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Frogo
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Di, 3. Jun 2003, 13:29

labrador1 hat geschrieben:
Mal eine Frage am Rande, die sich mir stellt: Was ist mit Tank (dem Operator aus Teil 1) passiert? Wieso sagt seine Schwester zu Link , das sie durch Morpheus Schiff zwei Brüder verloren hat? Der schien doch am Ende wieder relativ fit zu sein ??? Hab ich da irgendwas verpasst?

Ach ja, stimmt, das hatte ich vergessen: Diese Frage stellte ich mir in dem Film auch, den meines Wissens überlebt der eine der beiden Brüder den ersten Teil doch, oder nicht? Mein Kumpel konnte mir im Kino auch keine Antwort auf diese Frage geben...
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Doc SoLo
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Di, 3. Jun 2003, 14:09

Ich gehöre jedenfalls auch zu denen, die die Story erheblich zu dünn fanden. Die Kampfszenen waren eindeutig zu lang, angesichts des übermächtigen Neo fragte ich mich dauernd, wann er endlich Schluß macht mit dem Theater - zumal es oft einfach langweilig war.
Genervt hat auch die ständige Gegenfragerei in den Dialogen, da wurde stellenweise kramphaft versucht irgendwelchen Tiefsinn zu erzeugen.
Wenn ich dann noch die Redeanteile des schwulen Franzosen (sorry für den Ausdruck) mit denen der Quelle vergleiche, frage ich mich, was den Drehbuchautor geritten hat. Ersterer erzählt eine Viertelstunde lang bedeutungsschwangeren Blödsinn aus der Pseudo-Tiefsinn-Kiste der die Story nicht im geringsten vorantreibt, und die interessanten Informationen der Quelle werden später in einem Affenzahn runterspult. Es ist klar, dass das viele Leute so schnell nicht mitbekommen haben, man sieht's in diesem Thread.

Und ein "Fortsetzung folgt" will ich am Ende eines Kinofilms einfach nicht sehen.

Ciao,

Doc SoLo
 
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Di, 3. Jun 2003, 14:32

Doc SoLo hat geschrieben:
Ich gehöre jedenfalls auch zu denen, die die Story erheblich zu dünn fanden. Die Kampfszenen waren eindeutig zu lang, angesichts des übermächtigen Neo fragte ich mich dauernd, wann er endlich Schluß macht mit dem Theater - zumal es oft einfach langweilig war.
Genervt hat auch die ständige Gegenfragerei in den Dialogen, da wurde stellenweise kramphaft versucht irgendwelchen Tiefsinn zu erzeugen.
Wenn ich dann noch die Redeanteile des schwulen Franzosen (sorry für den Ausdruck) mit denen der Quelle vergleiche, frage ich mich, was den Drehbuchautor geritten hat. Ersterer erzählt eine Viertelstunde lang bedeutungsschwangeren Blödsinn aus der Pseudo-Tiefsinn-Kiste der die Story nicht im geringsten vorantreibt, und die interessanten Informationen der Quelle werden später in einem Affenzahn runterspult. Es ist klar, dass das viele Leute so schnell nicht mitbekommen haben, man sieht's in diesem Thread.

Und ein "Fortsetzung folgt" will ich am Ende eines Kinofilms einfach nicht sehen.


na schwul war der wohl sicher nicht... "zuerst errötet sie.." :oops:

mfg
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Di, 3. Jun 2003, 16:27

Frogo hat geschrieben:
labrador1 hat geschrieben:
Mal eine Frage am Rande, die sich mir stellt: Was ist mit Tank (dem Operator aus Teil 1) passiert? Wieso sagt seine Schwester zu Link , das sie durch Morpheus Schiff zwei Brüder verloren hat? Der schien doch am Ende wieder relativ fit zu sein ??? Hab ich da irgendwas verpasst?

