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thwidra
Licht des Forums
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Test: Half-Life 2

Mo, 20. Dez 2004, 00:11

Oki, soweit geschrieben alles... :) Ich bitte um Korrekturen, Ergänzungen und Verbesserungswünsche. Und um Dirty Harrys Meinungskasten.


In der HTML-Version fehlen noch Bilder, ist also nur eine Beta. Bilder mache ich morgen, auch für den Text zu Steam.
http://520057619029-0001.bei.t-online.d ... hl201.html

Der Text zu Steam ist sehr lang geworden. :oops: Da ich gestern die neue Gamestar erhalten habe und dort in einem Bericht über Steam teilweise echter Mist drin stand, hab ich mich entschieden, da noch diesen Kasten rein zu machen. Speziell für den Text sind trotzdem gerne Ergänzungen willkommen. Ich möchte den Text aber möglichst neutral halten.


Wegen der Collector's Edition hab ich mich entschieden ..., naja lest einfach selbst.

Für unsere Wertungs-Fetischisten: Für Half-Life 2 haben mir Dirty Harry, tafkag und Ganon Wertungen geschickt, zusammen mit meiner ergibt das tatsächlich 90. Brav! :)
Für die anderen beiden Spiele hab ich mir den Spruch einfallen lassen. Wenn ihr aber auf Wertungen besteht, können wir das genauso mit dem Durchschnitt machen. Da ich in der Source-Engine keine Verbesserung für den Spielgehalt von Half-Life sehe, kann dann jeder eine Wertungsvorstellung für HL abgeben, der das möchte, und wenn das mit dem Durchschnitt angewandt werden soll. Nur für einen zweiten Meinungskasten sollte sich jemand hergeben, der auch die Source-Version gespielt hat (Ganon, hast du schon angespielt und möchtest noch?)
Auch wer Counter-Strike: Source angespielt hat, kann mir Meinungskasten und Wertungsvorstellung zukommen lassen.
Meine Vorstellung für Half-Life: Source ist eine 85 und für Counter-Strike: Source eine 75.

Unter dem Link liegt die Word-Version, wer diese gerne korrigieren möchte, ist kein Problem. Einfach die falsch geschrieben Wörter rot markieren, und mir dann zukommen lassen. Ich gleiche das dann ab.
http://520057619029-0001.bei.t-online.d ... fe%202.doc

Alternativ hier halt Fehler quoten.


Hoffe, der Text macht ein bißchen Spaß zu lesen. :)

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Nur wenige Spiele schaffen es, im Vorfeld schon so zu polarisieren, wie es bei Half-Life 2 geschehen ist. Nach langer Wartzeit ist nun der vermeintliche Ausnahme-Shooter erschienen und wir konnten die Collector’s Edition testen. Außerdem klären wir Sie über die Internet-Aktivierung und das ominöse Steam auf.

Shooter für Einsteiger und Fortgeschrittene

HALF-LIFE 2


ENTWICKLER: Valve
VERTRIEB: Valve/Vivendi
TESTVERSION: Collector’s Edition
SPRACHE: Deutsch/Englisch
MULTIPLAYER: -
INTERNET: www.half-life2.com
HARDWARE, MINIMUM: 1,2 GHz-CPU, 256 MB RAM, DirectX 7.0-fähige Grafikkarte 4,7 GB HD, 56.6K-Modem
HARDWARE, OPTIMUM: 3,2 GHz-CPU, 1 GB RAM, DirectX 9.0-fähige Grafikkarte mit 256 MB RAM, 6,6 GB HD, Breitband

Um den Anspruch, den sich die Programmierer von Valve an Half-Life 2 gestellt haben, zu verstehen, muss man sein Augenmerk auf den Vorgänger von 1998 richten. Der versetzte damals sowohl Spieler als auch Kritiker in höchstes Entzücken, wurde in den schillerndsten Tönen gelobt und gewann eine Vielzahl von Preisen. Valve ging es nun nicht einfach nur darum, diesen Erfolg zu wiederholen, stattdessen setzten sie sich das Ziel, Half-Life 2 zum besten Spiel überhaupt zu machen.
Half-Life beeindruckte vor allem durch die tugendhafte Präsentation der Story, die vollständig vor dem Auge des Spielers ablief. Auf handlungsantreibende Zwischensequenzen verzichtete Half-Life vollständig, stattdessen wurden alle Ereignisse, dank exzessivem Skripting, ins Betrachterfeld der Spielfigur Gordon Freeman gerückt. In dessen Rolle erleben Sie nun im zweiten Teil eine ähnliche aberwitzige Achterbahnfahrt, die sich zu einem abenteuerlichen und höchst abwechslungsreichen Actionfeuerwerk der Superlative aufschwingt. Was Half-Life 2 Ihnen auf Augen und Ohren drückt, macht es durchaus zu dem mitreißenden Ausnahme-Shooter, den man sich erwarten konnte. Allerdings ist nicht jede vollmundig gemachte Versprechung seitens Valve wirklich gut umgesetzt, was doch etwas arg böse am gesetzten Anspruch und der Erwartungshaltung kratzt. Doch alles der Reihe nach...

Aller Anfang ist... intuitiv und spannungsgeladen
Gordons Reise in der Welt von Half-Life 2 beginnt in einem Zugwagon, der just die Endstation in City 17 erreicht. Zuvor hielt ihm der mysteriöse G-Man eine noch mysteriösere Ansprache, um ihn auf seinem bevorstehenden Weg vorzubereiten. Am Bahnsteig macht Gordon als erstes die Bekanntschaft einer fliegenden Überwachungskamera, die sein Konterfei aufnimmt und ein Vorbote einer unheiligen Welt wird. Und tatsächlich werden Sie von einer großen Videoleinwand vom ehemaligen Black Mesa-Leiter Dr. Breen empfangen, der eine einlullende Ansprache über City 17 hält und ihre „Gönner“, die außerirdischen Combine-Besatzer, erwähnt. Spätestens hier sind Sie garantiert der Meinung, dass an der Sache etwas ganz gewaltig in den Himmel stinkt. Gleichsam am Bahnhof sieht man einen Combine-Polizisten einen Gepäckwagenschieber mit dem Elektro-Stab bedrohen und schikanieren, ebenso wird Gordon selbst argwöhnisch im Auge der anderen Polizisten behalten. Auch andere Passanten kuschen lieber aus Angst vor Gordon weg oder flüstern ihm höchstens kurze Sätze zu, die nur bruchstückhaft einen Sinn ergeben. Gordons Ankunft in einer der letzten menschlichen Enklaven löst im Folgenden schließlich eine Kettenreaktion an revolutionären Ereignissen aus, welche City 17 nicht unbeträchtlich verändern wird.
Der Anfang und der anschließende kurze Stadtrundgang zeigen Gordon immense Polizeipräsenz, jede Menge fremdartige Überwachsgerätschaft, äußerst schwer bewaffnete Fahrzeuge und zahlreiche unterdrückte Menschen, die lieber keinem Polizisten zu nahe kommen wollen und sich so koscher verhalten, wie dafür notwendig. So wird der Spieler Stück für Stück in eine Welt der totalen Überwachung eingeführt, angesichts deren realistischen und überzeugenden Präsentation George Orwell vermutlich ein kleines makaberes Freudentränchen abdrücken würde.
Es dauert nicht lange und Gordon steht ganz schnell im Mittelpunkt des Geschehens. Am Anfang bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Beine in die Hand zu nehmen, um den Combines zu entgehen. Der Fluchtweg wird Ihnen dabei vom Spiel so geschickt vorgegeben, dass Sie ganz intuitiv den richtigen Weg einschlagen und in panikartiger Hektikstimmung, die Polizisten Ihnen dicht auf den Fersen, die Flucht ergreifen werden. Lautstarker Tumult in der gefräßigen Polizistenmeute, fiepsende Überwachsungskameras, ein heranschwirrender Hubschrauber und Ihnen um die Ohren pfeifende Pistolenschüsse tun ihr übriges, um schwer an Ihrem flatternden Nervenkostüm zu zerren.
Ähnlich vielfältige Sinneseindrücke dürfen Sie sich auch für viele weitere Actionszenen im Verlauf des Spiels vorstellen. Doch so richtig beginnt Gordon seine Hatz durch über zehn umfangreiche Level erst nach einem Treffen mit seinem alten Mentor Dr. Kleiner, mit Kumpel Barney, beides ehemalige Mitarbeiter aus Black Mesa, und der hübschen Alyx. Hier wird Gordon nach einem missglücktem aber filmreif in Szene gesetztem Teleporter-Experiment erst einmal erklärt, was er zu tun hat.
Vorneweg lässt sich allerdings sagen, dass die Story von Half-Life 2 nie über ihr banales Niveau hinauskommt, Sie erfahren in aller Regel nur das notwendigste, Hintergrundinformationen über die Welt der Combines bleiben aus. Sie erfahren auch nicht, was mit Gordon seit Teil 1 passiert ist und auch sonst bleiben viele Fragen offen. Dementsprechend benötigen Sie auch keine Vorkenntnisse aus Teil 1. Trotzdem ist es nicht so, dass gar nichts passiert. Storyhäppchen bleiben zwar selten und immer auf einfachstem Niveau, dafür sind sie Half-Life-typisch sehr originell in Szene gesetzt.

