Fantastic Four: First Steps
Der neueste MCU-Film steht vorerst komplett für sich, denn er spielt in einer anderen Ecke des Multiversums als Avengers & Co. In dieser sehr cool gestalteten retrofuturistischen Welt im 60er-Jahre-Sci-Fi-Stil sind die Fantastic Four bereits seit Jahren aktiv, haben schon mehrere Bösewichte besiegt und sind auf der ganzen Welt beliebt. Nun kommen ihren bisher größten Herausforderungen: Sue Storm ist schwanger - und ein (zur Freude von Johnny Storm diesmal weiblicher) Silver Surfer verkündet die Zerstörung der Erde durch Galactus. Der Film ist aber auch abseits des Szenarios ungewöhnlich: wenig Fokus auf Action, dafür mehr Problemlösung durch wissenschaftliche Forschung und minutiöses Planen (Mister Fantastic brütet mehr über mathematischen Formeln, als dass er seine Dehnungskräfte verwendet). Und weil das etwas langweilig klingt, wird die sich über mehrere Monate erstreckende Story in unter zwei Stunden abgefeiert. Das wirkt mitunter etwas hektisch, mindestens eine Nebenhandlung hätte etwas mehr Zeit vertragen. Mich konnte es trotz des hohen Tempos nicht so richtig bei der Stange halten. Obwohl das fantastisch aussieht und die Chemie im Cast stimmt (Vanessa Kirby und Pedro Pascal, was soll da schiefgehen), hat mich der Aufbau der Story nicht begeistert. Der Humor wirkt diesmal auch eher bemüht. Spaß hatte ich mit den sympathischen Vier schon und wenn Action passiert, ist sie echt sehenswert, aber ich hatte mir mehr erhofft. 7/10 Super-Babies