekregt und fand es oft recht erhellend, endlich das richtige Wort gefunden zu haben. Die Sprungpassagen sind dagegen etwas träge und oft nervig. An manchen Stellen bin ich häufig gestorben und der Respawn dauert einen Tick zu lange. Die Story wird ironischerweise ohne Worte erzählt und bleibt eher vage.
Trotz der coolen Idee ging das dann doch ncoht über ein "ganz nett" hinaus, ist aber auch vorbei, bevor es sich zu sehr ausreizt. 7.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Fr, 13. Mai 2022, 14:03

Ganon hat geschrieben:
Marvel's Guardians of the Galaxy von Square Enix und Eidos Montréal basiert wie das Avengers-Spiel vom selben Publisher nicht auf den Filmen, sondern auf einer eigenen Interpretation der Comics. Dabei ist einiges sehr ähnlich wie im MCU, manches aber auch komplett anders. War Avengers noch ein Online-Service-Coop-Grindfest (ich hatte da ein Beta-Wochenende gespielt und das hat mir gereicht), bietet Guardians ein lineares Singleplayer-Abenteuer. Man steuert ausschließlich Star-Lord aus der Third Person, ist aber fast immer gemeinsam mit Gamora, Drax, Rocket und Groot unterwegs. In Gefechten kämpfen die automatisch mit, Spezialangriffe (bis zu vier pro Person) werden aber nur auf Befehl ausgelöst. Man selbst ballert mit den Blastern rum, die auch noch nach und nach vier Spezialschüsse bekommen - und auch Star-Lord hat vier aktive Fähigkeiten, das wird alles im Laufe der Kampagne freigeschaltet. Auch bei den Rätseln gibt man den Gefährten Befehle, um ihre besonderen Stärken ausnutzen, oder benutzt die Elementarblaster. Das macht alles durchaus Spaß, die Kämpfe können allerdings auch recht unübersichtlich und hektisch werden.
Allerdings machen Kämpfe und Rätsel über weite Strecken gefühlt nur ein Drittel der 20stündigen Kampagne aus. Den Rest der Zeit läuft man über Planetenoberflächen oder Raumstationen und wohnt den Gesprächen der Guardians bei, an denen man sich auch immer wieder mit Dialogoptionen beteiligt. Oder man ist zwischen den Missionen auf der Milano und führt dort Gespräche mit der Crew, durch die ihre Hintergrundgeschichten vertieft werden, also wie bei Mass Effect. Oder man guckt einfach nur Zwischensequenzen, in denen man auch mal eine Dialogoption wählen oder eine andere Entscheidung treffen darf, die sich gelegentlich auswirken, ohne aber wirklich die Story zu beeinflussen. Also im Grunde kommt es dann wie ein Telltale-Spiel daher. Aber das schon echt hochwertig. Die Grafik ist richtig toll, trotz leichtem Comicanstrich sind die Gesichter sehr detailliiert und ausdrucksstark. Die Sprecher bringen auch alles super rüber und die Charaktere sind toll ausgearbeitet. Die Story ist im Kern spannend, aber etwas in die Länge gezogen. Die Mischung aus Humor und Emotion, die die Filme so gut hinkriegen, ist auch hier sehr stark. Ich musste zwar nicht ständig lachen, aber doch immer wieder mal. Es wird aber auch extrem viel gequatscht. Wenn man durch die Level läuft, haben die Guardians ständig etwas zu erzählen, kabbeln sich oder erzählen von ihrer Vergangenheit. Immer wieder passend zur jeweiligen Situation und ohne, dass siech jemals etwas wiederholt. Manchmal nervt es, aber rein von der Logistik, das alles zu schreiben, aufzunehmen und zu programmieren, ist es äußerst beeindruckend.
Dasselbe Attribut geht auch an den Soundtrack, wie in den Filmen wurde einiges an Rock und Pop der 70er und 80er aufgefahren, von Mötley Crüe bis Rick Astley gibt es viel Bekanntes und Kultiges. Dazu kommen noch eigens für das Spiel aufgenommene Songs der fiktiven 80er-Band Star-Lord (deren Logo Peter Quill auf der Jacke trägt und nach denen er sich wohl benannt hat).
Mein Problem damit war nur, dass ich ein Action-Adventure erwartet und einen interaktiven Film bekommen habe - und das Prinzip funktioniert in dem Umfang für mich nicht so gut. Auch wenn die Story und die Charakterzeichnung wirklich starke Momente haben. Aber leider war auch das, was an Gameplay da war, zwar solide und passend zur Lizenz umgesetzt, aber auch keine wirkliche Offenbarung.
Lobend erwähnen möchte ich noch die Optionsvielfalt. Allein wie die Untertitel für optimale Lesbarkeit angepasst werden können, ist sehr vorbildlich. Und im Accessibility-Menü können neben Optionen für verschiedene Farbsehschwächen auch die überflüssigen QTEs auf Autowin gestellt werden. Punktabzug gibt's aber für die Steuerung am PC mit Maus und Tastatur. Nicht nur ist die vor allem bei der Auswahl der Spezialangriffe in den Kämpfen ein bisschen hakelig, sie funktionierte bei mir schlicht oft nicht richtig. Das Spiel reagierte immer wieder nicht auf meine Tastendrücke. Da stürze ich regelmäßig in Abgründe, weil der Doppelsprung nicht klappt, oder ich hämmere mehrmals auf der Taste rum, bis das Menü geöffnet wird. Das war wirklich sehr nervig. Scheint aber nicht bei jedem aufzutreten, ich habe sonst keine Beschwerden in der Hinsicht mitbekommen. Man könnte natürlich auch mit Gamepad spielen, will ich aber nicht.
Damit lande ich bei einer Wertung von 7.5
Für viele war es der Hit des Jahres. Nun ja, es war ein schwaches Jahr...

