Ein Referat von Sebastian Hensel 
Basierend auf dem Artikel KuH-Mag.de von Sebastian Hensel 

Sind PC-Spiele wirklich gefhrlich? 
Warum hat Robert S. so gehandelt? 
Verndert der Konsum von PC-Spielen? 

Hier die Antworten! 
Inhaltsverzeichnis: 
Computerspiele ? Definition Seite 2 
Warum werden dann Computerspiele mit Gewalt in Verbindung gebracht? Seite 2 
Zeitungen und Politiker Seite 3 
Im Fernsehen ist man viel schneller Tot Seite 3 
Was ist eigentlich dieses ?CounterStrike? Seite 4 
Gewalt entsteht durch PC-Spiele!? Seite 8 
eSport ? Was ist das schon wieder? Seite 9 
PC-Spiele-Zeitschriften ? das sind doch die mit den Knarren vorne drauf? Seite 10 
Indizierungen ? die Bsen bleiben drauen! Seite 10 
Selbst machen ? weit mehr als Spielen Seite 13 
Gamer-FM ? Der Sound der Spiele Seite 13 
Verschiedene Spieler berichten ber Erlebnisse und ihre Meinungen dazu Seite 13 
Weiterfhrende Links Seite 18 

Computerspiele - Definition: 
Ein Computerspiel ist nichts anderes als Brettspiel. Der einzige Unterschied ist, dass statt einem Brett das Geschehen auf einem Bildschirm abluft und technisch viel mehr machbar ist. So spielen Brettspiele meist aus der Vogelperspektive. Bei einem Computerspiel ist man dagegen so gut wie immer mitten drin. 
Wie auch bei den Brettspielen gibt es auch bei den PC-Spielen die harmlosen und die, die mit kmpfen und siegen zu tun haben. Sogar der prozentuale Anteil ist gleich. 80% der Brett- und Spiele am Computer sind harmlos und nur der geringe Teil von 20% der Spiele hat Gewalt zum Thema. So ist es doch egal ob man bei Risiko auf dem Brett oder bei CounterStrike im Computer sich seine Pistole nimmt. Ist es doch das gleiche! 
Es gibt viele Arten von PC-Games. So zum Beispiel die Sportspiele (z.B. Fuball, Autorennen), Strategiespiele (z.B. Aufbauspiele), Rollenspiele (z.B. Abenteurgeschichten) und halt die Actionspiele. In jedem dieser Gerne erscheinen Woche fr Woche neue Spiele. Sie werden in Zeitungen bewertet und Jugendliche kaufen diese und spielen sie daheim. Eigentlich ist daran gar nichts schlimm. 

Warum werden dann Computerspiele mit Gewalt in Verbindung gebracht? 
Eigentlich sieht man oben, dass die meisten Computerspiele harmlos sind und nur bei einigen wenigen das schieen und somit in irgendeiner Weise die Gewalt im Vordergrund steht. Man knnte sagen, dass die Presse daran schuld ist, denn seit Erfurt wissen alle ?bescheit?. Zeitungen wie die Sddeutsche Zeitung oder die Bildzeitung vertraten die Meinung, dass alle, die irgendwie und irgendwann nur mal ein Spiel angerhrt haben Killer sind. Schon dumm, dass in Deutschland mehrere Millionen Killer leben. Was ich damit eigentlich sagen mchte ist, dass in Deutschland immer wieder und wieder alles verallgemeinert wird. 
Betrachtet man mal es ganz genau, dann wird man feststellen, dass eine sehr kleine Minderheit der Gamer, die Spiele nur spielt, damit sie Leute sterben sehen und andere Ermorden knnen. Diese Minderheit ist so gering, dass vielleicht in einer Menge von 1000 Leuten vielleicht 3 anzutreffen sind, die so denken. Die anderen spielen, die Spiele aber nur, weil sie sich messen wollen, mal abreagieren mchten und einen Helden durch Schlachten fhren mchte. 
Wenn man sich mal fragt wieso eigentlich das Spieler-Image in Deutschland so schlecht ist, der wird ziemlich schnell darauf kommen, dass daran unter anderem Zeitungen aller Art und die Politiker schuld sind. 

Zeitungen und Politiker: 
Als die schlimme Tat von Erfurt in den Medien war, hat es nicht lange gedauert bis die ?BILD?-Zeitung alles Counterstrike (kurz CS) zu geschrieben hat. Die Redakteure interessierte es da gar nicht mehr, dass der Tter gar nicht CS oder andere Ego-Shooter (Spiele wie CS) gespielt hat. Er hatte kein Internet, Netzwerk oder noch nicht mal die CDs fr das Spiel. Denn ohne Internet bzw. Netzwerk und die CDs geht das Spiel nicht. Eine wirkliche Unverschmtheit ist, dass wenige Wochen nach dem Attentat folgendes klar war, wie man auf zdnet.de lesen kann: ?Mitte Mai hatte das Tterprofil allerdings ergeben, dass Ego-Shooter und Gewaltfilme "nicht ausschlaggebend" fr den Amoklauf von Erfurt gewesen sein sollen. Nach Ansicht der Ermittler war der von den Eltern ausgebte Erfolgsdruck der Hauptgrund, warum Robert Steinhuser am 26. April zur Waffe griff.? und warum wei das keiner, weil man als Redakteur mit so etwas kein Geld verdienen kann. Die Leute wollen ber Tote und Morde lesen und nicht ber Eltern, die versagen. Generell trifft es oft zu, dass die Journalisten von Zeitungen bei Artikeln ber Spiele sich schlecht informieren und dann mit einem ?tollen? Artikel raus bringen. So passiert es schon mal, dass statt dem harmlosen CS, dass Bild von einem indizierten Game (besonders schlimme Spiele, die nicht mehr verkauft werden drfen, weil sie gewaltverherlichent sind.) als ?CounterStrike Screenshot? beworben wird, oder dass auf einmal jedes Spiel ein ?Ballerspiel? ist. Womit wir bei den Politikern angelangt sind! Damit man sich Stimmen von lteren Leuten, die sich damit nicht auskennen, holt, haben Edmund Stoiber und andere Politiker im letzen groen Wahlkampf um den Bundeskanzler versucht damit Werbung zu machen, dass sie alle Computerspiele verbieten wrden. 

Im Fernsehen ist man viel schneller Tot: 
Schaltet man das Fernsehen ein, ist die Chance viel grer, dass man Leute auf einem der vielen Kanle sterben sieht, als wenn man auf die Bildschirme von Spielern schaut. Schon die kleinsten Kindern sehen ab und zu im Fernsehen eine Person sterben, trotzdem ist noch kein Fernsehschauer Amok gelaufen. Komisch, oder! Was kaum einer wei ? und damit sind wir wieder in Erfurt ? ist, dass Robert S., der auf Lehrer und Schler geschossen hat, in seiner Freizeit viele Splattervideos geschaut hat und weitere Schden hatte. 

Was ist eigentlich dieses ?CounterStrike?? 
Die meisten Personen reden gro darber, dass man Computerspiele verbieten soll. Im folgenden Artikel von gamesweb.com kann man erkennen, was CounterStrike eigentlich ist und um was es geht! 

?CounterStrike 
Wohin man auch blickt - 'Counter-Strike' fhrt unangefochten die Hitlisten an wenn es um Multiplayer-Shooter geht. Worin liegen die Grnde fr den einzigartigen Erfolg dieses Mods? Was macht die unglaubliche Faszination aus und wie kann sich 'Counter-Strike' in der nun vorliegenden Version 1.0 gegenber der kommerziellen Konkurrenz behaupten? 

Alles begann im Frhjahr 1999 als sich zwei junge Mnner, der 'Counter-Strike'-Fangemeinde unter den Namen Gooseman und Cliffe bestens bekannt, zusammentaten um eine Vision in die Tat umzusetzen. In Gedanken schwebte den beiden ein Multiplayer-Shooter [Anm. Computerspiel, das gemeinsam ber das Internet gespielt wird] vor der sich wohltuend von den bis dato bekannten Vertretern des Genres abheben sollte. Trotzdem ist das Spielprinzip denkbar einfach: Ihr entscheidet euch fr eines von zwei Teams, entweder die Terroristen oder die sogenannten Counter-Terroristen. Letzteres ist eine Art Elite-Polizeitruppe die speziell fr Antiterroreinstze ausgebildet ist. Abhngig davon fr welche Seite ihr euch entscheidet verfolgt ihr natrlich jeweils genau entgegengesetzte Ziele. Auf Seiten der Terroristen msst ihr je nach Map [Anm. Karte auf der gespielt wird] entweder Geiseln in Schach halten eine Ladung C4 platzieren und so vorgegebene Objekte in die Luft jagen oder einfach nur vor den Htern des Gesetzes fliehen. Entscheidet ihr euch aber fr die Counter-Terroristen, so msst ihr alles daran setzten um die bsen Jungs von ihrem Vorhaben abzuhalten. Eine weitere Spielvariante nannte sich 'Assassination', zu deutsch Attentat. Dabei wird eine Spieler auf Seiten der Counter-Terroristen zum V.I.P. erklrt. Ziel ist es diesen Spieler mglichst unbeschadet an einen vorgegebenen Ort zu eskortieren. Unterdessen versuchen die Terroristen das mit allen Mitteln zu verhindern und den V.I.P. vorzeitig zu eliminieren. Abgeschlossen ist eine Mission dann wenn entweder alle Spieler des generischen Teams das Zeitliche gesegnet haben oder aber eines der oben angesprochenen, spezielle Missionsziele erfolgreich ausgefhrt wurde. 