Ach ja, stimmt, das hatte ich vergessen: Diese Frage stellte ich mir in dem Film auch, den meines Wissens überlebt der eine der beiden Brüder den ersten Teil doch, oder nicht? Mein Kumpel konnte mir im Kino auch keine Antwort auf diese Frage geben...


Hab gelesen, daß er an "zu viel Gage verlangt" gestorben ist. Wie sich das dann in der Geschichte äußert, wüßte ich aber auch gern.

ciao
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tafkag
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Di, 3. Jun 2003, 18:56

War jetzt auch endlich mal drin (Nachmittagskino ist klasse, mach ich jetzt öfter).

Ich bin etwas hin und hergerissen. Action und Technik waren imo erste Sahne und auch die neuen Storyelemente und der Dialog mit dem Architekt haben mir gut gefallen. Da haben sie aus der, nach dem ersten Teil scheinbar feststehenden, Grundkonstellation doch noch einiges gemacht.
Ich habe den Dialog mit dem Architekten angesprochen - am liebsten wäre es mir gewesen, wenn alle Charaktere während des restlichen Films die Klappe gehalten hätten. Der Seifenopervergleich ist für dieses sinnleere, pseudophilosophische Geblubber fast noch zu gut. Und da nach der ersten Action der Film erst mal fast nur noch aus diesem Geschwafel und dem komischen Rave (Was sollte das? Jedes billige Musikvideo mit hopsenden Halbnackten ist interessanter!) besteht, war das schon ganz schön anstrengend.

Trotz Kritik bin ich aber eigentlich recht zufrieden und freue mich auf den letzten Teil.

PS: Ich musste nicht bis nach dem Abstann warten; der M3-Trailer kam direkt im Anschluss an den Film.

PPS: Wenn ich noch einmal den "die Umgebung spiegelt sich in meiner coolen Sonnenbrille"-Effekt sehe, dreh ich durch. Gab es im Film eine Szene ohne?
 
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thwidra
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Di, 3. Jun 2003, 19:36

Abdiel hat geschrieben:
...
Oft wurde hier über den Storygehalt diskutiert und ehrlich gesagt verstehe ich das nicht ganz. Vergleichen wir doch einfach mal die Handlungen: Im ersten Film wurde Neo von der Matrix abgekoppelt, dem Orakel vorgestellt und "erwacht" am Ende. Zwischendurch ist noch der Verrat von Cypher und die daraus entstehenden Kämpfe, das wars doch schon, oder? Im zweiten Film haben wir die Sache mit dem Angriff auf Zion und gleichzeitig die Suche nach dem Architekt (mit der Reihenfolge Quelle-Merowinger-Schlüsselmacher-Architekt), also sogar 2 Handlungsstränge. Damit hat für mich der Storygehalt keineswegs abgenommen!


Was gibt's daran nicht zu verstehen? Im ersten Film kommt noch das Mitfiebern beim Zuschauer dazu und diess diffuse Gefühl, als Neo erwacht. Die Handlung schafft es viel leichter den Zuschauer mitzureisen, lange Zeit im Unklaren zu lassen und einige überraschende Wendungen zu bieten, die gleichzeitig beim Zuschauer Raum für mögliche Überlegungen lassen.
Wo ist das im zweiten Teil? Hier bleiben nur Spekulationen übrig.
Der Angriff Zions geht unter und es gibt nur eine langweilige Senatsdebatte und ein noch langweiligeres Gespräch mit dem alten Senator. Handlungsmässig ist die Suche nach dem Architekten ebenfalls uninteressant, weil das Orakel und der Merowinger durch ihre unverständlichen Reden nichts beitragen, außer das Neo ein Ziel bekommt. Das Gespräch mit dem Architekten ist schließlich ähnlich gehaltlos angelegt (weil es einfach keinen Sinn macht). Eigentlich reduziert sich der Film nur auf Actionszenen.