Also das mit dem interaktiven Film kann ich nicht nachvollziehen. Für mich haben die Kämpfe nicht gefühlt 1/3 der Kampagne ausgemacht, sondern eher 2/3 und damit viel zu viel. Einigen wir uns auf 50% ;) Ich konnte am Tag nur eine Mission spielen, da es mich richtig angeödet hat, dass sich immer Kampf an Kampf gereiht haben. Ich wünschte es wäre mehr in Richtung Telltale-Spiel gegangen und man hätte das ganze um 10h belangloser Kämpferei gekürzt. Denn der Rest hat mir schon gut gefallen: Die Schauwerte des Spiels sind wirklich enorm, die Charaktere super getroffen, die Locations sehr fantasievoll. Zudem waren Story und Humor gelungen. Deswegen gibts noch eine 7/10.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Fr, 13. Mai 2022, 15:18

Cloud hat geschrieben:
Ganon hat geschrieben:
Ich konnte am Tag nur eine Mission spielen, da es mich richtig angeödet hat, dass sich immer Kampf an Kampf gereiht haben.

Aber das war doch nur im letzten Kapitel so. Meistens lagen zwischen den Kämpfen eigentlich immer längere Passagen, in denen man nur rumgelaufen ist. Die Kämpfe an sich waren natürlich teils recht langatmig.
Ist das im Gamepass oder hast du auf Steam gespielt? Wie lief bei dir die Steuerung?
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Fr, 13. Mai 2022, 18:07

Ja, da war zwischendurch immer eine Rutschpassage oder ein wenig Lauferei mit einem "Rätsel", aber hinter der nächsten Ecke hat unweigerlich die nächste Arena gelauert. Der Weg zum Finale war natürlich die Krönung, dafür habe ich drei oder vier Sitzungen gebraucht, auch wenn es an sich nur eine Stunde war.