Ihr habt sicher schon erkannt, dass sich das alles weitaus realistischer anhrt, als man das gemeinhin von 3D-Shootern gewohnt ist. Und genau so ist es auch. So macht es beispielsweise keinen Sinn, wenn ihr blindlings vorprescht und wild um euch schiet. Zum Einen werdet ihr damit wenig Erfolg haben und zum Anderen ist man nach dem Ableben dazu verdammt, das Geschehen auf dem Spielfeld bis zum Ende der Mission als Zuschauer zu verfolgen ohne weiter aktiv eingreifen zu knnen. Darber hinaus sollte ihr daran denken, dass wenn euer Gegner euch vielleicht nicht sehen kann weil ihr beispielsweise an einer Wand entlang schleicht, es aber sehr wohl sein kann, dass er euch schon von weitem kommen hrt. In heiklen Situationen kann es deswegen immer wieder von Vorteil sein, langsam und geduckt vorzurcken um weniger Lrm zu verursachen. Wie in der Realitt auch habt ihr in 'Counter-Strike' also nur ein einziges Leben und das gilt es entsprechend zu schtzen. Als ob das nicht schon schwer genug wre, verfgt das Spiel ber ein ausgefeiltes Schadensmodell: Bei Schssen die direkt auf den Kopf gezielt sind, reicht schon eine einzige Kugel um dem Gegner das Licht auszublasen whrend hingegen andere Krperteile nicht ganz so empfindlich sind und schon mal ein paar Kugel mehr aushalten. Um eure berlebenschancen weiter zu steigern, knnt ihr eure Spielfigur am Beginn der Mission mit einer kugelsicheren Weste und einem Helm ausrsten. Speziell bei vielen Neueinsteigern kann es schon fr einigen Frust sorgen, wenn man immer wieder bereits am Missionsbeginn ausscheidet und das Geschehen nur mehr passiv verfolgen kann, mit steigender Spielpraxis trgt aber gerade dieser schonungslose Realismus unheimlich zum Reiz der dieses Spiel ausmacht bei. Dadurch wird nmlich berlegtes und vor allem teamorientiertes Vorgehen belohnt und gefrdert. Im Gegensatz zu anderen Spielen dieser Gattung gehrt hier auch das sogenannte campen, also sich an gnstigen Punkten der Map verschanzen, wenn schon nicht zum guten Ton dann aber doch speziell auf Seiten der Terroristen einfach zum Spiel dazu. Besonders in Kombination mit einem der verfgbaren Scharfschtzengewehre kann diese Taktik ziemlich effektiv sein. Damit aber der Spielfluss dadurch nicht verloren geht, sind die Missionen grundstzlich mit einem Zeitlimit versehen. 

Nicht nur beim Spielprinzip haben die Macher des Spiels groen Wert auf Realittsnhe gelegt. Jeder einzelnen, der realen Vorbildern nachempfundenen Waffen merkt man an, mit wie viel Liebe zum Detail diese modelliert worden sind. Im beraus reichhaltigen Arsenal an Waffen und Ausrstungsgegenstnden ist so ziemlich alles vertreten, was das Herz begehrt. Vom einfachen Kampfmesser ber verschieden Pistolen, Schrotflinten, MPs, schwere Maschinengewehre, bis hin zu Scharfschtzengewehre ist alles dabei. Auerdem hngt das zur Verfgung stehende Waffenarsenal von der Seite ab, der ihr euch angeschlossen habt. So knnt ihr als Terroristen beispielsweise exklusiv auf die bekannte AK-47 oder die Sig SG-552 zurckgreifen, whrend nur die Antiterror-Spezialisten ber schallgedmpftes Gert, wie den Colt M4A1 Karabiner, verfgen. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Waffen aber nicht nur optisch, sondern sie verhalten sich auch grundverschieden. Verschiedene Reichweiten, unterschiedlich starker Rcksto, sowie verschieden schnelle Schussfolgen legen das ideale Einsatzgebiet der jeweiligen Waffen fest. Nicht fehlen drfen darber hinaus Granaten in den unterschiedlichsten Varianten, wie der Blend-, Rauch-, oder der gewhnlichen Explosiv-Ausfhrung. Im Gegensatz zu anderen Spielen liegen diese Gegenstnde aber nicht einfach so auf der Map verstreut herum, sondern mssen von eurem sauer verdienten Geld erstanden werden. Je nachdem wie erfolgreich eure Mission verlaufen ist, bekommt ihr nmlich mehr oder weniger Credits auf euer Konto gutgeschrieben die ihr in weiterer Folge in neue Ausrstungsgegenstnde investieren drft. 

Ebenso zahlreich wie abwechslungsreich sind die beiliegenden Maps ausgefallen. Von idyllischen italienischen Kleinstdten, staubigen Wstendrfern und Lagerhallen bis hin zu Militrbasen, Aztekentempeln und sogar Passagierflugzeugen ist so ziemlich alles vertreten was das Spielerherz begehrt. Die Karten sind in aller Regel ausgesprochen fair gestaltet und lassen durch die gelungene Ausgestaltung viel Atmosphre aufkommen. 

Vom Spielprinzip handelt es sich bei 'Counter-Strike' wie schon angesprochen um ein reinrassiges Multiplayer-Spiel. Erst in jngster Zeit wurden auch sogenannte Bots, also vom Computer gesteuerte Gegner, entwickelt. Allerdings sind diese bisher nicht mit einer besonders ausgefeilten KI gesegnet und knnen deswegen menschliche Mitspieler nur bedingt ersetzen. Fr Zielbungen oder um die verschiedenen Maps besser kennen zu lernen und bung zu erlangen, taugen sie aber allemal. Wer 'Counter-Strike' spielen mchte und keine Flatrate sein Eigen nennt, sollte stets auch die Telefonkosten im Hinterkopf behalten. Nur allzu schnell passiert es nmlich, dass man bei den hitzigen Gefechten die Zeit vollkommen aus den Augen verliert. Hier ist es dann schon wesentlich ratsamer, sich mit ein paar Freunden zusammen zu tun und eine kleine LAN Session zu veranstalten. 

Aus technischer Sicht ist 'Counter-Strike' eine Modifikation [Anm. Erweiterung eines Computerspieles] fr den inzwischen als Kult geltenden Shooters 'Half-Life' von 'Valve-Software'. Die 'Half-Life'-Engine [Anm. Spielgrafik des Spieles], welche ihrerseits wiederum auf der 'Quake 2'-Engine basiert, wurde seit ihrem Erscheinen im Jahr 1998 zwar immer wieder kleineren Modifikationen unterzogen, trotzdem kann das nicht darber hinwegzutuschen, dass die Technik speziell in Sachen Grafik inzwischen merklich hinter aktuellen Produkten hinterherhinkt. Viele Objekte auf den Karten wirken einfach kantiger als man es von aktuellern Genrevertretern gewohnt ist. Durch geschicktes Design und gut ausgewhlte Texturen wird diese Tatsache aber merklich gemildert. Was auf der einen Seite vielleicht nachteilig sein mag, uert sich im Gegenzug aber wieder positiv in den relativ moderaten Anforderungen die an die Hardware gestellt werden. Nur was die Internetanbindung angeht sollte man nicht sparen: Unter einem 56k Modem lsst das Spiel keine rechte Freude aufkommen. Und wenn wir schon vom Netzwerk-Aspekt sprechen: Die integrierte Server Suchfunktion an der sich seit der Urversion von 'Half-Life' nichts gendert hat erweist sich nach wie vor als ziemlich unpraktisch um nicht zu sagen unbrauchbar. Ein externes Tool wie etwa Gamespy ist fr all jene von euch, die nicht nur ganz selten mal eine Runde wagen wollen quasi Pflicht. 

[? Es folgen Informationen zum Kauf des Spieles, etc ?] 