Tolle neue Welt
Was einem als erstes beim Spielen mit auffällt, ist die neue Source-Engine, auf der Half-Life 2 aufbaut. Genretypisch bietet sie nicht nur gute Grafik, die vom Niveau her durchaus Anschluss an die Engines von Far Cry und Doom 3 findet. Auch bietet sie gegenüber anderen Spielen eine enorm erweiterte Physik-Engine, mit der sich viele Objekte realistisch simuliert bewegen, wenn sie einen Impuls erhalten. Das erlaubt nicht nur lustige Spielereien mit herumliegenden Objekten, sondern bietet auch die Möglichkeit zu einigen Rätseln, in denen mehrere Objekte korrekt kombiniert werden müssen. Auch Objekte unter Beschuss oder Explosionseinwirkung fetzen auf realistisch aussehenden Flugbahnen durch die Luft.
Ein grenzgenialer Einfall ist die Gravity Gun, die Gordon etwas später bekommt und mit der er alle Objekte beliebig manipulieren kann. Die Gravity Gun zieht Objekte an, welche sich dann davon schleudern lassen. Im Ravenholm-Level liegende Kreissägeblätter lassen sich so als tödliche Geschosse verwenden. Gordon hat dadurch bei den meisten Feinden im wahrsten Sinne des Wortes nur noch geteilte Sorgen. Aber auch Kisten lassen sich mit der Gravity Gun stapeln oder explosive Fässer auf Feinde schleudern.
Auch grafisch lässt die Source-Engine durch manche Elemente die Muskeln spielen und ist in diesen wegweisend. Neben spitzenmäßig aussehenden Glas-, Lupen- und vor allem Wasser- und Spiegeleffekten, die sich hinter Far Cry nicht zu verstecken brauchen, sind es die Gesichtsanimationen der Charaktere, die sehr glaubwürdig ihre Stimmung darstellen. Zahlreiche Gesichtsmuskeln sorgen dafür, dass auch die Sprachausgabe in jeder Lokalisation lippensynchron ist, also dynamisch an die Lokalisation angepasst ist.
Insgesamt kann die Grafik nicht ganz mit der von Doom 3 oder Far Cry mithalten, besonders was Licht- und Schatteneffekte betrifft, allerdings ist sie nur einen unerheblichen Tick schlechter, da die Spielwelt natürlich trotzdem sehr gut aussieht. Dafür ist nicht unbedingt ein High-End-Rechner nötig, um Half-Life 2 noch flüssig spielen zu können. Auch auf Mittelklasse-System läuft Half-Life 2 angenehm schnell und sieht immer noch ganz gut aus. In den vollen Genuss aller Effekte kommen Sie aber nur mit einer DirectX 9-Grafikkarte.

Schwer beeindruckende Action
Im Laufe des Spiels legt sich Gordon einiges an Waffenwerk zu, um effektvoll die Reihen der Gegner zu lichten. Das geht los bei der einfachen Brechstange, über Pistole, Revolver, MG und Schrotflinte bis hin zu Panzerfaust und Granate. Neben der bereits erwähnten Gravity Gun ist die Panzerfaust mit ihrem Laserpointer ein interessantes Gerät. Da Gordon es im Spiel gleich mehrfach mit schwer gepanzerten und äußerst wendigen Gunship-Helikoptern zu tun bekommt, bringt es nichts, die Rakete einfach schnurstracks auf das Ziel abzufeuern. Die Gunships sind in der Luft so beweglich, dass sie sich ganz schnell auf den anschwirrende Liebesgruß einstellen und diesen postwendend wieder vom Himmel pusten. Da müssen Sie die Rakete erst einmal so in die Luft feuern und dann die schießwütige Hummel mit schlenkervollen Bewegungen des Laserpointer anvisieren, um einen folgenschweren Treffer zu landen. Da die Rakete versucht, die Bewegungen des Laserpointer zu folgen, ist sie durchaus auf nett anzuschauenden Flugbahnen unterwegs.
Sehr originell ist auch eine Art Insekten-Kapsel, die Sie später erhalten, um eine Gruppe Antlions zu kommandieren. Wird ein Gegner mit der Kapsel beworfen, geht diese kaputt und ein Schwarm lästiges Ungeziefer lässt den Gegner seine Aufgabe gänzlich vergessen. Eigentlich könnte man hier schon etwas Mitleid empfinden, wenn die geplatzte Kapsel nicht erst recht die Antlions anlocken würden, die den um sich schlagenden Gegner den Garaus machen.
Alle Waffen machen einen sehr ausgewogenen und abwechslungsreichen Eindruck und haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Gerade in der zweiten Hälfte des Spiel, wo schon mal ganze Gegnerhorden angepoltert kommen und Ihnen ans Schlawittchen wollen, müssen Sie sich schon recht flink überlegen, welche Waffe Sie am wirksamsten einsetzen können. Viel Zeit bleibt Ihnen für diese Überlegung nicht unbedingt, wenn Sie möglichst unbeschadet überleben wollen, ansonsten stehen die Gegner plötzlich neben Ihrer Deckung und kennen keine Gnade mehr.
Neben den bekannten Haedcrabbs aus Teil 1, die sich am liebsten an Gordons Skalp festbeißen wollen, treten auch wieder die durch Haedcrabbs mutierten Menschen als Gegner auf. Neu dabei sind Combine-Polizisten und –Soldaten, die ähnlich den Commandos in Teil 1 agieren, sowie kleineres fliegendes Gerät, dass mitunter höchst lästig sein kann. Mit diesen Typen und ihren zahlreichen Varianten bekommen Sie es am häufigsten in Half-Life 2 zu tun. Neben den Gunships werden Sie schließlich auch von riesigen dreibeinigen Roboter-Kämpfern, sogenannte Strider, beharkt. Nur mehrere liebevolle Streicheleinheiten aus der Panzerfaust werden ihre Wirkung auf diese erzielen.
In Sachen Actionszenen und Leveldesign setzt Half-Life 2 die Meßlatte hier ein gutes Stück nach oben. Während in den Levels in Doom 3 gediegene Langweile und gähnende Eintönigkeit herrschte, bietet Half-Life 2 dagegen die pure Abwechslung. Keine Szene spielt sich absolut gleich und die strikte Linearität der Levels wird mit rasanter Action, unterschiedlichen Schauplätzen und kleineren Rätseln so geschickt kaschiert, dass man gar nicht so recht auf die Idee kommen mag, sich in Osterstimmung zu versetzen und abseits des vorgegebenen Weges nach spielerischer Freiheit zu suchen.
Einiges an Zeit verbringen Sie mit der Flucht auf dem Hovercraft und heizen damit durch eine riesige Kanalisation. Unterwegs müssen Sie drei gut bewachte Schleusentore öffnen. Geradezu idealtypisch reizen die Designer hier jede potentielle Möglichkeit aus, Gordon in unterschiedlichsten Formen in Kämpfe zu verwickeln. Nie werden alle drei Schleusentore schließlich durch simplen Knopfdruck geöffnet, bei allen passiert etwas anderes. Ebenso sieht es mit der Fahrt auf dem Wasser und durch die Kanalisation aus. Gelegentliche Sprünge über Schanzen und Hindernisse wiederholen sich nicht in ein und derselben Weise.
Abwechslung im Spieldesign hat sich Half-Life 2 ganz groß auf die Fahne geschrieben. Der ganze Weg bis zum Ende ist konsequent originell durchkonzipiert und bietet sowohl von den Schauplätzen als auch den Actionszenen zahlreiche pulssteigernde Highlights, die es von der Wirkung her locker mit jedem guten Actionfilm aufnehmen können.

Mein Schwein pfeift
Seinen Teil zum treibenden Spielrhytmus trägt auch die komplette Soundkulisse bei. Waffensounds, Explosionen und daher geschleuderte Objekte haben alle satte Sounds spendiert bekommen, die einem vor allem mit einer 5.1-Soundanlage durch Mark und Bein dringen werden. Gerade Bässe und Subwoofer werden Überstunden schieben, wenn Gefechtsfeuer losgeht oder eine Granate in unmittelbarer Nähe in den Bretterverschlag rummst. Ist die Granate tatsächlich zu Nahe an Gordon hoch gegangen, erlebt er einen kleinen Hörsturz und alle Geräusche werden von einem Ohrpfeifen verschluckt. Lustig: die Explosion einer mit der Gravity Gun ins Meer geschleuderten Magnetmine wummert auch noch in beträchtlicher Entfernung.
Nur spärlich setzt Half-Life 2 richtige Musik ein, diese rockt dafür bei besonderen Actionszenen umso eindringlicher, so dass man sich am liebsten für diese Szenen mit einer cooler Sonnenbrille vor den PC setzen möchte. Was Half-Life 2 einem in solchen Szenen dann bietet, würde einem erst mal verwundert die Augen reiben lassen, hätte man nicht alle Hände voll zu tun, um sein virtuelles Leben zu kämpfen.
Heulende Alarmsirenen, städtische Lautsprecheransagen oder glasklarer Polizeifunk tun zusätzlich ihre Wirkung, um das Überwachungsszenario zu vermitteln. In der deutschen Synchronisation ist diese Sprachausgabe sowie die der meisten Charaktere ganz passabel gelungen. Nur wenige deutsche Sprecher passen gar nicht und verursachen, speziell im Falle des G-Man, eher ein so peinliches Entsetzen, dass sich einem die Zehennägel aufrollen werden. Richtig gut klingt die Sprachausgabe allerdings nur im englischen Original.