Gamepass. Habs mit Gamepad gespielt, was perfekt funktioniert hat.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Fr, 13. Mai 2022, 19:27

Ok, dachte ich mir schon. ich versuche immer herauszufinden, ob Andere die gleichen Probleme bei der Steuerung hatten wie ich. Aber jeder, den ich frage, hat es mit Gamepad gespielt, was offenbar einwandfrei funktioniert. :lol:
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Do, 19. Mai 2022, 19:50

Vampire Survivors ist mit Sicherheit der größte Indie-Hit der letzten Zeit: Knapp 100.000 Reviews auf Steam (was an die 5 Mio Verkäufe bedeutet) bei einer Wertung von 98%. Dabei hatte es im Dezember noch einen Tagespeak von 12 Spielern, im Januar waren es dann schon über 50.000 :irre:

Das Spielprinzip ist extrem simpel: Man läuft in einer ziemlich hässlichen 2D-Grafik durch die Gegend und schießt dabei automatisch (selbst zielen muss man nicht) auf die Gegner, die stupide auf einen zulaufen. Man sammelt XP, bei einem Levelaufstieg kann man ein Upgrade wählen (bessere oder zusätzliche Waffen etc).

Anfangs ist es noch ziemlich gemächlich und die meisten Runs sind auch schnell vorbei. Doch irgendwann hat man dann mal eine Kombi gefunden, mit der man sich nur noch so durch die Gegnerhorden mäht und der Bildschirm ist ein einziges Effektfeuerwerk. Das ist schon ziemlich geil.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 22. Mai 2022, 22:00

Cloud hat geschrieben:
Vampire Survivors ist mit Sicherheit der größte Indie-Hit der letzten Zeit: Knapp 100.000 Reviews auf Steam (was an die 5 Mio Verkäufe bedeutet) bei einer Wertung von 98%. Dabei hatte es im Dezember noch einen Tagespeak von 12 Spielern, im Januar waren es dann schon über 50.000 :irre:

Das Spielprinzip ist extrem simpel: Man läuft in einer ziemlich hässlichen 2D-Grafik durch die Gegend und schießt dabei automatisch (selbst zielen muss man nicht) auf die Gegner, die stupide auf einen zulaufen. Man sammelt XP, bei einem Levelaufstieg kann man ein Upgrade wählen (bessere oder zusätzliche Waffen etc).

Anfangs ist es noch ziemlich gemächlich und die meisten Runs sind auch schnell vorbei. Doch irgendwann hat man dann mal eine Kombi gefunden, mit der man sich nur noch so durch die Gegnerhorden mäht und der Bildschirm ist ein einziges Effektfeuerwerk. Das ist schon ziemlich geil.

Heinrich hat davon mal bei den Spieleveteranen erzählt, ansonsten ist dieser Hype bisher an mir vorbeigegangen. Die Beschreibung holt mich auch nicht unbedingt ab...

Für zwischendurch spiele ich in letzter Zeit gelegentlich Splitgate. Das ist ein klassischer Arena-Shooter, der auch vom optischen Stil her an UT oder Q3A erinnert. Es ist aber nicht komplett oldschool, sondern nutzt auch moderne Elemente wie Autoheal etc. Und es ist natürlich ein F2P-Spiel, so dass man über Challenges oder eine Battle Pass ständig irgendwas freischaltet, was man aber auch direkt kaufen könnte. Das ist aber nur optischer Kram wie Skins, man kann sich also keine Vorteile erkaufen. Die größte Besonderheit ist, dass man neben den üblichen Waffen (die leider etwas einfallslos sind) auch eine Portal Gun eingebaut hat. Auf bestimmten Flächen in den Levels lassen sich also die namensgebenden Tore erzeugen, die wirklich genau wie in Valves Portal funktionieren. Man kann auch die der Gegner und Teamkameraden nutzen, aber nur durch die eigenen hindurchsehen. Durchschießen geht natürlich auch. Da sind schon witzige Aktionen möglich. Zusammen mit dem Jetpack, das jeder Spieler außerdem hat, kann man sich so auch sehr fix über die Maps bewegen.
Die Aufmachung ist bunt und gefällig, nur alles etwas generisch, ohne eigenen Charakter. Aber das Gameplay funktioniert schon echt gut, offiziell ist es trotzdem noch in der Open Beta. Ein paar mehr Maps könnte es geben, an Spielmodi mangelt es aber nicht, da gibt's sehr abwechslungsreiche Varianten - mir gefallen zwar nicht alle, aber die kann man beim Matchmaking einfach abwählen. Die Wartezeit kann dann allerdings etwas länger werden.
Es fesselt mich nun nicht gerade hunderte Stunden, aber macht mir schon mehr Spaß als etwa Quake Champions. Meistens arbeite ich zwar doch lieber an meinem Backlog von Singleplayer-Spielen, aber ab und zu macht mir das richtig Spaß. Meine Wertung steht aktuell bei 7.5
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 30. Mai 2022, 10:06