Diesmal gehts es eben um gänzlich andere Dinge, die das Matrixuniversum noch viel komplexer gestalten. Eigenständige Programme, die in der Matrix Ihren eigenen Interessen nachgehen, Hintertüren die ganz neue Möglichkeiten der Bewegung bieten und auch die beiden Gegenpole Architekt-Quelle für den Aufbau einer Scheinwelt, die von den Menschen auch akzeptiert wird; das alles sind Dinge die eine unglaubliche Tiefe in diesen Film bringen. Ehrlich gesagt habe ich den Streifen auch fast nur aus diesem Blickwinkel betrachtet.


Komplexer? Eher unverständlicher.
Die eigenständigen Programme nehmen imho viel vom Reiz der allmächtigen und alles umfassenden Matrix.

Natürlich ist Zion real! Der Architekt hat auch das erklärt, genau wie die "Anomalie" des Auserwählten, welcher kein Programm ist. Vielmehr fördern die Umstände in der Matrix die Ausbildung eines solchen Charakters. Vielmehr stelle ich mir die Frage, wie man einen Neustart, wie er angesprochen wird, realisiert? Wird mal schnell ein Bildschirmschoner aktiviert, während das System den Neustart durchführt?


Wie kann es real sein, wenn Neo ein paar Wächter mit seiner "Macht" aufhält? Für mich ein Indiz, dass der Architekt zum Teil nur das erzählt, was Neo hören sollte (wie beim Orakel im ersten Teil).
 
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Abdiel
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Mi, 4. Jun 2003, 12:02

Holla!

Tja, Du setzt die letzte Szene in der "Realität" eben gleich mit den vorherigen Zion-Szenen. Ich jedoch sehe das noch nicht so, dazu war die Auflösung dann am Ende doch etwas zu fix. Deswegen kann ich auch nichts zu den Spekulationen über das Ende beitragen, weil für mich diese Szenen in einem krassen Gegensatz zu den restlichen Ereignissen in der realen Welt stehen.
Verstärkt werden diese Zweifel durch den Revolutions-Trailer, in dem ich die Kampfroboter der Menschen wiedergesehen habe. Komischerweise sass meiner Meinung nach der Bewacher des Orakels drin, womit ich absolut nichts anfangen kann (trotz Brille). Darum lass ich das dann lieber!

Die Story hat mich auch diesmal wieder gefesselt, da ich wie gesagt die Kämpfe nur am Rande sehe, als Mittel zum Zweck sozusagen. Das System der Matrix als allmächtige Institution ist doch schon im ersten Teil widerlegt worden, weshalb ich die konkurrierenden Programme durchaus als realistisch betrachte. Bedenke auch, dass die Kontrollfunktion mittels des "Auserwählten" immer einen Neustart der Matrix zur Folge hat und damit diese "Bugs" innerhalb der Matrix gelöscht werden!
Die Dialoge mit dem Orakel, dem Merowinger und dem Architekten stehen insgesamt in einem krassen Gegensatz zum restlichen Film, aber eben alle drei gleichermassen. Deswegen verstehe ich es eben nicht, wenn der Architekt-Dialog gelobt wirs und die anderen 2 Gespräche kritisiert. Psychoblabla hin oder her, diese Dialoge bereiten erst den Boden für den finalen Dialog vor und sind meinesachtens am Ende recht hilfreich...

mfg
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Ssnake
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Mi, 4. Jun 2003, 15:49

Nachdem ich ihn nun auch endlich gesehen habe, tendiere ich eher zu Abdiels Meinung - ich fand den Film saugeil. Das war mit das schnellste Achterbahnkino, das ich je gesehen habe, und ich müßte mir die kritisierten Dialoge noch ein paar Mal anhören, um zu entscheiden, ob ich nur stellenweise nicht mitgekommen bin oder ob es semantischer und logischer Schwachsinn war, was die Figuren von sich gegeben haben.