Fazit: 
'Counter-Strike' ist vllig zu Recht einer der meist gespielten Multiplayer-Shooter berhaupt. Das Spielprinzip vermag von der ersten Minute zu fesseln, auch wenn sich die Neulinge unter euch am Anfang die eine oder andere blutige Nase holen werden. Je mehr bung und Erfahrung ihr aber sammelt, desto schneller werdet ihr merken, wie die Zeit vor dem Monitor verfliegt, stets mit dem Gedanken im Hinterkopf 'Nur noch eine Runde ...'. Die angesprochenen Schwchen im Hinblick auf die technische Umsetzung, treten dabei schnell in den Hintergrund. Fr jene unter euch, die gerne 3D-Multiplayer Shooter spielen und 'Half Life' nicht ihr Eigen nennen, stellt die vorliegende Stand Alone-Version von 'Counter-Strike' die perfekte Gelegenheit dar, um in das Spiel einzusteigen. Wer allerdings 'Half-Life' schon besitzt, kann sich die Kosten fr die CD getrost sparen und saugt sich das Mod besser aus dem Internet. 

Bewertung: 
Grafik: 74%, Sound: 78%, Gameplay: 88%, Anspruch: 89%, Spielspa: 91% Spiel der Woche? Alle Rechte bei gamesweb.com AG. 

Vergleicht man nun das was die Politiker und Medien ber das Spiel sagen und so wie es wirklich ist, wird man ziemlich schnell feststellen, dass das Spiel eigentlich gar nichts mit Gewalt zu tun hat. So kommt in dem Artikel z.B. das Wort Gewalt gar nicht vor, weil es nicht wichtig ist. In dem Spiel geht es einfach darum, dass man auf ?sportliche? Weise Leute befreit und gegen eine andere Gruppe gewinnt ? genauso wie Risiko als Brettspiel. 

Hier noch ein 2. Artikel zum Thema ?CounterStrike?: 



Gewalt entsteht durch PC-Spiele!? 
?Am 20. April 1999 strmten die Schler Eric Harris (1 und Dylan Klebold (17) schwer bewaffnet die Columbine High School in Littleton, Colorado, um unter ihren Lehrern und Mitschlern ein Blutbad anzurichten. Sie tteten zwlf Schler und einen Lehrer. Anschlieend erschossen sie sich selbst. Beide waren exzessive Spieler der 3D - Shooter Doom, Quake und Redneck Rampage, die in Deutschland auf dem Index fr jugendgefhrdende Medien stehen. Der US - Nachrichtensender CNN meldete, Harris und Klebold htten sich beim Spielen der genannten PC - Programme kennen gelernt. Sie htten Wochen damit verbracht, sich gegenseitig mit virtuellen Waffen im Netz zu hetzen und niederzumetzeln. Wie es heit, hatte Harris sogar eigene Welten nach dem Muster seiner Nachbarschaft und der Schule hergestellt. 

Dass solche Szenarien auch in Deutschland passieren knnten, htte bis zum 1. November 1999 niemand vermutet. An diesem Tag aber erschoss ein 16 - jhriger Schlosserlehrling in Bad Reichenhall drei Passanten, seine 18 - jhrige Schwester und anschlieend sich selbst. Wieder rckte der Aspekt, dass der Schler ein begeisterter Videospieler war, in den Mittelpunkt des Interesses von Medienkritikern. 

Bei der Suche nach den Grnden fr solche Gewaltausbrche sind Video - und Computerspiele ein immer wieder gerne benutztes Argument: Der ffentlichkeit wird schnell ein Schuldiger prsentiert. Unliebsame Details, die differenziertere Erklrungen ntig machen, stren da nur: etwa das Datum des Massakers in Littleton (Hitlers Geburtstag), das Portrait Adolf Hitlers im Zimmer des Schtzen von Bad Reichenhall oder groe Spannungen, zwischen den Mrdern und den Mitschlern oder Eltern. 

Nach dem bisherigen Stand der Medienwirkungsforschung gibt es vier grundlegend verschiedene Theorieanstze zu Gewalt und Computerspielen, von denen bisher keiner bewiesen oder widerlegt werden konnte. 

Nach der Stimulationstheorie sollen aggressive Computerspiele die Aggressionsbereitschaft frdern. Die Inhibitionstheorie besagt hingegen, dass aggressive Computerspiele Angst erzeugen und die Aggressionsbereitschaft hemmen. Demgegenber sollen nach der Habitualisierungstheorie aggressive Computerspiele abstumpfend und gewhnend wirken. Und nach der Katharsistheorie schlielich bauen Computerspiele Spannungen ab und mindern dadurch die Aggressionsbereitschaft. 

So unterschiedlich diese Anstze auch sein mgen, in einem Punkt sind sich die Forscher einig: Es gibt keine monokausalen Erklrungsanstze fr die Wirkung von Gewalt in Computerspielen.? 
Ausschnitt aus dem Artikel ?Brutale Computerspiele und ihre Auswirkungen? auf http://www.theparallax.org/wissen/allgemein/computerspiele.html 

Wie im letzten Satz beschrieben ?Es gibt keine monokausalen Erklrungsanstze fr die Wirkung von Gewalt in Computerspielen.? so sollten auch die Spiele behandelt werden. Gewalt kann man sich berall antrainieren und wohl als letztes in einem Computerspiel. Eher im Fernsehen (siehe oben), denn dort hat man viel leichter den Zugang zu Gewaltfilmen, etc. 
Und auerdem immer wieder trifft man auf die Meinung, dass PC-Spieler viel gewaltbereiter sind. Es ist aber so, dass genau das Gegenteil der Fall. Die meisten PC-Spieler sind abreagiert nach einer Runde eines Spieles und genieen dann den Tag. Andere die nicht gespielt haben, lassen ihren rger anderswo raus und es entsteht Streit. 
Was man auch nicht auer acht lassen soll ist, dass vor den Computerspielen die Gewaltbereitschaft junger Menschen genauso hoch war wie jetzt. Attentate passierten genauso und es starben genauso Menschen und der Tter hatte keine ?Gewaltspiele? gespielt. 

eSport ? Was ist das schon wieder? 
Momentan ist in Deutschland der eSport immer mehr im kommen. eSport steht fr elektronischen Sport und damit ist gemeint, dass verschiedene Computerspieler gegeneinander spielen. Mit der Zeit haben sich Clans (Gruppen von Spielern) gebildet, die auf LANs (Wochenende, wo viele Computerspiele zusammen gegeneinander spielen) oder im Internet sich treffen und gegen andere Gruppen spielen. Es gibt Ranglisten und in Korea ist es mittlerweile so, dass eSport dort mehr angerechnet wird als der bekannteste ?richtige? Sport. Bist dies bei uns ist, wird es voraussichtlich noch etwa 10 Jahre dauern. Momentan wird nmlich alles allmhlich grer und grer. So gibt es eine eigene Fernsehsendung und die ersten Livebertragungen von eSport (giga.de ? Giga Grandslam) und in Computerspielezeitschriften ist das Thema eSport so gro wie nie. 
Wenn Jugendliche eSport betreiben Spielen sie meistens CounterStrike. Gewalt wollen diese aber nicht sehen. Sie wollen taktisch spielen und in einer Gruppe gewinnen. So gibt es ? wenn es aber auch mglich wre ? keine Einzelkmpfe sondern es wird immer in Gruppen gespielt. Meistens spielen 4 bis 8 Leute gegen die gleiche Anzahl von Leuten auf der Seite und es gewinnt die Gruppe, die taktischer vorgeht und besseres Teamwork hat. 
Auch andere Spiele werden im eSport gespielt. Neben Fifa (Fuball), Need for Speed (Rennspiel) und vielen weiteren Spielen sind nur 2 Spiele in denen die Waffe gezogen wird begehrt. 

Interview mit Yoshi - Ein Clan-Manager berichtet 
Auf der Cebit hatte ich die Mglichkeit Yoshi ? den Clanmanager von Alternate Attax (www.alternate-attax) zu interviewen -, der gerade mit seinem Team in Counterstrike das World Cyber Games Finale gewonnen hatte und Weltmeister wurde. Das vollstndige Interview gibt es auf www.kuh-mag.de! 

KuH Mag: In Korea ist der eSport etwas anders als hier. In 4 Fernsehsendern luft rund um die Uhr eSport und es ist bekannter dort als bei uns Fuball. Wann denkst du denn, das Deutschland so weit ist? 
Yoshi: Um Verhltnisse wie in Korea zu erreichen gehen bestimmt noch 5 Jahre ins Land, denn dort ist eSport richtig als Sport etabliert und anerkannt. Deutschland ist in kleinen Schritten auf den Weg dahin, aber es muss sich noch viel ndern. Auch in Bezug auf Medien. 