Ring Fit Adventure ist eine ziemlich geniale Idee von Nintendo auf der Switch. Zum Lieferumfang gehört der RingCon, ein ringförmiger Spezialcontroller, an den der eine Joy-Con angeschlossen wird. Darüber werden Position und Bewegung des Controllers getrackt, außerdem registriert er, wenn man ihn zusammendrückt oder auseinanderzieht. Dazu gibt's einen Beingurt, in den der andere Joy-Con gesteckt wird, so dass auch Beinbewegungen verfolgt werden.
Das Spiel selbst ist eine Art stark vereinfachtes JRPG. Man bewegt sich auf festen Bahnen durch eine Fantasy-Welt, indem man tatsächlich auf der Stelle läuft oder andere Bewegungen macht (wer hätte gedacht, dass ich mal so viele Kniebeugen mache). In den rundenweisen Kämpfen gegen eher niedliche Monster wählt man seine Angriffe in Form von Fitness- und Yoga-Übungen, deren korrekte Ausführung Schaden am Gegner verursacht. Zur Abwehr feindlicher Angriffe muss man den Bauch anspannen. Die Präsentation ist selbst für Nintendo-Verhältnisse simpel, die Story erst recht, es werden ständig dieselben Level recyclet... Aber wirklich schlimm ist das nicht. Das Spiel schafft es erstmals, mich über einen längeren Zeitraum zu halbwegs regelmäßigem, zusätzlichen Sport neben meinem Karate-Training zweimal die Woche zu motivieren. Ende Dezember habe ich damit angefangen, jetzt habe ich die Story-Kampagne durch - natürlich gibt es immer noch reichlich Dinge zu tun. Mein Switch-Profil zeigt knapp 70 Stunden Gesamtspielzeit an, die Anzeige im Spiel ca. 30,5 Stunden tatsächliche Trainingszeit. Im Schnitt habe ich etwa dreimal die Woche für eine Stunde am Tag gespielt. Es ist halt einerseits Sport, andererseits zocken, denn es macht echt Spaß und hat diese RPG-Motivationsspirale. Ich werde wohl dennoch jetzt eine Pause einlegen und das Wetter für Aktivitäten im Freien nutzen, aber das waren sicher nicht meine letzten Stunden in Ring Fit Adventure.
Neben Zelda & Co. sind solche Ideen der Grund, warum Nintendo einfach der beste Konsolenhersteller ist. 8.5
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mi, 1. Jun 2022, 17:50