Gibt’s denn auch was zu kritisieren?
Das gibt es allerdings, doch bei alle Kritik muss vorneweg gesagt werden, dass sich diese nur auf hohem Niveau bewegt. Gerade bei dem Anspruch, den Half-Life 2 auch an sich selbst legt, fallen einzelne Punkte dafür umso stärker auf. Glücklicherweise fallen mehrere Punkte nur unerheblich ins spielerische Gewicht, bis auf die Künstliche Intelligenz, die sich scheinbar auf einer ganz anderen Hochzeit feiert. Denn was in Half-Life 2 teilweise an KI geboten wird, ist recht erbärmlich. Angreifende Gegner setzen ja durchaus noch alles daran, den Spieler in die Mangel zu nehmen. Im Team rücken die Combines alle Deckung ausnutzend konsequent auf den Spieler zu und wenn Sie nicht aufpassen, dann lugt der erste Gegner schon um die Ecke, während Sie noch an anderer Stelle seine Kameraden durch Beschuss in Deckung zwingen. Erkennen die gegnerischen Soldaten, dass Sie sich verschanzt haben, dürfen Sie auch ganz schnell mit dem Anblick einer gut gezielten Granate vor Ihren Füssen rechnen. Nur manchmal scheint die Gegner-KI völlig auszusetzen. Dann scheint ein Soldat sich nur kurz für Gordon zu interessieren, während Gordon diesen unter Beschuss nimmt, er sich bei Gordons Flucht zurück in Deckung aber wieder völlig von ihm abwendet. Der Soldat steht anschließend stumpfsinnig im Raum und scheint gar nicht zu realisieren, dass er gleich alles Zeitliche segnen wird.
Zum Glück treten solche Stellen nur selten auf, ganz im Gegensatz zu den Teamkameraden, die sich Gordon im späteren Verlauf anschließen. Diese scheinen komplett in geistigen Ketten zu liegen, haben wahrscheinlich ein paar Ansprachen von Dr. Breen zuviel gehört und sich zu lange zu koscher verhalten, um noch eigenständig denken und handeln zu können. Immerhin treffen sie im Gefecht ihr Ziel, aber da sie quasi wie Kletten an Gordon kleben, werden die Kameraden sehr schnell zum feindlichen Kanonenfutter. Gerade wenn Gordon zum Beispiel in einem Hauseingang in Deckung geht, nur herausspringt, um zu feuern, dann bleibt es unklar, warum die Mitstreiter nicht ebenfalls in Deckung gehen und stattdessen im Hauseingang stehen bleiben. Ähnliches passiert bei feindlichen Scharfschützen: da wird Gordon von einem sich anschließenden Revolutionskämpfer vor der neuen Gefahr gewarnt und sprintet nun von Deckung zu Deckung in Richtung des Scharfschützen, derselbe Kämpfer aber bleibt Gordon trotz Kommando so ungünstig auf den Fersen und partout neben der Deckungsmöglichkeit, dass er ebenso recht schnell den Weg alles Irdischen gehen wird. Auf die eigenen Teamkameraden brauchen Sie getrost keine Rücksicht zu nehmen, anstehende Aufgaben können und müssen Sie sogar ganz alleine lösen.
Neben der mangelhaften bis nicht vorhandenen Hintergrundstory und der mittelmäßigen deutschen Synchronisation lassen sich danach höchstens noch die Schwierigkeitsgrade als Kritikpunkte anführen. Zwar sind sie alle gut ausgewogen und Half-Life 2 wird mit zunehmenden Verlauf immer schwieriger zu bewältigen, aber insgesamt sind sie zu leicht eingestellt. Wenn Sie nicht gerade zum ersten mal einen Ego-Shooter spielen, werden Sie auf „Einfach“ oder „Normal“ keine Probleme haben, sich bis zum Ende durchzukämpfen. Als fortgeschrittener Spieler sollten Sie am besten gleich von Anfang an auf „Hart“ stellen, und selbst hier wird das Spiel erst in der zweiten Hälfte richtig haarig und zur Zitterpartie wider dem virtuellen Ableben. Immerhin lässt sich der Schwierigkeitsgrad aber jederzeit umstellen. Unterscheiden tun sich die Schwierigkeitsgrade nur in weniger Hinsicht: im leichten Grad verkraften die Gegner viel weniger Beschuss und der Computer hilft Ihnen noch beim Zielen.

Fazit
Alles in allen ist Half-Life 2 trotz Kritikpunkten ein rundum gelungenes Spiel, dass sehr viel Spaß macht. Gerade die Kritikpunkte werden zu guten Teilen durch das abwechslungsreiche Level- und Spieldesign wieder aufgewogen. In dieser Hinsicht kann sich Half-Life 2 auch ganz groß brüsten, dermaßen viel Abwechslung werden Sie so in noch keinem Shooter gesehen haben. Ähnliches gilt für die Spielwelt, sowohl was die Physik betrifft, als auch das prima umgesetzte und inszenierte Szenario. Minutenlange Actionszenen, mit Ihnen als interaktiven Mittelpunkt sind schlichtweg ganz großes Kino und vermitteln einen bleibenden intensiven Eindruck, so dass Sie sich ärgern werden, wenn schon der Abspann über den Bildschirm flimmert. (wi)

Meinung: THWIDRA (5 Sterne)
Ohne Zweifel schlägt Half-Life 2 meines Erachtens mit einem richtig lauten Knall in den Reihen aller Ego-Shooter auf und schubst gleich mal meine bisherigen Favoriten vom Thron. Dank spielerisch enorm gehaltvoller Abwechslung, brillianter Inszenierung der Spielwelt und fordernder Gefechte, jedenfalls im höchsten Schwierigkeitsgrad, lagen meine Nerven nicht nur einmal blank und meine häuslichen Vorräte an Beruhigungstee waren schon nach der Hälfte des Spiels aufgebraucht. Ganz ehrlich, was Half-Life 2 in dieser Hinsicht bietet, ist bis dato einmalig, nach bestandener Überlebensposse werden Ihnen Ihr Herz und Ihre Lungen dankbar sein, wenn Sie erst mal still das Erlebte und alle Aufregung verarbeiten.
An diesem Punkt stört mich eigentlich nur eine Sache enorm: die mangelnde Team-KI, die so gar nicht zum tollen Rest des Spiels passen will. Dass sich meine Leute dümmer als Bohnenstroh verhalten, stößt bisweilen doch sauer auf. Etwas schade finde ich auch die mangelhafte Story, während des Spiels ist sie zwar soweit in Ordnung, wenn auch viel zu banal und einfach gestrickt. Das Ende beschwört in mir aber doch ärgerliche Erinnerungen an die letzte AkteX-Staffel oder die beiden Matrix-Fortsetzungen herauf: sinnlos, verworren, unverständlich und ohne Antworten. Immerhin spielt sich Half-Life 2 auch ohne Story klasse und diese stört nicht wie in so manch anderem Spiel. Für Half-Life 3 wünsche ich mir eigentlich nur, dass es bald erscheint. Vor dessen Erscheinen werde ich jedenfalls rechtzeitig auf entkoffeinierten Kaffee umsteigen und mir eine Europalette Nerventee bestellen.


Werungskasten: HALF-LIFE 2

Pro:
- Abwechslung pur
- tolle Spielwelt
- super Präsentation
- Gravity Gun

Contra:
- miese KI

Grafik: 80
Sound: 90
Einstieg: 100
Komplexität: 90
Steuerung: 90
Multiplayer: -

Spielspaß: 90


Kasten: FAKTEN
15 Kapitel/Level
10 Waffen
16 Gegnertypen
3 Schwierigkeitsgrade
2 Fahrzeuge


Kasten: MULTIPLAYER & UPDATES
Half-Life 2 liegt von Haus aus kein Multiplayer-Modus bei, ebenso wurden alle Multiplayer-Möglichkeiten aus Half-Life: Source entfernt, die es ursprünglich im ersten Teil gab. Als Multiplayer-Modus dient das eigenständige Counter-Strike: Source, welches jeder Verkaufsversion von Half-Life 2 beiliegt. Trotzdem haben die Entwickler wenige Tage nach dem Release die Mod Half-Life 2: Deathmatch zur Verfügung gestellt, dessen 30 MB sich über Steam herunter laden lassen.
Über Steam sind nun ebenso bereits einige Updates erschienen, die z.B. bei Ladenkäufern die DVD-Abfrage beim Spielstart abstellt. Hauptsächlich beziehen sich die Updates aber auf das SDK und das Dedicated Server-Programm, welche sich ebenso extra über Steam herunter laden lassen.
Alles weitere zu Steam und Counter-Strike erfahren Sie auf den folgenden Seiten.


