Ok, das war ja ein ereignisreiches Filmjahr. Chronologisch gehe ich mal rückwärts (dank an
http://www.angelaufen.de/Vorwochen.html), unterschlage dabei ein oder zwei Filme, für die ich mich wirklich schäme (nicht "Erotik", falls ihr dies denkt

) und halte es kurz:
<b>Rückkehr des Königs</b>: Wie ich schon schrieb, für mich hat der erste Teil eine eigene Magie, den die Nachfolger nicht ganz erreichen, kann es aber kaum in Worte fassen. Natürlich ist die Trilogie aber insgesamt großartig, ein einzigartiges Fantasy-Spektakel. 8 Punkte für den dritten Teil allein, 10 Punkte für die gsamte Trilogie
<b>Findet Nemo</b>: Danke Pixar, ihr seid großartig. Wirklich spaßig, niedlich, schön. 8 Punkte
<b>The Italian Job</b>: Den könnt ich schon mal unterschlagen, aber an Kinotagen tut man sich grad im Winter ja so einiges an. Naja, solide immerhin, vorhersehbar natürlich. 4 Punkte
<b>Kill Bill Volume 1</b>: Sauer aufgestoßen wegen der Zweiteilung, abschließendes Fazit noch nicht möglich. Vorerst 7 Punkte mit Raum nach oben?
<b>Identität</b>: Abschlußfilm des Fantasy Filmfests, mit John Cusack und Ray Liotta. Gute Grundvoraussetzungen für einen Horrorstreifen, größtenteils auch sehr spannend und mit einem cleveren Ende. Ich spreche von der Schlußsequenz, die eigentlich und durchaus sehr überraschende Auflösung geschieht schon früher, aber obwohl sie originell ist, nahm sie mir zumindest etwas den spaß am Film. 7 Punkte
<b>Wrong Turn</b>: Ich geb es ja zu, ich hab ein Faible für Horror. Dieser ist, wie eigentlich zu erwarten, richtig mies, aber nicht so mies, dass er schon wieder kultig wäre (siehe zb den grandiosen "Alien Terminator", der vor kurzem auf Kabel 1 lief, der war so schlecht, dass ich ihn schon wieder gut fand). 08/15-Horror, wenn überhaupt. 3 Punkte
<b>Fluch der Karibik</b>: Läuft bei meinem Kumpel Christian grad im Kinderprogramm, etwas heftig wenn man dort ansonsten nur Pippi Langstrumpf gewohnt ist. Nett, was soll ich sagen. Ich war sehr skeptisch und dachte auch, ein Piratenfilm sei nach den Flops des letzten Jahrzehnts nicht mehr machbar, aber dieser hier beitet sehr solide Unterhaltung. 6 Punkte
<b>Nicht auflegen (Phonebooth)</b>: Ja, ganz ok. Das Setting limitiert die Optionen natürlich stark, zumindest ist er gaubwürdig genug. Kann man sehen, muss man nicht. 5 Punkte
<b>Spun</b>: Drogenreiche Filme bekommen bei mir meist einen Bonus. Dieser hier ist nicht originell und kopiert visuell auch teilweise den wirklich starken Requiem for a Dream, aber es ist eine akzeptable Komödie mit Mickey Rourke mal in einer sehr passende Rolle. 6 Punkte auf jeden Fall
<b>Terminator 3</b>: Die Erwartungen waren wirklich nicht vorhanden bei diesem Film. Ich weiß auch nicht wieso, aber trotz des Budgets und der grandiosen Vorgänger nahm ich einfach an, Terminator 3 würde ein echter Flop sein. Die Überraschung war demanch umso positiver: Dank einer guten Portion Humor, Action und natürlich Tricktechnik kommt schnell das alte Terminator-Feeling wieder auf. Den Gegenpart diesmal mit einer bildschönen Frau zu besetzen, fand ich auch einen gelungenen Schachzug. Und das Ende ist konsequent wie logisch und lässt über Schwächephasen hinwegblicken. 8 Punkte
<b>Chihiros Reise ins Zauberland</b>: Schon mal von mir lobend erwähnt, dieses Alice in Wonderland mit einer Prise LSD ist optisch bombastisch und einzigartig. 9 Punkte
<b>Bruce Allmächtig</b>: Dazu ist schon alles gesagt worden, wobei ich schon nach einem Drittel fand, er hätte sein Pulver verschossen. Absolut vorhersehbar und durch das Ende schon fast schlecht. 4 Punkte
<b>Hero</b>: Ah, wo wir bei optischen Leckerbissen sind. Ich ziehe Hero Tiger&Dragon vor. Die Storyline ist so schlecht nicht, auch sich wenn die Moral des Endes uns Abendländern schwer erschließt und er zuweilen fast schon kitschig ist - die Inszenierung sucht ihresgleichen. Großes Kino im wahrsten Sinne der abgedroschenen Phrase. 8 Punkte minimum
<b>28 Days Later</b>: Ah, ein Zombiefilm, und nicht mal ein schäbiger. Ok, klar, nach Romeros Trilogie über die lebenden Toten inklusive aller moralischen Probleme der Restbevölkerung kann man sich 28 Days Later eigentlich schenken, aber so oft erblicken Zombies nicht mehr das Licht des Projektors. 6 Punkte