KuH Mag: Momentan gibt es noch ziemlich viele Ligen. Denkst du, dass diese auch verschmelzen werden? 
Yoshi: Ich vergleiche es gerne mit dem Boxen. Momentan gibt es sehr viele Ligen, Verbnde und Gruppen. Wenn es sich langsam zu einer groen entwickelt denke ich, dass so eSport auch an Qualitt gewinnt. 
Momentan ist aber eher das Problem, das auch frher viele Extremsportarten hatte, dass man Leute, die eigentlich gar nichts damit zu tun haben, das man diese auch begeistert. Und vielleicht schafft eSport das was Snowboarden auch geschafft hat ? olympisch zu werden. 

KuH Mag: eSport wird ja momentan noch mit Gewalt gleichgestellt. Was hlst du davon? 
Yoshi: Nehmen wir mal das Beispiel Erfurt. Danach war Counterstrike sofort der Sndenbock. Wenn man aber mal schaut wer so was spielt, dann wird man ziemlich schnell sehen, dass die Jungs immer total normal sind und dem Spieler an sich ist es egal ob da irgendwelches Blut spritzt oder keines. Es geht vielmehr um die taktische Variante. Die Gewalt ist da so nebenschlich. Auf manchen Turnieren ist es auch so, dass die Spiele an Leute unter 16 bertragen werden. Da wurden dann die Figuren zu Comicfiguren umgemoddet, aber trotzdem bleibt das Spielprinzip. Es geht einfach Taktiken auszufhren bzw. diese zu vereiteln. 
Fr einen Auenstehenden ist es aber sehr einfach zu sagen, dass die Gewalt einen zum Spielen bringt. 

KuH Mag: Wie wrdest du jemanden in 3 Stzen klar machen, dass Gewalt ungleich Computerspiel ist? 
Yoshi: So Sachen in Worte zu fassen ist immer ein bisschen schwierig. Man sollte eher den Eltern klar machen, dass wenn diese nicht das Kind richtig erzogen haben, dass da was nicht stimmt und das liegt bestimmt nicht an Counterstrike. 
Die Leute die es nicht verstehen sollten einfach mal auf eine Lan gehen und sich anschauen wie freundschaftlich dort alles abgeht. Da sind Fuballspiele wirklich um einiges gewalttiger als eine Lan, denn da passiert gar nichts. 


PC-Spiele-Zeitschriften ? das sind doch die mit den Knarren vorne drauf? 
Monat fr Monat erscheinen einige Spielezeitschriften in Deutschland. Die beiden bekanntesten und meistgekauften sind ?GameStar? und ?PC Games?. Die Zeitungen berichten aus der Szene, testen neue Computerspiele und durch Tipps und Tricks helfen sie den Spielern aus der Patsche, wenn diese einmal selbst nicht mehr weiterkommen. Wenn man als unerfahrener Spieler in eine dieser Magazine hineinschaut wird man feststellen, dass Gewalt eine groe Rolle in der Szene von PC-Spielern spielt, aber wenn man einmal richtig liest wird man erkennen, dass alles gar nichts mit Gewalt zu tun hat, sondern mit dem Spa der mit dem Spielen verbunden ist und die Spieler kaufen sich bestimmt nicht ein solches Magazin um Gewalt zu sehen, sondern um sich zu informieren. 

Indizierungen ? die Bsen bleiben drauen! 
Ein Spiel wird verboten, weil es so schlimm ist, aber warum eigentlich? Der Artikel auf http://www.theparallax.org/wissen/allgemein/computerspiele.html#4 gibt Informationen dazu: 
?Das Wort Indizierung bezeichnet den Prozess des "auf den Index Setzens". Indizierte Spiele drfen nicht von Jugendlichen unter 18 Jahren gekauft und auch nicht ffentlich beworben werden. 

In Deutschland werden Spiele und andere Medien von der unabhngigen Bundesprfstelle fr jugendgefhrdende Schriften geprft. Sie setzt sich aus 12 Vertretern verschiedener Gesellschaftsgruppen zusammen. Zunchst bezog sich ihre Aufgabe auf die Kontrolle von Literatur. Erst in den 80er Jahren wurden Computerspiele und Videofilme, spter auch Online - Angebote ihrer Zustndigkeit zugeschlagen. Die Bundesprfstelle darf nur auf Antrag bestimmter Behrden und Ministerien ttig werden. 

Grundlage ihrer Arbeit ist 1 des "Gesetzes ber die Verbreitung jugendgefhrdender Schriften" (GjS), wonach "unsittliche, verrohend wirkende, zu Gewaltttigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizende" Spiele indiziert werden sollen. Als Hauptkriterium fr eine Indizierung gilt auch das "reflexartige Tten" als einziger Weg zum Spielziel. 

Eine Indizierung ist kein Verbot im eigentlichen Sinne, sondern eher eine gesetzliche Verkaufseinschrnkung. (Bei Nichteinhaltung seitens des Herstellers muss dieser mit betrchtlichen Geldbuen oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr rechnen.) 
Echte Verbote von Spielen gibt es auch, diese werden allerdings nur in Ausnahmefllen bei "schwerer Jugendgefhrdung" in Form einer Beschlagnahme angewandt. Dies betrifft auch sadistische Darstellungen, die einen Versto gegen das Strafgesetz bilden. Ein besonders aufsehenerregender Fall dieser Art war das bereits erwhnte Spiel Mortal Kombat aus dem Jahr 1993. Dieses Prgelspiel bot mit Hilfe sogenannter "Finishing Moves" oder "Fatalities" die Mglichkeit an, einen bereits besiegten Gegner nach dem Kampf zu tten. - in der ersten Fassung ist dies sogar ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung. Der Spieler reit dem besiegten Gegner den Kopf vom Rumpf, das Rckgrat aus dem Krper, oder zerhackt ihn in Stcke. Das Spiel fhrte in den US - Mailboxen und Fachblttern zu wochenlangen Diskussionen, nicht etwa, weil es so brutal war, sondern weil alle mglichst schnell die spektakulren Ttungsszenen sehen wollten, die sich nmlich erst nach einer gewissen Trainingszeit ausfhren lieen. In Deutschland liefen die Sega - Hotlines hei, weil viele Spieler wissen wollten, wie man den "Bloodmode" aktivierte: Der Konsolenhersteller hatte die deutschen Versionen wohlweislich entschrft. Blutspritzer und Todesschlge kamen erst ins Spiel, nachdem man einen geheimen "Cheatcode" eingab, von dem die Prfer der Bundesprfstelle nichts wissen sollten. Mortal Kombat entsetzte die Jugendschtzer in Deutschland so sehr, dass das Spiel im Mrz 1994 erst indiziert und im November 1994 bundesweit beschlagnahmt wurde. 

In letzter Zeit scheinen sich die Spielemacher immer mehr darauf spezialisiert zu haben, die Schwchen des Indizierungsmechanismus gezielt auszunutzen. So dauert es beispielsweise einige Zeit vom Erscheinen des Spiels bis zu seiner Verkaufseinschrnkung. Firmen wie id Software schalten also noch weit vor dem Erscheinen des Spiels Unmengen von Werbung in vielen verschiedenen Medien. Ein Hype, so der Werbefachausdruck, wird erzeugt. Dies bezeichnet eine durch Werbung erzeugte euphorische Vorfreude auf ein Produkt, von dem man im Grunde nur den Namen kennt. In allen Anzeigen wird auf das Erscheinungsdatum hingewiesen, Vorbestellungen knnen gemacht werden und kommt das Spiel schlielich in den Handel, so sind alle in den Regalen der Hndler vorhandenen Exemplare binnen krzester Zeit ausverkauft. Kommt es also nach einigen Wochen tatschlich zu einer Indizierung des Spiels, so ist der berwiegende Teil der absetzbaren Exemplare bereits verkauft. Manchmal sind auf den Spieleverpackungen auch noch verwirrende "Wertungen" zum Beispiel "geeignet ab 15 Jahren" (Auf Quake III Arena, das in Wirklichkeit ab 18 Jahren freigegeben ist) gro aufgedruckt, um die Eltern der jungen Spieler zu beruhigen. 

Manche Hersteller versuchen eine Indizierung dadurch zu verhindern, dass die exakte Definition "reflexartiges Tten" auf ihr Spiel einfach nicht zutrifft. So baute Epic Games in ihr uerst brutales Spiel Unreal zustzlich zu all den Feinden noch ein paar friedliche Wesen ein, die man nicht abschieen sollte. Obwohl die Anzahl der zu verschonenden Wesen im Vergleich zum Heer der Gegner verschwindend klein ist, bewahrte dies das Spiel tatschlich vor der Indizierung. 