Meinung: GANON2000 (5 Sterne)
Also gut, es gibt ein paar Dinge, die man an Half-Life 2 bemängeln kann. Endlos respawnende Gegner an manchen Stellen müssten wirklich nicht sein. Außerdem wären mir mehr unterschiedliche Alien-Arten lieber gewesen, statt fast immer gegen die humanoiden Combine zu kämpfen. Teil 1 bot da eine ausgewogenere Mischung. Abgesehen davon ist Half-Life 2 König der Abwechslung im Genre. Ständig pendelt man zwischen grundsätzlich unterschiedlichen, toll designten Schauplätzen, fährt ab und zu Fahrzeuge und löst spaßige Physik-Rätsel, die endlich mal etwas anderes sind als immer nur jeden Schalter zu drücken, den man sieht. Kein anderes Spiel hat die Physik-Engine bisher so gut ins Gameplay eingefügt. Vor allem natürlich durch die Gravity Gun, die dringend benötigte neue Impulse ins Shooter-Geschehen einbringt (ähnlich wie Laserschwert und Machtfähigkeiten in der Jedi Knight-Reihe). Dass die restlichen Waffen Standardware sind, fällt da kaum noch auf. Der Zuckerguss auf der Spielspaß-Torte ist die Grafik. In keinem Spiel habe ich bisher so lebensechte Gesichter gesehen. Insbesondere die Mimik ist fantastisch. Ebenfalls traumhaft finde ich die Wasseroberflächen. Ich war allerdings schon immer ein Fan von solchen Effekten.

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POWERED BY STEAM

Ohne Steam läuft nichts. Auch ohne Internetanschluss startet Half-Life 2 nicht. Mit Steam liegt Half-Life 2 ein kleines Kontrollprogramm bei, welches unabdingbar nötig ist. Trotz seltsamen Verhaltens von Steam ist dieses Programm aber auch eine nützliche Idee.


Um Half-Life 2 spielen zu können, wird zwingend eine Internetverbindung sowie das Programm Steam vorausgesetzt. Ohne Aktivierung über’s Internet nach der Installation verweigert das Spiel komplett den Start. Die Aktivierung wird dabei aber nicht mittels einer simplen Key-Abfrage abgewickelt, sondern dafür wird das eigenständige Programm Steam installiert.
Steam ist Valves ambitioniertes Projekt, um neue Vertriebswege über das Internet direkt von der Entwicklerschmiede zum Spieler zu erschließen. Mit Kreditkarte und hohem Trafficlimit ausgestattet lassen sich alle Valve-Spiele direkt bestellen, sofort runter laden und anschließend spielen. Gleichzeitig dient Steam als Kopierschutz für die Spiele von Valve, als optionale Update-Plattform und zur Multiplayer-Koordination. Um Valve-Spiele spielen zu können, muss jedes mal Steam gestartet werden. Eine Ausnahme bilden hier nur ältere Spiele von Valve, die Sie noch nicht über Steam aktiviert haben und die somit noch ohne Steam laufen. Allerdings sollten Sie aufpassen, dass Steam diese nicht „aus Versehen“ findet und an Ihren Steam-Account koppelt, wenn Sie ein älteres Valve-Spiel installiert haben.

Steam als Vertriebsplattform
Nur über Steam lassen sich die Bronze-, Silber- oder Gold-Versionen von Half-Life 2 bestellen. Diese sind alle unterschiedlich ausgestattet. Bei keiner der drei Steam-Versionen bekommen Sie eine DVD zugeschickt, alle Daten müssen Sie von Valves Steam-Servern laden. Bei zwei GB aufwärts je Angebot ist dies hierzulande kein Pappenstil. Während die Bronze-Version nur Half-Life 2 und Counter-Strike: Source enthält, gibt es in der Silber-Edition immerhin Half-Life 1: Source und Day of Defeat: Source dazu. Die Gold-Edition enthält zusätzliche Goodies, unter anderem den Soundtrack. Im Laden lässt sich nur die Bronze-Edition auf DVD kaufen, sowie eine spezielle Collector’s Edition, die in Europa in einer schicken Metall-Box daherkommt und der Silber-Edition entspricht. Sie enthält neben der DVD nur zusätzlich ein T-Shirt und ein kleines ca. 100 Seiten dickes Heft mit Auszügen aus dem Strategy Guide und dem Making of-Buch Half Life: Raising the Bar. Nur Day of Defeat: Source liegt dieser Collector’s Edition nicht bei, selbiges ist bislang auch nicht erschienen und wird für die Silber- und Gold-Version noch nachgereicht. Auf ein Handbuch verzichtet Valve übrigens vollständig. Nicht dass es für Half-Life 2 unbedingt notwendig wäre, eine umfangreiches Troubleshoting für Steam wäre aber durchaus angebracht gewesen. Stattdessen wird man hier im Problemfall nur auf eine teure 0190er Support-Hotline verwiesen, deren Support naturgemäß stark angezweifelt werden darf.

Steam und Half-Life 2
Nach der Installation von Half-Life 2 installiert und öffnet sich Steam, aktualisiert sich eine Weile über das Internet und Sie müssen schließlich für einen Steam-Account einen Nicknamen, E-Mail und ein beliebiges Passwort angeben. Anschließend wird nach dem Half-Life 2-Key gefragt. Je nach Internet-Anschluss werden dann einige Zeit Daten herunter geladen und die Half-Life 2-Dateien verifiziert. Wie viel an Daten während der Verifizierung exakt runter geladen werden, zeigt Steam nicht an, mit rund 20 MB ist insgesamt, sowohl was die Aktualisierung von Steam als auch von Half-Life 2 betrifft, aber zu rechnen. Im Test hat die Verifizierung mit einem einfachen T-DSL-Anschluss 10 Minuten gedauert, die gesamte Installation inklusive Steam war in 20 Minuten erledigt. Modem- und ISDN-Besitzer sollten sich aber auf eine deutlich längere Zeit einstellen. Vorsicht ist auch bei der Spracheinstellung geboten. Haben Sie die nur in englisch vorliegende Collector’s Edition gekauft, Steam aber auf Deutsch eingestellt, wird zusätzlich bei T-DSL-Verbindung eine Stunde lang die deutsche Synchronisation herunter geladen. Durch die Änderung der Spracheinstellung in Steam lässt sich übrigens jede Lokalisation herunter laden und spielen und ist unabhängig von der gekauften Edition.
Beachten sollten Sie, dass bei der Installation von Steam die Festplatte nach vorhandenen Valve-Spielen durchsucht wird. So kann es passieren, dass eine ältere Installation von z.B. Half-Life 1 gefunden wird und dieses an Steam gekoppelt wird. Dort sollten sie genau aufpassen und es Steam untersagen, die Festplatte zu durchsuchen, wenn Sie Ihre älteren Valve-Spiele nicht an Steam binden wollen.
Für den künftigen Spielstart von Half-Life 2 wird keine bestehende Online-Verbindung benötigt. Steam bietet einen Offline-Modus an, indem sich Half-Life 2 bequem starten lässt, vorausgesetzt, Sie haben Steam Ihren Nick und Ihr Passwort auf der Festplatte speichern lassen (Häkchen beim ersten Einloggen setzen).

Probleme mit Steam
Während des Tests hat sich Steam gelegentlich sehr eigenwillig verhalten und auch in den Online-Foren liest man von vielfältigen Problemen. Ohne richtig konfigurierte Firewall zum Beispiel lässt sich Steam, und damit auch Half-Life 2 oder Counter-Strike: Source, gar nicht nutzen, einige bestimmte Ports müssen offen sein. Wer sich noch nie mit den Niederungen seiner Firewall-Software, seines Virenscanners oder gar im Modem eingebauten Hardware-Router befasst hat, steht erst mal wie der Ochse vor dem Scheunentor da. Mal wollte es Half-Life 2 oder Steam selbst auch nicht ohne bestehende Internetverbindung starten. Erst ein Verbindungsaufbau ins Internet behob diese Probleme immer kurzfristig. Nur nachdem Steam mal eine Weile bei bestehender Internetverbindung an gelassen wurde und es einige Minuten mehrere MB aus dem Internet runter lud, traten anschließend keine Probleme mehr im Test auf.
Ihr Half-Life 2 lässt sich trotzdem auf jeden beliebigen Rechner mit Internetanschluss installieren, bei Internetanschluss ohne Trafficlimit werden sogar einzig und allein nur Steam, dessen 700 KB große Installationsdatei sich von www.steampowered.com herunterladen lässt, und die Account-Daten benötigt. Wollen Sie Half-Life 2 eines Tages mal verkaufen, dann geben Sie einfach nur Ihre Steam-Daten mit. Diese lassen sich vom neuen Besitzer auch problemlos ändern.
Das ist aber auch das essenzielle an Steam: Valve-Spiele, die Sie über Steam aktivieren, sind unabdingbar an Ihren Steam-Account gebunden. Gerade wenn Sie mehrere Valve-Spiele an Steam koppeln, aber nur eines irgendwann los werden wollen, dann ist dies nicht mehr möglich. An Steam gekoppelte Spiele lassen sich nicht wieder heraus lösen. Deshalb ist es sinnvoll, sich mehrere Steam-Accounts für die einzelnen Spiele anzulegen, wenn Sie nicht genau wissen, ob sie ein Valve-Spiel für immer behalten möchten. Alle mit Steam und den Valve-Spielen daher kommende EULAs, Lizenz- und Nutzerbedingungen, die Ihnen den Verkauf oder die Weitergabe von Half-Life 2 oder Steam-Accounts verbieten wollen, und die sonst zum Teil arg abstruse Klauseln enthalten, sind in Deutschland übrigens nicht bindend. Entsprechende, komplett englischsprachige, Pamphlete sind für deutsche Käufer nicht Teil des Kaufvertrags, allein der Gesetzgeber bestimmt, was Sie mit Ihren Spielen machen können und was nicht. Problemtisch an der Sache ist allerdings, dass Valve praktisch willkürlich Keys sperren kann und damit auch ehrliche Käufer ohne Grund belangen kann. Valve sitzt in dem Falle am kürzeren Hebel und hat für den Moment alle Entscheidungsmacht in der Hand, Ihr Spiel zu sperren oder nicht.