Quantum Break
Ein typisches Remedy-Spiel: Third Person Shooter mit einigen Besonderheiten und starkem Story-Fokus. Die Zeitmanipulationsfähigkeiten des Helden sind diesmal sogar Teil der spannenden Sci-Fi-Story. Der cineastische bzw. TV-serienartige Ansatz von Max Payne und Alan Wake wurde hier auf die Spitze getrieben: Alle Charaktere sind von teils recht bekannten Schauspielern dargestellt, sowohl als 3D-Modelle mit erstaunlich gelungenen Gesichtern in der Spielgrafik, als auch in insgesamt vier je 20-minütigen Realfilm-Episoden zwischen des spielbaren Kapiteln. Alles sehr ordentlich inszeniert, die Geschichte ist gelungen, wenn auch letztendlich aus bekannten Zeitreise-Versatzstücken zusammengebaut. Auch in den spielbaren Abschnitten gibt es sehr viele Zwischensequenzen und Dialoge, man muss sich schon darauf einlassen, auch mal eine Stunde zu spielen, ohne dass es richtige Action gibt. Zu viel wurde es mir dadurch, dass es zusätzlich noch etliches zu lesen gibt, wenn man sich alle Emails und Dokumente in der Spielwelt und die Dossiers im Menü ansieht. Das habe ich recht schnell nur noch überflogen oder gar nicht angeguckt.
Die Shooterpassagen sind deckungsbasiert, aber durch die coolen Fähigkeiten recht dynamisch. Ich muss aber sagen, die simple Eleganz von Max Payne, das mit Bullet Time und Shootdodge auskam, erreicht Quantum Break mit wesentlich mehr Spezialkram immer noch nicht. Besser als bei Alan Wake sind sie Ballereien aber allemal. Die Steuerung fand ich manchmal etwas hakelig, wenn die Spielfigur sich an Deckung schmiegen möchte, obwohl ich eigentlich schnell wegrennen will. Das Ende war leider spielerisch und von der Story her eher ein Schwachpunkt. Trotzdem tendiere ich zu einer Wertung von 8.0
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 26. Jun 2022, 14:18

Also Darksiders ist ja durchaus ein gutes Spiel, aber ich fand es ganz schön zäh und habe es aufgrund eines Bugs jetzt irgendwo im letzten Viertel abgebrochen. Darksiders ist eine Mischung aus God of War und Tomb Raider in einem halb höllen-, halb erdenmäßigen Setting. Die Menschheit hat’s nicht geschafft, dafür springen jede Menge Ungetüme durch die Gegend. Das heißt, so viele sind das gar nicht, denn die Kämpfe laufen immer nur in Wellen ab, bei denen eine Handvoll Gegner reinportiert werden. Der Rest sind ganz viele Umgebungsrätsel, die man lösen muss, um weiterzukommen. Spätere Levels sind vergleichsweise riesig und komplex, das ist wirklich gut gemacht. Leider habe ich die Story nicht wirklich verstanden, hat mich aber auch nicht so richtig gejuckt. Mir haben die minutenlangen Kämpfe gegen ein paar Gegner nicht allzu viel Spaß gemacht, die Umgebungsrätsel ziehen sich auch ordentlich hin und nehmen ein bisschen Tempo raus. Gegen Ende muss ich einen Beam durch Portale zu einem gefangenen Engel steuern, leider öffnet sich über der Brücke immer nur ein Ausgangsportal, wo der Strahl natürlich nicht rein geht und weshalb sich die Tür nicht öffnet… In Youtube-Videos ist das immer anders zu sehen. Das Internet hilft mir auch nicht wirklich weiter, weshalb ich das jetzt zur Seite lege. Wie gesagt, kein schlechtes Spiel, aber es ist nicht mein Fall, weshalb ich mir auch die Fortsetzungen schenken werde.
 
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

Mo, 27. Jun 2022, 21:20

Eigentlich ist es eine Mischung aus God of War und Zelda. ;-) Das Prinzip, dass man in einem Dungeon ein bestimmtes Item bekommt und das dann für die Rätsel und den Boss braucht, wurde daraus direkt übernommen. Mir hat die Mischung damals gefallen, aber wenn es dir bis dahin nicht so viel Spaß gemacht hat, kannst du dir die Nachfolger sparen. Den zweiten habe ich mittendrin abgebrochen, da wurde eine langweilige Open World und ein starker Fokus auf massenhaft Loot aufgesetzt. Den dritten habe ich gar nicht gespielt.