Die unmittelbare Wirkung hingegen fand ich grandios, und die Konzeption der Matrix wie wir sie bislang kennengelernt haben weist sehr viele Parallelen zum Cyberspace vom Rollenspielsystem "Shadowrun" auf - autonome Teilsysteme, die mehr oder minder aufwendige Avatare mit sich herumschleppen. Insoweit war die Existenz alter Programmfragmente durchaus glaubwürdig. Wahrscheinlich würde man im tiefsten Keller noch ein altes emacs oder edlin finden... ;) Oder den Windows-Krüppel :green:
Du liest diesen Text nicht. Fnord.
 
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Mi, 4. Jun 2003, 16:04

Ssnake hat geschrieben:
Oder den Windows-Krüppel :green:

*lol*
Das wär doch eine Idee für Teil 3. Immerhin durfte Trinity das Notsystem des Kraftwerks schon per Secure Shell abschalten. Da es für Windows noch immer keinen echten SSH-Server gibt, war da auf jeden Fall ein anderes Betreibssystem drauf.

Ciao,

Doc SoLo
 
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tafkag
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Mi, 4. Jun 2003, 16:22

und ich müßte mir die kritisierten Dialoge noch ein paar Mal anhören, um zu entscheiden, ob ich nur stellenweise nicht mitgekommen bin oder ob es semantischer und logischer Schwachsinn war, was die Figuren von sich gegeben haben.


Am schlimmsten waren wirklich solche tiefsinnig vorgetragenen Banalitäten der Marke "Du bist hier, weil Du hier bist." oder "Manche Dinge ändern sich, andere ändern sich nicht." :irre: :arg:
 
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Mi, 4. Jun 2003, 16:32

Am schlimmsten waren wirklich solche tiefsinnig vorgetragenen Banalitäten der Marke "Du bist hier, weil Du hier bist." oder "Manche Dinge ändern sich, andere ändern sich nicht." :irre: :arg:

oder: "Du weißt, warum ich hier bin.", Antwort: "Weißt du es denn?".

Ciao,

Doc SoLo
 
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Mi, 4. Jun 2003, 16:40

...naja: Das kann gleichermaßen Hohlsprech sein oder tatsächlich auf Themen der Meta-Ebene anspielen. Dafür muß ich es mir halt irgendwann auf DVD mal genauer ansehen.
Du liest diesen Text nicht. Fnord.
 
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Mi, 4. Jun 2003, 18:04

Das werde ich auch tun. Trotzdem ist es schon ein Manko für einen Film, solche Sprüche anzuführen, die praktisch unverständlich sind. Klar wird sich's mit Teil 3 irgendwann auflösen, aber muss das den so aufgebaut sein, dass es von den wenigsten verstanden wird?
Besonders gut beim Orakel fand ich auch den Satz: "Du hast deine Entscheidungen alle schon gefällt." - "Welche Entscheidugen?" - "Du musst sie nur noch verstehen ...". :roll:
 
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Mi, 4. Jun 2003, 18:08

Ihr habt Probleme... also ein Orakel, das *nicht* in Rätseln sprechen würde, die man erst nach und nach versteht, fänd ich langweilig (außerdem wäre es dann meiner ansicht nach kein Orakel mehr ;)). Mir gefallen diese Sätze! Ich denke schon, dass die alle irgendwie einen sinn ergeben, die frage ist halt nur, welcher Sinn das ist. Halt typisch orakelmäßig :green:
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Mi, 4. Jun 2003, 19:07

Das Problem ist nicht, daß ich es nicht verstehe (dem Architekten konnte ich auch nicht 100%ig folgen - gerade das fand ich sehr _gut_), sondern das es bei dem meisten Geschwafel imo überhaupt nichts zu verstehen gibt. Genauso könnte ich mit "Der Himmel ist blau, weil er blau ist" oder "Meistens ist der Himmel blau, manchmal aber auch nicht" kommen. Jetzt noch ne coole Brille aufsetzen und schon habe ich RL-Niveau erreicht ;-).

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