Steam: Schikane oder effektive Schutz- und Vertriebsmaßnahme?
An Steam scheiden sich trotzdem die Geister. Während die einen es als freche Schikane und Tabubruch wider potentieller PC-Spionage empfinden und zahlreiche Probleme mit Steam haben, sehen die anderen es vor allem als Vorteil gegen Raubkopiererei. Ohne Internet schaut man völlig in die Röhre und wird von dem Spiel ausgeschlossen. Sicher ist, dass es aber wohl ohne einen solchen Blockbuster-Titel keinem Entwickler gelungen wäre, dieses Vertriebsmodel einzuführen. Valve tut hier für sich vor allem einen Schritt in Richtung größerer Gewinnmarke, ein Publisher wird durch den Online-Vertrieb ja nicht mehr benötigt, und für einen perfekt anmutenden Kopierschutz. Ohne dass einige Daten über das Programm Steam aus dem Netz herunter geladen werden, ist mit der DVD aus dem Laden und mit etwaigen illegalen Kopien nichts anzufangen und diese bleiben wertlos.
Bleibt zu hoffen, dass die Spieler bei der gesteigerten Gewinnmarke eines Tages mal etwas zurück bekommen, indem sich bei Valve preiswertere Spiele bestellen und herunter laden lassen. Durch den reinen Online-Vertrieb fließt der komplette Kaufpreis in Valves Taschen, während sie von der Ladenversion, die Vivendi vertreibt, nur einen Bruchteil erhalten. Bei extrem hohen Entwicklerkosten eines PC-Spiels, vor allem wie dem des fünfeinhalb Jahre in Entwicklung befindlichen Half-Life 2, ist dies für Valve durchaus auch notwendig.
Steam selbst lässt sich unter www.steampowered.com übrigens schon für sich herunter laden und installieren. Von da aus haben Sie Zugriff auf Valve Spiele und können diese bestellen, bzw. wenn Sie schon Half-Life 2 haben, werden ihnen dort MODs, wie Half-Life 2: Deathmatch oder das SDK, angeboten.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Entwickler ähnliche Vertriebs und Kontrollmodelle entwickeln. Bei enormen Entwicklungskosten eines PC-Spiels und besonders für Entwickler von Nischenspielen ist dies theoretisch sinnvoll, da sie bei ihrer Käuferschicht größere Einnahmen einfahren können, als über herkömmliche Vertriebswege. Dazu müssen sich die Käufer aber auf das neue Vertriebsmodell vollends einlassen. (wi)


Kasten: KLAR, KRITISCH, KOMPETENT
Da sowohl Online- als auch Printmedien nicht in der Lage sind, vernünftig über Fragen zu Steam und Half-Life 2 aufzuklären und zum Teil sogar arge Falschaussagen treffen, sowie enormes Bashing betreiben, haben wir an dieser Stelle ein paar Antworten zusammen gefasst, die sich immer wieder im Zusammenhang mit Steam und Half-Life 2 ergeben. Alle genaueren Erklärungen dazu lesen Sie im Text.

- Ja, um Half-Life 2 spielen zu können, benötigen Sie Internetanschluss und Steam.

- Nein, bei der Account-Erstellung werden keine persönlichen Daten abverlangt. Sie geben einen beliebigen Usernamen und ein Passwort an und können sogar eine Fake-E-Mail-Adresse verwenden. Niemand wird Sie nach Alter, Adresse, Telefonnummer oder sonstigem Kram fragen.

- Ja, Half-Life 2 lässt sich problemlos offline spielen. Nur für die anfängliche Aktivierungsprozedur wird eine bestehende Internetverbindung benötigt. Für jeden weiteren Spielstart müssen Sie sich nicht ins Internet einwählen.

- Ja, Sie dürfen Ihr Exemplar von Half-Life 2 auch weiter verkaufen, wenn Sie es eines Tages los werden wollen. Beachten Sie aber die Koppelung an Steam.

- Ja, es gibt Probleme mit Steam. Diese sind vor allem technischer Natur.

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Test: Half-Life: Source

Shooter für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis

HALF-LIFE: SOURCE


ENTWICKLER: Valve
VERTRIEB: Valve/Vivendi
TESTVERSION: Collector’s Edition
SPRACHE: Deutsch/Englisch
MULTIPLAYER: -
INTERNET: www.steampowered.com
HARDWARE, MINIMUM: 1,2 GHz-CPU, 256 MB RAM, DirectX 7.0-fähige Grafikkarte, 3,1 GB HD, 56,6K-Modem
HARDWARE, OPTIMUM: 3 GHz-CPU, 1 GB RAM, DirectX 9.0-fähige Grafikkarte mit 64 MB RAM, 6,6 GB HD, Breitband

Der Collector’s Edition liegt das in die Source-Engine portierte Half-Life von anno 1998 bei. Grafisch ändert sich aber effektiv nur wenig, spielerisch ist es nach wie vor das alte Half-Life.

Wer noch nie Half-Life gespielt hat, für den mag heutzutage der Reiz des mittlerweile sechs Jahre alten Spiels naturgemäß etwas schwerer nachvollziehbar zu sein. Denn mit aktuellen Konkurrenzkollegen hält Half-Life: Source keinesfalls mehr mit.
Damals allerdings reizte des Spiel alle bekannten Regeln der Inszenierungs-Kunst sehr beeindruckend aus und schuf dadurch eine unvergleichliche Atmosphäre. Sie mussten nicht mehr an das eine Levelende rennen, um die Keycard oder den Schalter für die Ausgangstür am anderen Levelende zu finden. Solch designtechnische Mätzchen aus der untersten Schublade trieb Half-Life vielen künftigen Ego-Shootern aus und es erhob sich zum Maßstab für künftigen tugendhaften Spieldesign.
In Half-Life wird Gordon Freeman zum Held wider Willen, der nach missglücktem Materialtest-Experiment mit folgenschwerer Raum-Zeit-Dimensionsverschiebung und Öffnung von Teleporterportalen eigentlich nur etwas Hilfe holen soll. Sein aufregender Abenteuerweg führt ihn mitten durch die Front einheimischer Soldaten und außerirdischer Angreifer schließlich in fremde Welten, wo nichts weniger als die Rettung der Erde und des ausgebrochenen Unheils ansteht.

What’s new?
Neu ist, dass Half-Life in dieser Version auf der Source-Engine aufbaut. Rein theoretisch macht das ansatzweise so gute Grafik wie im zweiten Teil möglich. Ganz praktisch aber ändert sich dadurch nur wenig, denn weder Texturen noch Figurenmodelle wurden dafür im grafischen Bereich aufgearbeitet. Tatsächlich ist es sogar so, dass das alte High Definition-Pack mit höher aufgelösten Texturen, welches dem Addon Half-Life: Blue Shift beilag, besser aussieht, als die aktuelle Source-Version. Einzig und allein Wasser-, Spiegel und Leuchteffekte fallen im direkten Vergleich auf und sehen besser aus.
Neben der Grafik profitiert auch das Physik-System Half-Lifes von der neuen Engine. Allerdings profitiert die Physik nur in ähnlich geringem Umfang, den richtige Physik-Rätsel wurden nicht zusätzlich eingebaut. Im Test ist die Physik-Engine auch erst aufgefallen, als Gordon über eine Reihe von Kisten springen musste, die über einem Abgrund an einem Kran hingen. Hier pendelten die Kisten bei Gordons Landung auf selbigen realistisch hin und her. Ansätze von Seekrankheit müssen Sie hier aber nicht erwarten.