Wenngleich bei den Spielekonsumenten uerst unbeliebt, entschlieen sich manche Hersteller auch dazu, die Spiele fr den deutschen Markt zu verndern. So wurden zum Beispiel aus dem Spiel Sin alle Blutspritzer entfernt, was das Spiel freilich trotzdem nicht vor der Indizierung bewahrt hat. Im Spiel Half - Life wurden die gegnerischen Soldaten in der deutschen Version durch Roboter ersetzt. Der Erfolg: die Originalversion ist indiziert, die deutsch Version nicht. Manchmal treibt die Angst der Hersteller vor einer Indizierung skurrile Blten: Obwohl fr das Spiel Tomb Raider keine wirkliche Indizierungsgefahr bestand, wurde alles Blut in der deutschen Version vorsichtshalber lila eingefrbt. 

In sterreich geht man gegen gewaltttige Computerspiele nicht so konsequent vor, wie in Deutschland. Jeder Hndler darf amerikanische Originalversionen von Computerspielen ffentlich anbieten. Es liegt primr in der Verantwortung des Hndlers und der Kunden, sich an die von USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) bzw. FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) empfohlenen Altersbestimmungen zu halten.? 


Eine interessante Statistik zu den Alterseinstufungen von Computerspielen auf www.usk.de: 

Wie verteilen sich seit 1. April 2003 (neues Jugendrecht) die Alterseinstufungen? 


Selbst machen ? weit mehr als Spielen 
In letzter Zeit ist es vermehrt zu merken, dass immer mehr Spieler zu Programmier-Programmen greifen und sich Spiele nach ihren eigenen Mastben basteln. Sie entwickeln eigene Spiele, die dann die Nachwelt spielen kann. Schon lange ist es nicht mehr so, dass nur kleine Spiele entwickelt werden, die hchstens 5 Minuten Spa machen, sondern es gibt immer mehr Entwickler, die Jahre dort rein stecken. So entstehen auf www.brokensword25.com und www.timanfaya.chromeflowers.de 2 hochwertige Spiele, die mehr als nur fr die Zeit zwischen Feierabend und Tagesschau Spa machen. 
Daran, dass nun auch Spieler selbst anfangen zu programmieren, sieht man, dass Spieler sich die Game-Welt so machen, wie sie ihnen gefllt. Auffllig ist daran, dass hauptschlich Adventures (Spiele in denen man Rtsel lsen muss und Dinge kombinieren muss) entwickelt werden. Daran erkennt man, dass Spieler sich nicht den ultimativen Gewaltkick als optimales Spiel vorstellen, sondern Spiele, in denen eine Pistole das Wichtigste ist. 

Gamer-FM ? Der Sound der Spiele 
Auch einen eigenen Radiosender hat die Spieleszene. In diesem Radio, dass auf www.gamer-fm.de zu hren ist, bekommen Spieler rund um die Uhr aktuelle Infos ber PC-Games. Selbst zum Beispiel die oben genannten World Cyber Games Finals wurden dort bertragen und das ganz ohne ein einziges Bild. Wie bei einen Radio-Fuball-Konferenz hat ein Moderatorenteam die Spiele bertragen. Die 200 bis 500 Zuhrer haben gelauscht und keiner hat gejammert, dass er keine Gewalt sieht, denn das sportliche zhlt! 

Verschiedene Spieler berichten ber Erlebnisse und ihre Meinungen zu Gewalt in Computerspielen: 
Statement von grand_diablo ? stellvertretender Chefredakteur von XXL-Games.de: 
Es geht in den meisten Shootern (das Genre das in der Hinsicht am meisten in der Kritik steht) nicht primr um die Bluteffekte, deutliches Beispiel ist ja der meistgespielte Multiplayer-Taktikshooter CS. Ich zumindest achte bei den meisten gar nicht drauf. Natrlich wirkt es dann zeitweise etwas lcherlich, wenn jemand nach ein paar AK Treffern "nur" hinfllt, ich denke ein paar Effekte sind i.O. wenn es nicht bertrieben wird. Zudem ist es mir wichtig, dass eine Nachvollziehbare Handlung vorhanden ist und nicht nur um des Ttens willen geschossen wird. In der Hinsicht ist Postal 2 ein Negativbeispiel, doch diese sind Gott sei Dank weit in der Minderzahl. Was absolut heuchlerisch ist, sind populistische Politikeraussagen in dieser Hinsicht, vor allem von Leuten, die mit Computerspielen eigentlich gar nichts am Hut haben (mal vielleicht abgesehen von Moorhuhn), oder klischeebehaftete Popsongs wie "Mehr Waffen" von Christina Strmer. Einerseits stellt man damit ein Hobby vieler Mensche in ein sehr zwiespltiges Licht, zudem bilden sich Uninformierte eine schlechte Meinung darber. Weiters schdigt man damit eine Industrie, die weltweit gesehen bereits grer als die Kinobranche ist. Dass es bertrieben gewaltttige Spiele gibt, will ich nicht bestreiten (wie erwhnt, z.B. Postal 2), aber diese sind weit in der Minderheit und haben meist auch keine groe Klientel. Wer nicht extrem abgehrtet oder irgendwie leicht sadistisch veranlagt ist, wird Postal 2 nicht durchspielen 

Statement von diemale ? Member von Piranho.de: 
Also meine Meinung ist ganz einfach und kurz dazu: 
Kleine Kinder drfen es nicht haben, auch wenn ich das schon immer Games zogge, die nicht mal erlaubt sind und ich bin nicht gewaltttig oder sonst wie drauf! Fr normale Leute ist das sobald sie alt genug sind! Dann passiert auch nichts! 

Statement von cele ? Member von Piranho.de: 
Was soll man zu Gewalt in PC Games sagen? 
Ohne macht?s doch nicht Spa. Gewalt wre ja schon allein bei Moorhuhnschieen. Klar gibt es ein paar Spiele die etwas sehr hart sind, aber bei solchen gibt?s es ja FSK oder die kommen erst gar nicht nach Deutschland. Bei manchen knnen zwar solche Spiele auch negative Folgen haben, aber man kann nicht immer die Schuld auf die Medien oder auf Spiele beziehen. Man sollte da lieber froh sein, dass die Kinder so was Spielen und nicht auf der Strae rumhngen o.. Allerdings bin ich der Meinung, dass auch ein gewisser Sinn hinter solchen Ballerspielen stecken sollte. Ein Spiel wo nur gesagt wird, kill *den und den* ohne zu sagen, warum eigentlich, so was ist schon komisch. Taktikspiele etc. sind recht lustig. Final Fantasy hat man mehr oder weniger ein Plan, eine Strategie muss erarbeitet werden, man muss nachdenken. 
Man kann nicht "Gewalt in Games" verallgemeinern. 

Statement von bindelinzi ? Member von Piranho.de: 
Heutzutage kommt man doch an jedes Gewalt Spiel ran!! Das bringt e dann ja nicht! Ich bin auch noch nicht volljhrig aber Spiele oft Spiele dir erst ab 18 sind! 

Statement von benjamin-rohrer ? Member von Piranho.de: 
Mir ist die Gewalt ziemlich egal! Ich (14) spiele auch schon Spiele wo erst ab 18 sind! Ich wrde aber auch nie auf so ne beschiessene Idee kommen, dass ich so was nachmache (siehe Erfurt) 

Statement von killerzwerg ? Clanmember von www.gr-clan.tk: 
Gewalt ist natrlich sehr wichtig! Ich mchte doch Amok laufen in der Schule ... ist ja klar ... alle Gamer sind bse Menschen ... Psychopaten! 

Statement von Andrej vom Indy-Hrspiel auf KuH-Mag: 
Ich hab kein Problem damit. Erlebe ich schon seit etlichen Jahren und denke nicht, Schaden davon genommen zu haben. Ich bin im Gegenteil ziemlich friedliebend. Wenn Spieler Probleme mit der Gewalt haben, dann ist das meiner Meinung nach nicht allein darauf zurckzufhren, sondern auch und vor allem auf falsche / fehlende Erziehung, soziales Umfeld etc. 

Statement von Torsten von KuH Mag Deutschland: 
Kommt ganz drauf an wenn es im Spiel um Gewalt geht z.B Kampfspiel (Konsolen) oder Kriegsspiele, dann muss sie rein. Man kann ja wohl nicht bers Schlachtfeld rennen und Blmchen verteilen oder in einem Strategiespiel - wie ?Herr der Ringe - War of the Ring? mit netten Worten die bsen vertreiben. 
Meine Meinung ist in manche spiele muss sie rein, aber Action und Spannung ist auch wichtig, aber wenn man heut zu Tage im Handel schaut es gibt nur noch spiele mit Gewalt. 

Statement von Marcus von Gluecksbauch.de: 
bertriebene Gewalt wie Kopf abhauen und Bein wegschieen ist albern - ist was fr Dumpfbirnen -aber ich sag mal "akzeptable" Gewalt, wie man sie schon in Western und heutzutage in jedem Actionfilm sieht macht ein Computerspiel nur realistischer und trgt somit zum Spielspa bei. 