Als nächstes Spiel auf der Switch geplant hatte ich Mario + Rabbids: Kingdom Battle. Das ist eine ziemlich abgefahrene Mischung. Nicht nur, weil da die verrückten Ubisoft-Karnickel ins Pilzkönigreich einfallen und auf Mario & Co. treffen, das ist auch in einem unerwarteten Genre umgesetzt. Der Entwickler bezeichnet es als "Tactical Adventure". Es gibt vier Mario-Charaktere und ihre Rabbid-Doppelgänger (schaltet man im Laufe der Kampagne frei), aus denen man sich drei Charaktere auswählt. Mit denen läuft man durch die Landschaft und löst Rätsel, um neue Wege zu eröffnen. Bei Feindkontakt kommt es zu einem Rundentaktik-Gefecht im Stil der XCOM-Spiele von Firaxis. Das ist schon sehr schräg, mit Mario und Luigi in Deckung zu hechten und mit Schusswaffen auf bunt verkleidete Rabbids zu ballern. Aber davon abgesehen hatte ich mir davon einigen Spielspaß versprochen. Denn eigentlich fand ich ja XCOM sehr gut, ich kam nur mit dem Permadeath und dem gnadenlosen Schwierigkeitsgrad nicht klar. Das gibt's hier nicht, gefallene Charaktere stehen nach der Schlacht mit minimalen Hitpoints wieder auf und wenn alle am Boden sind, startet man halt neu. Aber irgendwie packt es mich nicht, auch wenn ich nicht so richtig beschreiben kann, warum. Ich mag den Humor, die Steuerung mit Gamepad funktioniert gut, aber das eigentliche Gameplay will mich nicht fesseln. Nach fünf Stunden war ich beim Zwischenboss in der Mitte der zweiten Welt, dort habe ich fürs Erste abgebrochen.

Dafür spiele ich jetzt Batman: Arkham Knight am PC und frage mich, warum ich so lange damit gewartet habe. Der letzte Teil der Reihe ist mindestens genauso fantastisch wie die Vorgänger und macht mir großen Spaß. Mehr dazu, wenn ich durch bin. Muss mich ein wenig beeilen, denn im August kommt endlich die PC-Version von Spider-Man von Sony/Insomniac Games. :-)
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Re: Spiele, für die sich ein eigener Thread nicht lohnt

So, 10. Jul 2022, 20:55

Spec Ops: The Line: Auch ein kurzweiliger Shooter nicht ganz im Stil von Call of Duty, aber durchaus ähnlich. Am Anfang habe ich mich mit dem Spiel schwergetan und es nach ein paar Levels für mehrere Wochen zur Seite gelegt. Gegnerwelle um Gegnerwelle und gefühlt kein Vorankommen… Ich habe es dann doch noch mal probiert und nach dem ersten Drittel zieht die Story doch ganz schön an, wird spannend, konfliktreich und durchaus dramatisch. Das hat mich dann in den Bann gezogen, die Kulisse eines halb von Sand bedeckten Dubai ist ebenfalls ganz ansehnlich. Spielerisch ist Spec Ops: The Line bei weitem nicht so abwechslungsreich wie ein typisches Call of Duty, man muss sich halt Stück für Stück durch Gegnerwellen kämpfen. Dafür nimmt die Story ordentlich an Fahrt auf, auch wenn es nahezu eine 1zu1-Kopie von Heart of Darkness bzw. Apocalypse Now ist, der Name des Antagonisten entspricht gleich einmal dem Autoren von Heart of Darkness. Das Ende hat einen etwas schrägen Twist wie ich finde. Insgesamt ein ordentliches Spiel, was ich in der zweiten Hälfte doch gern gespielt habe. Ob ich mir das Spiel aber jemals wieder ansehe, da bin ich nicht sicher.

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