Dies und Jenes
Was im Test auffiel, war ein extremes Nachgleiten Gordons bei dessen Laufweg durch die Levels. Lässt man die Laufen-Taste los, gleitet Gordon wie auf Glatteis noch einige Schritte weiter. Gerade präzise zu meisternde Sprung- und Schleichphasen werden somit nahezu unmöglich zu bewältigen. Wodurch dieses Nachgleiten entsteht und wieso das nicht beim Bugtesting auffiel, bleibt unklar, abstellen lässt es sich leider nicht.
Half-Life: Source lässt sich außer in der Collector’s Edition nur über Valves Steamvertrieb erwerben. In der Collector’s Edition ist es fest mit Half-Life 2 und Counter-Strike: Source verbunden, da für alle drei Spiele mit nur einem einziger Key aktiviert werden. Bei der Installation der Collector’s Edition werden Sie aufgefordert, den Aktivierungs-Key einzugeben und haben damit alle drei Spiele frei geschalten.
Über Steam können Sie problemlos die Sprache des Spiels ändern. Allen Änderungen gemeinsam ist, dass nur Sprache und Text entsprechend eingespielt werden. Somit gibt es in der deutschen Version keine Robotergegner anstelle von menschlichen Soldaten mehr, wie in der Lokalisation von 1999.
Der Multiplayer-Modus, den es noch 1998 dazu gab, wurde übrigens vollständig entfernt. (wi)

Meinung: THWIDRA (5 Sterne)
Über die Jahre hinweg, und vor allem nun durch dessen spitzenmäßigen Nachfolger, hat Half-Life für mich doch einiges an Reiz verloren. Umso mehr habe ich mich eigentlich darüber gefreut, es in modernem technischen Gewand erneut spielen zu können. Doch was muss ich sehen? Die Staubschicht auf Grafik & Co. bleibt so dick wie sie sich seit knapp sechs Jahren angesammelt hat, alle Neuerungen zeigen wenig Wirkung, den mittlerweile trägen Spielfluss einen Klaps zur Beschleunigung zu geben. Spielerisch hat sich sowieso nichts verändert, deshalb dürfte Half-Life: Source eigentlich nur für Leute interessant sein, die im Schrank ihre alte deutsche Version gegen eine originalgetreue Version austauschen wollen, oder für Leute, die sich gerne mal ins Altertum der Spieleentwicklung begeben möchten. Ich selbst finde aber irgendwie trotzdem noch, dass Half-Life ein zeitloser Klassiker geworden ist.


HALF-LIFE: SOURCE

Pro:
- das gute olle Half-Life

Contra:
- grafisch nix neues

Grafik: 50
Sound: 50
Einstieg: 90
Komplexität: 70
Steuerung: 90
Multiplayer: -

Spielspaß: 85

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Test: Counter-Strike: Source

Online-Shooter für Fortgeschrittene und Profis

COUNTER-STRIKE: SOURCE


ENTWICKLER: Valve
VERTRIEB: Valve/Vivendi
TESTVERSION: Collector’s Edition
SPRACHE: Deutsch/Englisch
MULTIPLAYER: LAN und Internet bis 32 Spieler
INTERNET: www.steampowered.com
HARDWARE, MINIMUM: 1,2 GHz-CPU, 256 MB RAM, DirectX 7.0-fähige Grafikkarte, 4,3 GB HD, 56,6K-Modem
HARDWARE, OPTIMUM: 3,2 GHz-CPU, 1 GB RAM, DirectX 9.0-fähige Grafikkarte mit 256 MB RAM, 6,6 GB HD, Breitband

Ursprünglich 1999 als kleiner MOD des Multiplayer-Teils von Half-Life entstanden, eroberte das kleine, feine Counter-Strike die Online-Welt im Sturm und feiert einen beispiellosen Siegeszug. Internationale eSports-Events und weltweites virtuelles Kräfteringen ist ohne Counter-Strike nicht denkbar.

Dementsprechend wurde es Zeit, Counter-Strike eine moderne Umgebung zu spendieren und es wieder konkurrenzfähig zu anderen Online-Shootern zu machen. Im Gegensatz zu Half-Life: Source wurde Counter-Strike aber richtig modern aufgesetzt und es ist wie die Freundin nach dem Friseurbesuch optisch kaum wieder zu erkennen.
Der Reiz, den Counter-Strike seit Jahren auf Millionen Spieler weltweit versprüht, ist eigentlich ganz schnell zu erklären: das Spielprinzip ist einerseits so simpel, wie es nur sein kann, andererseits brauchen Sie Monate und Jahre, um perfekte Interaktion mit Umgebung, Teamkameraden und Gegnern zu praktizieren. Dass auch andere Spieler entsprechend lernen, hebt den spielerischen Anspruch sukzessive nach oben an. Dementsprechend schwer fällt es auch, erste Schritte ohne jegliche Vorkenntnisse (auch von anderen Online-Shootern) zu meistern und nicht pausenlos zum Zuschauen verdonnert zu werden. Haben Sie die ersten Schritte einmal geschafft und ist der Funke übergesprungen, steht nichts mehr im Wege, alle potentiellen Handlungsmöglichkeiten akribisch auszuloten.

Spielablauf
Fast könnte es ja schon als Sakrileg gelten, wenn man noch nie eine Runde Counter-Strike gespielt hat. Für alle diejenigen, die dazu aus unterschiedlichsten Gründen tatsächlich noch nie Gelegenheit gefunden haben, sei der Spielablauf eines Matches hier kurz erklärt. Zuerst kaufen Sie sich über ein Menü eine Waffe, passende Munition und, sofern Sie noch genug Pinunze übrig haben, Helm, Kevlarweste und Granaten. Anschließend startet das mehrminütige Match der Anti-Terror-Einheit gegen die Terroristen. Das Match endet, wenn entweder alle Mitglieder eines Teams tot sind, je nach Karte von den Terroristen die Bombe oder von der CTU (Counter-Terrorist-Unit) die Geiseln befreit sind. Je nachdem, ob Sie einen Abschuss schaffen, oder Ihr Team das Match gewinnt, klingelt es in Ihrer virtuellen Geldbörse und Sie können sich mehr Granaten oder bessere Waffen leisten.
Ein Match dauert nur wenige Minuten, werden Sie aber gleich am Anfang getroffen, sind Sie die restliche Zeit dazu verdammt, dem Spielgeschehen passiv zu folgen. Gerade bei Einsteigern wird dies oft vorkommen und ohne etwas Durchhaltevermögen werden Sie keine Blumentöpfe gewinnen. Die neun beiliegenden Karten sind dagegen sehr klein gehalten und Sie werden sich schon nach kurzer Zeit darauf zurecht finden. Mehrere an die jeweiligen Maps angepasste optionale Ziele gibt es dagegen nicht, von daher wird sich jede Karte rudimentär immer sehr ähnlich spielen.

Source-Neuerungen
Neben der aufpolierten Grafik hält natürlich das Physik.System mit Einzug in Counter-Strike: Source. Spielerische Objekte sind aber meistens auf Fässer beschränkt, die für den Spielablauf selbst praktisch keinen Nutzen haben. Witzig dagegen ist der grafische Schockmoment einer Blendgranate, die ihre Wirkung unter Garantie nicht verfehlen wird.
Alles in allem ist die neue Version spielerisch im Großen und Ganzen nicht viel anders, als Counter-Strike es bisher immer war. Die Source-Engine ist nett, wird Ihre Vorteile aber wohl so richtig erst auf passenden MODs der Fan-Community ausspielen. (wi)

Meinung: THWIDRA (3 Sterne)
Ich muss zugeben, dass ich mich zum ersten Mal auf einen Counter-Strike-Server gewagt habe, um den Reiz dieses Spiels zu ergründen. Meine bisherige Erfahrung mit Online-Shootern beschränkt sich auf (durchaus längere) Sitzungen in der Rolle des Zweiten Weltkriegs-Veterans in Wolfenstein – Enemy Territory oder als Lichtschwert schwingender Jedi in den letzten beiden Jedi Knight-Titeln. Schon nach kurzer Zeit sprang sehr wohl ein Funke bei den Matches in Counter-Strike über, doch ohne viel Übung war ich zu oft Zuschauer der kämpfenden Horde. Mir persönlich passt die riesige Waffenauswahl nicht so ganz, denn schon nach kurzer Zeit hat sich gezeigt, dass die meisten Spieler auf ein und dieselbe Knarre setzen und der Rest des Arsenals ein trauriges Dasein fristet. Auch der ganze Spielablauf bietet mir persönlich zu wenig Abwechslung, da hat Enemy Territory die Nase doch ein gutes Stück voraus.


Wertungskasten: COUNTER-STRIKE: SOURCE

Pro:
- simpel und eingängig
- grafisch up-to-date

Contra:
- für Einsteiger sehr schwierig

Grafik: 80
Sound: 80
Einstieg: 70
Komplexität: 80
Steuerung: 90
Multiplayer: 80

Spielspaß: 75
 
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Mo, 20. Dez 2004, 09:10

Der Test ist gut geworden, mit der Wertung bin ich allerdings nicht einverstanden, muß mich allerdings wohl mit leben. :wink:

Was in den Test noch mit rein sollte ist eine Anmerkung daß die GF5900 Ultra-Reihe von HL2 nicht als DX9-fähig angesehen wird obwohl Doom3 und FC damit wunderbar liefen. Das ist entweder eine Schwäche in der Engine oder ein Trick die Ati-Karten zu pushen.