Statement von Hannibal Smith - Member von AmigaJoker.de: 
Also ich wrde sagen fr geistig ohnehin schon minderbemittelte ist es nicht grad vorteilhaft den ganzen Tag vor der Kiste zu sitzen, aber in maen genossen hab ich nix dagegen und Spiele, die nur auf Brutalitt und Gewalt ausgelegt sind und keinen anderen Hintergrund haben, find ich auch bescheuert 

Statement von Yam von KuH Mag Brasilien: 
Hmhmhmh,.. keine Ahnung.. ich halte ohnehin nicht viel von Computergames, Videogames, usw. Aber als ich klein war, war ich der volle Super Mario Fan, der hatte keine wirkliche bzw. realistische Gewalt und bereitete mir trotzdem groe Freude.Und da es bewiesen worden ist, dass sich Schwachsinnige von den Games beeinflussen lassen und dann irgendwie gewaltttig werden, dann bin ich der Meinung dass es wirklich "Verkaufsgrenzen" geben soll - zumindest in den Lndern wo sich die Alten bedroht fhlen! 

Statement von Sebhe von KuH Mag Deutschland: 
Es war doch schon immer so gewesen das irgendwelche Minderheiten angegriffen worden sind. So ist es halt momentan in Deutschland aktuell gegen Gamer vorzugehen! berlegt man es sich aber mal genau ist doch die Fernsehbranche viel schlimmer. Schon kleine Kinder haben die Mglichkeit Leute sterbenen zusehen wenn sie einfach mal durchschalten. Viele Kinder spielen in jugen Jahren mit Stcken und ?schieen? sich ab. Und dann halt irgendwann wollen sie das ganze anderes haben und sie entdecken Ego-Shooter. Ego-Shooter sind eigentlich nichts anderes als auf dem Spielplatz mit ?Sandgranaten? andere abzuknallen. Das ist es eigentlich nur ein Zeichen, das wir in Deutschland leben, und die Politiker alles tun um Whler zu bekommen und es gibt halt viele alte Leute, denen man schnell erzhlen kann, das alle Gamer bse sind und so hat man schon ein paar Tausend Whler mehr auf der Seite! 
Armes Deutschland!!! 

Statement von Laura von KuH Mag Deutschland: 
Meine Meinung dazu ist, dass es auf die Gewaltstrke ankommt. Spiele wie CS, etc sind ja Standard mittlerweile. Altersbegrenzungen sind doch auch egal, wenn man ein Spiel haben will bekommt man es, egal ob man es klaut, von lteren kaufen lsst oder noch so an der Kasse bekommt. Die Gewalt in PC-Spielen hat auch nichts mit Anschlgen wie z.B. in Erfurt zu tun find ich. Jeder muss selbst wissen wann ein Spiel zu "brutal" fr einen wird. Auerdem ist Gewalt doch eigentlich immer in den einfachsten spielen wie ?Siedler?, ?Die Vlker? oder Flugsimulatorenl zu sehen ohne, dass es gleich ein brutales Spiel ist. Gewalt gehrt - denke ich, dass so die Mehrheit denkt -, in Spiele rein. Es gibt wenig Spiele, die ganz ohne Gewalt sind. Sie werden auch nicht mehr gekauft, geschweige denn produziert. Sie sind uncool und nicht mehr aktuell. 

Statement von Leander - Member von AmigaJoker.de: 
Ich finde Gewalt in Computerspielen ist ein probates Stilmittel, genauso wie es in Filmproduktionen gang und gbe ist! Natrlich sollte es eine "ernstzunehmende" Alterskontrolle wie die FSK geben (oder gibt es die schon?)! 

Der ganze Wind der durch irgendeinen verzogenen Schwachsinnigen an einem Gymnasium gemacht wurde hat auch sehr deutlich gezeigt, dass das Thema "Gewalt in Computerspielen" einen Generationenkonflikt nach sich gezogen hat (fragt mal euere Eltern, was deren Eltern ber die Beatles gedacht haben, da fehlt das Verstndnis)! Da sitzen (wie es in Deutschland ja zu jedem populren Thema ist) so genannte "Experten" die sich damit beschftigen, aber trotzdem voreingenommen sind, weil SIE offensichtlich NICHT trennen knnen zwischen Wahrheit und Fiktion! Studierte Pdagogen analysieren jedes Spiel, jede Emotion Zug um Zug und wenn jemand etwas negatives finden will, dann kann er das auch! 
Vielleicht ist fr die Experten einfach nur der historische Hintergrund von Krieg an sich bewusster als bei uns! 
Was auch fr meine Theorie des Generationskonflikt spricht, ist dass viele Eltern keine Ahnung von dem Treiben ihres Sprlinges haben, sich berhaupt nicht mit der Welt der digitalen Medien auskennen, sich einfach nicht genug Mhe geben! 

Die Zensierungswut finde ich zur Zeit erschreckend in Deutschland, aber das ist ja "nur" die Computerspielebranche! Wenn die Zensur so bei Bchern wten wrde, dann wre das Geschreie gro! 
Die Widersprche der Experten sind auch interessant: 
Wir sollen uns also mit unserer dunklen Vergangenheit auseinandersetzen! Zum ersten hab ich da whrend ich spiele absolut gar keine Lust zu! Fr mich ist das Entspannung und ich will einfach mal abschalten, zum Zweiten frag ich mich, wie ich mich damit auseinandersetzen soll, wenn alle zensiert ist?? Es kommt ja auch auf die Aussage des Spiels an sich an, wie bei Filmen! Ich wsste zum Beispiel nicht, wo ein indizierter Shooter von ID-Software, die Naziwelt glorifiziert! Man kmpft doch GEGEN die! 

Oh ist jetzt doch was lang geworden, aber wie das Thema hier an sich behandelt wird (in Deutschland) ist einfach an Scheinheiligkeit und Heuchelei kaum zu berbieten! 

Statement von Spectre ? Member von AmigaJoker.de: 
Kinder werden heutzutage doch grundstzlich dauernd Gewalt in Medien ausgesetzt und da erwartet man, dass die Eltern ihrer Frsorgepflicht nachkommen. Warum also sollten Eltern das nicht auch bei Games knnen? Jeder der ein Kind in die Welt setzt sollte sich der Verantwortung bewusst sein und sich nicht drauf verlassen knnen, dass der Gesetzgeber jeden Schei regelt. 

Statement von LTC2 ? Chef von JokerArchiv.de: 
Kurz und knackig! 
So wrde ich mir das Wnschen! 
Spiele ab 18: Uncut in jeden Laden erhltlich, nur an der Kasse zu bekommen. Keine Indizierungen mehr. 
Ab 16: Auch nur an der Kasse, nur mit Perso. 
Ab 12: Normal erhltlich 
Man bedenke: Wenn ein 16 Jhriger ?Soldier of Fortune? UNcut spielt, ist das nicht sehr frderlich. 
Die Schweine drfen nicht jedes Spiel indizieren, bitte dann ab 18 stellen, und uncut lassen. 

Statement von Pilsberrimann ? Member von Piranho.de: 
Ich finde das Gewalt eigentlich in jedem Spiel vorhanden ist. egal ob es ?Super Mario? ist , indem man kleine Monster tot hpft, oder das brutale ?Manhunt?, wo man andere Menschen klatbltig meuchelt. Dies trifft natrlich nicht auf Spotspiele und deren gleichen zu. 
Finde das man es Kindern nicht verbieten kann Spiele oder Filme mit Gewalt zu spielen bzw. sehen, denn fast berall kommt eine Art der Gewalt vor. 

Statement von Johnny.Walker ? Member von AmigaJoker.de: 
Gewalt ist okay, so lange sie nicht regelrecht celebriert wird - Postal 2 war fr mich so ein Fall. Das Spiel war an sich vllig substanzlos und von recht durchwachsener Qualitt, aber dafr durfte man wimmernden Personen den Kopf abschlagen oder sie anpissen!!! Das ist fr mich weder eine Satire noch Zynismus, sondern einfach nur primitiv und sadistisch. 

Dagegen kann ich berhaupt nicht nachvollziehen, warum zum Beispiel C&C Generals indiziert wurde. Immerhin machen uns unseren groen Staatsmnner regelmig vor, wie man Krieg fhrt... 

Statement von Daniel ? Member von AmigaJoker.de: 
Auch wenn Gewalt "celebriert" wird: Kein Grund, Spiele zu zensieren. Ja, Spiele knnen einen negativen Einfluss haben. Aber nicht, weil sie grundstzlich bse sind und brave Menschen in Monster verwandeln, sondern weil die Leute weitestgehend doof und beeinflussbar sind. Aber das Letzte, was die Leute brauchen, sind staatliche Babysitter. Das bringt sowieso nichts. Also: Spieler bitte genau so behandeln wie Filme-Schauer oder Buch-Leser. Danke. 