<b>Matrix Reloaded</b>: Ahem, wie vielleicht schon aufgefallen ist, hab ich Revolutions nicht erwähnt - ich hab ihn halt nicht gesehen. Grund dafür war dieser Film, mit dem ich nur wenig anfangen konnte. Tolle Autobahn-Actionsequenz, so weit ich mich entsinne, aber der Rest? Zion zum Beispiel? Schauder! 3 Punkte
<b>25 Stunden</b>: Ein guter Film, wenn nicht gar ein sehr guter. Eine bittersüße Hommage an New York, großartige Schauspielerleistungen, fast sogar bewegend. Fast, mich hat er nicht so ganz in seinen Bann ziehen können, sorry. 7 Punkte
<b>City of God</b>: Wow! Hier hab sogar ich nichts zu mäkeln. Fast schon eine klassische Gangstergeschichte im Stile von Goodfellas, nur in einem außergewöhnlichen Setting. Dazu geschickt inszeniert, einfach toll erzählt, unbedingt sehenswert. 9 Punkte
<b>The Transporter</b>: So ein DVD-Abend, über den man den Matel des Schweigens legen sollte. Ein Luc Besson Produktion, von der Action her identisch mit Taxi 1-3, immerhin nicht mit einem ganz so dämlichen Hauptdarsteller. Nicht noch mal, danke. 2 Punkte
<b>Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen</b>: Aha, ich verschweige ja doch kaum was. Zusammen mit meiner Schwester und ihrer Mitbewohnerin gesehen, das als Entschuldigung. Teilweise amüsant, ansonsten vergessenswert, Standard-Komödie. 3 Punkte
<b>Punch-Drunk Love</b>: Aha! Ebenso eine "Liebeskomödie", und die sind für mich meist ein Rotes Tuch, selbst mit Harry&Sally kann ich wenig anfangen. Dazu noch Adam Sandler in der Hauptrolle, der bsiher nur Komödien weit unter der Gürtellinie gemacht hat, eigentlich kann der Film ja nicht gut sein. Aufhorchen lässt aber der Regisseur, Paul Thomas Anderson, der zuvor immerhin den fantastischen film Magnolia gedreht hat. Und Tatsache, Punch-Drunk Love ist anders als alle anderen Liebeskomödien, und Adam Sandler auch noch goldrichtig besetzt. Sein bizarrer Charakter ist vielleicht nicht einmalig in der Filmgeschichte, aber in einem Liebesfilm auf jeden Fall außergewöhnlich. 8 Punkte
<b>Dreamcatcher</b>: Eine Horrorfilm basierend auf einem King-Buch kann so gut eigentlich nicht sein, Kubricks Shining ist da doch die Ausnahme. Hier hatte ich hinterher das Gefühl, das Buch hätte sich zu lesen gelohnt, ich empfehle es also mal, obwohl ich es selbst gar nicht kenne. Soll heißen, der Film ist etwas ungelenkig und hat einige große Schwächen, aber die Story an sich hatte Potential. 5 Punkte
<b>Daredevil</b>: Tja, Comicverfilmungen sind en vogue und zur Abwechslung hab ich mir diesen blinden Batman mal angetan. Im Vergleich zu den kindischen und langweiligen X-Men (2. Teil, nicht mit mir) ganz gut, Hausmannskost. 5 Punkte
<b>Adapt(at)ion</b>: Die Kombi Kaufman/Jonze (Drehbuch/Regie) schlägt wieder zu. Unbedingt zuvor Being John Malkovich sehen, kann man fast als Prequel zu Adaption bezeichnen. War der Film schon außergewöhnlich, so treibt es Adaption noch weiter. Irrsinnig, unfassbar, wild, brillant. 9 Punkte
<b>About Schmidt</b>: Nett. 6 Punkte
<b>Solaris</b>: Gehört hier gar nicht hin, Rubrik "experimenteller Film", so wie Warhols Empire State Building. 1 Punkt
<b>Final Destination 2</b>: Naja, ich will gar nicht meckern. Der erste Film war schon gar nicht schlecht, da er ohne Monster auskommt und der Gegner niemand anders als der Tod persönlich ist. Der fiese Autobahncrash (grad als Motorradfahrer schaudrig) ist zwar schon schlechter als die Flugzeugexplosion und dies gilt auch für den Rest des Films, aber immerhin ist eine gewisse Konformität vorhanden und ich hab schon schlechteres gesehen (siehe Wrong Turn). 5 Punkte
<b>Gangs of New York</b>: Tolle Performance von Daniel Day Lewis und interessantes Setting. Wieso aber platziert man so eine 08/15 Story darin (Qualität von Titanic), die dann auch noch ins Unverständliche abdriftet? Sehr, sehr ärgerlich, muss ich sagen. Hätte der Film mit dem Tot von Leonardo di Caprio (der mir auch nicht gefällt) in den Händen des Butchers bei der Party geendet, ich hätt gesagt, na ok, grad so akzeptabel. Aber so... 4 Punkte (für Bill The Butcher)
<b>Good Bye, Lenin</b>: Harmlos. 5 Punkte
<b>Anatomie 2</b>: Unfassbar schlecht, ärgerlich. Der erste war wirklich solide, aber über diesen Film hier könnt ich mich nur aufregen. 1 Punkt
<b>Ghost Ship</b>: Ja, böse Eröffnungssequenz, danach fast uninteressant. 4 Punkte
<b>ST: Nemesis</b>: Kann ich mich glücklicherweise kaum noch dran erinnern, schwach wie die meisten ST-Filme. 3 Punkte
<b>One Hour Photo</b>: Exzellente Performance von Robin Wlliams. 7 Punkte