Mein Meinungskasten:


Meinung Dirty Harry: (3 Sterne)
Mir kommt es so vor als habe Valve zwanghaft versucht an dem Erfolgsrezept von HL1 möglichst nichts zu ändern. Das gesamte Spielgefühl von Half Life 2 ist exakt so wie beim Vorgänger. Nun war der wirklich ein Meilenstein im Shooter-genre, aber andererseits merkt man daß auch bei Shooter in den vergangenen 8 Jahren die Welt nicht stillgestanden hat und so ist einiges an HL2 heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Was wirklich verbessert wurde sind die Grafik, die aber trotzdem nicht mit FarCry oder Doom3 konkurieren kann, und die wirklich ausergewöhnlich gut eingesetzte Physik-Engine, die einige wunderbar vertrackte Rätsel möglich macht. Als Action Adventure funktioniert HL2 somit wunderbar, aber eigentlich sollte es ja ein 3D-Shooter werden, und in dieser Disziplin kommt es leider nie über guten Durchsschnitt hinaus. Die Gefechte gegen die verschiedenen Gegner kommen leider selten über Schießbudenniveau hinaus, wozu die eher zweckmäßige KI einen Gutteil beiträgt.
Richtig enttäuscht war ich von der selbst für einen Shooter mehr als dürftigen Story, die nicht mal das Niveau des ersten Teils erreicht.
Da ich damit erhebliche Probleme hatte erlaube ich mir hier noch eine Meinung zu Steam: Als online Vertriebskonzept mag das System stimmig und gut sein, ich halte es aber für eine Frechheit die Version die im Laden vertrieben wird ebenfalls an dieses System zu binden. Ohne eine schnelle Internetanbindung wird das ganze zu einer sehr langwierigen Prozedur die im Zweifelsfall die Kosten für das Spiel mit der Telefonrechnung nochmal gewaltig in die Höhe treibt.
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fflood
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Mo, 20. Dez 2004, 11:39

Ich quote lieber hier, denn wenn ich einfach nur die falsch geschriebenen Wörter markiere, weißt du ja immer noch nicht, wie sie richtig geschrieben werden. ;)

Spätestens hier sind Sie garantiert der Meinung, dass an der Sache etwas ganz gewaltig in den Himmel stinkt.

"zum Himmel stinkt", würde ich sagen.

(...) ebenso wird Gordon selbst argwöhnisch im Auge der anderen Polizisten behalten.

Klingt seltsam - Alternativvorschlag: "ebenso wird Gordon selbst von den anderen Polizisten im Auge behalten"

(...)jede Menge fremdartige Überwachsgerätschaft, (...)

Das Wort gefällt mir, aber ich denke trotzdem, du meinst "Überwachungsgerätschaft" ;)

So wird der Spieler Stück für Stück in eine Welt der totalen Überwachung eingeführt, angesichts deren realistischen und überzeugenden Präsentation George Orwell vermutlich ein kleines makaberes Freudentränchen abdrücken würde.

"angesichts deren realistischer und überzeugender Präsentation"

Doch so richtig beginnt Gordon seine Hatz durch über zehn umfangreiche Level erst(...)

Levels?

Vorneweg lässt sich allerdings sagen (...)

"Vorweg" klingt meines Erachtens professioneller. ;)

Was einem als erstes beim Spielen mit auffällt, (...)

Das "mit" scheint mir hier reichlich überflüssig, höchstens in der Version "Was einem mit als erstes beim Spielen auffällt..." würde es, denke ich, Sinn machen.

Da die Rakete versucht, die Bewegungen des Laserpointer zu folgen, ist sie durchaus auf nett anzuschauenden Flugbahnen unterwegs.

"ist sie auf durchaus nett anzuschauenden..."

Eigentlich könnte man hier schon etwas Mitleid empfinden, wenn die geplatzte Kapsel nicht erst recht die Antlions anlocken würden, die den um sich schlagenden Gegner den Garaus machen.

"den Gegnern" oder "dem Gegner"?

Gerade in der zweiten Hälfte des Spiel, wo schon mal ganze Gegnerhorden angepoltert kommen und Ihnen ans Schlawittchen wollen,(...)

Bin mir nicht hundertprozentig sicher, aber heißt es nicht "Schlafittchen"?

Neben den bekannten Haedcrabbs aus Teil 1, (...)

Werden die wirklich so geschrieben? Sieht mir doch reichlich komisch aus, das Wort...

In Sachen Actionszenen und Leveldesign setzt Half-Life 2 die Meßlatte hier ein gutes Stück nach oben.

"Messlatte"

(...)dass man gar nicht so recht auf die Idee kommen mag, sich in Osterstimmung zu versetzen und abseits des vorgegebenen Weges nach spielerischer Freiheit zu suchen.

:?::?::?:

Geradezu idealtypisch reizen die Designer hier jede potentielle Möglichkeit aus, (...)

Das Wort hab ich noch nie gehört, gibt's das wirklich?

Seinen Teil zum treibenden Spielrhytmus trägt auch die komplette Soundkulisse bei.

"Ihren Teil zum treibenden Spielrhythmus"

Alles in allen ist Half-Life 2 trotz Kritikpunkten ein rundum gelungenes Spiel, dass sehr viel Spaß macht.

"das"

Minutenlange Actionszenen, mit Ihnen als interaktiven Mittelpunkt (...)

interaktivem

Ohne richtig konfigurierte Firewall zum Beispiel lässt sich Steam, und damit auch Half-Life 2 oder Counter-Strike: Source, gar nicht nutzen, einige bestimmte Ports müssen offen sein.

Meinst du "ohne richtig konfigurierte Firewall" oder "mit einer nicht richtig konfigurierten Firewall"? ;)

Valve sitzt in dem Falle am kürzeren Hebel und hat für den Moment alle Entscheidungsmacht in der Hand, Ihr Spiel zu sperren oder nicht.

Mit anderen Worten: Valve sitzt eigentlich am längeren Hebel. ;)

Neben der aufpolierten Grafik hält natürlich das Physik.System mit Einzug in Counter-Strike: Source.

"Physik-System" (oder gleich "Physiksystem")

Ich bin mir sicher, dass ich vor allem gegen Ende den einen oder anderen Fehler übersehen habe...
 
Uli
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Mo, 20. Dez 2004, 13:04

So'n paar Sachen, die mir aufgefallen sind:

Problemtisch an der Sache ist allerdings, dass Valve praktisch willkürlich Keys sperren kann

"Problematisch"

keinem Entwickler gelungen wäre, dieses Vertriebsmodel einzuführen

"Vertriebsmodell"

Wer noch nie Half-Life gespielt hat, für den mag heutzutage der Reiz des mittlerweile sechs Jahre alten Spiels naturgemäß etwas schwerer nachvollziehbar zu sein.

Das "zu" ist zuviel.

Solch designtechnische Mätzchen aus der untersten Schublade trieb Half-Life vielen künftigen Ego-Shootern aus und es erhob sich zum Maßstab für künftigen tugendhaften Spieldesign.

"künftiges tugendhaftes". Außerdem kommt da ein Komma vor das "und", glaube ich.

Ansätze von Seekrankheit müssen Sie hier aber nicht erwarten.

"Anfälle" ?

Dies und Jenes

"Dies und Das" oder "Dieses und Jenes" ?

In der Collector's Edition ist es fest mit Half-Life 2 und Counter-Strike: Source verbunden, da für alle drei Spiele mit nur einem einziger Key aktiviert werden.

Das "für" weg oder den Satz etwas umstellen.

Bei der Installation der Collector's Edition werden Sie aufgefordert, den Aktivierungs-Key einzugeben und haben damit alle drei Spiele frei geschalten.

"geschaltet"

Der Multiplayer-Modus, den es noch 1998 dazu gab, wurde übrigens vollständig entfernt.

"1998 noch" ?

alle Neuerungen zeigen wenig Wirkung, den mittlerweile trägen Spielfluss einen Klaps zur Beschleunigung zu geben.

"dem mittlerweile"

sofern Sie noch genug Pinunze übrig haben,

"Penunzen"

Ansonsten ein schöner Test!
 
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Ganon
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Mo, 20. Dez 2004, 14:10

"Neben den bekannten Haedcrabbs aus Teil 1, die sich am liebsten an Gordons Skalp festbeißen wollen, treten auch wieder die durch Haedcrabbs mutierten Menschen als Gegner auf."

"Headcrabs" heißen die Viecher. Oder auch libevoll "Headhumpers" genannt. :wink:

"Dank spielerisch enorm gehaltvoller Abwechslung, brillianter Inszenierung der Spielwelt und fordernder Gefechte, ..."

"brillanter"

"Valve sitzt in dem Falle am kürzeren Hebel und hat für den Moment alle Entscheidungsmacht in der Hand, Ihr Spiel zu sperren oder nicht."