Statement von Winfo ? Member von AmigaJoker.de: 
Ich finde Gewalt in Spielen auch in Ordnung. Wenn sie recht witzig gemacht ist (Katzen als Schalldmpfer oder so), dann habe ich auch nix gegen ein zelebrieren von Gewalt. Ich bin ganz klar, der Meinung, dass ein gesunder, denkender Mensch in der Lage ist zwischen Fiktion und Realitt zu unterscheiden. Daher habe ich auch keine Bedenken, dass Gewalt ist Spielen der Auslser von irgendeinem Amok-Lauf oder hnliches ist. 
Die Menschen, die so was machen, sind krank. Sie haben viel tiefer liegende Probleme wie einfach nur ein Gewaltspiel oder hnliches. Klar. In manchen Fllen kann ein Shooter sicherlich der berhmte Tropfen, der das Fass zum berlaufen bringt sein, aber wie schon gesagt, diese Leute haben ganz andere Probleme und frher oder spter wrde es wahrscheinlich eh passieren. 

Ich meine, nimmt man z. B. den Amok-Lufer von Erfurt. Klar er hat Shooter gespielt. Aber er hat was seine schulischen Leistungen betrifft wegen sehr hoher Anforderungen seiner Eltern, welche er nicht erfllen konnte, unter sehr starkem Druck gestanden. Und ich hatte in diesem Zusammenhang irgendwo mal einen recht ansprechenden Artikel gelesen, wo auf eine sehr neutral betrachtete Art und Weise beschrieben wurde, dass es mit hchster Wahrscheinlichkeit eben dieser Druck war und nicht die Computerspiele, die bei Ihm den geistigen Kurzschluss verursacht hat. Klar auch hier wieder: 
Ggf. waren wirklich die Spiele dafr verantwortlich, dass der Amoklauf so abgelaufen ist. Aber da die tatschliche Ursache seiner Probleme wo anders zu suchen war, ist es eben auch sehr wahrscheinlich, dass es auch ohne diese Spiele dazu gekommen wre. 

Daher finde ich eben Gewalt in Spielen in Ordnung. Auf der anderen Seite, bin ich aber auch ein groer Befrworter von Altersfreigaben und somit in letzter Konsequenz auch von der Indizierung (auch wenn ich mir mit der Aussage nicht viele Freunde machen werde). Aber ich finde es schon gut so, dass nicht jeder 10 oder 12 jhriger wirklich alle Spiele in die Hnde bekommt. Gut. Und was die Nachteile von Indizierung fr Erwachsene betrifft, so habe ich es schon einmal geschrieben und schreibe es noch einmal: 
Indizierte Spiele drfen in Deutschland verkauft werden. Sie drfen nur nicht fr jeden (und somit hauptschlich fr Minderjhrige!) zugnglich in einem ffentlichen Verkaufsraum ausgestellt und beworben werden. Die Tatsache, dass man indizierte Spiele aber dennoch oft nicht kaufen kann, ist ein Misstand des Handels. Weil es denen zu viel ist, jedes Mal, wenn einer so ein Spiel kaufen will extra einen ins Lager zu schicken oder so hnlich bekommt man die Teile weitestgehend eben nicht. 
Und deshalb finde ich auch das neue Jugendschutzgesetz einfach klasse. Denn im Gegensatz zum Alten, bei dem ein Versand von indizierten Spielen gnzlich Verboten war, ist es nun mglich, die indizierten Spiele ganz legal ber den Versandhandel zu beziehen. 

Statement von lepi ? Member von Piranho.de: 
Gewalt verkauft sich sehr leicht (auch wenn man es nicht auf den ersten blick merkt). Ich finde Gewalt bei den Games ok. Jedoch sollte man ein Spiel nicht nur mit regelrechten Horrorszenarien berladen, sondern auch mal ein nettes Kaffeekrnzchen einbauen! Es gibt ja schon sehr viele "Gerchte, Studien, etc." die besagen dass es die Jugendlichen aggressiver macht, oder ihnen in sonst einer Hinsicht schdlich ist. Meiner Meinung nach ist dies erst dann der Fall, wenn man vergisst, dass das Game nur fiktion ist, und sonst nichts! Schlussendlich mchte ich es mit folgendem Satz zusammenfassen: 
Gewalt an und fr sich in Games ist in Ordnung es kommt lediglich auf die daraus resultierende "Rezeption" an! 

Statement von computerbildspiele ? Member von Piranho.de: 
In fast jedem Spiel ist ein Teil Gewalt und ich finde das gehrt heutzutage schon fast dazu. Dies gilt aber nur fr Spiele ab 12. Alle Spiele darunter sollten gewaltfrei sein. 

Weiterfhrende Links: 
Gute Artikel: 
http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet/erfurt/interview_treichel.jhtml?rubrikenstyle=computer (Interview mit einem Spieler) 

Neutrale Artikel: 
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,286011,00.html (Spieler im Visier) 
http://www.3sat.de/nano/bstuecke/02485/ (Gewalt durch Spiele?) 
http://www.heise.de/newsticker/meldung/19415 (Studien: Brutale Computerspiele frdern Aggressionen) 

Schlechte Artikel: 
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=7698 (Lust auf Leben wecken statt Gewalt durch Computerspiele) 
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/2507647 ("Das ist ja viel besser als in die Fresse hauen") 
http://www.solidaritaet.com/neuesol/gewalt.htm (Zur Schultragdie in Erfurt: Stellungnahme, Hintergrnde) 

Linksammlung: 
http://www.nibis.de/nli1/gewalt/ (Bunte Mischung aus guten und total schlechten Artikeln!) 
http://www.mediengewalt.de/ (Linksammlung, aber total falsch das Thema angepackt) 

Interessante Seite: 
http://www.usk.de/ (Alle USK-Wertungen auf einem Blick!) 

--- Ende Teil 1 --- 
Und hier nun ein 2. Referat zum Thema von mir aus wissenschaftlicher Sicht! 
--- Anfang Teil 2 --- 
Robert S., der Tter, der fr das Massaker in Erfurt verantwortlich ist, soll das Computerspiel ?Counterstrike? gespielt haben. In den Wochen nach der Tat rckte dieses Spiel in den Mit-telpunkt der Medienberichterstattung. Die Medien berichten, dass er durch das Spielen von ?CounterStrike? zu einer tickenden Zeitbombe wurde, die im April 2002 explodiert ist. 

Was sind Computerspiele? 

Es gibt viele Arten von Computerspielen. So zum Beispiel Sportspiele (z.B. Fuball, Autorennen), Strategiespiele (z.B. Aufbauspiele), Rollenspiele (z.B. Abenteuergeschichten) und Actionspiele (z.B. Shooter). In jedem dieser Gerne erscheinen Woche fr Woche neue Spiele. 
Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Technik um einiges weiterentwickelt. 

Gewalt in Computerspielen 

In Computerspielen kann Gewalt auf viele Arten und Weisen in Szene gesetzt werden. Mal schaut der Spieler aus der Vogelperspektive zu und befiehlt bestimmten Einheiten in die Schlacht zu ziehen, dann ist der Spieler mitten drin und spielt aus der Ego-Perspektive und betrachtet das Geschehen durch die Augen der Hauptperson oder der Spieler steuert die Hauptperson aus der Sicht einer dritten Person durch den Level. Alle dieser Arten haben et-was gemeinsam. Der Spieler benutzt Waffen und muss versuchen Gegner zu eliminieren und zu gewinnen. 

Theorien ber die Wirkung der Gewalt in Computerspielen 

Es gibt 3 Theorien zur Wirkung von Gewalt in Computerspielen: 

1. Stimulationstheorie (stimulieren = frdern) 
Die Stimulationstheorie besagt, dass Computerspiele die Gewaltbereitschaft der Spieler fr-dern. Viele Politiker und Zeitungen vertreten diese Meinung. 
So vertritt der Erziehungswissenschaftler Jrgen Oelkers folgende Meinung : 
?Das schleichende Gift der Bilder ist nicht harmlos. Wer stndig Games benutzt, die alle De-tails von Tten nicht nur darbieten, sondern simulierend agieren lassen, wird nicht allein des-wegen zum Tter, aber er hat alle Muster zur Verfgung, die er bentigt, wenn eine Situation wie in Littleton oder Erfurt entsteht.? 