Wohl eher "am längeren Hebel", oder?

Sicher ist, dass es aber wohl ohne einen solchen Blockbuster-Titel keinem Entwickler gelungen wäre, dieses Vertriebsmodel einzuführen.

"Vertriebsmodell"

"Allerdings profitiert die Physik nur in ähnlich geringem Umfang, den richtige Physik-Rätsel wurden nicht zusätzlich eingebaut."

"denn"

Im übrigen verwenden wir eigentlich nicht die "Sie"-Anrede. Und sind 80 für die Grafik nicht etwas wenig? FarCry und Doom 3 haben 100 bekommen.
Ansonsten: Respekt! Ein toller, umfangreicher Artikel.
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Leland Yee, the Senator that decided that violent videogames were so dangerous to society that he needed to propose a law that banned selling them to minors, was arrested recently for weapons trafficking. He was buying shoulder-mounted rocket launchers from an extremist Islamic group and accidentally sold them to a member of the FBI. I mean, thank God he doesn't play videogames or he might have really become a threat to society.

-- Extra Credits Episode 200
 
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Mo, 20. Dez 2004, 19:45

Ganon2000 hat geschrieben:
Und sind 80 für die Grafik nicht etwas wenig? FarCry und Doom 3 haben 100 bekommen.

Sehe ich ähnlich, grafisch soll HL2 doch genausogut sein. Vorrausgesetzt natürlich, man hat die entsprechende GraKa, aber das ist ja immer so.

Ansonsten: Respekt! Ein toller, umfangreicher Artikel.

Stimmt :)
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Di, 21. Dez 2004, 00:50

Ok, danke für die Blumen und Korrekturen. Hab soweit alles drin und fertig, will es morgen abschicken.

fflood hat geschrieben:
Ich quote lieber hier, denn wenn ich einfach nur die falsch geschriebenen Wörter markiere, weißt du ja immer noch nicht, wie sie richtig geschrieben werden. ;-)

Richtig schreiben kannst in dem Word-File schon. ;-)

(...)dass man gar nicht so recht auf die Idee kommen mag, sich in Osterstimmung zu versetzen und abseits des vorgegebenen Weges nach spielerischer Freiheit zu suchen.

:?::?::?:

Hm, so schwierig die Redewendung?

Geradezu idealtypisch reizen die Designer hier jede potentielle Möglichkeit aus, (...)

Das Wort hab ich noch nie gehört, gibt's das wirklich?

Word spuckt da keinen Fehler aus.


Ganon2000 hat geschrieben:
...
Im übrigen verwenden wir eigentlich nicht die "Sie"-Anrede.

Ich weiß. :-) Aber es schreibt und liest sich nun mal besser und flüssiger, als das unpersönliche "man" oder unpassende "Ihr/Du". Ich wollte es wie in der PCP machen.

Und sind 80 für die Grafik nicht etwas wenig? FarCry und Doom 3 haben 100 bekommen.

Hm, keine Ahnung, wie ich auf 80 gekommen bin. Da ich die Grafik aber einen Tick schlechter finde, wollte ich schon unter den 100 von Far Cry und Doom 3 bleiben, also bei 90.


Ssnake hat geschrieben:
...
Fünf Sterne von thwidra für Half-life Source erscheinen mir angesichts der sonstigen Texte dazu auch als unbeabsichtigt.

Hm, ich finde Half-Life immer noch klasse, trotz des Alters und der mangelnden Verbesserungen. Deshalb die 5 Sterne, auch wenn der Text kritischer angelegt ist.

Ansonsten habe ich noch eine handvoll "zerrissene Absätze" gefunden, wo also mitten im Satz ein neuer Absatz begonnen wird. Hier sollte das Layout nochmal "übergeprüft" werden.

Das ist allerdings ein Problem, für mich. Ich habe kein Opera, leider kann ich auch nicht entsprechend programmieren, um es in Opera und Mozilla korrekt hinzubekommen. Damit muss sich jemand anders befassen, der davon Ahnung hat. :-/
 
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Di, 21. Dez 2004, 01:31

thwidra hat geschrieben:
(...)dass man gar nicht so recht auf die Idee kommen mag, sich in Osterstimmung zu versetzen und abseits des vorgegebenen Weges nach spielerischer Freiheit zu suchen.

:?::?::?:

Hm, so schwierig die Redewendung?


Äh, ja. Habe ich noch nie gehört und auch in dem Zusammenhang erkenne ich den Sinn nicht. Aber ich lasse mich gerne aufklären...

Geradezu idealtypisch reizen die Designer hier jede potentielle Möglichkeit aus, (...)

Das Wort hab ich noch nie gehört, gibt's das wirklich?

Word spuckt da keinen Fehler aus.


Bei über 30.000 Treffern wird's das wohl geben. ;-)


Potentielles PDF-Material, welches über das im HTML-Test vorhandene hinaus geht, wie immer an mich. :-)
 
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Di, 21. Dez 2004, 07:59

Frogo hat geschrieben:
Ganon2000 hat geschrieben:
Und sind 80 für die Grafik nicht etwas wenig? FarCry und Doom 3 haben 100 bekommen.

Sehe ich ähnlich, grafisch soll HL2 doch genausogut sein. Vorrausgesetzt natürlich, man hat die entsprechende GraKa, aber das ist ja immer so.

Ansonsten: Respekt! Ein toller, umfangreicher Artikel.

Stimmt :)


Man könnte auf alle Fälle 90 geben. Schon weil es auf schnellen GF-Karten nicht so gut aussieht ist keine 100 gerechtfertigt.
Doom3 und FC sieht auf allen Grafikkarten mit ausreichend Power gleich gut aus, bei HL2 werden die Ati-Karten bevorzugt, das ist irgendwie dubios.
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Di, 21. Dez 2004, 10:11

tafkag hat geschrieben:
thwidra hat geschrieben:
(...)dass man gar nicht so recht auf die Idee kommen mag, sich in Osterstimmung zu versetzen und abseits des vorgegebenen Weges nach spielerischer Freiheit zu suchen.

:?::?::?:

Hm, so schwierig die Redewendung?


Äh, ja. Habe ich noch nie gehört und auch in dem Zusammenhang erkenne ich den Sinn nicht. Aber ich lasse mich gerne aufklären...

Dem kann ich mir nur anschließen. :)

Geradezu idealtypisch reizen die Designer hier jede potentielle Möglichkeit aus, (...)

Das Wort hab ich noch nie gehört, gibt's das wirklich?

Word spuckt da keinen Fehler aus.


Bei über 30.000 Treffern wird's das wohl geben. ;-)

Schön, dass es das gibt. Was es bedeutet, weiß ich aber immer noch nicht. ;)
 
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Di, 21. Dez 2004, 12:08

tafkag hat geschrieben:
...
Potentielles PDF-Material, welches über das im HTML-Test vorhandene hinaus geht, wie immer an mich. :-)

Ja, bekommst dann gleich ne Nachricht.


fflood hat geschrieben:
tafkag hat geschrieben:
thwidra hat geschrieben:
(...)dass man gar nicht so recht auf die Idee kommen mag, sich in Osterstimmung zu versetzen und abseits des vorgegebenen Weges nach spielerischer Freiheit zu suchen.

:?::?::?:

Hm, so schwierig die Redewendung?


Äh, ja. Habe ich noch nie gehört und auch in dem Zusammenhang erkenne ich den Sinn nicht. Aber ich lasse mich gerne aufklären...

Dem kann ich mir nur anschließen. :)

Naja, Ostern -> Ostereier suchen -> fröhlich sein -> Osterstimmung oder -atmosphäre fühlen. Irgendwie so halt... *gg*
 
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Di, 21. Dez 2004, 12:16

thwidra hat geschrieben:
Naja, Ostern -> Ostereier suchen -> fröhlich sein -> Osterstimmung oder -atmosphäre fühlen. Irgendwie so halt... *gg*

IMO etwas weit hergeholt*. Warum schreibst du dann nicht auch "und abseits des vorgegebenen Weges nach Eiern zu suchen." ;)

*edit: "Weit hergeholt" ist vielleicht nicht ganz richtig ausgedrückt. Die Verbindung, so wie du sie gedacht hast, ist nur offenbar nicht ganz klar ersichtlich...
 
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Di, 21. Dez 2004, 13:04

Naja, also wenn ich das Wort "Ostern" lese, dann muss ich als erstes ans "Suchen" denken. Von daher hab ich den Spruch eigentlich hergeholt. ;)

Den Test hab ich nun mit allen Bildern an Cloud geschickt. :)
 
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Di, 21. Dez 2004, 13:10

Also, ich habe die "Osterstimmung" auf Anhieb so verstanden, wie sie gedacht war. Nun ja, so ist das halt mit Assoziationsketten...
 
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Di, 21. Dez 2004, 14:51

thwidra hat geschrieben:
Den Test hab ich nun mit allen Bildern an Cloud geschickt. :)

Moment noch: http://wiki.pcplayer.de/index.php/Half-Life_2

Gleich mehr dazu...

Ciao,

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