2. Abstumpfungstheorie 
Andere argumentieren, dass Spieler soziale Hemmungen abbauen und ein anderes Bild von Gewalt bekommen. Dadurch, dass man Gewalt vorgelebt bekommt, sinkt die Hemmschwelle und nach lngerem Spielen wei man nicht mehr was Realitt und was virtuell ist. 
So zum Beispiel der bayrischer Innenminister Gnther Beckstein (CSU) : 
?Es herrscht jetzt die breite berzeugung, dass solche Videos mit-urschlich sind fr die Exp-losion von Gewalt bei Jungendlichen ... Dadurch wird ihre Hemmschwelle massiv herabge-setzt.? 
Wie dem nun wirklich ist, lsst sich nicht genau feststellen. Eine Studie zeigte, dass Spieler von Ego-Shootern im Gegensatz zu Spielern von Knobelspielen nach einer Stunde sich ge-zeigte Gewaltbilder lnger anschauen und mehr Gewalt ertragen. 

3. Katharsistheorie (Katharsis = Reinigung) 
Diese Theorie unterstellt, dass das Spielen von Gewaltspielen Aggressionen abbauen hilft und, dass die Spieler lernen taktisch und geschickt zu handeln. 
Florian Rtzer argumentiert : ?Kinder brauchen deshalb durchaus auch Gewaltspiele, um ei-gene Gewalterfahrungen zu verarbeiten. Dabei scheint das Gefhl von Strke und Kontrolle um so grer zu sein, je offener und direkter die Gewalt im Spiel zu Tage tritt.? 

Berichte von Spielern ber Gewalt in Computerspielen 

Statement von Winfo ? Member von AmigaJoker.de : 
?Ich finde Gewalt in Spielen auch in Ordnung. Ich bin ganz klar, der Meinung, dass ein ge-sunder, denkender Mensch in der Lage ist zwischen Fiktion und Realitt zu unterscheiden. Daher habe ich auch keine Bedenken, dass Gewalt ist Spielen der Auslser von irgendeinem Amok-Lauf oder hnliches ist. 
Die Menschen, die so was machen, sind krank. Sie haben viel tiefer liegende Probleme wie einfach nur ein Gewaltspiel oder hnliches. Klar. In manchen Fllen kann ein Shooter sicher-lich der berhmte Tropfen, der das Fass zum berlaufen bringt sein, aber wie schon gesagt, diese Leute haben ganz andere Probleme und frher oder spter wrde es wahrscheinlich eh passieren. 

Ich meine, nimmt man z. B. den Amok-Lufer von Erfurt. Klar er hat Shooter gespielt. Aber er hat was seine schulischen Leistungen betrifft wegen sehr hoher Anforderungen seiner El-tern, welche er nicht erfllen konnte, unter sehr starkem Druck gestanden. Und ich hatte in diesem Zusammenhang irgendwo mal einen recht ansprechenden Artikel gelesen, wo auf eine sehr neutral betrachtete Art und Weise beschrieben wurde, dass es mit hchster Wahrschein-lichkeit eben dieser Druck war und nicht die Computerspiele, die bei Ihm den geistigen Kurz-schluss verursacht hat. Klar auch hier wieder: 
Ggf. waren wirklich die Spiele dafr verantwortlich, dass der Amoklauf so abgelaufen ist. Aber da die tatschliche Ursache seiner Probleme wo anders zu suchen war, ist es eben auch sehr wahrscheinlich, dass es auch ohne diese Spiele dazu gekommen wre. 

Daher finde ich eben Gewalt in Spielen in Ordnung. Auf der anderen Seite, bin ich aber auch ein groer Befrworter von Altersfreigaben und somit in letzter Konsequenz auch von der Indizierung (auch wenn ich mir mit der Aussage nicht viele Freunde machen werde). Aber ich finde es schon gut so, dass nicht jeder 10 oder 12 jhriger wirklich alle Spiele in die Hnde bekommt. Gut. Und was die Nachteile von Indizierung fr Erwachsene betrifft, so habe ich es schon einmal geschrieben und schreibe es noch einmal: 
Indizierte Spiele drfen in Deutschland verkauft werden. Sie drfen nur nicht fr jeden (und somit hauptschlich fr Minderjhrige!) zugnglich in einem ffentlichen Verkaufsraum aus-gestellt und beworben werden. Die Tatsache, dass man indizierte Spiele aber dennoch oft nicht kaufen kann, ist ein Misstand des Handels. Weil es denen zu viel ist, jedes Mal, wenn einer so ein Spiel kaufen will extra einen ins Lager zu schicken oder so hnlich bekommt man die Teile weitestgehend eben nicht. 
Und deshalb finde ich auch das neue Jugendschutzgesetz einfach klasse. Denn im Gegensatz zum Alten, bei dem ein Versand von indizierten Spielen gnzlich Verboten war, ist es nun mglich, die indizierten Spiele ganz legal ber den Versandhandel zu beziehen.? 

Statement von Torsten von KuH Mag Deutschland : 
?Kommt ganz drauf an wenn es im Spiel um Gewalt geht z.B Kampfspiel (Konsolen) oder Kriegsspiele, dann muss sie rein. Man kann ja wohl nicht bers Schlachtfeld rennen und Blmchen verteilen oder in einem Strategiespiel - wie ?Herr der Ringe - War of the Ring? mit netten Worten die bsen vertreiben. 
Meine Meinung ist in manche spiele muss sie rein, aber Action und Spannung ist auch wich-tig, aber wenn man heut zu Tage im Handel schaut es gibt nur noch spiele mit Gewalt.? 

Interview mit Yoshi - Ein Clan-Manager berichtet 
Auf der Cebit hatte ich die Mglichkeit Yoshi ? den Clanmanager von Alternate Attax (www.alternate-attax.de) zu interviewen -, der gerade mit seinem Team in Counterstrike das World Cyber Games Finale gewonnen hatte und Weltmeister wurde. 

KuH Mag: eSport wird ja momentan noch mit Gewalt gleichgestellt. Was hltst du davon? 
Yoshi: Nehmen wir mal das Beispiel Erfurt. Danach war Counterstrike sofort der Sndenbock. Wenn man aber mal schaut wer so was spielt, dann wird man ziemlich schnell sehen, dass die Jungs immer total normal sind und dem Spieler an sich ist es egal ob da irgendwelches Blut spritzt oder keines. Es geht vielmehr um die taktische Variante. Die Ge-walt ist da so nebenschlich. Auf manchen Turnieren ist es auch so, dass die Spiele an Leute unter 16 bertragen werden. Da wurden dann die Figuren zu Comicfiguren umgemoddet, aber trotzdem bleibt das Spielprinzip. Es geht einfach Taktiken auszufhren bzw. diese zu vereiteln. 
Fr einen Auenstehenden ist es aber sehr einfach zu sagen, dass die Gewalt einen zum Spie-len bringt. 

KuH Mag: Wie wrdest du jemanden in 3 Stzen klar machen, dass Gewalt ungleich Compu-terspiel ist? 
Yoshi: So Sachen in Worte zu fassen ist immer ein bisschen schwierig. Man sollte eher den Eltern klar machen, dass wenn diese nicht das Kind richtig erzogen haben, dass da was nicht stimmt und das liegt bestimmt nicht an Counterstrike. 
Die Leute die es nicht verstehen sollten einfach mal auf eine Lan gehen und sich anschauen wie freundschaftlich dort alles abgeht. Da sind Fuballspiele wirklich um einiges gewalttiger als eine Lan, denn da passiert gar nichts. 

Wie regelt der Gesetztgeber den Verkauf von Gewaltspielen? ? USK 

Sobald ein Spiel von der USK (UnterhaltungsSoftware Selbstkontrolle) getestet worden ist, darf es in deutschen Lden verkauft werden. Die USK bewertet die Computerspiele mit ver-bindlichen Alterskennzeichnungen, die der von der FSK aus der Filmindustrie entliehen sind. 
Wenn Spiele besonders schlimm sind, knnen sie indiziert werden und drfen nur noch an ber 18 Jahre alte Personen abgegeben werden und drfen nicht beworben werden. 

Wie verteilen sich seit 1. April 2003 (neues Jugendrecht) die Alterseinstufungen? 

Zeitraum der Aufzeichnung: 2003  USK.de 

Resmee: 

Ob Computerspiele Gewalt frdern lsst sich nicht genau sagen. Aber eins ist sicher: In man-chen Computerspielen sieht man, wie sich Personen abschieen und jeder muss selbst ent-scheiden, ob er das sehen will. Es ist die eigene Verantwortung! 

Quellen: 

?Interview mit Yoshi von Alternate Attax? und ?Gewalt in Computerspielen? von KuH Mag (http://www.kuh-mag.de) 
?Gewaltvideos und brutale Computerspiele verbieten?? von Schroedel @ktuell (http://www.schroedel.de) 
?Computerspiele ? Virtuelle Spiel- und Lernwelten? von Jrgen Fritz / Wolfgang Fehr (Hrsg.) erschienen im bpb-Verlag 
?Wie verteilen sich seit 1. April 2003 (neues Jugendrecht) die Alterseinstufungen?? und ?Ver-teilung der Genres? von USK.de (http://www.usk.de) 